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Endlich wiederentdeckt: die Virginia Woolf Südamerikas

Platz 1 der SWR Bestenliste, eine beeindruckende Anzahl hymnischer Rezensionen und eine Nominierung der Übersetzung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2020: der erste Band von Clarice Lispectors Erzählungen (»Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau«) begeisterte die Presse ebenso wie Leserinnen und Leser. Zum 100. Geburtstag der Autorin liegt nun der zweite und letzte Band vor. Auch er zeigt die brasilianische Ausnahmeautorin wieder als einzigartige Chronistin des weiblichen Lebens und seiner Abgründe: Eine junge Frau entdeckt nach vielen Demütigungen das ekstatische Glück des Lesens. Ein Hausmädchen versinkt in traurigen Gedanken, um gestärkt in den Alltag zurückzukehren. Eine Beobachterin taucht in fremde Menschen ein und wird zu deren Fleisch. In 44 Geschichten, entstanden auf dem Höhepunkt ihrer literarischen Karriere und für diese Ausgabe von Luis Ruby neu übersetzt, paaren sich widersprüchlichste Gefühle und kühne Bilder mit philosophischer Erkenntnis. Lispector macht uns staunen – nicht zuletzt über die Kompliziertheit des Lebens.

»Vom ersten Wort an hochintensive Geschichten über Mädchen, junge Frauen und Greisinnen — sowie über Hühner, in die sich ein Mädchen hineinversetzt. Die große Dame der brasilianischen Moderne erzählt schräg, überraschend und verführerisch von den seltsamen Färbungen existenzieller Leere.«


Aus dem Portugiesischen von Luis Ruby
Originaltitel: Todos os contos
Originalverlag: Editora Rocco Ltda.
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-26287-7
Erschienen am  05. October 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

spannende Entdeckung!

Von: arcimboldis_world

04.03.2021

In Südamerika ganz gross, in Europa eher unbekannt – die Autorin Clarice Lispector. Im Herbst 2020 erschien der zweite Band der Sammlung ihrer Short-Stories auf Deutsch, abermals geheimnisvoll und immer wieder überraschend, ein interessantes Lese-Erlebnis! Obschon vor vielen Jahren entstanden, haben diese Texte eine unglaubliche Modernität und passen ganz hervorragend in unsere Zeit, sie sind surreal und rätselhaft und mit ihren vielen Wendungen immer wieder für eine Überraschung gut. Dem Leser stellt sich oft die Frage, ob es die Realität zeigt oder man sich gerade in einer weiteren mystischen Traumsequenz befindet. Es sind eher Miniaturen als Kurzgeschichten und oftmals auch nur flüchtige Momentaufnahmen, festgehaltene obskure Begegnungen und Erlebnisse, aber genau das macht den Reiz dieser Texte aus. Man muss dies auch alles gar nicht grossartig hinterfragen, sondern sie einfach als das nehmen, was sie sind. Und den Voyeurismus geniessen! Oftmals wird Clarice Lispector mit Virginia Woolf verglichen, in gewisser Hinsicht stimmt das, sind ihre Texte ähnlich geheimnisvoll, rätselhaft, ja stellenweise verstörend. Eine aufregende Autorin, die man unbedingt entdecken sollte. Clarice Lispector starb 1977 mit nur 57 Jahren in Rio de Janeiro.

