Glückskinder

Roman

Bestseller Platz 39
Spiegel Taschenbuch Belletristik

TaschenbuchNEU
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München 1945. Auf dem Schwarzmarkt in der Möhlstraße treffen sich alle, die nach Glück und ein wenig Leben suchen. Nylons, Kaffee, Schokolade und Schmuck wechseln hier die Besitzer. Auch Toni, die ihr Zuhause verloren hat und nun bei ihrer Tante Vev wohnt, versucht, auf dem Schwarzmarkt das Nötigste für die Familie zu organisieren. Als sie die Holländerin Griet kennenlernt, spürt Toni zunächst eine tiefe Abneigung. Sie ahnt nicht, dass Griet eine schwere Zeit hinter sich hat, über die sie nie wieder sprechen möchte. Sie könnten einander helfen. Doch das geht nur, wenn sie ehrlich zueinander sind und ihre Vorurteile überwinden ...

»Ein lesenswerter und historisch fundierter Roman über den Schwarzmarkt in München.«

Abendschau - Bayerisches Fernsehen (08. Februar 2021)

ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Klappenbroschur, 512 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-42406-7
Erschienen am  08. Februar 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.
Glcükskinder von Teresa Simon

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Dieses Buch spielt in: München, Deutschland

Rezensionen

"Du bist ein Glückskind, vergiss das nicht!"

Von: Eva G.

23.02.2021

München 1945: Auf dem Weg vom KZ-Außenlager Giesing nach Wolfratshausen haben es die gefangenen Frauen nicht leicht, denn sie werden gequält und drangsaliert durch ihre Aufseher. Mitten unter ihnen befindet sich auch die Niederländerin Griet, die wegen politischem Widerstand gefangen genommen wurde. Um weiter durchhalten zu können, sagt sie sich immer wieder ihren Leitspruch "Ich. Bin. Griet. Van. Mook. Ich. Werde. Leben." vor. So schafft sie es auch und rettet auch noch ihrer Mitgefangenen Polin Leni das Leben, denn diese ist schwer erkrankt und leider unter hohem Fieber, das auch ihrem ungeborenen Kind zu schaden droht. Doch Griet ist mutig und stürzt sich sofort auf den ersten Alliierten, den sie sieht und bettelt ihn um Hilfe für ihre Freundin an. So lernt sie den Captain Walker kennen und hat ihm noch viel mehr zu verdanken, denn er ist ab jetzt immer für sie da und will nur ihr Bestes. Zeitgleich haben auch die Brandls mit dem Schicksal zu hadern, denn sie, das sind Mutter Rosa, ältere Tochter Toni und jüngere Tochter Bibi, wurden ausgebombt und leben nun gemeinsam mit Rosas Schwester Annemie und ihrem Sohn Benno bei deren Tante Vev. Die alte Dame hat zu ihrem Glück eine große Wohnung, die Platz für alle bietet, aber leicht ist es nicht, denn Benno hält an seiner braunen Gesinnung fest, auch wenn er im Krieg stark verletzt wurde. Als die Amerikaner dann nach Wohnraum für Menschen ohne Wohnung suchen, sehen sie das freie Zimmer der Wohnung und Griet kommt so als Untermieterin in die Stadt. Leider heißt sie niemand dort willkommen und sie fühlt sich wie ein Eindringling in die Familie... Teresa Simon hat einen sehr eindrucksvollen Schreibstil, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Alle historischen Hintergründe sind gut recherchiert und zeigen das harte Leben zu dieser Zeit sehr deutlich auf. Auch die Gräueltaten der KZs werden nicht verschwiegen. Sehr schön ist auch das ausführliche Nachwort, in dem nicht nur die historischen Hintergründe nocheinmal kurz zusammengefasst werden, sondern auch der Auszug aus dem, im Text so oft genannten Kochbuch. Die Portagonistinnen sind allesamt sehr sympathisch und ziehen den Leser in ihren Bann. Das Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Es ließ sich so schnell und flüssig lesen, die Charaktere sind alle freundlich und realistisch, könnten also durchaus Frauen dieser Zeit gewesen sein. Das Thema interessiert mich schon immer und ich freue mich immer sehr, wenn ein Roman dann ein Thema so perfekt aufgreift und in seine Handlung einbindet, wie es bei diesem Buch der Fall war.

