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Katherine Arden

Die Hexe und der Winterzauber

Roman

Paperback
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Moskau ist zerstört, seine Bewohner sind Hunger und Kälte preisgegeben. Eine Schuldige ist schnell gefunden: Wasilisa Petrowna, das Mädchen mit den wilden schwarzen Haaren und den smaragdgrünen Augen. Während Wasja sich der Angriffe der Moskowiter erwehren muss, lässt sich der Großfürst in seinem Rachedurst auf die falschen Verbündeten ein und droht, sein Reich geradewegs in den Untergang zu führen. Doch damit nicht genug: Eine uralte Kreatur kehrt nach Moskau zurück und bringt die Welt der magischen Wesen in Gefahr. Um sie und ihre Heimat zu retten, braucht Wasja erneut die Hilfe des Winterdämons Morosko. Aber diesmal kommen die beiden zu spät ...

»Magisch schön geschrieben - das perfekte Buch, wenn draußen die Flocken fallen.«

freundin (03. December 2021)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Michael Pfingstl
Originaltitel: Winter of the Witch
Originalverlag: Del Rey
Paperback , Klappenbroschur, 528 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-32159-5
Erschienen am  09. November 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Winternacht-Trilogie

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Rezensionen

Kein perfektes, aber ein gelungener Reihenfinale

Von: Miss PageTurner

19.04.2022

Die Hexe und der Winterzauber ist ein Buch, auf das ich mich 2021 ganz besonders gefreut habe. Fand ich Der Bär und die Nachtigall noch gut, aber nicht überragend, konnte mich Das Mädchen und der Winterkönig komplett überzeugen und so war ich mehr als gespannt, was das Finale der Winternacht Trilogie für mich bereithalten würde. Rasanter Einstieg Das Buch setzt nahezu nahtlos dort an, wo sein Vorgänger endete. Große Teile Moskaus sind den Flammen zum Opfergefallen, die Bevölkerung ist entsetzt und sucht einen Schuldigen und Priester Konstantin weiß natürlich genau, wer das sein soll: Wasilisa Petrowna. Wir starten also gleich rasant mit einem wütenden Menschenmob und auch sonst lässt uns Autorin Katherine Arden kaum Zeit, die Ereignisse zu rekapitulieren. Das führt auf der einen Seite dazu, dass man am Anfang erst wieder etwas reinkommen muss, wenn man den Vorgänger nicht direkt davor gelesen hat, auf der anderen Seite geht es gleich spannend los. Dieses Tempo wird auch in der ersten Hälfte des Buches hochgehalten und mündet dann in einen wirklich gelungenen ersten Höhepunkt. Was die zweite Hälfte angeht, komme ich gleich nochmal darauf zu sprechen, jetzt möchte ich euch erst noch erzählen, was mir an Die Hexe und der Winterzauber besonders gut gefallen hat. Vom Wildfang zur unabhängigen Frau Da ist an erster Stelle Wasjas Entwicklung zu nennen. Im ersten Band erleben wir sie als ungestümen Wildfang, ein mutiges und tapferes Mädchen. Band zwei lässt das Kind dann zum Teenager werden, inklusive des Dranges zur Entfaltung und der Suche nach dem eigenen Platz in der Welt, aber auch mit viel Übermut, dummen Entscheidungen und eine schwärmerische, etwas albernen Verliebtheit. Nun sind wir bei Band drei und Wasja ist wiederum an ihren Erfahrungen gewachsen. Statt wie zuvor im jugendlichen Übermut, mit dem Kopf durch die Wand rennen zu wollen, ist Wasja nun reifer, vorsichtiger und handelt überlegter. Diese Entwicklung hat mir wirklich sehr gut gefallen, gerade wenn man die Reihe als ganzes betrachtet. Wir erleben hier wie ein aufgewecktes Kind zu einer starken und unabhängigen Frau wird und das in einer Zeit, die alles daran setzt genau diese Unabhängigkeit zu verhindern. Natürlich hat Wasja auch falsche Entscheidungen getroffen, war an manchen Stellen egozentrisch und/oder leichtsinnig, aber wer war das, gerade in den Teenagerjahren nicht? Katherine Arden hat es geschafft Wasja authentisch zu machen und das ist in meinen Augen die eigentliche bewundernswerte Leistung. Nicht eine Powerfrau zu erschaffen, die sich gegen alle und jeden behauptet, sondern eine Frau, die ihren Weg erst finden musste und der man diese Entwicklung und diesem Reifungsprozess auch abnimmt. Diese Weiterentwicklung ist auch in der Beziehung zwischen Wasja und Morosko zu beobachten. Wasja hat sich von ihrer teeniehaften Schwärmerei verabschieden und damit begegnen sich die Beiden nun mehr auf Augenhöhe. Sehr schön fand ich auch, dass diese Beziehung so ganz ohne Kitsch auskommt. Die Beiden mögen nicht das romantischste Pärchen in der Bücherwelt sein und die Entwicklung der Beziehung mag nicht jedem zusagen, ich empfand diese Beziehung aber gerade deswegen sehr erfrischend, denn nicht jeder Mensch äußerst seine Gefühle in großen Worten oder romantischen Gesten. Zwei Bücher in einem Kommen wir zurück zur oben bereits erwähnten zweiten Hälfte des Buches. Eigentlich kann man schon vom zweiten Teil reden, denn die Trennung des ersten und zweiten Handlungsstrangs ist schon ziemlich hart. Tatsächlich fühlt es sich an, als hätte man hier zwei Bücher in einem, wobei eins aber leider deutlich gelitten hat. Dies ist auch mein größter Kritikpunkt, denn die beiden Handlungsstränge fügen sich in meinen Augen nicht sehr harmonisch zusammen. Der Cut nach dem ersten Höhepunkt der Story ist zu streng, die Seiten danach, die den neuen Handlungsstrang erst wieder aufbauen, wirken langatmig und als dann das zweite Finale kommt, fällt dieses überraschend lahm aus. Alles in allem hatte ich bei der zweiten Hälfte oftmals das Gefühl, dass die Handlung künstlich verlängert wurde, ohne jedoch nochmal die Tiefgründigkeit und die Spannung des ersten Handlungsstranges zu erreichen. Da hätte man entweder den zweiten Handlungsstrang streichen sollen, oder diesen besser und detaillierter als vierten Band ausbauen sollen. Fazit: Auch wenn in diesem Finale die zweite Hälfte nicht mit der ersten mithalten kann, haben wir hier ein unterhaltsames Finale, in dem vor allen Wasjas Entwicklung und neue Reife glänzt. Alles in allem ein nicht perfekter, aber gelungener Abschluss dieser wunderbaren Reihe, die ich jedem Fan historischer Fantasy (und die die es werden wollen 😉) ans Herz legen kann.

