Sie haben sich erfolgreich zum "Mein Buchentdecker"-Bereich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Böse

Die Psychologie unserer Abgründe

(5)
Taschenbuch
11,99 [D] inkl. MwSt.
12,40 [A] | CHF 17,90 * (* empf. VK-Preis)
Benachrichtigungen aktiviert

In der Buchhandlung oder hier bestellen

Böse ist das Gegenteil von gut – oder nicht? Kriminalpsychologin Julia Shaw gibt in ihrem lesenswerten Sachbuch über die Abgründe unserer Psyche überraschende Antworten darauf. So findet sie das Böse nicht nur in den Gehirnen von Massenmördern, sondern in jedem von uns. Mithilfe neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und psychologischer Fallstudien erklärt sie die dunkle Seite in jedem Menschen und zeigt, wie wir jeden Tag neu entscheiden, was böse ist. Eine Studie über Heuchelei und den ganz normalen Wahnsinn, die die vertrauten Kategorien von Gut und Böse über den Haufen wirft.


Originaltitel: Böse. Die Psychologie unserer Abgründe
Originalverlag: Hanser
Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 30 s/w Abbildungen
Button „Der Spiegel-Bestseller erstmals im Taschenbuch“
ISBN: 978-3-453-60529-9
Erschienen am  13. Juli 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Das Böse hat viele Gesichter

Von: Tipperin

17.01.2021

In einem Buch mit dem Titel „Böse – Die Psychologie unserer Abgründe“ geht es wie schon angekündigt natürlich auch um genau das. Das Böse. Was ist das eigentlich? Und ist wirklich alles so böse, was wir als böse bezeichnen? Die Autorin erklärt unter diesem Oberthema vor allem mit Psychologie, Neurowissenschaft, Soziologie und Kriminalistik mehrere Erscheinungsbilder des Bösen. Ich hatte kürzlich einen Thriller über Psychopathen gelesen, der durchaus auch Vorzüge dieser Spezies kommuniziert und suchte nach Fachliteratur in dieser Richtung. In mir keimte nämlich die Idee für einen Krimi. Mittlerweile hat sich die Idee zerschlagen, aber das Buch habe ich trotzdem gelesen. Was treue Leser dieses Blogs vielleicht noch nicht wissen: Ich habe meinen Abschluss in Kriminalsoziologie gemacht und bin daher an dieser Mischung aus Themenfeldern interessiert. Ich werde die Aufteilung der Kapitel kurz aufführen, damit man einen schnellen Einblick bekommt, was genau behandelt wird. So ist es sicher am einfachsten: 1.Unser innerer Sadist: Die Neurowissenschaft vom Bösen 2.Mordfantasien: Die Psychologie der Mordlust 3.Freakshow: Die Psychologie der Unheimlichkeit 4.Die zwei Gesichter der Technologie: Wie Technologie uns verändert 5.Abartig Pervers: Die Wissenschaft von der Sexuellen Devianz 6.Schützt unsere Kinder: Pädohebephile verstehen 7.Schlangen in Anzügen: Die Psychologie des Bösen in der Arbeitswelt 8.Und ich habe geschwiegen: Die Wissenschaft der Konformität Wie man hier schon sieht, sind die Themenfelder an dieser Stelle schon recht breit gestreut. Der Oberbegriff „das Böse“ beherbergt viele Richtungen, und jedes der oben genannten Theman kann schon für sich Bücher füllen (und tut es auch). Stil, Machart, Meinung Die oben aufgeführte Breite der Themenfelder geht natürlich zu Lasten der Tiefe. Das ist bei dem großen Programm und den etwas über 300 Seiten jedoch zu erwarten. Für jedes Themenfeld findet der Interessierte jedoch die verwendete Literatur und kann sich damit weiter einlesen. Dieses Buch ist ein Sachbuch, definitiv auch Fachliteratur, jedoch für die breitere Masse vergleichsweise unterhaltsam zusammengestellt. Es fallen definitiv Fachbegriffe und das Buchist fachlich soweit ich es beurteilen kann sehr fundiert, von einem richtigen Fachtext so wie sie an der Uni zuhauf durcharbeitete, unterscheidet sich das Buch jedoch sehr. Es ist oft die Meinung der Autorin dabei, vieles ist sehr gut veranschaulicht und man wird auch immer wieder dran erinnert, dass man solch einen Gedanken wohl im Alltag auch schon einmal hatte. Es werden viele Studien und Experimente vorgestellt, die mir aus der Kriminologie schon bekannt waren –und sie wurden auch richtig dargestellt und waren gut in die Themenfelder eingepasst. Wie wohl fast jeder Leser dieses Buches war ich nicht an allen Themenfeldern gleichermaßen interessiert. Mit dem Kapitel Technologie bekam das Buch auch einen sehr fortschrittlichen Anstrich, da es zum Beispiel um Bots und Cybertrolle geht. Besonders gut fand ich „Freakshow“ , weil die Frage, was wir eigentlich als unheimlich interpretieren, sehr interessant war (Himmel, diese Clowns!). Auch das letzte Kapitel „Das Wissen der Konformität“ war sehr interessant und hatte Nazis, Vergewaltigungskultur und Terrorismus zum Thema. Da ging es dann beispielsweise um Gruppendruck, Autorität und Bystander-Effekt. Zimbardo durfte natürlich auch nicht fehlen! Fazit Dieses Buch läuft irgendwie außer Konkurrenz. Es ist als Inspirationsquelle, Fachliteratur und Nachschlagewerk für jeden Krimi- und Thrillerautor natürlich sehr zu empfehlen. Für Menschen, die schon in diesem Fachgebiet arbeiten, ist es eventuell nur eine wenig tiefgehende Ansammlung einiger Themen. Für den ganz normalen Leser ist es vielleicht ein erster Einblick in diese Wissenschaft und damit ein perfekter Einstieg. Das nennt man wohl populärwissenschaftlich. Für mich war es eine ganz interessante Sammlung an Informationen und Themenfeldern, von der mich nicht alles unbedingt interessierte und von dem ich vieles auch schon kannte. Die unterhaltsame Schreibe machte die teils schwere Kost jedoch leicht verdaulich und so bereue ich die Lektüre auf keinen Fall.