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Beginnende Hoffnung

Von: Klaudia K. aus Emden

23.02.2021

Der emotional zu tiefst ergreifende Roman "Glückskinder " von Teresa Simon ist eine sehr wertvolle und spannende Rekonstruktion einer für die Bevölkerung enorm belastenden Zeit im Nachkriegsdeutschland. Die Handlung setzt im Jahr 1945 ein. Griet überlebte die grausame Zwangsarbeit im KZ mit ihrem selbst gewählten Mantra "Ich bin Griet. Van Mook. Ich werde leben." In ihren schweren Zeiten half die monotone Wiederholung dieses Mantras Griet dabei nicht zu vergessen wer sie JETZT ist. Als der Krieg beendet ist und alle wieder in ihre alte Heimat dürfen, möchte Griet dennoch nicht mehr in die Niederlande zurück. Mit viel Glück gelingt es ihr durch die Hilfe des amerikanischen Captain Walker eine Arbeit als Küchenhilfe im Offizierskasino in München zu bekommen. Walker sorgt auch dafür, dass sie ein Zimmer bei Frau Genoveva Neureuther erhält. In dieser Wohnung wohnen allerdings schon sechs weitere Personen: Antonia genannt Toni, ihre kleine Schwester Bibi, Mutter, Tante Vev, sowie Tante Anne mit Sohn Benno. Diese Gemeinschaft versucht mit viel Liebe und gegenseitigem Verständnis füreinander durch die schwere Nachkriegszeit zu kommen. Als die Amerikaner in Deutschland einmarschieren erleben die Menschen in den befreiten Regionen bereits etwas wie einen beginnenden Frieden. Dennoch ist diese chaotische Zeit durch die Lebensmittelknappheit und den aufblühenden Schwarzmarkt geprägt.Dort bekommt man tatsächlich alles für Zigaretten oder andere wertvolle Tauschwaren. Griet und Toni können sich am Anfang nicht besonders gut leiden. Griet arbeitet viel und versucht sich möglichst "unsichtbar" zu machen. Erst als die kleine Bibi erkrankt und Griet die letzte Hoffnung auf Rettung ist, ändert sich das Verhältnis der Familie zu  Griet. Toni lernt Louis, einen echten Spitzbuben, kennen. Er scheint keine Vergangenheit zu haben und wickelt Toni mit viel Charme regelrecht um den Finger. Griet hat eine Vergangenheit. Sie weiß, dass sie sich dieser Vergangenheit stellen muss, wenn sie tatsächlich glücklich werden möchte. Doch der dafür notwendige Weg ist nicht leicht und birgt erhebliche Gefahren in sich. In der Nachkriegszeit sieht es überall in Deutschland verheerend aus. In den Städten sind ganze Straßenzüge zu regelrechten Wüsten zerbombt. Menschen haben keine Unterkunft mehr und sind damit obdachlos. Die ohnehin spärlichen Nahrungsmittel werden mehr als knapp geliefert. Es gibt kaum Mehl oder Kaffee. Nur der überall bekannte "Muckefuck" ist im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Besonders interessant ist es, wie die Protagonisten mit den sie beherrschenden Emotionen fertig werden und wie die Romanfiguren es schaffen aus der schwierigen Lage heraus doch wieder langsam und allmählich wieder lernen zu leben. Nach den lebensgefährlichen Kriegsjahren erwuchs ein gieriger Lebenshunger, mit dem sich die Menschen aus den grausamen Kriegserfahrungen herauswinden wollen und die damit verbundene Vergangenheit hinter sich lassend vergessen möchten. Toni ist intelligent und pfiffig. Sie fackelt nicht lange, um ihre Chance zu ergreifen und "die Sache anzugehen". Ihre Energie und ihr Talent versorgt die Familie mit Nahrungsmitteln - auch in einer äußerst schwierigen Zeit. Griet ist sehr ehrlich und enorm hilfsbereit. Als keiner sich um die arme kranke Leni im Lager kümmert ist sie ihre Stütze und füttert sie. Nur ihrer Entschlossenheit und Courage ist es zu verdanken, dass ein Arzt zur Leni kommt. Der exzellenten Recherchearbeit von Autorin Teresa Simon ist es zu verdanken, dass die dunkle Zeit des Schwarzmarkthandels lebensecht vor dem geistigen Auge des Lesers wieder aufersteht. Fasziniert erfährt man, welche heute unfassbaren Zustände nach dem Krieg herrschten und wie der willkürliche Kampf um Lebensmittel tobte. Einen herzlichen Dank an den Heyne Verlag für den außerordentlich interessanten und wertvollen Roman

