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Rezensionen zu
Die Toten von Fleat House

Lucinda Riley

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€ 22,00 [D] inkl. MwSt. | € 22,70 [A] | CHF 30,90* (* empf. VK-Preis)

Als der schwierige Schüler Charlie Cavendish in dem renommierten Internat St. Stephan's tot aufgefunden wird, möchte Rektor Jones gerne an einen Unglücksfall glauben. Doch die Polizei leitet Ermittlungen ein. Detektive Inspector Jazz Hunter, die nach einer langen Auszeit ihren Dienst wieder aufgenommen hat, soll den Fall übernehmen. Was zuerst nach einem Racheakt einiger Schüler aussieht, entwickelt sich nach dem Selbstmord eines Lehrers und dem verschwinden eines weiteren Schülers zu einer schwierigen Ermittlung hinter den verschwiegenen Mauern der alten Schule. Für Jazz Hunter wird immer deutlicher, daß dieser Fall bis tief in die Vergangenheit der Schule reicht. Schon vor vielen Jahren hat sich dort ein kleiner Junge aus Verzweiflung das Leben genommen. Jazz muß erst diesen alten Fall lösen, um die neuen Verbrechen aufzuklären. Erst danach kann sie eine wichtige Entscheidung treffen, wie ihr eigenes Leben weitergehen soll. Mit ihrem Roman "Die Toten von Fleat House" ist Lucinda Riley einen ganz anderen Weg gegangen als mit ihren vielen wunderbaren anderen Geschichten. Man erlebt hier einen Kriminalroman vom Feinsten. Mit viel Spannung erzählt Lucinda Riley vom Alltag in einer Elite-Schule, wie es in England wohl viele gibt. Der Leistungsdruck auf die Schüler, aber auch auf die Lehrer und Direktion ist gewaltig. Dazu kommt der Standesdünkel und damit ist Mobbing Tür und Tor geöffnet. Dies erlebt man hier hautnah mit. Mit einer sehr raffiniert aufgebauten Handlung hält Lucinda Riley die Spannung bis zum Ende hoch. Die privaten Sorgen und Zweifel der jungen Ermittlerin lassen die Geschichte auch in der Nebenhandlung sehr menschlich wirken. Dieses Buch hätte durchaus der Auftakt zu einer hervorragenden Serie werden können. Leider ist es ja anders gekommen.

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Sie konnte auch Krimi. Das muss man feststellen, wenn man dieses posthum veröffentlichte Werk von Lucinda Riley gelesen bzw. gehört hat. Schade, dass es erst jetzt veröffentlicht worden ist, denn es hätte ihr sicherlich mit auch ein zweites Standbein als renommierte Autorin von traditionellen englischen Krimis eröffnet. Dennoch gibt es in diesem Kriminalroman „Luft nach oben“. Mich hat das Buch an die Romane von Charlotte Link erinnert - wer also deren Krimis mag, ist bestimmt auch mit diesem hier sehr zufrieden. Angesiedelt ist der Roman in einem englischen Internat. Ein Schüler kommt durch eine fehlerhafte Tabletteneinnahme ums Leben - er hat Aspirin geschluckt, obwohl er eine schwere Allergie dagegen hat. Ein tragischer Unfall? Oder hat hier jemand nachgeholfen, dass die Tabletten verwechselt wurden? Die Polizistin Jazz Hunter untersucht den Fall und kommt immer mehr Merkwürdigkeiten auf die Spur... Die Protagonisten des Romans sind gut ausgearbeitet. So erhält man neben der Polizeiarbeit von DI Hunter auch einen Einblick in ihr Privatleben. Fans von Lucinda Riley wissen ja zu schätzen, dass man immer ein recht umfangreiches Bild ihrer Figuren erhält und dem bleibt sie auch in ihrem Kriminalroman treu. Trotzdem wollte der Funke bei mir nicht so recht überspringen. Einerseits habe ich schon einige Krimis gelesen, die im Milieu eines englischen Internats angesiedelt sind und da kommt es meiner Meinung nach vor allem darauf an, wie die Figuren (Schüler, Lehrer, Polizei) untereinander agieren und sich entwickeln. Wie Täuschungen entstehen oder Intrigen... diese spannenden Entwicklungen innerhalb des Internatskosmos haben mir hier gefehlt, was zu Lasten der Spannung ging. Es wird sicherlich einen Grund haben, warum das Buch bisher in der Schublade verschwunden war und und erst jetzt, nach dem Tod der Autorin, veröffentlicht wurde. Geschrieben hat sie diesen Krimi wohl bereits 2006. Die Umsetzung als Hörbuch fand ich gelungen, die Sprecherstimme Simone Kabst passt gut zu dieser Art der Erzählung und konnte dem Roman Leben einhauchen. Ihre Stimme klingt eher sachlich und nicht mädchenhaft-hoch und konnte daher die Seriosität der Polizeiarbeit betonen. Insgesamt also eine weitere interessante Facette in Lucinda Rileys Werk. Sie konnte nicht nur Familiensagas schreiben, sondern macht auch bei diesem Krimi eine routiniert-gute Figur. Der Plot und die Charaktere allerdings hätten aus meiner Sicht noch etwas Schliff vertragen können. Leseempfehlung für Fans von Charlotte Link, Tana French, Ellen Sandberg.

