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Edda Leesch

Der Donnerstagsmann

Roman

(3)
Taschenbuch
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Martha und Albert Gottwald waren ein Traumpaar. Sterne am Turniertänzerhimmel. Der langsame Walzer war ihr Tanz. Doch seit Marthas Tod fühlt sich Alberts Leben eher wie ein trauriger Finnischer Tango an. In seiner Verzweiflung bittet er Gott, an den er eigentlich gar nicht glaubt, um ein Zeichen. Dieses könnte eindeutiger nicht ausfallen. Sicher wäre es Albert gelungen, seinem Leben ein Ende zu setzen, hätte nicht seine Tochter Ina einen Komplott zu seiner Rettung geschmiedet: Sie schleust die Psychiaterin Hanne Hanken, in einen Anfänger- Tanzkurs, den ihr Vater leitet. So soll dieser unbemerkt therapiert werden. Dumm nur, dass Hanne hoffnungslos unbegabt ist, was das Tanzen betrifft.

»Eine liebevolle Geschichte, die den Zauber des Neuen innehat und dem Leser einen Ausflug in die bekanntesten Tanzarten gewährt.«

Passauer Neue Presse (11. February 2022)

ORIGINALAUSGABE
Taschenbuch, Klappenbroschur, 448 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-49121-6
Erschienen am  20. September 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Tanz dich frei

Von: Bücherfreuden

23.01.2022

Seit dem Tod seiner geliebten Frau hat Albert keine Freude am Leben mehr und eines Tages beschließt er, sich daraus zu verabschieden. Alles ist schon im Detail arrangiert, als Albert von seiner alten Freundin Lizzy gebeten wird, sie in ihrer Tanzschule zu unterstützen. Notgedrungen verschiebt er den Tag seines Ablebens und übernimmt vorübergehend ein paar Tanzkurse. Dabei trifft er auf die hoffnungslos unbegabte Hanne und lässt sich überreden, ihr Nachhilfeunterricht zu geben. Er ahnt nicht, dass Hanne Psychiaterin ist und ihn im Auftrag seiner Tochter inkognito therapieren soll. Unversehens nimmt nicht nur Alberts Leben eine neue Wendung. Eine beglückende Geschichte mit liebevoll gezeichneten Charakteren, sehr viel Situationskomik und überraschenden Entwicklungen. Warmherzig, turbulent, einfühlsam. Liest sich wunderbar leicht, ohne oberflächlich zu sein. Die kurzen Charakterisierungen verschiedener Tänze, Alberts Mäusetagebuch, Hannes Gespräche mit der inneren Therapeutin, das Zusammenspiel der unterschiedlichen Personen – all das hat seinen eigenen Charme und sorgt für großes Lesevergnügen!

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Urige und liebenswerte Story über die Liebe, die auch im Alter noch präsent sein kann

Von: Melanie E.

15.10.2021

"Der Donnerstagsmann" ist eine wunderbare Story, die sich wirklich in das Herz tanzen konnte. Jedem neuen Kapitel sind Tanzarten hinzugefügt, die eigentlich bekannt sein sollten und dennoch durch Schrittfolge und Abstammungsland wieder ganz neu entdeckt werden konnte. Im Geiste tanzte ich mit meinem Liebsten übers Parkett, der ganz anders als Martha, die verstorbene Frau des Protagonisten Albert eher ein Tanzmuffel ist. Einen Tanzkurs haben wir abgebrochen, was alles aussagt, oder? Tanzen wird in "Der Donnerstagsmann" ganz groß geschrieben, was auch schon auf dem Cover angedeutet wird. Es fehlte eindeutig eine Playlist, damit ich auch ganz genau weiß, zu welchem Lied ich diesen oder jenen Tanz tanzen könnte. Das eine oder andere Lied wird erwähnt, aber es war mir eindeutig zu wenig. Insgesamt ist die Grundidee des Romans sehr gelungen, da Albert schon seinen Abgang und die Wiedervereinigung mit Martha plant, muss eine Aufgabe her, um ihn zurück ins Leben zu führen. Seine Tochter und Alberts Freundin, ehemalige Kollegin brüten gemeinsam einen Plan aus, der auch gelingt, denn Albert beginnt wieder zu tanzen. Er ist als Protagonist urig und wirklich schrullig gezeichnet, aber davon lebt diese Story. Ein älterer Fred Astaire, der letztendlich wieder an der Gesellschaft teilnimmt und nicht mehr nur Selbstgespräche führt. Menschen, die sehr lange verheiratet waren, sind auf ihren Partner fixiert und manchmal folgen sie ihren Partnern rasch in den Tod, wobei es hier beschrieben für Albert doch ein Happy End und einen Neuanfang bereithält. Die Wege, die Alberts Tochter dabei geht, sind nicht unbedingt korrekt, aber dienlich, damit Albert aus seinem Schneckenhaus findet und sein Überlebenswille geweckt wird. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung, da "Der Donnerstagsmann" seinen ganz eigenen Charme entwickeln konnte und letztendlich aus einem depressiv wirkenden Mann einen Mann hervorbringt, der sich zwar nicht von Grund auf ändert, aber die Leidenschaft zum Leben neu entwickelt. Es ist ein Roman, der ganz langsam erblüht und zum Ende hin seine volle Schönheit erreicht. Die Protagonisten selbst sind interessant, mitunter wirklich amüsant und dennoch agieren sie letztendlich ganz wunderbar miteinander. Mir hat dieses Zusammenspiel der unterschiedlichen Personen sehr zusagen können, sodass echte Lebendigkeit entstand.

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Vita

Edda Leesch wurde in Bayern geboren, wuchs in Mecklenburg-Vorpommern auf, absolvierte eine Ausbildung zur Maskenbildnerin und studierte dann an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« und an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Seither hatte sie Engagements an verschiedenen Theatern und war im TV und Kino zu sehen. Seit mehreren Jahren ist sie vor allem als Drehbuchautorin aktiv. »Der Donnerstagsmann« ist ihr erster Roman.

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