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Rezensionen zu
Stunden des Aufbruchs

Nina Konstantin

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€ 12,00 [D] inkl. MwSt. | € 12,40 [A] | CHF 17,90* (* empf. VK-Preis)

Anders als erwartet, aber sehr spannend

Von: Elchi130

04.07.2021

Berlin 1951: Die 19-jährige Charlotte ist nach dem Krieg bei Onkel und Tante untergekommen. Als ihr Onkel sich sexuell an ihr vergehen will, schlägt sie ihn nieder und flieht. Zum Glück läuft sie dem amerikanischen Militärpolizisten Timothy DeWindt über den Weg, der sie bei sich aufnimmt. Als er mit den Ermittlungen an dem Mord eines amerikanischen Piloten nicht weiterkommt, nimmt Charlotte eine Arbeit im Nachtclub Midnight an, um für Timothy zu spionieren. Das Berlin von 1951, das uns die Autorin Nina Konstantin in „Stunden des Aufbruchs“ präsentiert, ist ein hartes, dunkles Berlin. Die Menschen leiden unter den Nachwehen des 2. Weltkrieges. Sie versuchen sich aus Elend und Armut herauszuarbeiten. Die einen mit ehrlicher Arbeit, die anderen mit dem Schmuggeln aller möglichen Waren. Doch sie alle vereint der Traum von einem besseren, sorgenfreien Leben. Aufgrund des Klappentextes habe ich mit einem fröhlichen, bunten Buch gerechnet. Doch das Buch fing schon sehr ernst an. Charlotte darf in der Fabrik die Schichten der Tante übernehmen, den erarbeiteten Lohn muss sie jedoch vollständig Zuhause abliefern. Und schließlich nähert sich ihr der Onkel immer gezielter unsittlich. Doch Charlotte ist stark und mutig, aber auch unerfahren und neugierig. Sie kämpft für ein selbstbestimmtes Leben. Dabei hilft ihr der US-Militärpolizist Timothy, der ein einsamer Wolf ist, jedoch das Herz am rechten Fleck hat. Die Autorin beschreibt sehr schön, wie Charlotte, in dem Jahr, in dem der Roman spielt, von einem naiven, unbedarften Mädchen zu einer kreativen, selbstbewussten Frau heranwächst. Sowohl Charlotte als auch Vera, die Nachclubbesitzerin, wünschen sich ein selbstbestimmtes, freies Leben. Damit ecken sie aber bei den Männern um sie herum immer wieder an. Mussten die Frauen im Krieg zusehen, wie sie sich und die ihren am Leben halten, so sollen sie nun wieder in die zweite Reihe treten und den Männern die Führung überlassen. Insgesamt macht die Mischung aus diesem Buch etwas Besonderes. Ein wenig Gangsteratmosphäre, ein wenig eine Reise in die Möglichkeiten der 50er Jahre, aber auch der Kampf der Frau für ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben. Mir hat sehr gefallen, dass Nina Konstantin die Zeit nicht einfach verklärt, sondern auch zeigt, welche Probleme zu bewältigen waren oder wie manch einer vom Schwarzmarkt profitierte und ganz nach oben kommen wollte.

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Am Anfang des Romans ist es schwierig den unterschiedlichen Personen und Handlungen zu folgen. Je weiter die Geschichte fortschreitet desto deutlicher wird das Beziehungsgeflecht zwischen Charlotte, Vera und Timothy. Nina Konstantin versteht sehr gut die ganze Szenerie der Schauplätze, Mode der 50er Jahren und das Lebensgefühl mit Worten in einer sehr bildlichen zu beschreiben. Nina Konstatin gelingt es immer wieder, obwohl man wähnt zu wissen wie es mit der Handlung weitergeht, nimmt diese immer mal wieder eine unvorhersehbare Wendung. In die Dialoge baut Nina Konstantin ab und zu die Berliner „Schnauze“ ein, so dass ich als Leserin mich Berlin gleich etwas näher fühle. Sie schreibt in einer leicht verständlichen und ausdrucksstarken Sprache. Vielmehr Sie verwendet die Alltagssprache und baut die Berliner“Schnauze“ mit ein. Ich kann das Buch auf jeden Falll empfehlen, da es neben einer Liebesgeschichte auch Spannung und Abenteuer verspricht. Der Roman lässt einen in die Welt des Wirtschaftswunders richtig eintauchen und den Alltag vergessen. Aufgrund der ausdrucksvollen Sprache ist es eine Freude „Stunde des Aufbruchs“ zu lesen.

