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Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär

Roman

Taschenbuch
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»Das Leben ist zu kostbar, um es dem Schicksal zu überlassen.«

»Ein Blaubär hat 27 Leben. Dreizehneinhalb werde ich in diesem Buch preisgeben…«, so beginnt der allererste Roman von Walter Moers. Man schrieb das Jahr 1999, als der berühmte Käpt´n Blaubär seine halbe Lebensgeschichte vorlegte. Darin geht es um Zwergpiraten, Klabautergeister, Waldspinnenhexen, Tratschwellen, Stollentrolle, Finsterbergmaden, eine Berghutze, einen Riesen ohne Kopf, einen Kopf ohne Riese, schlafwandelnde Yetis, einen ewigen Tornado, Rikschadämonen, einen Prinz aus einer anderen Dimension, einen Professor mit sieben Gehirnen, denkenden Sand, eine kulinarische Insel, Kanaldrachen, dramatische Lügenduelle, Nattifftoffen, viereckige Sandstürme, eklige Kakertratten, das Tal der verworfenen Ideen, Horchlöffelchen, Zeitschnecken, Olfaktillen, einen Malmstrom, tödliche Gefahren, ewige Liebe, Rettungen in allerletzter Sekunde – und vieles andere mehr.



Dies ist ein Roman, der im legendären Bücherreich Zamonien spielt. Folgende weitere Zamonienromane sind bislang erschienen:

Ensel und Krete

Rumo & die Wunder im Dunkeln

Die Stadt der Träumenden Bücher

Der Schrecksenmeister

Das Labyrinth der Träumenden Bücher

Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr

Weihnachten auf der Lindwurmfeste

Der Bücherdrache


Originalverlag: Eichborn
Taschenbuch, Broschur, 704 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 50 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-328-10768-2
Erschienen am  23. November 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

https://buchweh.de/?p=2974

Von: buchweh

25.03.2021

Cover: Das Cover ist einfach gehalten und dennoch passend zum Buch, es ist der Hauptprotagonist des Werks dargestellt. Innengestaltung: Die Innengestaltung ist, wie bei Moers Büchern bekannt, mit viele schönen Illustrationen versehen. Hier in „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“ kommt noch der besonders gestaltete Aufbau hinzu: Im Textlauf sind seitlich (am Rand) teilweise kleine Überschriften zu Abschnitten aufgelistet, was einem einen guten Überblick verschafft. Weiterhin ist auch die Untermalung von Bedeutungen und Wörtern durch verschiedene Schriften (fett, kursiv) und Schriftgrößen im gesamten Werk vertreten. Inhalt: Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär haben mich von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann gezogen. Der Aufbau ist großartig, man hat so viel Spaß beim Lesen und beim erkunden der Seiten durch die ganzen Gestaltungsarten und Illustrationen. Dazu kommt natürlich der nie endende Ideenreichtum von Walter Moers. Es ist einfach unfassbar, wie viele verschiedene zahlreiche Ideen jedes Kapitel beinhaltet. Dadurch wird die Geschichte nie langweilig und sie ist, was das Ende betrifft, völlig unvorhersehbar. Die Einteilung der Kapitel zudem in die einzelnen Leben des Blaubären ist großartig und jedes Kapitel ist wie eine eigene Geschichte in eben dieser großen Geschichte des Käpt’n Blaubär. Dennoch sind sie alle sinnvoll miteinander verknüpft und stricken so die Geschichte immer weiter. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Wesen und Orte, die man beim Lesen kennen lernt. Durch einen Clou Moers ist die Erklärung dieser aber wirklich geschmeidig in die Geschichte eingearbeitet worden (mehr kann ich dazu nicht sagen, ich möchte ja schließlich nicht spoilern) Fazit: Ich bin mal wieder völlig überwältigt und baff, was Moers uns da für ein tolles Werk hingelegt hat. Bei keinem anderen Autoren/in muss ich wirklich beim Lesen laut lachen, denn der Humor ist einfach köstlich. In all dem Irrwitz ist dennoch eine sinnvolle, fantastische Geschichte vorhanden, die man wirklich gerne verschlingt. Ich freue mich immer wieder Werke von Moers zu lesen, denn diese sind einfach großartig.

