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Rezensionen zu
Zwischen Welten

Juli Zeh, Simon Urban

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€ 24,00 [D] inkl. MwSt. | € 24,70 [A] | CHF 32,90* (* empf. VK-Preis)

Es gibt nicht viele 500-Seiten-Bücher, die ich innerhalb von drei Tagen verschlinge. Aber ein neuer Roman von Juli Zeh sorgt in schöner Regelmäßigkeit dafür, dass ich komplett darin versinke. So auch in "Zwischen Welten", der heute erscheint und eine Art moderner Brief-Roman zwischen zwei Personen ist, die nicht gegensätzlicher sein könnten: Theresa und Stefan. Sie hat den Milchhof ihres Vaters in der brandenburgischen Provinz beerbt, er ist stellvertretender Chefredakteur einer großen deutschen Zeitung. Schon früher haben beide häufig in ihrer WG die viel beschworenen Küchentisch-Diskussionen geführt - und greifen diesen Faden nach vielen Jahren der Funkstille wieder auf. Die Themen, über die mal per Mail, mal per Whatsapp diskutiert wird, könnten aktueller nicht sein: es geht um Bio-Subventionen, Gendersternchen, Black Live Matters und den Ukrainekrieg genauso wie um alltägliche Banalitäten in der Familie oder im Berufsalltag. Das Spannende: je nach persönlichem Standpunkt fühlt man sich zunächst Stefan, dann Theresa näher, nur um beim nächsten Streitgespräch der beiden die Seite zu wechseln. Ich mochte diese wechselseitige Dynamik sehr gern, die auch unbedingt dazu anregt, die eigene Diskussions- und Streitkultur zu reflektieren. Außerdem habe ich selten so viel über die aktuellen Probleme, aber auch Chancen in der heutigen Landwirtschaft gelernt. Neben diesem Faktor hat mich außerdem die Frage: "ob Journalismus sich eine Haltung erlauben darf oder sogar muss, was [Stefan] angesichts der Klimakrise und des wachsenden Rechtspopulismus ziemlich alternativlos findet" am Meisten bewegt. Juli Zeh und Simon Urban ist hier ein sehr aktueller Wurf gelungen, der Spaß macht. Es fühlt sich an, als würden die beiden stellvertretend für einen selbst streiten, während man selbst sich bequem ins Sofa kuschelt und es ihnen überlässt, unangenehme Wahrheiten auszusprechen und einzuordnen. Ein Buch, das zum Weiterdenken und Recherchieren einlädt, das wütend macht und betroffen, das auf- und erklärt auf ganz menschlicher Otto-Normalverbraucher*innen-Ebene. Erstes Jahreshighlight 2023!

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einfach genial!!

Heinrich Hugendubel GmbH & Co. KG

Von: Barbara Hofmann aus Ingolstadt

24.01.2023

Der neue Roman: ZWISCHEN WELTEN ist einfach genial!! Allein die Form: mit dieser modernen Art eines digitalen Briefwechsels werden 2 bzw noch mehr Welten mit all ihren Problemen auf allerfesselndste Weise dargestellt. Man ist als Leser mittendrin und immer so gespannt, wie das weitergeht, ausgeht. So bekommt man eine wahre Flut von Informationen auf feinste Weise. Große Klasse.

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„Zwischen Welten“ von Juli Zeh und Simon Urban - ein Briefroman bestehend aus Nachrichten per WhatsApp und eMails. Gefühlt sind es zwei verschiedene Welten, in denen Theresa und Stefan leben. Sie bewirtschaftet den Ökobauernhof ihres verstorbenen Vaters in Brandenburg. Er ist Kulturchef bei „Der Bote“, Deutschlands größter Wochenzeitung. Beide kennen sich aus dem Studium und waren damals sehr eng miteinander befreundet. Nun nach 20 Jahren sehen sie sich zufällig wieder. Was folgt, ist ein reger Austausch digitaler Nachrichten. Aneinander vorbeireden, gar nicht auf die angesprochenen Themen des anderen eingehen, sie regelrecht ignorieren, immer wieder einfach die eigenen Probleme in den Vordergrund stellen - das gelingt Theresa und Stefan perfekt. Und das spiegelt so ein bisschen unsere Gesellschaft wieder. Trockenheit, Schweinepest - Landwirte, die um ihre Existenz kämpfen, Klimapolitik, Gendern, Rassismus - große Themen, die Theresa und Stefan beschäftigen und über die sie sich streiten. Und dieser Streit spitzt sich mehr und mehr zu. „Es gibt so ne gläserne Wand zwischen diesen beiden Lebensräumen“, sagt Juli Zeh in einem Interview. Gibt es diese „Wand“ nur im Roman? Wie sieht es in der Realität aus? Existiert da noch ein „Dazwischen“? „Zwischen Welten“ regt zum Nachdenken und Diskutieren an. Ein starkes Buch - unbedingt lesen!

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