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Matias Faldbakken

Wir sind fünf

Roman

Hardcover
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In der Nähe von Oslo in einem kleinen Ort namens Råset führt Tormod Blystad mit seiner Frau und seinen zwei Kindern ein beschauliches Leben. Nach einer wilden Jugend ist aus Tormod ein verlässlicher Vater und Ehemann geworden. Aber in jeder Familie gibt es eine Lücke, die gefüllt werden muss. So kommt die kleine Hündin Snusken auf den Hof. Die Kinder lieben das Tier sehr, doch eines Tages verschwindet Snusken spurlos. Um seine Kinder zu trösten, mischt Tormod in seiner Werkstatt aus verschiedenen Zutaten ein Ersatzwesen aus Lehm – und fordert damit Kräfte heraus, deren Reichweite er nicht einmal erahnen kann.

»Einer der raren Romane, bei denen man im Vorfeld rein gar nichts vermelden sollte – man muss ihn einfach aufschlagen und lesen, einfach hineinspringen«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Matthias Hannemann (03. November 2020)

Aus dem Norwegischen von Maximilian Stadler
Originaltitel: Vi er fem
Originalverlag: Oktober
Hardcover mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-453-27299-6
Erschienen am  31. August 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Oslo, Norwegen

Rezensionen

offen für ungewöhnliches? Dann ist dieses Buch ok

Von: looooooooriii

09.06.2021

Romane die im Guten Enden, Thriller in denen der Mörder aufgeklärt wird - diese Geschichten sind von gestern. Wenn man den Titel liest geht man von einem Roman aus, wenn man das Titelbild sieht von einem Thriller - am Ende ist es eine Komposition aus beidem. In diesem Buch geht es etwas ungewöhnlich zu - von unrealistisch über logisch bis hin zu phantasievollen Elementen ist alles dabei. Es ist schwer, eine Meinung zu verfassen, ohne viel Inhalt zu verraten. Fakt ist jedoch, dass es sich lgut lesen lässt, da der Autor bzw. der Übersetzer einen sehr umgangssprachlichen Schreibstil an den Tag legt. Trotz dessen gibt es häufig doch überraschende Wendungen, die einem zum zu Ende lesen zwingen. Das Ende war leider nix, meine Meinung. Das ging mir dann doch zu fantasievoll zu. Leider ein wenig verschwendete Lebenszeit, mMn :-( Eine Empfehlung ja, aber für mich persönlich kein Buch, was ich nochmal lesen würde.

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Ungewöhnlich, spannend, grotesk, einzigartig

Von: Sandra Falke

28.03.2021

Tormod Blystad ist ein talentierter, gutaussehender, pflichtbewusster, ambitionierter junger Wissenschaftler und Handwerker. Aufgrund von schlechten Einflüssen in der Jugend und eines nahezu fatalen Lebensabschnitts voller Pep, Alkohol und allgemeiner Gammelei hat er seine große Chance allerdings verpasst. Tormod genießt dennoch das ruhige Familienleben, die Gesellschaft seiner Frau und Kinder und die Hobbywerkelei in der Hauseigenen Werkstatt. Um Streitigkeiten über das dritte Kind zu umgehen, entscheidet Familie Blystad sich für einen Hund. Angangs scheint dieser die gesamte Familie mit einer Harmonie zu bescheren: Die Kinder kümmern sich gemeinsam um Snusken und finden durch die Tierliebe dort zueinander, wo die Geschwisterliebe bisher nur spärlich war. Tormods Frau Siv gelingt es auf längeren Spaziergängen mit dem Vierbeiner die angesammelten Schwangerschaftspfunde zu verlieren. Alle sind glücklich und zufrieden. Bis Snusken auf mysteriöse Art und Weise verschwindet. Gleichzeitig experimentiert Tormod mit sogenannten intelligenten Materialien und entwirft einen Tonklumpen, der mit diversen Zutaten und Schikanen dazu gebracht wird, sich zu verselbstständigen. Aus dem Klumpen wird ein kleiner Golem, der als neues Maskottchen das Haus reinigt, bei der Gartenarbeit hilft – und sich für eine kurze Zeit in die Form eines Hundes bringen lässt, den die Familie weiterhin innig vermisst. Faldbakkens neuer Roman ist mit einer beeindruckenden Liebe zum Detail entworfen worden. Auf jede Kleinigkeit wurde in dieser Erzählung Acht gegeben: die wissenschaftlichen Komponenten bei der Herstellung des Tons, die individuellen Figurenentwicklungen, die Kleinsten Details der Außen- und Innenwelten aller Familienmitglieder. Deswegen erscheint das Geschriebene auch so ungemein echt, dass die geschilderten Szenarien ein sehr hohes Maß an Unruhe auslösen. „Wir sind fünf“ ist ein Roman, bei dem man sich fragt, was zum Teufel man eigentlich gelesen hat. Zeitgleich ist es eine treffende Studie zu den Gefahren, die mit der Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz verbunden sind. Ebenso ist es eine äußerst scharfsinnige Studie über die individuellen Probleme ganz normaler Menschen in sehr unnormalen Umständen. Wer es ein wenig makaber mag, gerne Houellebecq liest und Freude an schwarzem Humor findet, findet hier einen sicheren Lesegenuss. Die vollständige Rezension gib es ab sofort im Blog zu lesen.

