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Riad Sattouf

Der Araber von morgen, Band 3

Eine Kindheit im Nahen Osten (1985 - 1987) Graphic Novel

(5)
Paperback
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“Einer der besten Zeichner seiner Generation.” –
Le Monde

Ein Welterfolg wird fortgesetzt - der dritte Band des Bestsellers von Riad Sattouf kommt in die Buchläden! Die Mutter hält das Leben in Syrien nicht mehr aus und möchte nach Frankreich zurückkehren. Der kleine Riad erlebt, wie sein Vater hin- und hergerissen ist zwischen seiner Frau und starken arabischen Familientraditionen. "‘Der Araber von morgen‘ ist hochkomisch – und weit mehr: Diese Graphic Novel trägt einiges zum besseren Verständnis der gegenwärtigen Situation bei." (NZZ, Christian Gasser)

»Der Comic berührt, weil er die Spannungen zwischen den Kulturen aufs Tableau einer Familie herunterbricht: auf der einen Seite der konservativ-patriotische Vater, auf der anderen die französische Mutter.«


Aus dem Französischen von Andreas Platthaus
Originaltitel: L'Arabe Du Futur. Une Jeunesse auf Moyen Orient (1985 - 1987)
Originalverlag: Allary Editions
Paperback , Klappenbroschur, 152 Seiten, 17,0 x 24,0 cm
Graphic Novel, durchgehend vierfarbig
ISBN: 978-3-8135-0766-9
Erschienen am  09. May 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Eine Kindheit zwischen arabischer und westlicher Welt

Rezensionen

Toll, wie seine Vorgänger

Von: Marija

12.03.2022

«Wenn Leute glauben, recht zu haben, bringen sie, sobald sie in der Mehrheit sind, alle um, die anders denken.» Auch im dritten Band erlebt der Araber von morgen wieder eine Menge. Um es seinen Mitschülern gleich zu tun, versucht er sich am Ramadan, muss aber schon nach einem Tag das Handtuch werfen. Da kuckt er sich lieber „Conan - der Barbar“ an und ahmt den Blick und den Mut des Kriegers nach. Den wird er auch brauchen, als sein Vater ihm erklärt, dass er beschnitten werden soll. Die Mutter ist nach wie vor nicht glücklich in Ter Maela und wünscht sich nach Frankreich zurück, mehr als ein paar Monate verbringt sie in diesem Band aber nicht in ihrer Heimat. Dafür besucht die Familie Damaskus und macht auch einen Abstecher in den Libanon. Die schillerndste Figur in diesem Comic ist neben Riad immer noch sein Vater, der keiner seiner Rollen gerecht zu werden scheint. Er versagt als Gläubiger, als Ehemann und schliesslich bleibt auch die Million und die Villa aus. Bevor er sich weiter bestechen lässt, beschliesst er, dass es Zeit ist Syrien zu verlassen und sein Glück dort zu versuchen, wo die Dollars sind, nämlich in Saudi-Arabien. Ich liebe diese Comics! Riad und seine Familie sind mir so ans Herz gewachsen und ausserdem lerne ich in jedem Band etwas Neues über den Nahen Osten. Ich mag wie der kleine Riad die Welt sieht und beschreibt ebenso wie sein Vater, der sich immer wieder in seinen Gegensätzen verliert. Grosse Empfehlung mal wieder und ein grosses Dankeschön an Euch!

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Ein klassischer Sattouf!

Von: Lisa (comicli)

11.07.2021

Die Mutter von Riad hat langsam die Schnauze voll. Sie möchte zurück nach Frankreich. Riad hat sich mittlerweile in Syrien eingelebt, hat in seinen Cousins irgendwie Freunde gefunden und besucht dort die Schule. Die Sattoufs feiern Weihnachten in Syrien und Riad erlebt den religiös geprägten Alltag in der syrischen Gesellschaft: Vom Gebet bis hin zum Ramadan ist alles mit dabei. Auch peinliche Erlebnisse enthält uns Sattouf nicht vor. Es gibt einen Ausflug in den Libanon, erneuten Familienzuwachs und ein temporärer Aufenthalt in Frankreich. Der Aufenthalt der Sattoufs in Syrien soll wohl auch ein Ende nehmen. Wohin es geht, das erfahrt ihr am Ende des dritten Bandes. Persönliche Meinung Sechs grandiose Kapitel mit viel Witz und Passagen, die zum Denken anregen. Einfach fantastisch der dritte Teil. Ich liebe es, dass Sattouf mit viel Feingefühl die erlebten kulturellen Unterschiede eines in verschiedenen Kulturen sozialisierten Kindes aufzeigt. Und das, ohne in irgendeiner Weise Klischees zu replizieren. Viele Erfahrungen, die Riad während seiner Kindheit macht, erinnern mich an eigene Erlebnisse aus meiner Kindheit. Die Reihe weckt Erinnerungen und auch Neugier auf mehr. Mit der Zeit steigt mein Mitgefühl für Riad, mein Verständnis für seine Mutter und tatsächlich sinkt die Sympathie für den Vater. Mal sehen, ob sich das in den nächsten Bänden ändern wird.

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Vita

Riad Sattouf, geboren 1978 in Paris, ist Comic-Zeichner und Filmemacher. Aufgewachsen in Libyen und Syrien, kehrte er mit 13 Jahren nach Frankreich zurück. Er studierte Animation und wurde bald zu einem der bekanntesten zeitgenössischen Comic-Künstler. Von 2004 bis 2014 zeichnete er wöchentlich den Comic "La vie secrète des jeunes" für Charlie Hebdo. Sattouf wurde u.a. mit dem Prix René Goscinny und dem César für den besten Erstlingsfilm ("Jungs bleiben Jungs") ausgezeichnet. "Der Araber von morgen" gewann den Grand prix RTL de la bande dessinée und den Fauve d'or beim 42. Comicfestival von Angoulême. Sattouf lebt und arbeitet in Paris.

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Andreas Platthaus

Andreas Platthaus ist Leiter der Literatur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und hat zahlreiche Publikationen zu Geschichte und Ästhetik des Comics vorgelegt.

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Pressestimmen

»Manchmal entdeckt man Sachen so spät, dass es einem beinahe schon peinlich ist. (...) Ich hab den Mann einfach unterschätzt.«

»Sattouf weiß nicht nur genau, wovon er spricht, er zeigt die Konfliktzonen im Umgang unterschiedlicher Kulturen auch genau dort, wo sie tatsächlich liegen: in den Banalitäten der Alltäglichkeit.«

Die Presse (A), Wolfgang Freitag (13. May 2017)

»(...) ein Guck- und Lesevergnügen und man erfährt so ganz nebenbei sehr viel über eine Kindheit und über das sehr unterschiedliche Denken zwischen diesen beiden Welten.«

hr2-Kulturfrühstück, Ursula May (19. May 2017)

»'Der Araber von morgen' ist ein wirklich besonderes Werk.«

Berliner Zeitung, Schayan Riaz (12. August 2017)

»Sattouf ist ein Meister darin, immer die schlimmstmögliche Wendung zu finden, insofern nicht das Leben diesen Job schon vorher für ihn erledigt hat.«

»Darüber hinaus ist 'Der Araber von morgen' einfach brüllend komisch.«

»Riad Sattouf ist der Comickünstler der Stunde.«

Kulturnews, Falk Schreiber (01. July 2017)

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