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Niemanden wird wohl überraschen, dieses Buch auf meinem Account zu sehen, vermischen sich hier doch eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen mit meinem geliebten Krimi-Genre. Manch eine*r wird sich allerdings fragen „Lucindy Riley? Hat die nicht diese Familien-Geheimnis-Romane geschrieben …?“ Und ja, hat sie eigentlich. Dies ist – und bleibt nun leider auch – ihr einziger Kriminalroman, den sie bereits 2006 verfasste. Dem Vorwort ihres Sohnes und Co-Autors Harry Whittaker zufolge hatte sie ursprünglich geplant, das Manuskript nach Fertigstellung der Sieben-Schwestern-Reihe erneut zu überarbeiten und dann zu veröffentlichen. Durch ihren Tod letztes Jahr ist es dazu nun leider nie gekommen. Ihr Sohn entschied sich gegen eine erneute Überarbeitung, um so die Stimme seiner Mutter darin zu erhalten. Und das ist auch wunderbar gelungen. Sowohl ihrem Schreibstil als auch thematisch bleibt die Autorin sich hierin treu. Von der ersten Seite an wurde ich in das Buch hineingesogen und habe die knapp 500 Seiten starke Kriminalgeschichte, die mit einem unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommenen Schüler des altehrwürdigen Internats St Stephens im idyllischen Norfolk beginnt, inhaliert. Erzählt wird dabei nicht nur aus Sicht von Detective Inspector Jazz Hunter, die ihren Dienst aus persönlichen Gründen eigentlich bereits quittiert hat, sondern auch aus der Perspektive vieler anderer Personen, die in irgendeiner Weise in den Fall involviert sind. Lucinda Riley gelingt es auf diese Weise, die Protagonist*innen alles andere als schablonenhaft darzustellen. Es ist kein blutrünstiger Krimi, hat jedoch auch etwas mehr Tiefgang als ein typischer Cosy Crime und das Happy End, sofern möglich, durfte natürlich auch nicht fehlen – für mich die perfekte Mischung. Somit von mir natürlich eine absolute Lese-Empfehlung! Übersetzt wurde diese Ausgabe aus dem Englischen von Sonja Hauser und Ursula Wulfekamp. Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar! TW: Epilepsie, Alkoholmissbrauch, häusliche Gewalt, Medikamentenmissbrauch, Suizid, (Geh-)Behinderung, Kindesentführung, angeschossen, Mobbing, Herzinfarkt