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Vita

Teresa Simon

Teresa Simon ist das Pseudonym der promovierten Historikerin und Autorin Brigitte Riebe. Sie ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale und lässt sich immer wieder von historischen Ereignissen und stimmungsvollen Schauplätzen inspirieren. Die SPIEGEL-Bestsellerautorin ist bekannt für ihre intensiv recherchierten und spannenden Romane, die tiefe Emotionen wecken. Ihre Romane Die Frauen der Rosenvilla, Die Holunderschwestern und Die Oleanderfrauen wurden alle zu Bestsellern.

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Pressestimmen

»Die Autorin weiß vor allem zu glänzen, wenn es um die historischen Beschreibungen geht – Orte, Zusammenhänge und Zustände. Dann entsteht die Möhlstraße im Kopf.«

tz (02. März 2021)

»Glückskinder ist [...] eine besonders herausragende Geschichte aus der (Nach-)Kriegszeit, die mich durchweg fesselte und öfters die Sprache versiegen ließ. Eine absolute Leseempfehlung von mir!«

»Dies ist ein wunderbares Buch, das Mut macht und zeigt, dass man auch in schweren Zeiten optimistisch bleiben kann.«

»Teresa Simon kann einfach gut erzählen und man merkt, dass sie viel Fachwissen und Recherche in die Geschichte eingebracht hat.«

»Die Handlung ist so spannend, dass ich statt nur mal kurz rein zu lesen die 512 Seiten am fast Stück verschlungen habe.«

»Gerade jetzt, wo Rechtsextremismus und Antisemitismus leider wieder zunehmen, sollte dieser Roman eigentlich zur Pflichtlektüre werden. Ich kann ihn jedenfalls nur aus ganzem Herzen empfehlen.«

»Ganz tolle Geschichte. Ich glaube, sie berührt alle und ist ein Stück Zeitgeschichte.«

Abendschau - Bayerisches Fernsehen (08. Februar 2021)

»Mit Liebe zum historischen Detail schildert Teresa Simon in „Glückskinder“ die Nachkriegszeit München.«

Landshuter Zeitung (20. Februar 2021)

»Ich finde, dass es der stärkste Roman aus der Feder von Teresa Simon ist. Ich hoffe, auf noch weitere solch interessante Werke!«

»Gefesselt fliege ich durch die mehr als 500 Seiten. Bitte nicht stören, ich lese!«

»"Glückskinder" fesselt mit einer emotionalen Geschichte über den täglichen Überlebenskampf der Menschen in der Nachkriegszeit. Es ist ein zutiefst ergreifendes Buch [...].«

»"Glückskinder" ist eine wunderschöne Geschichte, die Teresa Simon vor dem historischen Hintergrund aus verschiedenen Blickwinkeln eindrucksvoll erzählt.«

»"Glückskinder" ist ein emotionaler Schicksalsroman der Spitzenklasse. Beste Unterhaltung auf hohem Niveau! Lesenswert!«

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