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Die Gartenvilla

Roman

Taschenbuch
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Eine geheimnisvolle Villa voller Spiegel. Eine Frau, die auf rätselhafte Weise verschwindet. Und eine unbeirrbare Heldin, die Jahre später alles ans Licht bringt ...

In den 50er Jahren träumt die junge Eva von einer Karriere als Schauspielerin in verheißungsvollen Amerika. Doch als Glanz und Ruhm ausbleiben und sie sich in den gutaussehenden Michele verliebt, bricht sie alle Zelte ab und folgt ihm in seine Heimat Italien, in eine Villa ans glitzernde Meer, wo sie eine Familie gründet. Das Leben könnte süßer nicht sein – bis eine verhängnisvolle Begegnung alles verändert …
Positano in der Gegenwart: Die zwanzigjährige Milena wächst bei ihrem Großvater Michele auf. Ihre Großmutter Eva, die vor Jahrzehnten auf geheimnisvolle Weise verschwand, hat sie nie kennengelernt, doch als im Garten ein vergrabener Leichnam gefunden wird und alle vor einem Rätsel stehen, begibt sie sich auf Spurensuche …


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Italienischen von Ingrid Ickler
Originaltitel: La Casa degli specchi
Originalverlag: Garzanti, Milano 2019
Taschenbuch, Klappenbroschur, 288 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-7341-0798-6
Erschienen am  15. Juni 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Sorrent, Italien

Rezensionen

Die Gartenvilla

Von: Klusi liest

27.10.2020

Cristina Cabonis neuester Roman spielt in Positano, an der Amalfiküste. Milena ist in der alten Villa bei ihrem Großvater Michele zu Besuch. Hier, in der Spiegelvilla, hat sie als kleines Kind gelebt und später dann immer ihre Sommerferien beim Großvater verbracht. Die Großmutter hat sie nie kennengelernt, denn Eva, „die Amerikanerin“, wie sie im Dorf genannt wird, ist damals, als Milenas Mutter noch klein war, auf mysteriöse Weise plötzlich verschwunden. Milena macht sich Sorgen um Michele, denn sie merkt, dass sich bei ihm immer stärker die Altersdemenz breit macht und er immer öfter in seiner eigenen Welt versinkt. Seit seine geliebte Frau damals verschwand, hat er auch das Lachen verlernt. Milena versucht, die Tage mit ihrem Großvater so intensiv wie irgend möglich zu genießen. Als im Garten der Villa, in einem verborgenen Brunnenschacht, ein Skelett gefunden wird und ihr Großvater daraufhin völlig verstört ist, beginnt Milena, Nachforschungen anzustellen. Sie möchte herausfinden, was damals genau in ihrer Familie geschah. Gleich vorab: ich liebe den Schreibstil der Autorin! Ihre Schilderungen sind atmosphärisch dicht und sehr lebendig. Stimmungen fängt sie gekonnt und mit großen Feingefühl ein. Vor vielen Jahren war ich selbst an der Amalfiküste, und der Roman hat meine Sehnsucht nach dieser wunderschönen Gegend neu geweckt. Um mit Milenas Worten zu sprechen: wer noch nie an der Amalfiküste war, der hat noch kein richtiges Blau gesehen. Die tollen Schilderungen kann ich bestätigen, denn diese Gegend verzaubert ihre Besucher mit einer ungeheuren Farbenpracht und -intensität. So gesehen hat dieser Roman mir noch ein Stück Sommer, Sonne und italienisches Flair in den kühlen und manchmal schon recht ungemütlichen Herbst gebracht. Milena ist eine liebenswerte und starke Protagonistin, die mir besonders gefallen hat, weil sie ehrlich und geradeheraus ist und ihre Mitmenschen auch mal mit unangenehmen Wahrheiten konfrontiert. Außerdem bewundere ich ihren Mut, sich der Vergangenheit zu stellen. Ihrem Großvater ist sie in inniger Zuneigung verbunden und kümmert sich rührend um den alten Mann. Die anderen Charaktere sind zumeist knapp aber sehr treffend beschrieben. Um wen es sich bei dem Toten im Brunnenschacht handelt und was in der Vergangenheit in Milenas Familie passiert ist, erschließt sich erst nach und nach. Durch Rückblicke in die Zeit, als Michele seine Eva kennenlernte und durch Milenas Nachforschungen wird die Vergangenheit Stück für Stück enthüllt und nach und nach zu einem kompletten Bild zusammengesetzt. Auch in der Gegenwart ergibt sich einiges. Zwei Männer treten in Milenas Leben, zu denen sie sich in gewisser Weise hingezogen fühlt; wie wird sie sich letztendlich entscheiden? Auch ein wenig Romantik spielt also eine Rolle, und doch ist dies kein Liebesroman, denn der Fokus der Handlung liegt eindeutig auf Milenas Familiengeschichte, und es besteht auch gewissermaßen ein Zusammenhang mit dem Toten im Brunnenschacht, wodurch kriminalistische Elemente hinzu kommen. Wie sich alles nach und nach aufklärt, ist spannend zu verfolgen, und da kann ich auch darüber hinweg sehen, dass es ein paar Zufälle gibt, die mir etwas konstruiert erschienen. Alles in allem ist dies jedoch ein wunderbarer Roman, kurzweilig, fesselnd und mit viel italienischem Charme.

