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Rezensionen zu
Als die Welt stehen blieb

Maja Lunde

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nichts Neues

Von: Lesewurm

18.10.2020

als ich angefangen habe, das Buch zu lesen, dachte ich, mal sehen wie es anderen so ergangen ist in dieser schrecklichen, unsicheren Zeit. Da das Buch schon zu Anfang der Corona-Zeit spielt, kann die Autorin nur auf die Anfangszeit zurückgreifen mit ihren Erfahrungen und für mich war das ganze eher langweilig. Ich muss gestehen, dass ich das Buch nur zu ca einem Drittel gelesen habe, da es ein Aneinanderreihen an taäglichen Verrichtungen war, nicht mal spannend oder witzig geschrieben. Gedanken und Diskussionen mit z.B. den anderen Familienmitgliedern, wie wir sie hier bei uns zuhause zu Hauf geführt haben, kommen - zumindest im ersten Drittel nicht vor. Von großen Ängsten keine Rede, maximal die Erwähnung der Mutter im Altenheim. Mein Fazit: nicht lesenswert und ich werde es niemandem weiterempfehlen

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schlichtes Tagebuch

Von: Donja

14.10.2020

Von diesem Buch bin ich schwer enttäuscht. Es handelt sich hierbei um ein Buch, welches die Sicht der Autorin um den Lockdown in Norwegen zeigt. Als allererstes muss ich sagen, dass ich die bisherigen Bücher von Maja Lunde liebe (ganz besonders die Geschichte der Bienen). Ihren Schreibstil und Erzählstil fällt mir leicht, ist aber trotzdem sehr schön. In diesem Buch hier, zeigt die Autorin nichts von ihrem können, sie erzählt den Lockdown im Tagebuchstil, mit einer Wortwahl, die ich tatsächlich etliche Male von Nachbarn, Bekannten und Freunden gehört habe. Hier ist nichts schön, weder der Schreibstil, noch die Erzählform, noch die Wortwahl. Ehrlich gesagt, hätten wir alle dieses Tagebuch schreiben können so Nichtssagend ist es. Hinzukommt noch, dass man bei diesem hohem Preis nur 224 Seiten geboten bekommt, wo die Seiten nicht mal halb voll sind und manche sogar leer oder mit nur einem Satz beschrieben wurde. Hiermit hat sich die Autorin tatsächlich keinen gefallen getan, denn hätte ich dieses Buch als erstes gelesen, hätte ich nie wieder zu einem Buch von ihr gegriffen.

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Warum dieses Buch?

Von: Casserolo

12.10.2020

Bestseller-Autorin Maja Lunde hat ein neues Buch geschrieben: Ein dünnes Bändchen mit ungewöhnlich groß erscheinender Schriftart und z.T. leeren Zwischenseiten. Dieses neue Werk ist weniger Roman, als vielmehr die Veröffentlichung ihres Tagebuchs. Als im März 2020 der europäische, Corona-bedingte Lockdown auch Norwegen und damit Maja Lunde erreicht, beginnt sie, ihre Gedanken und Gefühle aufzuschreiben. Herausgekommen ist ein ehrlicher, sehr persönlicher und fast schon intimer Einblick in ihr Gefühls- und Familienleben. Ihr Ehemann, drei schulpflichtige Söhne, die Mutter, die Großmutter, die Geschwister samt Familien: Alle finden Platz in Maja Lundes Corona-Tunnelblick. Dominiert wird der Text jedoch von zwei Gefühlen: Angst (vor dem Tod geliebter Menschen sowie dem eigenen, vor dem Knoten in der Brust) und totaler Überforderung (Homeschooling, Streit in der Familie). Unweigerlich stellt man sich die Frage: Will man das überhaupt wissen? Will man das lesen? Es ist, als schnüffele man in einem fremden Tagebuch… Zuerst fühlt man mit Maja Lunde mit. Man hat das ja so oder so ähnlich selbst erlebt. Schön, wenn man merkt, dass die eigenen Sorgen auch von anderen geteilt werden. Doch dann, ca. ab Seite 70, kippt Maja Lundes subjektiver Corona-Erlebnisbericht in einen jammernden, schließlich kaum noch zu ertragenden wehleidigen Tonfall. „Ich will mein Leben zurückhaben.“ schreibt Maja Lunde wortwörtlich. Angesichts einer gesunden, intakten Familie – die zwar durch HomeOffice und HomeSchooling unter ungewöhnlichem Stress steht und sich der neue Alltag daher als anstrengend und Kräftezehrend, aber durchaus zu bewältigen erweist – erscheint das dem Leser als undankbares Jammern auf hohem Niveau! Maja Lunde wirkt in ihrem Text ohnehin als wenig resilient. Der Knoten in ihrer Brust (der sich aufgrund einer noch ausstehenden Untersuchung noch überhaupt nicht als bösartig herausgestellt hat), die schrecklichen Verhältnisse in Moria, die an ihr (und ihren Nerven) zerrenden Kinder, die sie stressenden Presseanfragen: Das alles lässt sie fast die Wände hoch gehen. Dazu kommt ihre im Text kaum kaschierte Handy- bzw. Informationssucht. So steht man am Ende des dünnen Büchleins etwas ratlos da. Zwar hat Frau Lunde sehr ehrlich ihr Innerstes mit den Lesern geteilt, aber es bleibt wenig hängen außer eine Mischung aus Verärgerung und Mitleid. Natürlich nimmt Stress jeder anders wahr, man kann ihn objektiv kaum bewerten. Trotzdem wünscht man Frau Lunde etwas mehr Hoffnung, etwas mehr Vertrauen, etwas mehr Gelassenheit. Keine Frage: Wir leben gerade in einer anstrengenden, beängstigenden und extrem belastenden Zeit! Aber sie wird nicht dadurch besser, dass man sich der durch sie heraufbeschworenen Angst mit bodenloser Verzweiflung ausliefert. Vor allem nicht, wenn man – wie Frau Lunde – dazu (noch) gar keinen Grund hat!

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