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Ich bekenne

Die Autobiografie des Sängers von Judas Priest

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Rob Halford ist der legendäre Sänger von Judas Priest, einer der erfolgreichsten Heavy-Metal-Bands aller Zeiten. Über 50 Millionen verkaufte Alben und unzählige Awards sprechen eine klare Sprache. Halfords Geschichte ist darüber hinaus außergewöhnlich. Er war der erste berühmte Sänger, der sich in der Machowelt des Heavy Metal zu seiner Homosexualität bekannte. Jahrzehntelang hatte er seine Neigung geheim gehalten und war darüber depressiv und drogenabhängig geworden. Dies ist sein Bekenntnis.

»Alles, was Sie schon immer über die dunklen Seiten des Heavy-Metal-Rock wissen wollten und nicht zu fragen wagten.«


Originaltitel: Confess
Originalverlag: Headline
Hardcover, Pappband, 528 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-27343-6
Erschienen am  15. März 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Sympathisch, ehrlich und beeindruckend. Eine der besten Musiker-Autobiografien.

Von: Wolfgang Brunner für Buchwelten

08.04.2021

Rob Halford, der Sänger der britischen Heavy-Metal-Band „Judas Priest“ erzählt von seinem Leben und seinem Coming-Out. . Wer Musik, und vor allem guten Heavy Metal mag, kommt an Judas Priest nicht vorbei. Und die letzten Jahren wussten einige, dass der Frontmann der Band, Rob Halford, homosexuell ist. Dennoch wird man bei dem Titel der vorliegenden Biografie „Ich bekenne“ neugierig, zumal man über das Privatleben des Sängers ohnehin nicht viel wusste, weil er relativ zurückgezogen lebte. Schon beim Einstieg in die Lebensgeschichte wusste ich, dass mich das Buch packen würde, denn Halford besitzt einen Humor, der mir sofort sympathisch war. Wenn man diese Autobiografie liest, denkt man, der Erzähler sitzt direkt vor einem und berichtet mit einem permanenten Schmunzeln auf den Lippen von seinen Abenteuern, die ihn zu einem der größten Rockstars in der Heavy-Metal-Szene gemacht haben. Halford nimmt kein Blatt vor den Mund und erzählt ungeschönt, aber auch sehr emotional, von seiner Einsamkeit (vor allem, was seine Sexualität betrifft) und seinen Träumen, eines Tages zu den Größen im Musikbusiness zu gehören. Der Leser nimmt hautnah an den Überlegungen und Selbstzweifeln teil, die den jungen Musiker am Anfang seines Lebens und seiner Karriere plagten, so dass man tatsächlich mit ihm fühlen kann. Diese Passagen wirkten sehr glaubhaft und gefühlvoll auf mich. Halford gibt aber nicht nur einen tiefen Einblick in sein Seelenleben, sondern zeigt auch auf, wie schwer es ist, in der Musikbranche Fuß zu fassen. Selbst wenn man bereits ein Star ist, kann man auch wieder sehr schnell in der Versenkung verschwinden. Man spürt in jedem Satz, dass Halford mittlerweile in einem Alter ist, in dem er mit einem lachenden Auge auf sein Leben zurückblicken kann und es daher auf meist witzige Art und Weise erzählen kann. Gerade dieser besondere Humor macht Rob Halford neben seiner offenen Ehrlichkeit unglaublich sympathisch. Die 500 Seiten rasen nur so an einem vorbei und man hätte gut und gerne noch weitere 500 Seiten der Stimme dieses Mannes lauschen können, so interessant und kurzweilig ist „Ich bekenne“. Wer bis zu diesem Buch noch kein echter Judas-Priest-Fan war, wird es danach sein, denn Halford schafft es auch, dem Leser seine Musik beziehungsweise seine Texte so nahezubringen, dass man sofort aufstehen und sich die entsprechende CD einlegen (oder Vinyl auflegen) möchte, um sich die beschriebenen Passagen genau anzuhören. Diese Autobiografie ist Lebens- und Musikgeschichte in einem und zeigt eindrucksvoll, wie viel Mensch und Normalität sich hinter solchen „Stars“ der Branche verbergen. Mit einer sehr persönlichen Stimme (an manchen Stellen ähnelte diese der, mit der Elton John sein Leben in „Ich, Elton“ erzählte) wendet sich Halford an seine Fans und die Leser und berichtet von schönen, aber auch unschönen Dingen. Der sexuelle Aspekt steht dazwischen immer wieder im Vordergrund (nicht umsonst trägt das Buch einen entsprechenden Titel) und man wundert sich an einigen Stellen, wie detailliert und offen Rob Halford darüber berichtet. Doch gerade diese Offenheit ist es, die den Mann so sympathisch und menschlich macht. Er hatte Probleme mit seiner Sexualität, seinem Coming Out und allen damit verbundenen Punkten, die „Judas Priest“ betrafen. Halford klingt nie überheblich oder zeigt Starallüren, ganz im Gegenteil, bei einigen Äußerungen würde man ihn am liebsten tröstend in den Arm nehmen und ein paar Stunden mit ihm reden, um seine Bedenken aus dem Weg zu schaffen. „Ich bekenne“ ist in dieser Hinsicht vielleicht tatsächlich eine Art Lebensbeichte, aber auf alle Fälle eine beeindruckende und vor allem menschliche und emotionale Lebensgeschichte, die die Person Rob Halfords als auch die Band Judas Priest in einem vollkommen neuen, sehr sympathischen Licht erscheinen lässt. Eine Autobiografie, wie sie unterhaltsamer und ehrlicher nicht sein könnte … ich bin schwer beeindruckt und begeistert und vor allem sicher, dass ich ab sofort jedes Judas-Priest-Album mit anderen Ohren hören werde. . Fazit: Sympathisch, ehrlich und beeindruckend. Eine der besten Musiker-Autobiografien. ©2021 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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Rezension zu "Ich bekenne"