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Wo ist Eva?

Von: die.buecherdiebin

25.08.2020

Inhalt: 1956: In Venedig lernt die junge Amerikanerin Eva den italienischen Künstler Michele kennen und lieben. Schon bald heiraten die beiden und die kleine Marina kommt zur Welt. Das Glück scheint perfekt, doch dann wird Eva von ihrer Vergangenheit eingeholt… Gegenwart: Die dreiundzwanzigjährige Milena hat eine enge Beziehung zu ihrem fast neunzig Jahre alten Großvater Michele und ist so oft wie möglich bei ihm in seiner Villa an der Amalfiküste in Positano. Ihre Großmutter Eva hat sie nie kennengelernt, denn sie verschwand Anfang der 60er Jahre spurlos. Doch dann wird bei Bauarbeiten im Garten eine bereits skelettierte Leiche gefunden… Meine Meinung: „Die Gartenvilla“ ist mein erster Roman von Cristina Caboni. Da Cover, Titel, Inhaltsangabe und vor allem das Setting an der Amalfiküste sehr vielversprechend sind, habe ich sehr große Erwartungen an diesen Roman gehabt, die sich leider nicht erfüllten. Der Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen, obwohl ich manchmal den Eindruck hatte, dass durch die Übersetzung einige Sätze etwas abgehackt oder verdreht wurden. Das Buch ist mit 273 Seiten sehr kurz gehalten und hätte durchaus inhaltlich noch weiter ausgebaut werden können. Ich hatte mehrmals das Gefühl, durch die Geschichte zu „hetzen“. Auch die Charaktere hätten etwas liebevoller und ausführlicher beschrieben werden können, so blieben sie für mich ALLE ziemlich oberflächlich und ohne Tiefe. Die Haushälterin Rosaria gefiel mir noch am besten. Die Handlung wird auf zwei Zeitebenen erzählt, was ich immer gerne mag. Evas Geschichte beginnt in Venedig, wo sie Michele kennenlernt. Leider fehlt es dieser Liebesgeschichte völlig an Gefühl und Authentizität. Auch der Rest ihrer Geschichte konnte mich die meiste Zeit nicht überzeugen. Erst gegen Ende wurde sie doch noch für kurze Zeit spannender. In der Gegenwart versucht Milena die Unschuld ihres Großvaters zu beweisen. Michele geht es gesundheitlich nicht gut und durch seine zunehmende Demenz lebt er immer mehr in der Vergangenheit. Auch diese Geschichte konnte mich nicht wirklich begeistern und Milenas "Liebeleien" mit zwei verschiedenen Männern empfand ich als viel zu konstruiert und auch überflüssig. Und leider fand ich dann auch das Ende und schließlich die Auflösung unrealistisch und habe das Buch enttäuscht zur Seite gelegt. Fazit: Das Buch hat sehr viele positive Rezensionen bekommen, aber mich konnte es, trotz des traumhaften Settings, leider überhaupt nicht begeistern.

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Vita

Cristina Caboni lebt mit ihrer Familie auf Sardinien. Ihr Debütroman »Die Rosenfrauen« verzauberte die Leser weltweit und stand in Deutschland wochenlang auf der Bestsellerliste. Mit ihren nächsten Romanen »Die Honigtöchter«, »Die Oleanderschwestern«, »Der Zauber zwischen den Seiten« und »Die Seidentöchter« konnte sie an ihren phänomenalen Erfolg anknüpfen und ihre Fans jedes Mal aufs Neue begeistern. »Die Gartenvilla« ist Cristina Cabonis sechstes Buch und entführt die Leser in eine Villa nach Positano, in der unentdeckte Geheimnisse darauf warten, ans Licht zu kommen ...

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