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Lucinda Riley war eher für Ihre romantischen Bücher bekannt, zu denen ich eher selten greife. Umso mehr habe ich mich über den wohl einzigen Kriminalroman aus ihrer Feder gefreut: "Die Toten von Fleat House", welchen Sie bereits 2006 geschrieben hatte. Für alle, die es noch nicht wissen: Lucinda ist vor einem Jahr an Krebs gestorben. Sie wollte diese Geschichte nach der 7 Schwestern Reihe veröffentlichen. Leider kam es dazu nun nicht mehr und ihr Sohn hat die Veröffentlichung der Fleathouse Geschichte in die Hand genommen. Rausgekommen ist ein wahres Meisterstück der klassischen Kriminalliteratur! Wir befinden uns in der Geschichte im Internat "Fleat House" im britischen Norfolk. Eines Tages kommt der 18-jährige Charlie unter mysteriösen Umständen ums Leben. Unter der Leitung von Detecive Jazz Hunter beginnen die Ermittlungen. Sie merkt, dass sie in den verschlossenen Mikrokosmos des Internats vordringen muss, um mehr über das Opfer aber auch über die wichtigsten Personen vor Ort zu erfahren. Und schon gibt es einen weiteren Todesfall. Jazz muss tief in ein Netz aus Beziehungen und alten Geschehnissen eintauchen, um die Wahrheit rund um Fleat House und dessen Bewohner zu erfahren. Lucinda Riley schafft es, den Leser in die Atmosphäre der Geschichte einzufangen und den einzelnen Charakteren Leben einzuhauchen. Die Handlung ist komplex und entzündet die Hobby Miss Marple in mir. Neue Wendungen und Personen tauchen immer dann auf, wenn man denkt, man hat die richtige Spur gefunden. Ein unglaublich gutes Buch für alle Krimi-Liebhaber. Auch die Protagonistin Jazz Hunter hätte Potential für eine eigene Serie gehabt. Schade, dass es dazu nicht mehr kommen wird.

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Rezension (Rezensionsexemplar) Lucinda Riley - Die Toten von Fleat House Klappentext: St Stephen's, ein kleines Internat im idyllischen Norfolk. Eines Tages kommt der 18-jährige Charlie Cavendish in Fleat House, einem der Wohnheime der traditionsreichen Schule, unter mysteriösen Umständen ums Leben. Der Direktor beeilt sich zu erklären, dass es sich um einen tragischen Unfall handelt, aber die Polizei beginnt unter der Leitung von Detective Inspector Jazz Hunter zu ermitteln. Sie versucht, in den verschlossenen Kosmos des Internats vorzudringen, und findet bald heraus, dass Charlie ein machthungriger junger Mann gewesen ist, der seine Mitschüler gequält hat. War sein Tod ein Racheakt? Jazz taucht tief ein in ein Netz von Beziehungen, emotionalen Abhängigkeiten und offenen Rechnungen – und sie erkennt, dass sie weit in die Vergangenheit zurückgehen muss, wenn sie das Rätsel von Fleat House enthüllen will … Protagonisten: Jazz: Ich mochte sie so sehr. Sie hat einen guten Spürsinn und ist sehr herzlich und einfach eine tolle Persönlichkeit. David: Er ist ein guter Vater und Mann auch wenn er vieles durchgemacht hat kämpft er trotzdem weiter auch wenn manchmal auf dem falschen Weg. Rory: Ein verängstigter Junge der manchmal jünger rüber kam als er tatsächlich war. Meinung/Fazit: Was für ein grandioses und spannendes Buch. Man rätselt mit und doch wird man immer wieder überrascht. Mit diesem Ende hätte ich nie gerechnet aber fand es grandios wie alles zusammengespielt hat. Die Protagonisten waren wirklich toll. Julian konnte ich absolut nicht ausstehen aber auch solche Personen sind in einem Buch wichtig. Ich habe mit Jazz,David und Rory ,mitgelitten,mitgefiebert und mich mit Ihnen gefreut. Der Schreibstil ist super und man fliegt nur so durch die Seiten. Man ist von Anfang an mitten in der Geschichte und kann das Buch kaum aus der Hand legen weil man unbedingt wissen möchte wie es weiter geht. Die Umgebung wurde gut beschrieben,sodass man das Gefühl hatte dort bei Ihnen zu sein. Das Vorwort und die Danksagung haben mich zu Tränen gerührt und gehen einem wirklich unter die Haut. Mit diesem Buch wurde mal wieder gezeigt das Lucinda Riley eine fantastische,grandiose und besondere Autorin war. Mit ihren Büchern hat sie ein Denkmal gesetzt das sicher niemals vergessen wird. 5/5 🌹🌹🌹🌹🌹⭐

