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Der Nummer-1-Bestseller aus Italien!

In den dichten Wäldern des Apennins lebt eine Ökokommune von Aussteigern, deren Mitglieder sich selbst »Elben« nennen. Fernab von der Zivilisation haben sie sich in verlassenen Dörfern niedergelassen, leben einfach und ohne Strom vom Tauschhandel und gewähren jedem, der um Obdach bittet, Einlass. Forstinspektor Marco Gherardini beobachtet das Treiben mit Interesse. Eines Tages hallen zwei Schüsse durch den Wald, und am Fuße eines abschüssigen Geländes wird ein Toter gefunden. Es ist ein Elbe. Gherardini beginnt zu ermitteln – in seinem dritten und bisher spannendsten Fall.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Italienischen von Christiane v. Bechtolsheim
Originaltitel: Tempo da elfi
Originalverlag: Giunti
Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-71773-6
Erschienen am  12. July 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Casedisopra, Italien

Marco Gherardini ermittelt

Rezensionen

Spannender Krimi

Von: Benedikt Bögle

27.10.2021

Inmitten der toskanischen Berge wird ein toter Fremder gefunden. Schnell wirkt es wie ein Unfall: Der unbekannte Mann muss einen Abhang hinuntergefallen und dann gestorben sein. Doch "Bussard" - ein Inspektor der Forstpolizei - hat so seine Bedenken. Das Äußere des toten Mannes erinnert an die "Elben", die in der Gegend wohnen. Die Elben - benannt nach den Fabelwesen aus Tolkiens "Herr der Ringe" - führen ein Aussteigerleben, verzichten auf bequemen Luxus, Waffen und Mobiltelefone. Doch Ermittler Bussard kommen immer mehr Zweifel; bald ist er sich sicher, der unbekannte Tote müsse ermordet worden sein. Nur: Von wem? Keiner der Elben will ihn gekannt haben. Kann das stimmen? Bussard stürzt sich in die Ermittlungen und macht sich dabei viele Feinde. Am Ende aber soll er Recht behalten. "Die Spur der Wölfe" von Francesco Guccini und Loriano Macchiavelli ist ein sehr lesenswerter Krimi. Dass hier ein Autorenduo am Werk ist, würde man nicht merken - Stilbrüche oder Ähnliches bleiben aus. Vielmehr haben die Autoren eine spannende Geschichte in einer spannenderen Natur geschaffen. Allerdings wäre der Roman sicher auch mit weniger Charakteren ausgekommen; dem Leser hätte es wohl geholfen, die Übersicht besser zu behalten. Auch fragt man sich, was daran - wie der Verlag es bezeichnet - ein "Ökothriller" sein soll. Weil das Buch (auch) in der Natur spielt? Dennoch: Eine überzeugende Geschichte mit interessanten Charakterköpfen, die unterhält.

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Mord unter Aussteigern

Von: Edith N.

