Glückskinder

Roman

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München 1945. Auf dem Schwarzmarkt in der Möhlstraße treffen sich alle, die nach Glück und ein wenig Leben suchen. Nylons, Kaffee, Schokolade und Schmuck wechseln hier die Besitzer. Auch Toni, die ihr Zuhause verloren hat und nun bei ihrer Tante Vev wohnt, versucht, auf dem Schwarzmarkt das Nötigste für die Familie zu organisieren. Als sie die Holländerin Griet kennenlernt, spürt Toni zunächst eine tiefe Abneigung. Sie ahnt nicht, dass Griet eine schwere Zeit hinter sich hat, über die sie nie wieder sprechen möchte. Sie könnten einander helfen. Doch das geht nur, wenn sie ehrlich zueinander sind und ihre Vorurteile überwinden ...

»Ein lesenswerter und historisch fundierter Roman über den Schwarzmarkt in München.«

Abendschau - Bayerisches Fernsehen (08. Februar 2021)

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ISBN: 978-3-641-25525-1
Erschienen am  08. Februar 2021
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Glcükskinder von Teresa Simon

Leserstimmen

"Du bist ein Glückskind, vergiss das nicht!"

Von: Eva G.

23.02.2021

München 1945: Auf dem Weg vom KZ-Außenlager Giesing nach Wolfratshausen haben es die gefangenen Frauen nicht leicht, denn sie werden gequält und drangsaliert durch ihre Aufseher. Mitten unter ihnen befindet sich auch die Niederländerin Griet, die wegen politischem Widerstand gefangen genommen wurde. Um weiter durchhalten zu können, sagt sie sich immer wieder ihren Leitspruch "Ich. Bin. Griet. Van. Mook. Ich. Werde. Leben." vor. So schafft sie es auch und rettet auch noch ihrer Mitgefangenen Polin Leni das Leben, denn diese ist schwer erkrankt und leider unter hohem Fieber, das auch ihrem ungeborenen Kind zu schaden droht. Doch Griet ist mutig und stürzt sich sofort auf den ersten Alliierten, den sie sieht und bettelt ihn um Hilfe für ihre Freundin an. So lernt sie den Captain Walker kennen und hat ihm noch viel mehr zu verdanken, denn er ist ab jetzt immer für sie da und will nur ihr Bestes. Zeitgleich haben auch die Brandls mit dem Schicksal zu hadern, denn sie, das sind Mutter Rosa, ältere Tochter Toni und jüngere Tochter Bibi, wurden ausgebombt und leben nun gemeinsam mit Rosas Schwester Annemie und ihrem Sohn Benno bei deren Tante Vev. Die alte Dame hat zu ihrem Glück eine große Wohnung, die Platz für alle bietet, aber leicht ist es nicht, denn Benno hält an seiner braunen Gesinnung fest, auch wenn er im Krieg stark verletzt wurde. Als die Amerikaner dann nach Wohnraum für Menschen ohne Wohnung suchen, sehen sie das freie Zimmer der Wohnung und Griet kommt so als Untermieterin in die Stadt. Leider heißt sie niemand dort willkommen und sie fühlt sich wie ein Eindringling in die Familie... Teresa Simon hat einen sehr eindrucksvollen Schreibstil, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Alle historischen Hintergründe sind gut recherchiert und zeigen das harte Leben zu dieser Zeit sehr deutlich auf. Auch die Gräueltaten der KZs werden nicht verschwiegen. Sehr schön ist auch das ausführliche Nachwort, in dem nicht nur die historischen Hintergründe nocheinmal kurz zusammengefasst werden, sondern auch der Auszug aus dem, im Text so oft genannten Kochbuch. Die Portagonistinnen sind allesamt sehr sympathisch und ziehen den Leser in ihren Bann. Das Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Es ließ sich so schnell und flüssig lesen, die Charaktere sind alle freundlich und realistisch, könnten also durchaus Frauen dieser Zeit gewesen sein. Das Thema interessiert mich schon immer und ich freue mich immer sehr, wenn ein Roman dann ein Thema so perfekt aufgreift und in seine Handlung einbindet, wie es bei diesem Buch der Fall war.

