Sie haben sich erfolgreich zum "Mein Buchentdecker"-Bereich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Barracoon

Die Geschichte des letzten amerikanischen Sklaven

(9)
TaschenbuchNEU
11,00 [D] inkl. MwSt.
11,40 [A] | CHF 16,90 * (* empf. VK-Preis)
Benachrichtigungen aktiviert

In der Buchhandlung oder hier bestellen

Ein einmaliger Zeitzeugenbericht: Die bisher unveröffentlichte Lebensgeschichte des letzten amerikanischen Sklaven

„Barracoon“ erzählt die wahre Geschichte von Oluale Kossola, auch Cudjo Lewis genannt, der 1860 auf dem letzten Sklavenschiff nach Nordamerika verschleppt wurde. Die große afroamerikanische Autorin Zora Neale Hurston befragte 1927 den damals 86-Jährigen über sein Leben. In berührenden Worten schildert er seine Jugend im heutigen Benin, die Gefangennahme und Unterbringung in den sogenannten „Barracoons“, den Baracken, in die zu verkaufende Sklaven eingesperrt wurden, seine Zeit als Sklave in Alabama, seine Freilassung und seine anschließende Suche nach den eigenen Wurzeln und einer Identität in den rassistisch geprägten USA.

»Ein schauriger Einblick in eines der großen Menschheitsverbrechen.«

The Guardian (07. May 2019)

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Amerikanischen von Hans-Ulrich Möhring
Originaltitel: Barracoon. The Story of the Last "Black Cargo"
Originalverlag: Amistad / HarperCollins
Taschenbuch, Broschur, 224 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 3 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-328-10757-6
Erschienen am  13. September 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Erschütternd

Von: Buchseele

25.02.2021

„Auf manchen Schiffen wurden sie wie Baumstämme übereinandergestapelt.“ (Quelle: Barracoon) In diesem Buch wird die Geschichte des letzten Sklaven in Amerika erzählt. Natürlich ist diese Geschichte bereits älter und wurde ihr nur neu illustriert und aufgelegt. Dies ist natürlich mal eine ganz andere Geschichte über die schlimmen Taten des Sklavenhandels. Aus 'erster Hand' Erlebnisse und Erfahrungen geschildert zu bekommen, ist wirklich sehr erschütternd und ergreifend. Viele Aspekte wusste ich im Vorfeld auch nicht, so dass das Buch mir auch neues Wissen überliefert hat. Die Geschichte von Cudjo wurde in diesem Buch so dargestellt, als würde sie dem Leser*in gerade eben selber berichtet. Dies verstärkt natürlich den erschütternden Aspekt der Geschichte gleich noch einmal. Aber hinzu macht es dich Geschichte aber auch sehr authentisch. Was mich jedoch etwas gestört hat, dass Cudjo viel mehr über seine Zeit bevor er ein Sklave wurde und seine Zeit nach der Sklaverei erzählt hat. Viele Seiten wurden durch das Vorwort und das Nachwort der Autorin eingenommen, so dass man für den eigentlichen Aspekt des Buches nicht viel Raum hatte.

Lesen Sie weiter

Erschütternde Zeitgeschichte

Von: Elena_liest

06.01.2021

"Barracoon: Die Geschichte des letzten amerikanischen Sklaven" ist ein Zeitzeugenbericht von Oluale Kossola, alias Cudjo Lewis. Anfang 1840 in Banté, Benin, Westafrika geboren, wurde er mit gerade einmal 19 Jahren mit anderen Bewohnern seines kleinen Dorfes verschleppt und illegal als Sklave an Bord der "Cotilda" gebracht. Er wurde von seinem eigenen Stamm als Sklave verkauft und so in die USA gebracht, wo er bis zu seiner Freilassung sehr harte körperliche Arbeit leisten musste. Nach der endgültigen Abschaffung der Sklaverei baute er sich mit den anderen ehemaligen Sklaven gemeinsam unter widrigen Bedingungen ein Dorf auf, in dem sie alte Traditionen ihrer Herkunft aufrecht erhielten - sein größter Wunsch, nach Afrika zurückzukehren, wurde ihm aber nie erfüllt. Oluale Kossola musste in seinem Leben unglaublich viele Entbehrungen ertragen. Auch nach seinem Dasein als Sklave währte kein Glück lange. Er verlor zu Lebzeiten all seine Familienmitglieder, war fortwährend mit Rassismus konfrontiert und starb als einsamer Mann. In den 1920er Jahren machte sich die Volkskundlerin und Anthropologin Zora Neale Hurston auf, um Oluale Kossola zu interviewen und so einen authentischen Bericht über das Erleben der Sklaverei, aber auch über das Gefühl des Entwurzelt-Seins und des Nirgendwo-Dazugehörens zu schreiben. Sie führte zahlreiche Gespräche mit Kossola und zwischen den beiden entwickelte sich fast so etwas wie Freundschaft, was sich auch im Ton, in dem das Buch gehalten ist, niederschlägt. Die Autorin hat die Worte so, wie sie aus Kossolas Mund kamen, aufgeschrieben, und so eine Nähe zu dem Zeitzeugen hergestellt, die beim Lesen oft weh tat und fast brutal wirkte. "Barracoon: Die Geschichte des letzten amerikanischen Sklaven" ist ein Stück Zeitgeschichte, das unbedingt gelesen werden sollte. Das Buch ist nicht leicht zu verdauen, ist über den Bericht von Cudjo Lewis hinaus aber auch noch mit vielen weiteren Informationen gespickt, sodass man als Leser*in die Chance hat, das Geschriebene auch richtig einzuordnen. Es ist enorm wertvoll, wichtig und bereichernd, die Geschichte des letzten amerikanischen Sklaven eben aus seinem eigenen Mund mit seinen eigenen Worten zu hören - nicht aus dem Mund der Verkäufer oder Sklavenhalter. Erst fast ein Jahrhundert nachdem Zora Neale Hurston das Buch von und über Oluale Kossola geschrieben hat, wurde es auch tatsächlich veröffentlicht. Ich bin froh, dass ich das Buch gelesen habe und kann es allen nur ans Herz legen, auch wenn es sich hier um keine leichte Kost handelt.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Zora Neale Hurston (1891-1960), ist eine der wichtigsten afroamerikanischen Autorinnen des vergangenen Jahrhunderts. Zu ihren bekanntesten Werken zählt der Roman "Their Eyes Were Watching God" ("Vor ihren Augen sahen sie Gott"), der 1937 erschien und 2005 von "Time Magazine" unter die 100 besten englischsprachigen Romane nach dem Ersten Weltkrieg gewählt wurde.

Zur Autor*innenseite

Hans-Ulrich Möhring

Der Übersetzer und Schriftsteller Hans-Ulrich Möhring hat, neben Werken von William Blake, H. G. Wells und J. R. R. Tolkien, zuvor bereits den Roman "Their Eyes Were Watching God" von Zora Neale Hurston ins Deutsche übertragen ("Vor ihren Augen sahen sie Gott").

Zur Übersetzer*innenseite