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Ja, zuerst muss ich mich outen. Obwohl einige Bücher auf meinem SuB liegen, ist dies das erste Buch, welches ich von der verstorbenen Lucinda Riley lese. Und dann noch der einzige Krimi, der posthum nunmehr durch ihren Sohn Harry Whittaker herausgeben wurde. Schon allein das atmosphärische Cover und der Klappentext haben mich extrem neugierig gemacht. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig, was mir sehr gut gefällt. Ohne Vorgeplänkelt landet man direkt mitten im Geschehen des Todesfalles. Der 18-jährige Charlie Cavendish wird eines Morgens tot in einem Wohnheim der St. Stephen´s School in Norfolk aufgefunden. Charlie war bekannt für sein Leben auf der Überholspur, er galt als provokant und hat die jüngeren Schüler drangsaliert. Mit seinem Vater gab es Streit, da er nicht in seine Fußstapfen als Anwalt treten wollte. Der anfangs als epileptischer Anfall beurteilte Tod entpuppt sich als anaphylaktischer Schock. Charlie war hochgradig allergisch auf Aspirin, doch wer hat ihm die Tabletten verabreicht? Die Ermittlungen übernimmt die toughe Ermittlerin Jazmine Hunter. Jazz, die eigentlich ihren Dienst aus privaten Gründen quittiert hatte, kommt nicht umhin den Fall zu übernehmen. Clever verfolgt sie diverse Spuren und vernimmt zahlreiche Beteiligte im Umfeld der Schule und der Familie. So wie es ausschaut, waren viele nicht gut zu sprechen auf den Toten, aus den unterschiedlichsten Gründen. Die klassische Ermittlungsarbeit wurde seitens der Autorin spannend gestaltet. Interessante Spuren entpuppen sich als unbegründet, dafür tun sich neue Ermittlungsansätze auf. Geschickt werden die Puzzleteile zusammengesetzt, deren Ursprung sich auf einen Vorfall in der Vergangenheit gründen. Gekonnt und plausibel werden die Fäden zu einer logischen Lösung verknüpft. Wobei ich bis zum Ende hinsichtlich des/der Schuldigen im Dunkeln getappt habe. Die Art und Weise der Ermittlungen lässt das Herz eines klassischen Krimiliebhabers höherschlagen. Ich hätte mir gut weitere Fälle mit der Ermittlerin Jazz Hunter vorstellen können, in dessen Genuss wir aber leider nicht mehr kommen werden. Ein Grund mehr, mich nunmehr auch den anderen Büchern von Lucinda Riley zu widmen. Mein Fazit: Mit „Die Toten von Fleat House“ ist ein solider und spannender Krimi in klassischer „Whodunit“ Art aus der Feder von Lucinda Riley entstanden. Gut durchdachte Handlungsstränge mit lebensnahen Charakteren haben mir einen runden Ermittlungsfall präsentiert. Zu schade, dass es kein Wiedersehen mit Jazz Hunter geben wird. Ich hätte ihr Leben gerne weiterverfolgt. Vielen Dank an Harry Whittaker, dass er uns an dem Genuss des bereits im Jahr 2006 fertiggestellten Buches seiner Mutter teilhaben ließ

