Strafe

Stories

Taschenbuch
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Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden wir, wer wir sind? Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem dritten Erzählungsband »Strafe« zwölf Schicksale. Wie schon in »Verbrechen« und »Schuld« zeigt er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden und wie voreilig unsere Begriffe von »gut» und »böse« oft sind. Ferdinand von Schirach verurteilt nie. In ruhiger, distanzierter Gelassenheit und zugleich voller Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Seine Geschichten sind Erzählungen über uns selbst.


Originaltitel: Strafe
Originalverlag: Luchterhand
Taschenbuch, Klappenbroschur, 192 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-71893-1
Erschienen am  14. Oktober 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Ferdinand von Schirach: Strafe

Von: LiteraKultur

18.01.2021

In den gesammelten Kurzgeschichten von Ferdinand von Schirach geht es wie bereits der Titel andeutet um Strafe. Meist erfolgt sie in Form von Rache aber einige der Protagonisten sind mit ihrem Leben gestraft. In den Geschichten geht es um die unterschiedlichsten Figuren, beispielsweise einen Mann, der sich nach der Trennung seiner Frau in eine Puppe verliebt oder auch die Rechtsanwältin, die ein westliches Leben führen will, der jedoch ihre konservative Familie im Wege steht. Die Geschichten beginnen zunächst mit einigen Informationen über die Figur, um daraufhin in extreme Wendungen umzuschlagen. Und genau dies ist es, was Schirachs Texte so spannend macht. Sie sind einerseits extrem nah am Leben dran – so ziemlich jeder könnte Protagonist in einem der Bücher sein – sie sind klar geschrieben ohne viele Metaphern oder komplizierte Sätze. Allerdings sind sie inhaltlich völlig unerwartet. Es macht Spaß, sich eine oder zwei Geschichten durchzulesen und ehe man sich versieht, hat man das ganze Buch durch. Fazit: Auch Schirachs „Strafe“ trägt unverkennbar seine Handschrift. Die Geschichten lesen sich sehr gut und überraschen den Leser immer wieder aufs neue. Durch die Kürze, die Erzählweise und die breit aufgestellten Themen ist „Strafe“ auch perfekt als Einstiegslektüre für Lesemuffel geeignet.

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Spannend und tiefgehend zugleich!

Von: Frau Pastell

08.10.2020

"Ich dachte an die Menschen, die ich verteidigt hatte, an ihre Einsamkeit, ihre Fremdheit und ihr Erschrecken über sich selbst." Ferdinand von Schirach ist ein deutscher Strafverteidiger und verarbeitet gleichzeitig Erlebtes aus seinem beruflichen Alltag in schriftstellerischer und dramatischer Art. Strafe ist sein dritter Erzählband (nach Verbrechen und Schuld) und schildert auf jeweils wenigen Seiten die Schicksale von Menschen, die mit dem Gesetz aneinander geraten sind. Dabei wird deutlich, dass die Begriffe 'Täter' und 'Opfer', 'gut' und 'böse', 'schuldig' und 'unschuldig' nicht immer so scharf voneinander zu trennen sind, wie sie auf den ersten Blick scheinen. "'Vielleicht hast du Recht und es gibt kein Verbrechen und keine Schuld', sagte er, 'aber es gibt eine Strafe.'" "Strafe" umfasst nicht nur die gesetzlichen Strafen für ein begangenes Verbrechen, die Kurzgeschichten erzählen auch vom von den ganz persönlichen Konsequenzen des eigenen Handelns und persönlicher Strafen, die man sich und anderen auferlegt. Spannend und tiefgehend zugleich und unbedingt lesenswert!

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Vita

Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Die Erzählungsbände »Verbrechen«, »Schuld« und »Strafe« sowie die Romane »Der Fall Collini« und »Tabu« wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Sein Theaterstück »Terror« zählt zu den weltweit erfolgreichsten Dramen unserer Zeit. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschienen von ihm sein persönlichstes Buch »Kaffee und Zigaretten«, der Gesprächsband »Trotzdem« (mit Alexander Kluge) sowie das Theaterstück »Gott«.

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