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Die Hexe und der Winterzauber (Bd.3) von Katherine Arden

Von: Lisa | Prettytigers Bücherregal | prettytigerbuch

06.04.2022

Mit Die Hexe und der Winterzauber (und einigen sehr emotionalen Szenen) knüpft Katherine Arden nahtlos an das Ende des zweiten Bandes ihrer Winternacht-Trilogie an. Rus steht an einem Scheitelpunkt seiner eigenen Geschichte, an dem alte und neue Mächte Hand in Hand arbeiten müssen, um einem gefährlichen Feind zu trotzen - mittendrin Wasja als Vermittlerin, mittlerweile mehr Chaosgeist als Mädchen, die erhobenen Hauptes allen Widrigkeiten trotzt. Sie hat ihren Platz gefunden, kennt ihr Ziel, ihren Weg - und steht trotz dieser Erkenntnis doch noch ganz am Anfang ihrer Reise, auch wenn die Reihe mit diesem dritten Band bereits endet. In der Winternacht-Trilogie verschmilzt russische Historie mit Folklore, der alte heidnische Glaube steht der christlich-orthodoxen Kirche gegenüber und doch wird letzten Endes beides stimmig miteinander vereint. In Die Hexe und der Winterzauber lernen wir erneut Mythengestalten kennen und tauchen tiefer als je zuvor in deren Welt ein, wobei Wasja sich selbst und die Vergangenheit ihrer Familie noch besser kennenlernt. Morosko, Medwed, Polunochnitsa und viele andere Tschyerti kreuzen Wasjas Weg, allerdings sorgen ein Glossar sowie Wasjas eigener Stammbaum auf den letzten Seiten des Buches dafür, dass der rote Faden beim Lesen niemals verloren geht. Katherine Arden hat mich staunen lassen. Die märchenhaften Beschreibungen der teilweise skurrilen Welt der russischen Sagengestalten sind faszinierend, so manches Mal düster & stets lyrisch dargestellt. Der Plot ist stellenweise tragisch, hochspannend und nicht nur einmal kommt Wasja dem Tod gefährlich nah. Durch das hohe Erzähltempo wirkt die Story mitunter allerdings auch etwas sprunghaft und die Ereignisse überschlagen sich. Nichtsdestotrotz sind die Kapitel durchgängig fesselnd, malerisch und ich liebe die winterliche, ruhige Atmosphäre der Geschichte. Alle Erzählstränge nähern sich ihrem Höhepunkt und lose Enden aus den Vorgängerbänden werden verwoben. Ein letzter ungezügelter Ritt, der wirklich Spaß gemacht hat. Auch wenn der fiktive Teil in Die Hexe und der Winterzauber diesmal deutlich überwiegt, gibt es doch einige Fixpunkte in der russischen Geschichte, die sich Katherine Arden für ihre Story zunutze macht. Fazit: Genau wie die ersten beiden Bände ist auch Die Hexe und der Winterzauber stimmige historische Fantasy, die zu begeistern weiß. Eine wilde Geschichte gemischt mit Elementen aus der russischen Folklore - ein Abschluss wie ich ihn mir besser nicht hätte wünschen können ♡ Für mich definitiv eine Reihe, die mehr Aufmerksamkeit verdient und mein Lese-Geheimtipp für die kalten Wintertage. Bewertung: 4,5 von 5 Sternen ©Lisa von Prettytigers Bücherregal | prettytigerbuch https://prettytigerbuch.blogspot.com https://www.instagram.com/prettytigerbuch

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Vita

Katherine Arden, geboren in Austin, Texas, studierte Französische und Russische Literatur am Middlebury College in Vermont und verbrachte ein Auslandssemester in Moskau. Nach ihrem Abschluss lebte sie in Maui auf Hawaii und in Briançon in Frankreich. Während dieser Zeit nahm sie alle möglichen Jobs an, arbeitete auf einer Farm, unterrichtete , und begann ihren ersten Roman »Der Bär und die Nachtigall« zu schreiben. Zurzeit lebt sie in Vermont.

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