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Joe Abercrombie

Kriegsklingen - Die Klingen-Saga

Roman

(6)
Paperback
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Ein Barbar, ein Inquisitor und ein Magier kämpfen um das Schicksal ihrer Welt

In einer düsteren Welt, die von Kämpfen gezeichnet und von Magie durchdrungen ist, lebt es sich besser als Held. Oder Magier. Alle anderen müssen sehen, wo sie bleiben. So auch Inquisitor Glokta, dessen eigene schmerzvolle Vergangenheit ihn nicht daran hindert, seine Feinde grausam zu verfolgen. Oder Barbarenkrieger Logen Neunfinger, der eigentlich die Nase voll von Schlachten hat und dem die größte noch bevorsteht, als er auf den alten Magier Bayaz trifft, der ganz eigene Pläne verfolgt ...


Aus dem Englischen von Kirsten Borchardt
Originaltitel: The Blade Itself - The First Law
Originalverlag: Heyne
Paperback , Klappenbroschur, 800 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-32057-4
Erschienen am  10. February 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Stellenweise zäh, aber vielversprechend

Von: Endlose Seiten

18.03.2021

»Kriegsklingen« ist der erste Band der »Klingen«-Saga von Joe Abercrombie. Hierzulande ist das Buch bereits im Jahr 2006 erschienen. Ich wurde aber erst vor kurzem auf Abercrombie aufmerksam und die »Klingen«-Saga schien mir ein perfekter Einstieg zu sein, um den Autor kennenzulernen. Die Kapitel sind so aufgebaut, dass verschiedene Figuren abwechselnd im Vordergrund stehen und die Handlungsstränge zunächst nichts miteinander zu tun haben, bevor sie am Ende doch noch zusammenlaufen. Das wusste ich natürlich nicht, als ich mit dem Buch angefangen habe und so kam es, dass ich mir oft unsicher war, welche Richtung das Ganze noch einschlagen wird. Hinzu kommt, dass es dem Autor oft nicht gelingt, die Spannung aufrechtzuerhalten. Vielleicht hat das auch etwas damit zu tun, dass das Buch 800 Seiten umfasst. Es wurde häufig etwas zäh und ich hatte Zweifel, ob ich mit dem Lesen fortfahren sollte. Wie man sieht, habe ich mich dazu entschlossen, dranzubleiben, auch wenn mir schnell klar wurde, dass ich keine schwindelerregende Dynamik zu erwarten brauche. Irgendwann störte mich das aber auch nicht mehr, weil die Protagonisten es endlich geschafft haben, mich in ihren Bann zu ziehen. Am meisten hat mir gefallen, dass niemand perfekt ist und alle ihre Macken haben, sogar der gut aussehende Hauptmann Jezal dan Luthar. Der junge Mann ist sehr ehrgeizig, kommt aus einer wohlhabenden Familie und scheint eine vielversprechende Zukunft zu haben. Keiner ahnt jedoch, wie es in seinem Inneren aussieht und wie oft er an sich selbst zweifelt. „[...] man braucht Angst, um Mut entwickeln zu können.“ – Zitat (Seite 716, »Kriegsklingen« von Joe Abercrombie) Logen Neunfinger hat ebenfalls einen gewissen Ruf, der ihm vorauseilt und mit dem er zurechtkommen muss. Zum Teil ist das der Verdienst vieler angsteinflößender Geschichten, die über Logen kursieren. Einiges davon entspricht jedoch der Wahrheit. Die nächste Figur könnte ein Indiz dafür sein, dass Abercrombie der Meinung war, dass ein Fantasy-Buch ohne einen alten weisen Zauberer nicht auskommt. In »Kriegsklingen« heißt dieser Zauberer Bayaz und in meinen Augen ist er der Grund dafür, dass die verschiedenen Handlungsstränge am Ende ineinanderfließen. Ohne Bayaz wären sich viele Figuren höchstwahrscheinlich nicht begegnet, was ihn wohl zu der Schlüsselfigur macht. Inquisitor Sand dan Glotka darf aber auch nicht außer Acht gelassen werden. Dieser kann sehr brutal, zynisch und verbittert sein, was damit zusammenhängen könnte, dass er seit einer Weile als Krüppel leben muss. Neben den genannten Charakteren gibt es zahlreiche weitere interessante schillernde Persönlichkeiten. Als da wären Major West und seine Schwester Ardee, Ferro Maljinn, Yulwei und viele andere, deren Namen man sich schwer merken kann :-D Über das worldbuilding lässt sich nicht besonders viel sagen, da der Autor mit seinen Beschreibungen sehr sparsam umgeht. Es werden hier und da einige Städte und Völker genannt und man kann einiges aus dem Kontext schließen, aber Abercrombie macht sich keine Mühe, näher darauf einzugehen. Ich hoffe, dass die Fortsetzungen diesbezüglich mehr Informationen liefern werden. Die Magie hat bei mir ebenfalls viele Fragezeichen hinterlassen. Das fand ich schade, da ich mehr darüber erfahren wollte. Die vielen Kraftausdrücke passen zu der düsteren Stimmung und der Brutalität, die in dem Buch oft an den Tag gelegt wird. Es geht um das blanke Überleben und darum, sich durchsetzen zu können. Das Buch ist also eindeutig nicht dazu da, die Laune zu heben. Fazit Für mich stellt »Kriegsklingen« den Anfang eines großen und spannenden Abenteuers dar, das vielleicht - oder besser gesagt, hoffentlich - erst in Band 2. richtig beginnen wird. Im ersten Band geht es vielmehr darum, die Figuren kennenzulernen und sich an alles zu gewöhnen. Nichtsdestotrotz liefert der Auftakt viel Potenzial und ich hoffe inständig, dass dieses in Folgebänden entfaltet wird.