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Die bewegende Geschichte zweier sehr unterschiedlicher Frauen im München der Nachkriegszeit

Von: Susanne Edelmann

09.02.2021

Kürzlich habe ich den Krimi „Das doppelte Gesicht“ von Heidi Rehn gelesen, der in München im Sommer 1945, also kurz nach Kriegsende, spielt. In der gleichen Zeit ist auch dieser brandneue Roman von Teresa Simon angesiedelt. Teresa Simon ist für mich schon lange ein Garant für gute Geschichten, ich habe alle ihre bisherigen Romane gelesen (und bis auf den ersten auch rezensiert, damals hatte ich meinen Blog noch nicht). So ist es also kein Wunder, dass ich voller Spannung auf dieses Buch wartete. Es geht darin um zwei sehr unterschiedliche Frauen in den Jahren 1942 bis 1948. Die Geschichte spielt fast ausschließlich in München, der Prolog aber führt uns nach Haarlem in den Niederlanden. Dort versteckt sich eine junge Jüdin vor dem Zugriff der Nazis auf einem Dachboden. Auf abenteuerliche Weise befreit sie sich zunächst aus ihrer misslichen Lage, nimmt eine falsche Identität an, gerät dann aber doch in Gefangenschaft und landet schließlich in einer Außenstelle des Konzentrationslagers Dachau. Bei der Firma Agfa in München muss sie zusammen mit anderen Zwangsarbeiterinnen unter unwürdigsten Bedingungen leben und arbeiten. Ihr Mantra, um diese Pein zu überleben, lautet über Jahre: „Ich. Bin. Griet. Van. Mook. Ich. Werde. Leben.“ Parallel wird die Geschichte der Münchnerin Antonia Brandl, genannt Toni, erzählt. Ausgebombt finden sie, ihre Mutter und ihre kleine Schwester Unterschlupf bei Großtante Vev, wo auch schon ihre Tante und ihr Cousin Benno, ein strammer Nazi, leben. Der Vater wird vermisst, der Bruder ist in französischer Gefangenschaft. Die Familie leidet nicht nur unter den beengten Wohnverhältnissen, sondern vor allem unter großem Hunger. Immer wieder gehen sie hamstern aufs Land, jedoch mit nur mäßigem Erfolg. Dann lernt Toni den zwielichtigen Louis kennen, der es mit viel Charme und Verhandlungsgeschick schafft, auf dem Schwarzmarkt die wundersamsten Dinge zu ergattern, wovon auch Toni und ihre Familie profitieren. So glücklich sie darüber sind und so wild Tonis Herz bei Louis’ Anblick auch schlägt, so ganz traut sie ihm dennoch nicht über den Weg. Dann ist der Krieg endlich aus, die Amerikaner marschieren in München ein. Das bedeutet für Griet zunächst die Befreiung aus dem Lager und schließlich die Einquartierung bei Tonis Familie. Dort wird sie nicht gerade mit offenen Armen empfangen, schließlich sind die Platzverhältnisse eh schon beengt, außerdem steht Griet offensichtlich unter dem Protektorat von Captain Dan Walker und keiner aus der Familie ahnt, welch schweres Schicksal Griet erdulden musste. Griet wiederum hasst (verständlicherweise) alle Deutschen und ausgerechnet in Benno erkennt sie den Aufseher aus dem Agfa-Werk wieder, der ihr und den anderen Zwangsarbeiterinnen und KZ-Häftlingen das Leben so schwer gemacht hat. Dennoch: Die Not schweißt Griet und Tonis Familie zusammen, gemeinsam kämpfen sie in der schweren Nachkriegszeit ums Überleben und helfen einander, wann immer es nötig ist. Aus Griet und Toni werden sogar Freundinnen, doch leider kommen ihnen ihre Gefühle für Louis und Dan dabei immer wieder in die Quere, so dass ihre Freundschaft mehr als einmal auf eine harte Probe gestellt wird. Und dann ist da ja auch noch Griets große Lüge, ihre wahre Identität betreffend… Die Geschichte beginnt äußerst beklemmend. Als Griets Schicksal geschildert wird, musste ich mehrmals das Buch weglegen und das Gelesene erstmal sacken lassen, denn das war wirklich harte Kost. Selbst wenn man über die Gräueltaten der Nazis schon vieles wusste, macht es doch nochmal einen Unterschied, das anhand eines Einzelschicksals nachzulesen. Zwar ist Griet eine fiktive Figur, doch ihre Geschichte basiert auf wahren Begebenheiten, wie die Autorin im Nachwort ausführlich erläutert. Was ich aus dem Geschichtsunterricht noch nicht wusste, waren die Schilderungen zum Schwarzmarkt in der Münchner Möhlstraße. Der wird schon im oben genannten Krimi von Heidi Rehn kurz erwähnt, richtig detailliert geschildert wird er aber hier im Roman von Teresa Simon. Es ist unfassbar, dass dort zu einer Zeit, in der die Bevölkerung hungern musste und Grundnahrungsmittel hart umkämpft waren, wahre Luxusgüter ganz offen getauscht werden konnten. Das war mir in dieser Ausprägung vorher nicht bewusst. Sowohl Griet als auch Toni waren mir trotz ihrer Unterschiedlichkeit auf Anhieb beide sehr sympathisch, ebenso wie auch die anderen Protagonisten, mit Ausnahme von Benno. So konnte ich mit allen Figuren von Anfang an mitfühlen und auch mitleiden. Da der Roman abwechselnd aus Griets und aus Tonis Sicht erzählt wird, bleibt es auch immer spannend und abwechslungsreich. Der Romantitel „Glückskinder“ mutet angesichts der Epoche, in der die Geschichte spielt, zunächst vielleicht etwas seltsam an. Aber letztlich gehörte für alle, die diese schreckliche Zeit überlebt haben, schon eine gehörige Portion Glück dazu. Übrigens: Hinter dem Pseudonym Teresa Simon steckt die bekannte und von mir sehr geschätzte Bestsellerautorin Brigitte Riebe. Unter ihrem Klarnamen hat sie u.a. die sehr bewegende Trilogie über die „Schwestern vom Ku’damm“ geschrieben, in der das Schicksal dreier Schwestern im Berlin der Nachkriegsjahre erzählt wird. Berlin hatte damals ja einen Sonderstatus. Als Teresa Simon erzählt sie nun aus ihrer (und meiner) Heimatstadt München und ich fand es besonders interessant, diese Epoche somit aus zwei sehr unterschiedlichen Perspektiven quasi nachzuerleben. In einer Zeit, wo viele Zeitzeugen der NS-Zeit und des Zweiten Weltkriegs schon verstorben sind, ist es umso wichtiger, die damaligen Verhältnisse in Romanen wie diesem erlebbar zu machen. Gerade jetzt, wo Rechtsextremismus und Antisemitismus leider wieder zunehmen, sollte dieser Roman eigentlich zur Pflichtlektüre werden. Ich kann ihn jedenfalls nur aus ganzem Herzen empfehlen.