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Aber es wird regnen

Von: Bearnerdette

09.02.2021

Im August stellte ich euch die Kurzgeschichtensammlung Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau der Brasilianerin Clarice Lispector vor. Nun kam ich in den Genuss den zweiten Sammelband ihrer Kurzgeschichten zu lesen, eenfalls bei Penguin erschienen: Aber es wird regnen. Äußerlich erwartet den Leser erneut ein hochwertiges Hardcover mit Lesebändchen. Innen drin taucht man wieder in Lispectors vielschichtige Gedankenwelt ein. In mal kürzeren, mal längeren Episoden thematisiert sie in erster Linie das Leben von Frauen in Brasilien, über die Empfindungen einer Mutter, bis hin zu einer Begegnung mit einem eigenwilligen Äffchen. “Blütenblatt hoch oben: welche extreme Oberfläche. Kathedrale aus Glas, Oberfläche der Oberfläche, unerreichbar für die Stimme. An deinem Stil entlang schließen zwei Stimmen sich der dritten und der fünften und der neunten an – weise Kinder öffnen Morgenmünder und stimmen Geist an, Geist, Oberfläche, Geist, unberührbare Oberfläche einer Rose.” (S. 125) Ihre ruhigen, poetisch anmutenden Geschichten, in denen kein Satz zu viel wirkt, haben mich wieder sehr begeistert. Obwohl scheinbar nicht viel passiert, ist doch die Gedankenwelt der Figuren so rege, dass keine Langeweile aufkommt. Trotzdem würde ich Lispector-Neulingen raten mit dem anderen Band zu beginnen, dieser hier war fragmentierter als Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau.

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Vita

Benjamin Moser, geboren 1976 in Houston, Texas, lebt in den Niederlanden, wo er an der Universität Utrecht promovierte. Er verfasst regelmäßig Beiträge für Harper’s Magazine und The New York Review of Books und ist als Biograph von Clarice Lispector außerdem Herausgeber ihrer Werkausgabe in neuer Übersetzung bei dem amerikanischen Verlag New Directions. Zuletzt erschien von ihm die autorisierte Biographie der amerikanischen Philosophin und Publizistin Susan Sontag, für die er den Pulitzer-Preis für die beste Biographie gewann.

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Clarice Lispector, geboren 1920 in der Ukraine, gelangte mit ihrer Familie auf der Flucht vor Pogromen in den ländlichen Norden Brasiliens und lebte später in Rio de Janeiro. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend, studierte sie Jura und begann eine Karriere als Journalistin. Im Alter von dreiundzwanzig Jahren wurde sie Schriftstellerin. Sie schrieb Romane, Erzählungen, Kinderbücher sowie literarische Kolumnen und wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet.

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Luis Ruby

Luis Ruby, 1970 in München geboren, übersetzt neben Clarice Lispector Autoren wie Hernán Ronsino, Eduardo Halfon und Niccolò Ammaniti. Er wurde für seine Arbeit u.a. mit dem Bayerischen Kunstförderpreis und dem Münchner Literaturstipendium ausgezeichnet.

Zur Übersetzer*innenseite

Events

16. Juni 2021

Gespräch mit dem Übersetzer Luis Ruby im Rahmen von „Unübersetzbar?“

19:30 - 21:00 Uhr | Online-Event
Clarice Lispector, Benjamin Moser
Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau

Pressestimmen

»Von der ›offenen Wunde‹ des Lebens erzählt Clarice Lispector in einer einfachen und zugleich eindringlichen Sprache, deren syntaktische und metaphorische Möglichkeiten sie ausreizt (und die dem Übersetzer Luis Ruby grosse sprachliche Phantasie abverlangt). So entfalten diese Erzählungen eine unheimliche, surrealistische Wirkung, die lange anhält.«

NZZ am Sonntag, Bücher am Sonntag, Stefana Sabin (29. November 2020)

»So zart, so poetisch schreibt nur Lispector über unser Geworfensein in die Welt. Ihre Erzählungen zeigen die pure Verletzlichkeit. … Lispector zu lesen, ist wie ein Sog, der nur schwer auszuhalten ist, weil er das Allerverletzlichste in einem berührt. Und das macht die Lektüre zu einer fast körperlichen Erfahrung.«

»Bis heute intellektuelle Anstrengung und Vergnügen zugleich.«

DIE WELT, Die Literarische Welt, Jens Uthoff (05. December 2020)

»Die Erzählungen Clarice Lispectors sind ein erregender Irrgarten. Herausfinden muss man alleine. Darin liegt ihr Reiz.«

»Der zweite Band mit Kurzgeschichten der brasilianischen Autorin (Deutsch von Luis Ruby), versammelt erneut Bizarres, Trauriges, Lustiges und vor allem jede Menge pralles Leben.«

Welt am Sonntag, Barbara Weitzel (04. October 2020)

»Einzigartige Erzählungen voller Glut und Rätsel«

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