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Ein Klassiker der Phantastik

Von: eschenbuch

07.02.2021

Inhalt: Käpt’n Blaubär schreibt seine Memoiren – aber nur die ersten 13 ½ der siebenundzwanzig Blaubärleben. Doch auch die erste Hälfte seines Lebens hat es bereits in sich: Käpt´n Blaubär wird von Zwergpiraten großgezogen und wohnt kurzzeitig in einem Tornado; er besucht Prof. Nachtigallers Nachtschule und lernt das Lügen in Atlantis, zudem fällt er in die 2364. Dimension und verdient sein Geld als Pizzabäcker - um nur einige seiner Stationen zu nennen… Persönliche Meinung: „Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär“ von Walter Moers ist ein Klassiker der phantastischen Literatur und der erste Teil des Zamonien-Zyklus. Der Roman sprüht nur so vor phantastischen und originellen Ideen. Zamonien, der Kontinent, auf dem sich die 13 ½ Leben des Blaubären abspielen, ist mit den absonderlichsten Orten gespickt. So durchquert Blaubär eine Wüste aus Zuckersand, die sog. „Süße Wüste“, durch die die nomadisierenden Gimpel auf der Suche nach der legendären Stadt Anagrom Ataf ziehen. Kurzzeitig lebt er auch im Auge des Ewigen Tornados, in dem sich eine Stadt befindet, wo die Zeit nahezu stillsteht. Atlantis, die größte Stadt Zamoniens, ist gewissermaßen ein kultureller Schmelztiegel, in dem sich unterschiedlichste Bewohner*innen Zamoniens treffen (z.B. Stollentrolle, Dämonen, Wolpertinger oder Blutschinken). Einige dieser Wesen lernt Blaubär auch auf seiner Reise: Ein Leben verbringt Blaubär bei einem Rettungssaurier mit dem sprechenden Namen Deus X. Machina: Aufgabe der Rettungssaurier ist es, Personen in letzter Sekunde das Leben zu retten. In einem anderen Leben trifft Blaubär im Großen Kopf schlechte Ideen und den Wahnsinn. Zudem herrschen in Zamonien eigene Wissenschaften und Naturgesetze (um Prof. Nachtigaller zu zitieren: „Wissen ist Nacht!“). Ob Blaubär dabei immer zuverlässig erzählt? Fraglich. Denn der Ich-Erzähler Blaubär, der chronologisch über seine 13 ½ Leben spricht, ist hochgradig unzuverlässig. So diskutiert der „Lügengladiator“ Blaubär in einem kleinen Exkurs, wie das Flunkern funktioniert: Man müsse nur Lüge und Wahrheit richtig vermengen, damit Unwahrheiten als wahr angesehen werden würden. Was Blaubär tatsächlich erlebt hat, bleibt daher offen. Jedes seiner 13 ½ Leben spielt an einem anderen Handlungsort, wo er immer wieder neue Figuren trifft. Die Struktur des Werkes nimmt daher Züge einer Odyssee an. Interessant bei diesem eher episodischen Erzählstil ist, dass Blaubär immer mal wieder auf Figuren trifft, die er bereits in früheren Leben getroffen hat – teilweise in den skurrilsten Situationen. Dadurch werden schöne Querverweise innerhalb der Handlung eingebaut und einzelne Handlungsfäden aus der Retrospektive motiviert. Trotz seiner Länge (etwas mehr als 700 Seiten) geht „Die 13 ½ Leben des Käpt`n Blaubär“ nie die Luft aus. Dies liegt einerseits an der abwechslungsreichen Handlung, die teilweise schon irrwitzige Züge annimmt. Andererseits aber auch an dem leichten und flüssigen Erzählstil, der durch Wortwitz besticht. Außerdem wird der Text durch zahlreiche Zeichnungen Moers‘, typographische Besonderheiten und Einschüben aus dem „Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung“ (aus der Feder Prof. Dr. Abdul Nachtigallers) aufgelockert. Insgesamt ist „Die 13 ½ Leben des Käpt`n Blaubär“ ein abwechslungsreicher, innovativer und schön geschriebener Phantastik-Roman.

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Vita

Walter Moers ist einer der erfolgreichsten und kreativsten Autoren Deutschlands und zugleich ein umjubelter Comiczeichner und Illustrator. Mit Zamonien hat er einen fantastischen, skurrilen Buchkontinent geschaffen, auf den ihm Millionen von Leserinnen und Lesern jeden Alters seit Jahrzehnten atemlos folgen. Alle Moers-Romane mit Ausnahme von »Wilde Reise durch die Nacht« spielen in Zamonien und wurden zu Bestsellern. Weitere beliebte und erfolgreiche Charaktere von Walter Moers sind das Kleine Arschloch, der Fönig und die Comicfigur Adolf.

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