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Rebecca Solnit

Wenn Männer mir die Welt erklären

(7)
Taschenbuch
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Ein Mann, der mit seinem Wissen prahlt, in der Annahme, dass seine Gesprächspartnerin ohnehin keine Ahnung hat - jede Frau hat diese Situation schon einmal erlebt. Rebecca Solnit untersucht die Mechanismen von Sexismus. Sie deckt Missstände auf, die meist gar nicht als solche erkannt werden, weil Übergriffe auf Frauen akzeptiert sind, als normal gelten. Sie schreibt über die Kernfamilie als Institution genauso wie über Gewalt gegen Frauen, französische Sex-Skandale, Virginia Woolf oder postkoloniale Machtverhältnisse. Leidenschaftlich, präzise und mit einem radikal neuen Blick zeigt Rebecca Solnit auf, was längst noch nicht selbstverständlich ist: Für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern gilt es, die Stimme zu erheben.


Aus dem Englischen von Kathrin Razum, Bettina Münch
Originaltitel: Men Explain Things to Me
Originalverlag: Haymarket Books
Taschenbuch, Broschur, 176 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 7 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-442-71439-1
Erschienen am  09. January 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Ein Buch das jede Frau lesen sollte

Von: Alexandra Graßler

14.05.2021

Das Buch von Rebecca Solnit “Wenn Männer mir die Welt erklären” (erschienen im btb Verlag), ist so eine Erleichterung zu lesen. Denn wer von uns Frauen kennt das nicht, ob im beruflichen oder auch im privaten, dass uns vom anderen Geschlecht erklärt wird, wie wird etwas wirklich funktioniert, wir unterbrochen werden, im Besprechungen unsere Ideen übergangen werden und dann als eigene ausgegeben werden und so weiter. Es ist teilweise richtig schmerzhaft zu lesen wenn man diese Beispiele so klar noch mal vor Augen geführt bekommt. Ja, das ist Feminismus pur. Und nein, das richtet sich nicht gegen Männer generell, sondern gegen das patriarchale Verhalten das manche von ihnen an den Tag legen. Und das wiederum schadet allen Menschen. Wenn du also als Frau das Gefühl hast, dass du eh nie wirklich zu Wort kommen kannst und daher an dir zweifelst, dann solltest du dieses Buch lesen! Ein Augenöffner.

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Von Machtverhältnissen, sexueller Gewalt und dem Verschwinden von Frauen

Von: Grenzenlos

27.11.2018

Der Titel des Buches ist provokant, eingängig und wirft auf jeden Fall eine Menge Fragen auf. Der Begriff "Mansplaining" wurde kurz darauf gängig (aber nicht von der Autorin geprägt und von ihr auch nicht vollkommen übernommen) und viele stoßen dabei sauer auf, "weil ja auch Frauen herablassend etwas erklären können". Der erste Essay (auch Titelgeber des Buches) beschäftigt sich mit diesem "Männerklären" und geht auch auf die Kritik ein, die dieser Aussage selbstverständlich entgegenschlägt. Bevor man aber zu schnell urteilt, sollte man sich mit dem Begriff genauer auseinandersetzen. Das Buch ist eine Zusammenstellung von Essays, die Solnit im Laufe der Jahre geschrieben hat und jetzt nochmal gesammelt erschienen sind und verschiedene Themen behandeln. Das heißt, sie hat sie nicht extra für das Buch geschrieben und sie wiederholt sich demnach in manchen Punkten öfters, greift immer wieder zu den selben Beispielen und natürlich sind die Themen ähnlich. Jeder Essay behandelt Bereiche, in denen noch sehr viel gearbeitet werden muss. Vor allem geht es um Machtverhältnisse allgemein und dass man nicht mehr von Einzelfällen sprechen kann, nachdem im Sekundentakt Frauen dieser mit der Macht einhergehenden Gewalt/Unterdrückung ausgesetzt sind. Keine Sorge, auch manche Frauen kommen nicht so gut weg, aber vor allem, weil sie im System Patriarchat mitmachen. Solnit versucht das Leben von Frauen aus der ganzen Welt miteinzubeziehen, man merkt jedoch an ihren Beispielen und ihren Verweisen auf die USA, dass sie US-Amerikanerin ist und ihre Essays dadurch schon auch geprägt sind. Aber sie beschränkt sich darauf nicht und öffnet ihren Blick auf die Missstände in vielen Ländern. Sie schweift auch meiner Meinung nach gerne etwas ab und bringt Vergleiche, die auf den ersten Blick nur schwer nachzuvollziehen sind. Sie hat ein unglaubliches Wissen über Fakten und Menschen und man merkt, dass ihre Essays sehr gut recherchiert sind. Fazit Die Essaysammlung gibt eine interessante Perspektive einer Frau frei, die sich mit Machtverhältnissen, Gewalt, Sexismus und Frauen allgemein sehr intensiv beschäftigt hat und viele Missstände aufzeigt. Sie wiederholt sich des Öfteren in ihren Texten, aber manche Sachen kann man einfach nicht oft genug sagen, bis sie sich in den Köpfen der Menschen eingenistet haben. Kein Buch, dass man so zwischendurch lesen kann, da es sehr zum Nach- und Mitdenken anregt. Aber von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Vita

Rebecca Solnit

Rebecca Solnit, Jahrgang 1961, ist eine der bedeutendsten Essayistinnen und Aktivistinnen der USA. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise.

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Bettina Münch

Bettina Münch studierte Anglistik, Amerikanistik und Germanistik an der Philipps-Universität Marburg/Lahn, der University of Southampton, England, und der Bowling Green State University, USA. Bevor sie sich ganz dem literarischen Übersetzen und dem Schreiben widmete, arbeitete sie als Kinder- und Jugendbuchlektorin in einem Verlag. Heute lebt die vielfach ausgezeichnete Übersetzerin mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt.

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