01.09.2021

Was hier als Ökothriller verkauft wird, halte ich für einen italienischen Regionalkrimi. Bei einem Thriller stehen Tat und Täter im Mittelpunkt, bei einem Krimi die Ermittler und deren Tätigkeit. Und hier sucht über 300 Seiten lang ein junger Forstinspektor einen Mörder. „Öko“ ist allenfalls die Aussteigerkommune, in deren Umfeld er sich umhört. Aber gut ... In uralten, verlassenen Dörfchen in den Wäldern des Apennin wohnen seit Jahren schon Aussteiger:innen aus halb Europa. Legal ist diese Art der Hausbesetzung sicher nicht, aber danach fragt niemand. Die Leute, die sich nach Tolkiens HERR DER RINGE „Elben“ nennen, träumen von einer besseren Welt ohne Konsumdenken und leben in einer naturverbundenen Selbstversorgungsgemeinschaft mit Tauschhandel – und ohne Strom und fließendes Wasser. Forstinspektor Marco Gherardini, 32, Spitzname „Bussard“, hat zu den Elben keine spezielle Meinung. Sie sind eben da und werden mehr oder weniger toleriert. Allzu viel hat er nicht mit ihnen zu tun. Das ändert sich, als der Rentner Paulino bei der Suche nach einer entlaufenen Ziege eine Leiche findet. Am Fuß eines Abhangs liegt ein junger Mann, an dem schon Tiere genagt haben. Statt zu den Carabinieri zu gehen, die für solche Fälle zuständig sind, alarmiert Paulino den Forstinspektor, weil er ihn eben kennt. Und der gibt sich nicht mit so einfachen Erklärungen zufrieden wie: „Landstreicher ohne Papiere, nachts im Wald tödlich verunglückt.“ Der unbekannte Tote ist zwar wie ein Elbe gekleidet, doch scheint ihn niemand aus der hiesigen Gemeinschaft zu kennen. Vielleicht ein Auswärtiger, der wegen des Kürze stattfindenden Festivals angereist ist? Auch wenn Gherardini derzeit andere Sorgen hat – seine Forstinspektion soll aufgelöst werden und seine berufliche Zukunft ist ungewiss – und man ihn anweist, die Sache als Unglücksfall zu Akten zu legen, macht er weiter und taucht bei seinen unautorisierten Ermittlungen tief in die Lebens- und Gedankenwelt der Elben ein. Manch einer scheint sich komplett neu erfunden zu haben, als er der Gemeinschaft der Elben beitrat. Nicht jeder ist das, was er zu sein vorgibt. Wer waren die beiden Männer, die man in besagter Nacht laut auf Deutsch streiten hörte? Wer in der Kommune spricht diese Sprache? Jetzt wird der Bussard schon ein bisschen paranoid und hat alle in der Gemeinde auf dem Kieker, die einmal im deutschsprachigen Raum gelebt und gearbeitet haben, ob Elbe oder nicht. Hm ... der bleiche junge Künstler, der die diese tollen Masken herstellt, hat doch auch etwas zu verbergen, oder? Und wozu braucht eigentlich ein pazifistischer Elbe eine Schusswaffe? Einer der Männer besitzt eine. Als Gherardini ihn unverblümt darauf anspricht, erlebt er eine faustdicke Überraschung. Und so langsam kommt Bewegung in den Fall ... Stark finde ich den Roman immer dann, wenn es um die Liebe und die Verbundenheit zur Natur geht. Wie der Inspektor über Stock und Stein wandert, um einen Verdächtigen aufzuspüren oder wie er tagelang durch die Wälder streift, um den Kopf freizukriegen, das ist so wunderbar beschrieben, das erlebt man mit allen Sinnen mit. Auch die Brüche in den Biographien, die die Menschen in dieser entlegenen Gegend stranden ließen, sind faszinierend. Der Fall und dessen Auflösung allerdings ... nun ja. Was ich nicht wusste, als ich das Buch auswählte: DIE SPUR DER WÖLFE ist Band 3 einer Reihe. Deshalb vermutlich auch das ausufernde Personenverzeichnis am Anfang. Fast 50 Menschen und eine Ziege werden aufgelistet und kurz charakterisiert. Hauptfiguren stehen hier gleichberechtigt neben Statist:innen, die nur ein einer Szene auftauchen. Das weiß man aber nicht, wenn man mit der Lektüre beginnt und ist von der Personalfülle erst einmal überfordert. Praktisch wäre es gewesen, wenn man die Personen entweder nach Gruppenzugehörigkeit sortiert hätte – Forstinspektion, Carabinieri, Dorfbewohner, Elben ... – oder eben alphabetisch. Wenn man jetzt während des Lesens unsicher wird, ob man Giacomo nicht mit Giovanni, Guido oder Giuseppe verwechselt, muss man das gesamte vierseitige Verzeichnis durchsuchen, und so rasend übersichtlich ist das nicht. Ich gehe davon aus, dass weitere Bände geplant sind und wir erfahren werden, wie es beruflich für Marco Gherardini weitergeht. Ich würde einen Folgeband mit diesem Protagonisten lesen. Nur weiterhin so inflationär von der Redewendung „das ist eine lange und komplizierte Geschichte“ Gebrauch macht, kündige ich ihm die Freundschaft. ;-)

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Vita

Francesco Guccini

Francesco Guccini, Jahrgang 1940, zählt zu den bedeutendsten italienischen Liedermachern. Sein Freund Loriano Macchiavelli ist erfolgreicher Krimiautor. Beide leben im rauen Apennin, den sie in ihren gemeinsamen Büchern so wunderbar beschreiben.

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Loriano Macchiavelli

Francesco Guccini, Jahrgang 1940, zählt zu den bedeutendsten italienischen Liedermachern. Sein Freund Loriano Macchiavelli ist einer der erfolgreichsten Autoren Italiens. Beiden leben im rauen Apennin, wo auch »Schlechte Saison«, der Auftakt ihrer neuen Krimiserie um Forstinspektor Marco Gherardini, spielt. Mit ihren Kriminalromanen belegen sie in Italien regelmäßig die ersten Plätze der Bestsellerliste.

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