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Susan Abulhawa

Ihr letzter Tanz

Roman

Taschenbuch
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Die Palästinenserin Nahr wird im Exil in Kuwait geboren. Sie wächst zu einer eigenwilligen, stolzen Frau heran, die den Tanz als Akt der Freiheit empfindet. Die Grenzen dieser Freiheit erlebt sie, als sie nach einer gescheiterten Ehe in einem Bordell arbeiten muss. Doch die bitteren Lektionen machen sie stärker. Selbstbewusst reist Nahr nach Palästina, wo sie Bilal kennenlernt. Durch ihn entdeckt sie das Land ihrer Familie und erfährt zum ersten Mal tiefe Liebe. Bilal hat sich der Befreiung seines Volkes verschrieben, und Nahr schließt sich ihm an. Eine Entscheidung, die ihr zum Verhängnis wird ...

Dieser Roman erschien in leicht veränderter Fassung zuvor als Hardcover unter dem Titel »Nahrs letzter Tanz«.

»Wie in Tausendundeine Nacht überrascht uns Abulhawa, indem sie stets neue Geschichten entfaltet. Ihre Figuren ringen darum, ihre Geheimnisse zu bewahren, doch Abulhawa enthüllt sie. Es sind Geheimnisse, die wir erfahren müssen, Geheimnisse, die uns etwas über uns selbst lehren.«

The Guardian (04. February 2020)

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Amerikanischen von Stefanie Fahrner
Originaltitel: Against the Loveless World
Originalverlag: Simon & Schuster
Taschenbuch, Broschur, 464 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-36077-8
Erschienen am  14. June 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Bewegend

Von: Winti

09.10.2021

Der Roman ist eine schöne Liebesgeschichte und ein politisches Statement zugleich. Man erfährt viel über das Leben der Hauptfigur, deren Höhen und Tiefen und wie sie schließlich ihrer großen Liebe geregnet und sich ihm in seinem Kampf anschließt. Der Roman ist spannend und eindrucksvoll geschrieben, sehr intensiv und lässt uns in eine unbekannte Kultur blicken und interessante Einblicke erhalten. Der Schreibstil ist sehr gut und auch das Cover gefällt mir. Ich vergebe fünf Sterne.

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Politische Themen, die einen zum Nachdenken bringen