Von: Zsadista

07.04.2021

„Ich bekenne“ ist die Autobiografie von Rob Halford, dem Sänger der Metal Band Judas Priest. Das Werk selbst kommt schon sehr beeindruckend daher. Das Hardcover mit den glänzenden, hervorstehenden roten Buchstaben und dem düster drein schauenden Rob Halford macht schon gewaltig etwas daher. Auf der Rückseite steht auch keine Inhaltsangabe, sondern es befindet sich dort ein jüngeres Foto des Sängers auf einem Motorrad. Heavy halt. Die Biografie umfasst dicke 524 Seiten geballte Ladung Information. In der Mitte befinden sich auch ein paar Seiten mit Fotografien aus der Vergangenheit von Rob Halford. Im Buch wird, glaube ich, nichts ausgelassen. Der Sänger erzählt sein Leben, man könnte sagen, ohne etwas zu verschönern oder auszulassen, weil es nicht passend wäre. Man erfährt wirklich viel Persönliches und Interessantes aus seinem Leben. Vielleicht auch Dinge, die man gar nicht so genau wissen möchte. Alleine der Gedanke, was man so alles in braune Umschläge packen kann … Was soll ich sagen. Ich fand das Werk richtig gut. Schonungslos ehrlich und offen, sympathisch, verrückt, hart und doch auch schön und herzergreifend. Ich mag Judas Priest und war selbst schon auf einem Konzert von ihnen. Ich hatte jedoch in den letzten Jahren ihre Musik irgendwie vergessen, weil andere Bands dazu kamen, die mir dann besser gefallen haben. Ich werde mir jetzt die letzten und auch die frühen Werke der Band anhören und dabei an die Lebensgeschichte des Sängers denken. Mir hat das Werk komplett gut gefallen und freue mich darüber, es in den Händen halten zu können und ihm einen Ehrenplatz in meinem Regal zu geben.

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Vita

Rob Halford

Rob Halford, geboren 1951 im englischen Birmingham, ist Leadsänger der Heavy-Metal-Band Judas Priest, zu denen er 1972 stieß. Bekannt wurde er für seine Stimmgewalt und Lederoutfits, die zum Erkennungszeichen eines ganzen Genres wurden. Nachdem er der Band Anfang der Neunzigerjahre den Rücken gekehrt hatte, bekannte er sich 1998 zu seiner Homosexualität und ist seither eines der populärsten Sprachrohre der LGBT-Community und setzt sich immer wieder gegen Diskriminierung ein. Halfords Rückkehr zu Judas Priest wurde von den Fans 2003 frenetisch gefeiert. Co-Autor von »Ich bekenne« ist Ian Gittins, der bereits »The Heroin Diaries« von Nikki Sixx zum New-York-Times-Bestseller machte.

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Stephan Glietsch

Stephan Glietsch, geboren 1967, war lange Jahre Redakteur beim Musikmagazin Spex. Als freier Autor und Literaturübersetzer lebt und arbeitet er in Köln. Neben den Romanen von Irvine Welsh übersetzte er u.a. sämtliche Bücher von John Niven.

Zur Übersetzer*innenseite

Pressestimmen

»Der erste schwule Mann im Heavy Metal packt aus - [...] Rob Halford [erzählt] ungewöhnlich offen von seinen Kämpfen mit seiner unterdrückten Sexualität und seiner Drogensucht.«

»Auf der Bühne ein Heavy Metal Gott, zuhause über Jahrzehnte hinweg ein frustrierter Mann. In seiner Autobiografie erzählt er von seinem Leidensweg, Weltruhm und Erlösung.«

»In seiner Autobiografie schreibt er erstmals über Missbrauch und Einsamkeit. Ein Gespräch über ein unterdrücktes Leben.«

Welt am Sonntag (14. März 2021)

»Der Heavy Metal Superstar lebt fern jeden Klischees: spirituell, schwul und treu der Queen ergeben.«

»Das Doppelleben des Metal-Gottes: In seiner neuen Autobiografie erzählt Rob Halford von seiner Karriere als heimlicher Homosexueller in der hypermaskulinen Welt des Heavy Metal.«

»Wie die Nonne zum Kind kam Rob Halford in mein Leben - und machte mich so neugierig auf seines, dass ich dieses Machwerk schlichtweg "gefressen" habe.«

»Rob Halford macht mit seinem Buch Mut.«

»"Ich bekenne" ist auch abseits der Musik ein spannender Einblick in das Leben eines Rockstars und welche Tücken das Leben so bringt. Absolute Leseempfehlung.«

»Eine der spannendsten, berührendsten und witzigsten Autobiografien, die ich aus dem Genre gelesen habe.«

Fabian Elsäßer, DLF Kultur (18. März 2021)