Südlich vom Ende der Welt

Wo die Nacht vier Monate dauert und ein warmer Tag minus 50 Grad hat – Mein Jahr in der Antarktis

Hardcover
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Einmal Südpol und zurück – was für viele Menschen ein unerfüllbarer Lebenstraum ist, wurde Realität für die Medizinerin Carmen Possnig. Im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation reiste sie für ein Jahr in das Herz der Antarktis, um zu erforschen, wie es sich in extremen Wetterbedingungen, unter spürbarem Sauerstoffmangel und in völliger Isolation vom Rest der Welt lebt. Mit 12 anderen Wissenschaftlern überwinterte sie in der Forschungsstation Concordia mitten im ewigen Eis. Sie stieß hierbei nicht nur auf die atemberaubende Schönheit des extremsten Kontinents der Welt, sondern auch an ihre eigenen Grenzen, denn monatelange Dunkelheit, Temperaturen von bis zu -80°C, und das Zusammenleben auf engstem Raum erfordern körperliche und psychische Höchstleistungen. Carmen Possnigs persönlicher, humorvoller Reisebericht sowie eine Fülle an faszinierenden Fotos öffnen uns das Tor zu einer unbekannten Welt und lassen uns staunen über die Vielfalt unseres Planeten und die Anpassungsfähigkeit der menschlichen Natur.


ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
mit 24 S. Bildteil
ISBN: 978-3-453-28135-6
Erschienen am  10. August 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Überwintern in der Antarktis

Von: buch_zeit

07.02.2021

Zu dieser kalten Jahreszeit habe ich mich auf eine besonders abenteuerliche und spannende Reise in die Antarktis gemacht. Vielen Dank an das @bloggerportal und den @ludwigverlag für dieses tolle Rezensionsexemplar: „Südlich vom Ende  der Welt -  wo die Nacht vier Monate dauert  und ein warmer Tag Minus 50° hat“ - Carmen Possnig Die junge Medizinerin hegt schon sehr lange den geheimen Wunsch den eisigen Kontinent genauer unter die Lupe zu nehmen. Durch viel Glück wird sie von der europäischen Weltraumorganisation ausgewählt am Südpol zu Überwintern und mit 12 anderen Kollegen Forschung zu betreiben. Unter dauerhaften Sauerstoffmangel,  andauernde Temperaturen unter - 50°, in Isolation und drei Monaten in kompletter Dunkelheit mit nur 12 weiteren Menschen auf engsten Raum geht im November 2017 das Abenteuer auf der Forschingsstation Concordia los. Die anfängliche Faszination über die atemberaubende Schönheit schlägt spätestens mit Beginn der Wintermonate um, wo mit dauerhafter Dunkelheit und extremen Temperaturen bei -80° zu kämpfen ist. Auch die Isolation und das Zusammenleben auf engstem Raum mit sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten fordert seinen körperlichen und psychischen Tribut. Possnig gelingt es ihren Reisebericht ehrlich, angenehm und anschaulich dem Leser zu vermitteln. Sie verliert nie ihren humorvollen und positiven Ton. Es hat richtig Freude gemacht sie bei der Verwirklichung ihres Lebenstraums zu begleiten. Die Fotos in der Mitte des Buches zeigen die Schönheit und extremen Umstände unter denen diese Mission stattfand: Einsamkeit, extreme Temperaturen, persönliche Feste, Essenskreationen, Forschungsarbeit und sogar eine kleine Olympiade mit den anderen Forschungsstationen. Sie untermalt ihre Berichte auch mit historischen Fakten der ersten Reisen an den Nordpol, die sich extrem von der heutigen Situation unterschieden. Ein festes Haus und Unmengen an Vorräten hätten die ersten Abenteurer bei der Erfüllung ihrer Mission bestimmt geholfen. Sie hat mit ihrem Buch einen absoluten Sommertyp neugierig auf diesen unerforschten Kontinent gemacht. Jedoch werde ich den Kurs zum Südpol mit Teetasse in der Hand  nur literarisch weiterführen. Habt ihr Leseempfehlungen für mich? #südlichvomendederwelt #carmenpossnig #antarktis  #ludwigverlag  #randomhouse #bloggerportal #richardbyrd #robertfscott #roaldamundsen #concordia #apsleycherrygarrard #edwardwilson #domec #schnee #esa #fridjofnasen #biografie #starkefrauen #booksaroundtheworld  #leseliebe #bookstagrammdeutschland  #frederickacook #adventure #abenteuerbericht  #jeanbabtistecharcot

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Das würde ich so gerne mal selbst erleben, oder doch nicht?

Von: Reenchenz

03.12.2020

Ich bin ein großer Fan von Polarexpeditionsberichten, historisch oder ganz aktuell. Natürlich musste ich auch dieses Buch lesen. Nach einem anspruchsvollen Bewerbungsverfahren und anstrengenden Vorbereitungen reist die junge Österreicherin Carmen Possnig im November 2017 mit 12 weiteren Menschen in die Antarktis. Frankreich und Italien betreiben dort, auf einem Plateau, dem kältesten Punkt des Kontinents, die Forschungsstation Concordia. Das Ziel: eine Überwinterung in 4 Monaten Dunkelheit und Temperaturen von teilweise -80 Grad. Als Ärztin war Possnig während Ihres Aufenthalts für einige Forschungsprojekte der ESA verantwortlich, die sich unter anderem mit den Auswirkungen, der Kälte, Luftverhältnisse und Isolation auf den menschlichen Körper befassten. Den Schwerpunkt ihrer Schilderungen setzt die Autorin in dem Buch auf die Vorgänge innerhalb der Station, den Experimenten und den zwischenmenschlichen Problemen innerhalb der kleinen isolierten Gemeinschaft. Erwartungsgemäß kommt es hier zu einigen Auseinandersetzungen. Die Autorin macht hier keinen Hehl daraus, wen Ihrer Kolleginnen und Kollegen sie mochte, wen nicht so sehr und wen sie besonders gerne hatte. Hier wurde sie mir jedoch teilweise etwas zu persönlich, was einige der Beteiligten im Buch nicht so gut dastehen lies. Nichts desto trotz fand ich vor allem die Beschreibungen des täglichen Lebens in dieser Station unheimlich spannend. Sie gibt einen tiefen Einblick in ihren Tageablauf und ihre Gedanken bis hin zur Funktionsweise des Toiletten- und Wassersystems. Igitt! Fasziniert beschreibt Possnig die Lichtverhältnisse im Laufe der Jahreszeiten in der dauerhaft von Schnee bedeckten und kargen Umgebung der Station, sowie den Sternenhimmel. Das würde ich zu gerne mal selbst sehen und riskieren, mir meine „Nase abzufrieren“. Für alle Lesende, die sich für das Leben in Polarregionen interessieren, ist das Buch zu empfehlen.

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Vita

Carmen Possnig wurde 1988 in Klagenfurt geboren und ist Allgemeinmedizinerin. 2018 verbrachte sie im Rahmen eines Forschungsauftrags der Europäischen Weltraumorganisation ein Jahr in der Antarktis. In der Forschungsstation Concordia, in der die Lebensbedingungen mit denen auf dem Mars vergleichbar sind, untersuchte sie an ihrer 13-köpfigen Crew, wie Menschen sich mit Körper und Geist an extreme Umgebungen anpassen. Seit ihrer Rückkehr beschäftigt sie sich im Rahmen eines PhD-Studiums an der Universität Innsbruck mit Weltraummedizin.

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