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Sinéad Gleeson

Konstellationen

Die Sprache meines Körpers

(3)
Paperback
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Wie kann man die Geschichte des eigenen Körpers erzählen, in Gesundheit, Krankheit, Mutterschaft? Wie kann man diese Geschichte als Frau erzählen, noch dazu als Frau in Irland? Mit diesen mutigen und starken Texten tut Sinéad Gleeson genau das.

Das ganze Leben ist in diesem Buch: von der Geburt zur ersten Liebe, von Schwangerschaft zu Muttersein, bedrohlicher Krankheit, Alter und Tod. Sinéad Gleeson nimmt uns mit auf eine Reise, die zugleich sehr persönlich und zutiefst universell ist.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Stephanie Singh
Originaltitel: Constellations
Originalverlag: Picador
Paperback , Klappenbroschur, 288 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-442-77082-3
Erschienen am  10. May 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Leidenschaft und Analyse

Von: Jana Jordan

10.08.2021

Als Sinéad Gleeson 13 Jahre alt ist, erzwingt ihr Körper ihre Aufmerksamkeit: Schmerzen in der Hüfte, ausgelöst durch den Zerfall der Knochen, sind der Anfang einer lebenslangen Leidensgeschichte. Sie wird mehrfach operiert, verbringt immer wieder lange Wochen im Krankenhaus. Schmerz wird zum ständigen Begleiter. Mit Ende 20 wird bei ihr eine aggressive Form der Leukämie diagnostiziert. Ihre fassungslosen und aufgelösten Eltern beruhigt sie mit der Ankündigung, sie werde nicht sterben, sondern ein Buch schreiben. Sie übersteht die Chemotherapie, überwindet den Krebs. Sie schreibt auf, was ihr in Krankenhäusern, mit Ärzten und Mitmenschen begegnet. Am Anfang ist es vor allem die Perspektive der Patientin, die sich Ärzten und Klinikroutine ausgeliefert fühlt, nicht gehört und verstanden wird. Ihr gelingt der Schritt in die Metaebene, sie studiert die Funktionsweise eines Körpers, sammelt Informationen, will verstehen, was mit ihr geschieht. Zugleich schärft sich ihr Blick für soziale Interaktionen. Woher kommt die Scham, die man als kranker, eingeschränkter Mensch empfindet. Wie wird man wahrgenommen, wenn man unheilbar krank ist. Wie wird man wahrgenommen, wenn man etwas wagt, das unvernünftig erscheint. Wenn man einer kaputten Hüfte und einem von Chemotherapie gebeutelten Körper eine Schwangerschaft zumutet. Sie meistert auch diese Herausforderung und schenkt zwei gesunden Kindern das Leben. Im weiteren Verlauf des Buches wechselt die Perspektive. Sinéad Gleeson setzt den Fokus auf die Lebensumstände von Frauen. Im mehrheitlich katholisch geprägten Irland werden selbstbewusste Frauen noch immer mit Misstrauen betrachtet. Die Änderung der Abtreibungsgesetzt 2018 war hart erkämpft. Die Autorin seziert die patriarchale Sicht auf die Frau, die Fremdbestimmung durch Männer, die festlegen, was sich für ein Mädchen schickt und was nicht. Sie beschreibt eine Gesellschaft, die Unrecht gegenüber Frauen toleriert, wenn es ihr nützt. Erst 2013 hat es der damalige irische Ministerpräsident geschafft, dich für die menschenunwürdige Behandlung von sogenannten „gefallenen Frauen“ in den von Nonnen geführten Magdalenenheimen zu entschuldigen. Frauen werden auf ihren Körper reduziert, noch immer. Ein Kapitel widmet Sinéad Gleeson Frauen, die ihre Krankheit künstlerisch aufarbeiteten. Besonders Frida Kahlo, die bei einem Busunglück eine schwere Beckenverletzung erlitt, ist ihr eine Schwester im Geist. Krankheit und Schmerz als Quelle von Kreativität. Das Buch ist ein beeindruckendes Zeugnis von Kraft und Lebenswillen. Es zeigt eine Frau, die sich nie aufgegeben hat, die gelernt hat, selbst aus widrigen Umständen etwas Gutes entstehen zu lassen. Eine Frau, die ohne Selbstmitleid ihren Weg beschreibt. Ein gutes Buch gegen das Verzagen, voller Leidenschaft und kluger Gedanken.

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Konstellationen

Von: Elena_liest

14.07.2021

Mit ihren 14 Essays in "Konstellationen. Die Sprache meines Körpers" hat mich Sinéad Gleeson so vieles fühlen lassen: Freude, Trauer, Zustimmung, Wut, Beklemmung, Mitgefühl - um nur einige zu nennen. Die irische Autorin schreibt vor allem über den Körper, bevorzugt in Zeiten, in denen es ihm nicht gut geht. Dieser Abwesehnheit von Gesundheit und dem damit verbundenen Schmerz konnte ich mich kaum noch entziehen, mein Kopf steckte, auch wenn das Buch zugeklappt war, viel zwischen diesen Seiten. Sinéad Gleeson fächert ihre Themen im Bezug auf den weiblichen Körper dabei breit: es geht zum Beispiel um Abtreibung im streng katholischen Irrland, um Geburten von Kindern und wie sie den Körper und das persönliche Umfeld verändern, um die oft schwierige sowie von einer strengen Hierarchie und wenigen Worten geprägte Beziehung zwischen Ärzt*innen und Patient*innen oder auch den Tod geliebter Menschen und den dadurch ausgelösten seelischen Schmerz. Was ich vor allem an "Konstellationen" mochte war die sprachliche Gestaltung. Der Schreibstil der Autorin ist sehr besonders und einnehmend, sie beschönigt nichts und verpackt es trotzdem zugleich in anmutige Worte. Essaysammlungen sind hier in Deutschland gefühlsmäßig auf dem Vormarsch - zum Glück! Ich liebe es, wie Autor*innen ihre Gedanken schweifen lassen können, ihrer Fantasie freien Lauf lassen können, sich thematisch nicht eingeengt fühlen müssen. Sinéad Gleesons "Konstellationen. Die Sprache meines Körpers" ist ein wunderbares Beispiel dafür, welch großartige Werke hierbei entstehen können. Ich kann nur allen empfehlen, ihre Nasen in einen Essayband zu stecken - bevorzugt diesen hier. Berührend, feministisch, poetisch und intensiv!

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Vita

Sinéad Gleeson ist eine irische Schriftstellerin, Herausgeberin und Kritikerin. Daneben hat sie als Literaturredakteurin beim irischen Radiosender RTÉ gearbeitet. Sie zählt zu den wichtigsten jungen Stimmen Irlands. Ihr Essayband »Konstellationen« war ein Nummer-1-Bestseller in Irland und Irish Nonfiction Book of the Year 2019. Sie lebt in Dublin.

Zur Autorin