Von: buchfreude

23.08.2021

Nahr liebt das Tanzen. Sie kann sich in der Musik vollkommen verlieren und alles um sich herum vergessen. In ihr sprüht die Lebensfreude trotz ihrer schwierigen Lebenslage. Nahr ist Tochter von palästinensischen Flüchtlingen und wird in den 1970er Jahren in Kuwait geboren. Dort lebt sie das Leben einer Fremden, die zwar nur Kuwait kennt und trotzdem nie wirklich dazu gehört. Die Männer in ihrem Leben sind nicht zuverlässig, sodass sie für den Unterhalt ihrer Familie als Prostituierte arbeiten geht. Durch geschichtliche Ereignisse muss sie aus Kuwait fliehen und landet in Jordanien. Wieder wird ihre Familie zur Flucht getrieben, erneut sind sie in einem Land, dass sie nicht haben will. Ständig vertrieben, sehnen sie sich nach ihrer Heimat Palästina. Letztlich geht sie in das ihr unbekannte Land ihrer Eltern und schließt sich dort Bilal und seinen Freunden an, die die Rückeroberung ihrer Heimat anstreben. An dieser Stelle stoppe ich die inhaltliche Angabe. Bereits in den wenigen Sätzen wird klar, dass „Ihr letzter Tanz“ keine leicht zu verdauendende Lektüre ist. Zudem behandelt es ein politisches Thema, welches sehr umstritten ist. Susan Abulhawa versucht in ihrem Roman, die Emotionen von Nahr und den Flüchtlingen aus Palästina zu übermitteln. Abuhlhawas Eltern flüchteten ebenfalls aus Palästina nach Kuwait, wo sie ihre Tochter 1970 bekamen. Im Roman werden das Leiden und der Schmerz der Vertriebenen in den Vordergrund gerückt. Wir Lesenden bekommen mit, wie es sich anfühlt als palästinensischer Flüchtling in einem anderen Land aufzuwachsen. Schwierigkeiten und Fremdenfeindlichkeit stehen dabei an der Tagesordnung. Auch die Rückkehr nach Palästina wird ihnen nahezu unmöglich gemacht. Berichtet wird von willkürlichen Polizeieingriffen in Palästina, die oftmals Verhaftungen und Tod mit sich bringen. Während der erste Teil der Geschichte sich mehr auf Nahr als Individuum fokussiert und ihr Schicksal nahebringt, wird im weiteren Verlauf die Situation in Palästina hervorgehoben. Das Buch ist politisch und zeigt die palästinensische Sichtweise. Das möchte ich klar betonen. Man kann dieses Buch nicht als reine fiktive Geschichte betrachten. Abulhawa hat einen sehr eindringlichen, mitreißenden Schreibstil, der einen die Emotionen von Nahr und ihrer Familie mitfühlen lässt. Sie schockiert mit anstößigen Szenen und bringt einen oftmals an die Grenze des Ertragbaren. Die Erzählform ist besonders, da Nahr uns ihre Geschichte selbst erzählt, als sie „im Würfel“ lebt. Sie schaut gemeinsam mit uns auf ihr bisheriges Leben und erzählt nüchtern und ungefiltert die Fakten. „Ihr letzter Tanz“ ist nichts für schwache Nerven. Nahrs Schicksal und die politische Situation in Palästina sorgen für eine Menge Themen, die man im Nachhinein gerne weiterverfolgen möchte. Das Buch zwingt einen, sich zu informieren und begleitet einen auch nach dem Beenden noch weiterhin im Alltag. Ein wichtiges Buch, welches kritisch gelesen werden muss und als Einstieg in die Thematik gut geeignet ist.

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Vita

Susan Abulhawa, 1970 geboren als Kind palästinensischer Flüchtlinge, wuchs in Kuwait, Jordanien und Jerusalem auf. Als Teenager ging sie in die USA, studierte Biomedizin und lebt heute in Pennsylvania. Die Autorin engagiert sich für die Menschenrechte und die Verbesserung der Lebensumstände von palästinensischen Kindern in besetzten Gebieten. 2001 gründete sie die nicht staatliche Kinderorganisation Playgrounds for Palestine. Ihre Romane sind internationale Bestseller. »Während die Welt schlief« wurde in 30 Sprachen übersetzt, »Ihr letzter Tanz« ist für den »Aspen Words Literary Prize nominiert«.

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Pressestimmen

»Der Roman zeigt, wie die Ereignisse in der Welt uns alle angehen und wie sie es dennoch nicht vermögen, die individuelle Erfahrung von Schmerz oder das geheime Gefühl des Begehrens auszulöschen. Abulhawas Blick auf die Dinge ist präzise, mutig und eindrücklich.«

Teju Cole (04. February 2020)

»Dieser Roman regt zum Nachdenken an. Ein Buch voller Leidenschaft, Aufrichtigkeit und Poesie.«

Daily Mail (04. February 2020)

»Eine Familiengeschichte, die alle angeht. Diese Geschichten springen von den Buchseiten direkt in die Seele und dringen viel weiter vor als jede Schlagzeile oder Statistik – vorbei am Verstand, unmittelbar ins Herz.«

Laleh Khadivi (04. February 2020)

»Eine scharfsinnige Beobachterin der Verbindung zwischen Frauen. Eine kraftvolle Lektüre.«

Financial Times (04. February 2020)

»Wunderschön, voller Kraft und brillant erzählt.«

Independent on Sunday (04. February 2020)

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