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Vita

Teresa Simon

Teresa Simon ist das Pseudonym der promovierten Historikerin und Autorin Brigitte Riebe. Sie ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale und lässt sich immer wieder von historischen Ereignissen und stimmungsvollen Schauplätzen inspirieren. Die SPIEGEL-Bestsellerautorin ist bekannt für ihre intensiv recherchierten und spannenden Romane, die tiefe Emotionen wecken. Ihre Romane Die Frauen der Rosenvilla, Die Holunderschwestern und Die Oleanderfrauen wurden alle zu Bestsellern.

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Pressestimmen

»Die Autorin weiß vor allem zu glänzen, wenn es um die historischen Beschreibungen geht – Orte, Zusammenhänge und Zustände. Dann entsteht die Möhlstraße im Kopf.«

tz (02. März 2021)

»Glückskinder ist [...] eine besonders herausragende Geschichte aus der (Nach-)Kriegszeit, die mich durchweg fesselte und öfters die Sprache versiegen ließ. Eine absolute Leseempfehlung von mir!«

»Dies ist ein wunderbares Buch, das Mut macht und zeigt, dass man auch in schweren Zeiten optimistisch bleiben kann.«

»Teresa Simon kann einfach gut erzählen und man merkt, dass sie viel Fachwissen und Recherche in die Geschichte eingebracht hat.«

»Die Handlung ist so spannend, dass ich statt nur mal kurz rein zu lesen die 512 Seiten am fast Stück verschlungen habe.«

»Gerade jetzt, wo Rechtsextremismus und Antisemitismus leider wieder zunehmen, sollte dieser Roman eigentlich zur Pflichtlektüre werden. Ich kann ihn jedenfalls nur aus ganzem Herzen empfehlen.«

»Ganz tolle Geschichte. Ich glaube, sie berührt alle und ist ein Stück Zeitgeschichte.«

Abendschau - Bayerisches Fernsehen (08. Februar 2021)

»Mit Liebe zum historischen Detail schildert Teresa Simon in „Glückskinder“ die Nachkriegszeit München.«

Landshuter Zeitung (20. Februar 2021)

»Ich finde, dass es der stärkste Roman aus der Feder von Teresa Simon ist. Ich hoffe, auf noch weitere solch interessante Werke!«

»Gefesselt fliege ich durch die mehr als 500 Seiten. Bitte nicht stören, ich lese!«

»"Glückskinder" fesselt mit einer emotionalen Geschichte über den täglichen Überlebenskampf der Menschen in der Nachkriegszeit. Es ist ein zutiefst ergreifendes Buch [...].«

»"Glückskinder" ist eine wunderschöne Geschichte, die Teresa Simon vor dem historischen Hintergrund aus verschiedenen Blickwinkeln eindrucksvoll erzählt.«

»"Glückskinder" ist ein emotionaler Schicksalsroman der Spitzenklasse. Beste Unterhaltung auf hohem Niveau! Lesenswert!«

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