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INHALT: Detective Inspector Jazz Hunter hatte nach ihrer Trennung ursprünglich nicht vorgehabt, weiterhin für Scotland Yard in London zu arbeiten. Nach einer Auszeit in Italien war sie nun im idyllischen Norfolk gelandet. Hier wollte sie in ihrem Cottage auf andere Gedanken kommen. Doch plötzlich steht ihr ehemaliger Chef auf der Matte und bittet sie, einen mysteriösen Fall, ganz in ihrer Nähe, zu übernehmen… Im Internat St Stephen's, im englischen Norfolk, ist man tief bestürzt, als einer der Schüler in seinem Zimmer tot aufgefunden wird. Es muss sich um einen furchtbaren Unfall handeln, ein verwechseltes Medikament, auf den der 18-jährige Charlie Cavendish allergisch reagiert hat! Doch die Polizei nimmt die Ermittlungen auf und hat plötzlich Grund zur Annahme, dass es sich um ein beabsichtigtes Tötungsdelikt handeln könnte! Das Opfer scheint in der Vergangenheit Mitschüler gequält und jede Menge anderen Ärger gemacht zu haben, mit Ermahnungen war man bei ihm nicht weit gekommen. Ob eine offene Rechnung, ein Racheakt dahintersteckt? MEINUNG: Dies ist der einzige Krimi, den Lucinda Riley uns hinterlassen hat. Bereits 2006 geschrieben, wollte sie ihn ursprünglich nochmals überarbeiten, was ihr zeitlich nicht mehr gelungen ist. Nach ihrem Tod hat sich der Sohn um die Veröffentlichung gekümmert, ohne viel an dem Manuskript zu verändern – es sollte ihr Werk bleiben. Die Familie lebte scheinbar damals selbst in der Gegend, in der das Buch spielt, was es noch authentischer für uns Leser*innen macht… Denn was in meinen Augen stets typisch für Lucinda Rileys Bücher war, ist ihr auch in diesem frühen Werk bereits gelungen: Die Natur-Schilderungen sind alle ausgesprochen atmosphärisch gestaltet. Ich hatte direkt die Cottages und das raue Wetter vor Augen, als würde ein Film vor meinen Augen ablaufen. Außerdem ist sie ihrer Leidenschaft für Familiengeheimnisse schon damals nachgegangen und hat mich hier auch damit wieder gepackt. Beim Lesen kam ich anfangs zügig voran. Als die Ermittlungsarbeiten begannen, gab es für mich einige Längen und ich dachte schon, ich müsste mich durch den Rest des Buches kämpfen. Doch durch unerwartete Entwicklungen und Wendungen konnte meine Aufmerksamkeit zurück auf das Geschehen gelenkt werden. Ich fing immer wieder an, Theorien zu konstruieren, um sie wenig später zu verwerfen. Es blieb also spannend. Ermittlerin Jazz hätte meiner Meinung nach noch etwas mehr Tiefe vertragen. Ansonsten war sie mir als Protagonistin überwiegend sympathisch und ich war gerne an ihrer Seite. Ein wenig hatte ich befürchtet, dass das Buch dadurch, dass es in einem Internat spielt, viele Perspektiven von Schülern beinhalten könnte und es mir dadurch zu sehr in Richtung Jugendbuch gehen könnte. Tatsächlich war dies gar nicht der Fall, da hier viel mehr die Ermittlungsarbeit und die Familien und Angestellten im Fokus stehen. Von den Schülern selbst bekommt man nur wenig mit. Die Beschreibungen von Szenerie und der Atmosphäre des Internatslebens haben mir hier trotzdem etwas gefehlt. FAZIT: Insgesamt hat mir das Buch trotz mancher Kritikpunkte gut gefallen (4/5 Sterne!) und ich muss dem Sohn, der leider bereits verstorbenen Autorin, recht geben – der Roman hätte in der Tat der Beginn einer wunderbaren Krimi-Reihe werden können! Sehr schade, dass Lucinda Riley so früh von uns gehen musste. Aber ihre Bücher und ihre Geschichten werden weiter existieren… RIP!

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Ein traditionsreiches Eliteinternat, ein toter Schüler, eine eingeschworene Gemeinschaft und eine Ermittlerin, die nicht ruht, bevor sie die Wahrheit kennt. Das alles beinhaltet die Toten von Fleat House, der erste Krimi, den Lucinda Riley bereits 2006 geschrieben hat. Leider wird es auch ihr einziger bleiben, denn die Autorin ist leider im Alter von nur 55 Jahren ihrem Krebsleiden erlegen. Der Plan war, das Buch nach Vollendung der Sieben Schwestern Reihe zu veröffentlichen. Dies ist nun auch passiert, auch wenn es noch einen achten Band der Schwestern geben wird. Für mich war es mein erstes Buch von Ihr und ich muss sagen, dass ich richtig begeistert bin sowohl von der Geschichte als auch von dem wunderbaren Schreibstil. Wie bereits erwähnt handelt es sich um einen Krimi und keinen Thriller. Es gibt also keine atemlose Spannung, dennoch ist eine gewisse Grundspannung in der Geschichte gegeben, die einen bei der Stange hält. Hinzu kommt die etwas düstere Atmosphäre, die durch die dunklen Gemäuer von Fleat House und dem Setting in Norfolk erzeugt werden. Die Charaktere sind richtig gut ausgearbeitet und vor allem unsere Protagonistin Jazz Hunter hat mir richtig gut gefallen. Der Fall ist interessant und logisch aufgebaut, bietet immer wieder einige Plottwists, aber auch das Privatleben von Jazz bietet einiges, sodass man auf beiden Ebenen bedient wird. Durch den eingängigen Schreibstil, den verzwickten Fall und die tollen Charaktere konnte mich Lucinda Riley von der ersten Seite an packen und ich hab das Buch in kürzester Zeit beendet. Für mich wird es nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein, auch wenn es schade ist, dass es keine weiteren Abenteuer von Jazz Hunter geben wird. 5 von 5 Sternen

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