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Eine fast perfekte Geschichte

Von: Readingtoomuch

27.06.2021

Zu diesem Buch gibt es viele positive Dinge zu sagen. Der Schreibstil ist flüssig, verständlich aber nicht zu platt und war sehr angenehm zu lesen. Auch die Geschichte überzeugt. Ein junges Mädchen in Berlin kurz nach dem Krieg versucht sich ein neues Leben aufzubauen. Die Atmosphäre des wiederaufstehenden Berlins ist wunderbar getroffen und man fühlt sich in diese zugleich schillernde und dunkle Zeit hineingezogen. Es ist eine ehrliche Darstellung der Zustände, die einen gefangen hält und fasziniert. Auch die Hauptdarstellerin und die Nebenfiguren sind sehr gut entwickelt und lassen einen mitfiebern. Wie wird es mit ihnen weitergehen? Was wissen wir noch nicht aus ihren respektiven Vergangenheiten? Insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Ich würde auch auf jeden Fall eine mögliche Fortsetzung lesen. Aber genau hier setzt mein einziger Kritikpunkt an. Am Ende ist das Buch zu sehr auf diese Fortsetzung ausgelegt. In sich ist das Buch nicht abgeschlossen, zu viele Fragen werden einfach offengelassen, um den Leser dazu zu bewegen, eine Fortsetzung zu kaufen. Das hinterlässt einen fahlen Nachgeschmack und hat mich verärgert. Das Buch hat es wirklich nicht nötig, auf solche Tricks zurückzugreifen, ich hätte den nächsten Teil auch so erworben. Aber den Leser geradezu dazu zwingen zu wollen… Nein danke. Daher ein Punkt Abzug in meiner Bewertung.

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Genau die richtige Mischung

Von: Daniela

27.06.2021

Genau die richtige Mischung aus Gefühl, Romantik und Spannung, die neugierig macht. Konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen und wollte einfach nur wissen wie es der 19 jährigen Waise Charlotte ergeht im Berlin der Nachkriegszeit und was alles noch passiert.

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Berlin in den 50ern. Fesselnd.

Von: Martina

26.06.2021

Ein tolles Buch für Leser, die sich für die deutsche jüngere Vergangenheit interessieren. Ein Leben im Berlin der 50er Jahre super erzählt. Man erlebt die Zwänge und Konventionen hautnah mit. Schön erzählt. Ich habe das Buch nicht aus der Hand gelegt. Wunderbar.

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Geschichte und Spannung

Von: Andrea

24.06.2021

Man lernt eine ganz andere Zeit kennen.sehr spannend. Mir hat es sehr gut gefallen. Vielleicht etwas langatmig. Aber von der Geschichte her ist es auf jeden Fall lesenswert.

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Charlotte und Vera leben in den 50er Jahren im Nachkriegsdeutschland und hier begegnen sich diese beiden grundverschiedenen Frauen. Charlotte ist eine Kriegswaise und lebt bei ihrer Tante und ihrem Onkel in Berlin als sie über Umwege Timothy kennenlernt. Sie verliebt sich in den GI und er schleust sie als Spionin in ein Lokal ein, um bei seinen Nachforschungen bei einem Mord weiter voranzukommen. Vera betreibt das „Midnight“ – ein traditionsreicher Nachtclub im Westen der Stadt – und muss sich gegen die männliche Vormacht durchsetzen. Sie glänzt und kämpft und muss dabei immer wieder Rückschläge hinnehmen. Zu dieser Zeit begegnen sich die beiden – zu anfangs beäugen sich die beiden Frauen skeptisch, aber Charlotte wird immer mehr in den Bann von Vera gezogen. Die schillernde, selbstständige Vera fasziniert Charlotte und sie gerät immer mehr in eine Abhängigkeit zu Vera, die in dunkle Machenschaften verwickelt ist, und dem „Midnight“ und den Mitarbeitern. Der Roman gibt einen Einblick in das Wirtschaftswunder in Berlin und zeigt dabei auch die rauen Seiten der Zeit und der Stadt. Und erzählt die Freundschaft zweier starker Frauen, die in dieser Zeit gemeinsam (über)leben. Hin und wieder ist der Roman etwas langatmig – dies wird aber durch die sehr bildhafte Schreibweise der Autorin wieder wettgemacht. Man sieht die Damen in ihren Kleidern vor sich, hat eine genaue Vorstellung wie das Midnight in der Nacht geradezu vibriert und sieht auch das verwundete, sich aufrappelnde Berlin vor sich.

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Spannend, spritzig, weiblich

Bücherbüffet-Pop-Up-Laden

Von: Bücher Fee aus Karlsruhe

18.06.2021

Eine Geschichte über Selbstbestimmung in Zeiten, in denen Frauen noch weniger Rechte haben, als wir es heute gewohnt sind. Die Welt ist gezeichnet von den Ereignissen des Krieges, dennoch bietet der Hauptspielort, das "Midnight" bunte Abwechslung. Zudem zeigen die beiden Protagonistinnen mit den unterschiedlichsten Charakterzügen, wie sie sich in der Nachkriegszeit ihr eigenes Reich aufbauen. Eine spannende Schilderung und ein Beispiel für den Feminismus.

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