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Erfrischend anders

Von: Larissa

22.10.2020

"Die Klinge selbst verführt zu blut'ger Tat." - Homer Meinung Ihr wollt eine brutale, korrupte Welt, voller Magie, Protagonisten mit zweifelhafter Moral, einer dunklen Bedrohung und eine verstrickte Handlung? Dann ist dieses Buch genau richtig. Bereits im ersten Teil lässt sich feststellen, dass der Schwerpunkt dieser Buchreihe weniger auf der Welt, als viel mehr auf den Charakteren liegt. Wir erleben die Geschehnisse aus vier verschiedenen Perspektiven, dem Inquisitor Glokta, Logen dem Barbaren, Jezal dem Soldaten und Ferro einer entlaufenen Sklavin. Nun mag man es gewohnt sein, dass mindestens ein Protagonist eine gute Seele ist, doch wird man hier sehr schnell enttäuscht. Die meisten sind selbstsüchtig, arrogant und ergötzen sich am Leid anderer. Doch obwohl das Handeln und Denken von zweifelhaften Moralvorstellungen zeugt, so fühlt man sich den Charakteren doch irgendwann verbunden. "Man muss die Angst kennen, um Mut haben zu können." Persönlich bin ich ein großer Fan von Sarkasmus und schwarzem Humor und davon gibt es hier reichlich. Oftmals finden wir uns in einer Situation wieder, in der der Charakter das eine sagt und doch etwas ganz anderes denkt. Es gewährt tiefe Einblicke in die Abgründe der menschlichen Seele, wir lesen nicht nur Dialoge sondern auch Gedankenspiele, beides genial ausgearbeitet und umgesetzt - pure Unterhaltung. Denn obwohl im Großen und Ganzen nicht viel geschieht und der Leser bis zum Ende im dunkeln gelassen wird, um was es eigentlich geht, so wird es nicht langweilig. Die Charaktere tragen die Handlung voran und ich bin sehr gespannt, wie es im zweiten Teil weitergeht. Das Ende ist eher der Anfang. Der Leser bekommt das Gefühl, dass es nun richtig los geht. Das Abenteuer, wie auch immer dies aussehen wird, beginnt und ich bin sehr gespannt wo es unsere mehr als ungewöhnliche Gruppe hinführen wird. Fazit Obwohl, auf Grund der vielen Handlungsstränge, die Geschichte langsam voranschreitet, sorgen die Protagonisten dennoch für eine einzigartige und spannende Unterhaltung mit viel schwarzem Humor.

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Vita

Joe Abercrombie arbeitet als freischaffender Fernsehredakteur und Autor. Mit seinen weltweit erfolgreichen »Klingen«-Romanen hat er sich auf Anhieb in die Herzen aller Fans von packender, düsterer Fantasy geschrieben und schafft es regelmäßig auf die internationalen Bestsellerlisten. Joe Abercrombie lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in Bath.

www.joeabercrombie.com

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