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Ede und Unku - die wahre Geschichte

Das Schicksal einer Sinti-Familie von der Weimarer Republik bis heute

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»... eine anrührende, aufrüttelnde und zartbittere Geschichte ...« (Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung)

Ede und Unku - mit über 5 Mio Exemplaren eines der meistverkauften Bücher in Deutschland. Die Erstausgabe erschien 1931, das Buch war viele Jahre Schullektüre und erzählt von der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem Arbeiterjungen Ede und dem Sintimädchen Unku während der Weimarer Republik. Doch was kaum jemand weiß: Schon kurz nach der Machtergreifung Hitlers wurde das Buch verboten und das »Zigeunermädchen« Unku in einem Konzentrationslager umgebracht. Der Musiker Janko Lauenberger ist Unkus Ur-Cousin. Er erzählt in diesem Buch ihre wahre Geschichte und gleichzeitig seine eigene als Sintikind in der ehemaligen DDR und später im wiedervereinigten Deutschland.

  • Zeitgeschichte – persönlich und emotional

  • Ein Stück deutsch-deutscher Nachkriegsgeschichte

  • ZDF plant Dokumentarfilm

  • DDR-Kindheitserinnerungen werden wach

»... eine anrührende, aufrüttelnde und zartbittere Geschichte ...«

Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung

eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-22185-0
Erschienen am  26. Februar 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Erschütternd

Von: Ulrike Frey

19.01.2021

Das Cover zeigt einen Jungen und ein Mädchen, die miteinander lachen. Es ist in den Farben Gelb, Rot und Weiß gehalten. Ganz oben lesen wir die Namen der Autoren "Janko Lauenberger mit Juliane von Wedemeyer". Herausgegeben wurde das Buch im Güters Loher Verlagshaus. Das Buch "Ede und Unku" von Grete Weiskopf alias Alex Wedding handelte auch von tapferen Kommunisten und habgierigen Kapitalisten, was wohl der Grund war, weshalb es als Schullektüre in der damaligen DDR auf dem Lehrplan stand. Doch das alles hat den Autoren Janko Lauenberger nicht interessiert. Ihn interessierten vielmehr die Bilder, auf denen er Verwandte wiedererkannte. Das Sinti-Mädchen Unku ist seine Großcousine, eine Cousine seiner Großmutter. Und so begibt sich der in Berlin bekannte Jazzmusiker Janko Lauenberger gemeinsam mit der Journalistin Juliane von Wedemeyer auf die Spuren seiner Familie, die damals noch Lauenburger hieß. Diese Familie hat in den Jahren 1918 bis 1945 in der DDR ein schlimmes Leben gefristet. Janko schafft es, die Geschichte seiner Familie zu verfolgen. Dies ist sehr unterhaltsam, aber auch erschütternd. Und er stellt auf seiner Suche fest, sehr viel hat sich nicht geändert im vereinten Deutschland. Wenn jemand schwarze Haare hat, wird erst getuschelt, dann weggeschaut, die wenigsten fragen nach. - Aber seien wir ähnlich, sind nicht die meisten so erzogen, sich von den "Zigeunern" fernzuhalten", die sind schmutzig, stehlen, lügen, etc.? Nun gut, ich bin Jahrgang 1955, ich hab es noch so erlebt, und zwar in Westdeutschland. Dennoch ist es mir vollkommen egal, wer woher kommt. Doch ich erlebe leider nicht nur im Fernsehen den offenen Rassismus. Dieses Buch muss jeder lesen, der Interesse daran hat, zu erfahren, wie es die Sinti und Roma ihrerseits damals gesehehen haben! Das Buch ist gut recherchiert, flüssig zu lesen, manchmal leider mit Längen. Aber es lohnt sich auf jeden Fall. Besonders toll find ich die beigefügten Fotos, die immer wieder nahebringen, dass es sich um die Realität handelt.

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Eine wahre Freundschaft

Von: Sandra

16.12.2020

Die Namen Ede und Unke haben mich begleitet seit dem ich ungefähr 8 Jahre alt war. Meine Mutter hat mir die Geschiechte mal im Museum meiner Heimatstadt Magdeburg erzählt, dort war das Kinderbuch ausgestellt. Dies hat mich zum lesen des Buches gebracht um die wahren Hintergründer der Sinti und Roma zu verfolgen. Ich wollte wissen wer war Unke wirklich, und wie kam es zum DDR Kinderbuch. Das Buch erzählt insgesamt eine wahre kleine Familiengeschichte die mich sehr überzeugen konnte.

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Vita

Janko Lauenberger, 1976, arbeitet als Musiker in Berlin und hat bereits mit Jazzgrößen wie Ferenc Snetberger gespielt. Ausgebildet hat ihn sein Vater, Gründer der DDR-Kultband „Sinti Swing Berlin“. Seit seinem 16. Lebensjahr spielt Lauenberger in der Band mit, widmet sich aber auch eigenen musikalischen Projekten.

Zur Autor*innenseite

Juliane von Wedemeyer, Jahrgang 1975, ist freie Autorin und arbeitet heute vor allem für die Süddeutsche Zeitung. Ihre ersten Reportagen und Porträts schrieb sie für den Berliner Tagesspiegel. In der Nähe Berlins ist sie auch aufgewachsen. „Ede und Unku“ gehörte für sie also zur Schullektüre.

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Pressestimmen

»Man lernt mit jeder Zeile… Danke für dieses Buch«

Maritta Tkalec, Berliner Zeitung (07. Mai 2018)

»Ein durch und durch empfehlenswertes Buch… Es könnte eine Arznei sein gegen Rassismus«

»Das Leben Unkus entrollt sich vor den beiden Autoren. Und sie fügen es zu einem Buch zusammen, dessen Detailreichtum oft grausam ist und tief berührt«

»Ein ergreifendes Buch. An einigen Stellen zu Tränen rührend. Ein Buch, in dem man Geschichten liest, die so noch nicht erzählt wurden.«

Holger, Kankel, Schweriner Volkszeitung (22. August 2018)