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Strafe

Stories

Hardcover
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Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden wir, wer wir sind?

Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem neuen Buch "Strafe" zwölf Schicksale. Wie schon in den beiden Bänden "Verbrechen" und "Schuld" zeigt er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden und wie voreilig unsere Begriffe von "gut" und "böse" oft sind.

Ferdinand von Schirach verurteilt nie. In ruhiger, distanzierter Gelassenheit und zugleich voller Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Seine Geschichten sind Erzählungen über uns selbst.

»Zwölf Texte, die man nicht vergisst - wieder aus der Welt der Justiz, schonungslos, präzise, manchmal kalt distanziert, dann wieder zutiefst menschlich.«

Claudio Armbruster / ZDF heute journal (07. März 2018)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 192 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-630-87538-5
Erschienen am  05. März 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Ferdinand von Schirach: Strafe

Von: LiteraKultur

18.01.2021

In den gesammelten Kurzgeschichten von Ferdinand von Schirach geht es wie bereits der Titel andeutet um Strafe. Meist erfolgt sie in Form von Rache aber einige der Protagonisten sind mit ihrem Leben gestraft. In den Geschichten geht es um die unterschiedlichsten Figuren, beispielsweise einen Mann, der sich nach der Trennung seiner Frau in eine Puppe verliebt oder auch die Rechtsanwältin, die ein westliches Leben führen will, der jedoch ihre konservative Familie im Wege steht. Die Geschichten beginnen zunächst mit einigen Informationen über die Figur, um daraufhin in extreme Wendungen umzuschlagen. Und genau dies ist es, was Schirachs Texte so spannend macht. Sie sind einerseits extrem nah am Leben dran – so ziemlich jeder könnte Protagonist in einem der Bücher sein – sie sind klar geschrieben ohne viele Metaphern oder komplizierte Sätze. Allerdings sind sie inhaltlich völlig unerwartet. Es macht Spaß, sich eine oder zwei Geschichten durchzulesen und ehe man sich versieht, hat man das ganze Buch durch. Fazit: Auch Schirachs „Strafe“ trägt unverkennbar seine Handschrift. Die Geschichten lesen sich sehr gut und überraschen den Leser immer wieder aufs neue. Durch die Kürze, die Erzählweise und die breit aufgestellten Themen ist „Strafe“ auch perfekt als Einstiegslektüre für Lesemuffel geeignet.

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„Krimis“ der etwas anderen Art!

Von: Birgit Pirker

08.11.2019

Auch in „Strafe“ präsentiert uns Ferdinand von Schirach wieder 12 fesselnde Kurzgeschichten, die schlicht erzählt und doch so packend sind, dass man das Buch direkt in einem Schwung durchlesen muss. An Pausen ist hier wirklich nicht zu denken! Wunderliche, wunderbare, aber auch oft tragische und manchmal leicht humorvolle Geschichten aus seinem Fundus ausgefallener Rechtsfälle! Ohne den Inhalt vorwegzunehmen, möchte ich doch so viel verraten, dass dieses Buch sehr stark von der Einsamkeit der Menschen geprägt ist. Obwohl mich bisher alle seiner gelesenen Bücher stark zum nachdenken angeregt haben, steigert der Autor mit „Strafe“ diese Stimmung nochmal deutlich. Ferdinand von Schirach schreibt in einem lakonischen und doch immer wieder ergreifenden Stil, der in seiner Schlichtheit oft mehr sagt als blumige Ausschmückungen. Ewig lange Schachtelsätze sucht man hier vergebens, hier besticht tatsächlich der prägnante Ausdruck. Das heißt für den Leser klare, ausdrucksstarke Worte, die Situationen beschreiben. Der Autor fügt keinerlei moralische Erläuterungen bei, sondern lässt die Handlungen und Charaktere für sich alleine sprechen. Auch wenn ich mit dem Ausgang einige Geschichten nicht ganz einverstanden bin, so ist mir doch bewusst, dass das deutsche und österreichische Rechtssystem genauso skurril funktioniert. Über juristische Feinheiten kann ich persönlich natürlich kein Urteil abgeben, aber auch für einen Nichtjuristen lesen sich die Geschichten spannend und der tiefere Content kommt klar und deutlich zum Tragen. Kurzweilig, abwechslungsreich und absolut nicht vorhersehbar! Gerade deswegen ist „Strafe“ ein spannendes und tolles Buch für alle Bücherwürmer!

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Vita

Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Die Erzählungsbände »Verbrechen« und »Schuld« und die Romane »Der Fall Collini« und »Tabu« wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Sein Theaterstück »Terror« zählt zu den weltweit erfolgreichsten Dramen unserer Zeit. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschien von ihm im Herbst 2017 unter dem Titel »Die Herzlichkeit der Vernunft« ein Band mit Gesprächen mit Alexander Kluge.

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06. Mai 2021

Digitaler Dialog zu "Jeder Mensch. Für neue Grundrechte in Europa" im Livestream

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Ferdinand von Schirach
Jeder Mensch

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Pressestimmen

»Er schreibt eine Literatur der Klarheit, der Helligkeit, eine Literatur, die genau hinsieht, auch wenn nicht schön ist, was dabei zum Vorschein kommt.«

Uwe Wittstock / Focus (03. März 2018)

»Von Schirach ist ein Könner im Weglassen. Gerade seine kürzesten Geschichten besitzen, so hart sie oft sind, die Gnade des erschrockenen Schweigens.«

Harald Jähner / Frankfurter Rundschau (05. März 2018)

»Kaum ein anderer Schriftsteller kann mit so wenigen Worten so tiefe Gefühle beschreiben und auslösen. Von Schirach ist ein mitfühlender, zutiefst menschlicher Erzähler.«

Günter Keil / Abendzeitung (05. März 2018)

»Immer wieder bin ich verwundert von Ferdinand von Schirachs Gabe, auf knappstem Raum das Widersprüchliche zu fassen, mit ein paar Worten den großen emotionalen Raum zu entwerfen. Immer wieder bin ich bis zu Tränen bewegt von dieser Kombination von unsentimentaler Genauigkeit und wunderbarer, menschenfreundlichster Empathie, die seine Texte so unvergleichlich machen.«

Michael Haneke

»Warum berühren uns diese Erzählungen so? Weil wir alle einsam sind. Und weil Ferdinand von Schirach immer wieder neu davon erzählt, wohin das führen kann. Er verführt uns so ruhig, so klar, so unwiderstehlich, dass man zur Strafe süchtig danach wird.«

Florian Illies

»Er psychologisiert nicht und erklärt nicht, sondern beschreibt in einer minimalistischen, kargen und trockenen Prosa, die gerade aus der Schlichtheit ihre Kraft bezieht.«

Irene Binal / Deutschlandfunk Kultur (03. März 2018)

»Wie immer gelingt es von Schirach mit großer Erzählkunst und Empathie, zum Nachdenken anzuregen und hinter die Fassade zu blicken.«

Franziska Trost / Kronen Zeitung (02. März 2018)

»Er zwingt zum Nachdenken über die große Menschheitsfrage von Schuld und Bestrafung.«

Michael Hirz / Kölner Stadt-Anzeiger (02. März 2018)

»Wie in den Vorgängerbüchern macht er klar, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden, und wie voreilig Begriffe von Gut und Böse sind.«

SonntagsBlick Magazin (07. Januar 2018)

»›Strafe‹ versammelt zwölf lakonische Schicksalsgeschichten, und jede für sich entfaltet mehr emotionale Wucht als so mancher 500-Seiten-Roman.«

Focus (23. Dezember 2017)