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Vita

Matias Faldbakken, 1973 geboren, lebt als bildender Künstler in Oslo. 2003 erschien sein aufsehenerregender Debütroman »The Cocka Hola Company«, der Auftakt der Skandinavische-Misanthropen-Trilogie, die mit »Macht und Rebel« und »Unfun« komplettiert wurde. Bühnenfassungen aller drei Romane wurden an diversen deutschen Theatern aufgeführt. Faldbakken gilt zudem als einer der bedeutendsten Gegenwartskünstler Skandinaviens. Seine Werke werden weltweit in den führenden Galerien ausgestellt. Nach längerer Schreibpause erschien 2017 bei Heyne sein Roman »The Hills«, der von Publikum und Presse gefeiert wurde.

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Maximilian Stadler

Maximilian Stadler, 1981 geboren, übersetzt aus dem Amerikanischen und Französischen, sowie aus den skandinavischen Sprachen. Er lebt in Zürich und Berlin.

Zur Übersetzer*innenseite

Pressestimmen

»Mit großem erzählerischen Geschick baut Faldbakken eine Spannung auf, von der man weiß, dass sie in die Katastrophe führt.«

»Ebenso schräg wie schockierend, amüsant wie atemraubend«

Rhein-Zeitung, Michael Stoll (13. October 2020)

»Faldbakkens Lust an der schöpferischen Kraft ist unübersehbar, nicht nur in der Handlung, auch in der Sprache.«

dpa (27. October 2020)

»Wir erfahren auch, dass sich Provinzposse und Sci-Fi, Tragödie und Frankenstein aufs Unterhaltsamste zusammenfinden können (...) Es lebe der Genremix!«

stern (08. October 2020)

»Ein leicht abgefahrener, hervorragender Roman«

Redaktionsnetzwerk Deutschland (05. December 2020)

»Skurriles schwarzes Märchen«

Kronen Zeitung (16. October 2020)

»Faldbakken gelingt es, den Leser von Beginn an in die Welt von Tormod und seiner Familie reinzuziehen. Umso gespenstischer fühlt es sich an, als Dinge passieren, die außerhalb des Vorstellbaren liegen. Der Autor zelebriert dieses langsame, stetige Erwachen, das wachsende Bewusstsein eines Stücks Ton derart plausibel und plastisch, dass das alles beinahe tatsächlich möglich erscheint.«

Alexandra Paulfranz, Freies Wort Sonneberg (16. September 2020)

»Scharf und humoristisch erzählt. Matias Faldbakken ist ein Autor mit einer stählernen Kontrolle über die Sprache.«

Dagsavisen (16. December 2019)

»Matias Faldbakken ist ein Meister des langsamen Spannungsaufbaus. So gut, dass es schon fast wehtut.«

NRK (28. January 2020)

»Der beste norwegische Roman des Jahres. Eine mit Sprachgewalt vorgetragene Geschichte, die einfach erscheinen mag, aber eine enorme sozialkritische und poetische Wucht entwickelt.«

Dag og tid (07. February 2020)

»Ein Lehrstück, das einen schnell in seinen Bann zieht.«

Radio Superfly (Wien), Anna Jeller (01. November 2020)

»Eine amüsante, scharfsinnige und zeitgemäße Fabel vom Drang des Menschen, über sich hinauszuwachsen, die nicht von ungefähr an ›Faust‹ oder die Geschichte von Dädalus und Ikarus erinnert.«

Aftenposten (28. January 2020)

»Ein wahrhaft einzigartiges Stück Literatur.«

Jo Nesbø (14. January 2020)

»Ich habe nur selten ein norwegisches Buch gelesen, das mit so leichter Hand ein so großes Universum voller Komik, Ernsthaftigkeit und Abenteuer entwirft.«

Aftenposten (28. January 2020)

»Faldbakken auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Äußerst unterhaltsam und wunderbar bizzar.«

Politiken (03. February 2020)

»Eines der sensationellsten Bücher dieses Jahres. Faldbakkens Erzählfreude ist nicht zu übertreffen.«

Morgenbladet (03. February 2020)

»Seit Langem hat kein Buch mehr solche Emotionen bei mir ausgelöst. So leicht und mühelos erzählt, dabei sorgfältig durchdacht und tief verstörend. Man will sofort losrennen und allen davon erzählen - und es dann gleich noch einmal lesen.«

Dagens Næringsliv (07. February 2020)

»Die haarsträubende Geschichte hat ordentlich Zug, man kann sie einfach nicht weglegen. Die Kreatur hat gesiegt.«

Buchkultur (20. August 2020)

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