Lesen Sie weiter

Für jeden True Crime Fan ein muss!

Von: The Davina Diaries

10.01.2021

Die Abgründe der Menschen üben seit jeher eine unglaubliche Anziehungskraft auf uns Sensationsgeile Personen aus - so auch auf mich. Zugegeben, vielleicht keine gute Eigenschaft von mir, aber ich kann einfach nicht anders. Mich zieht böses an - nicht im schlechten Sinn ... ich möchte wissen, wieso sind Menschen böse. Was hat den Serienmörder eben zu genau dem gemacht, was er jetzt ist. Werden Menschen böse geboren? Entwickeln sie sich erst dazu? Genau damit beschäftigt sich auch Dr. Julia Shaw. Es geht in "Böse" nicht nur um Mörder. Es geht um boshaftigkeit in vielen Sozialen Schichten. Es geht in den verschieden Kapiteln um Mordlust, Unheimliches, sexuelle Perversitäten, moralische Boshaftigkeit am Arbeitsplatz und ja ... sogar um Technologie (Cybertrolle). Eine Frage ziemlich am Anfang des Buches hat mich schmunzeln lassen. Shaw fragte "Würden sie Hitler als Baby töten, wenn sie die Möglichkeit dazu haben würden?" Also, geht man davon aus das Hitler böse geboren wurde, würden wohl viele Menschen mit einem klaren JA antworten. Geht man aber davon aus, das Menschen durch bestimmte Ereignisse in Ihrem Leben böse werden, muss man seine erste Antwort evtl. nochmal überdenken. Ebenso ist es mit Menschen in hohen Positionen im Jobleben. Oftmals haben diese Narzisstische Wesenszüge und leben so ihre boshaftigkeit aus - erleben sicherlich auch viele jeden Tag am Arbeitsplatz. Shaw stellt viele Studien vor wie zB die Frage an einige Teilnehmer, was genau sie als unheimlich beschreiben würden - diese gaben unhygienisches Aussehen an, lange Finger und merkwürdige Kleidung. Warum sind Clowns für so viele Menschen (mich eingeschlossen!) so unglaublich unheimlich?! Dr. Julia Shaw schafft es, mit leichtem Schreibstil, trockene Fakten gut zu übermitteln, so das auch jeder "normale" Mensch sie versteht. Für jeden Fan von True Crime Dokus, ein absolutes Must-Read!

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Dr. Julia Shaw, 1987 in Köln geboren und in Kanada aufgewachsen, ist Bestsellerautorin, Referentin und Wissenschaftlerin in der Abteilung für Psychologie an der UCL (University College London). Dort forscht sie im Bereich der Rechtspsychologie, Erinnerung und Künstlichen Intelligenz. Sie berät Polizei, Bundeswehr, Rechtsanwälte, Justiz und Wirtschaft in deutsch- und englischsprachigen Ländern. 2017 gründete sie im Silicon Valley eine Firma, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz versucht, gegen Diskriminierung in der Wirtschaft vorzugehen. Über ihre Arbeit berichteten u.a. »Der Spiegel«, »Focus«, »The Times« und »New York Magazine«.

Zur Autor*innenseite

Ursula Pesch

Ursula Pesch, geboren 1952 in Meckenheim, Studium der Germanistik und Anglistik in Bonn und Freiburg i. Br., Übersetzerdiplomprüfung während eines mehrjährigen Aufenthalts in London, ist die Übersetzerin von u. a. David Agus, Kevin Dutton, Shirin Ebadi, Stephen Ilardi und Alan Weisman.

Zur Übersetzer*innenseite

Weitere Bücher der Autorin