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Rezensionen zu
Bergland

Jarka Kubsova

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Ganz toll

Von: Celia Pulgar aus Madrid

23.01.2022

Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen! Ein Buch, das einen an die Natur nähert. Man spürt fast die winterliche Kälte auf dem Innerleit Hof oder den Geruch der Erde. Man kann sich auch super in die einzelnen Charaktere hineinversetzen.

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Ein Meisterwerk!

Von: Kristall86 aus An der Nordseeküste

21.01.2022

!ein Lesehighlight 2021/2022! !eine zeitlose Geschichte, die fest in meiner Bibliothek verankert sein wird! Es gibt manchmal Bücher die muss ich mehrfach lesen um für mich selbst zu erfahren ob sie beim nächsten Mal wieder so begeisternd sind wie zu Beginn. Dieses Buch hier gehört dazu. Ich heule jedes Mal an der selben Stelle wahrlich Rotz und Wasser, lache immer an den selben Stellen und denke mir, immer an den selben Stellen: Genau so war es und so wird es kommen. Dieses Buch ist grandios, ein Meisterwerk, denn es ist nicht das was der Buchtitel erstmal erahnen lässt. Hier wird keine Bergdoktor-Idylle vorgegaukelt, hier wird kein Heimatroman erzählt, hier wird die Vergangenheit mit der Gegenwart und der Zukunft beleuchtet. Eine große Gabe der Autorin, diese Zeiten so genau zu betrachten und sie zu analysieren. Hier wird Klartext geredet, hier wird keine heile-Welt vorgespielt, hier geht es um genau das Bild, was vielen von uns verloren gegangen ist. Erzählt wird zu Beginn in zwei Generationszeiten und ab der Hälfte des Buch bis zum Schluss sogar in drei. Macht das Sinn? Und ob. Auch hier mal wieder ein Buch wo man genau lesen muss, sich Namen merken muss, Obacht geben muss, das man nicht vom Berg fällt, weil er immer steiler wird beim lesen. Als Leser ist man hier stiller Beobachter. Zuerst erfahren wir die Geschichte von Franziska und dem dem Innerleit-Hof. Wir erlesen ihre Arbeit, ihr Seelenleben, ihre verhasste und doch geduldete „Liebe“ zu „goldenen Küken“. Ferienvermietung, Kinder, Tiere, Alm, harte Zeiten. Auf dem Hof lebt auch Franziskas Schwiegervater Sepp…seine bzw. die Geschichte seiner Mutter Rosa ist der feste, dicke rote Faden und um diesen winden sich Hannes und Franziska mit ihren Kindern und dann später auch eben Sepp. Der Wechsel zwischen damals und heute wirkt zu Beginn völlig normal, so wie man das aus einer der unzähligen geschönten Landhauszeitungen kennt. Doch schnell merkt man als Leser, die Vergangenheit ist immer präsent, zeigt sich überall, manchmal muss sie halt erst wieder entstaubt werden. Alles von damals ist nicht immer schlecht gewesen und das Heute und die Zukunft versichern uns auch nicht immer das gelbe vom Ei. Man muss als junger Mensch Erfahrungen machen. Das hat Rosa gemacht, Sepp ebenfalls und Hannes und Franzi taten dies ebenfalls. Drei Generationen haben gelernt, dass das von damals alles Hand und Fuß hatte und die Zeit und die Technik damals ebenfalls das erreicht hat, um zu Leben mit dem was notwendig war. Hart war es damals, hart ist es heute. Wir sind unser eigener Schmied des Glücks und dürfen auch gern das vergangene aufleben lassen und uns zu Nutze machen. Reden hilft gegen Kummer. Auch das war damals schon so, nur muss man die Zähne erstmal dafür auseinander bekommen….klappt aber irgendwann… Kubsova‘s Schreibstil ist für diese „Geschichte“ perfekt gewählt. Kurz, prägnant, klare Worte ohne Geschwurbel. Sie ist treffsicher in allem und zeigt, man benötigt nicht immer Phrasen oder Schöngerede um zu verstehen. Dieses Buch beschäftigt mich schon lange und ist ein echter Schatz der Erzählkunst. Ich hoffe das von der Autorin noch mehr kommt! Der Roman könnte auf den Halligen „spielen“, in alten Dörfern in Bayern oder dem Erzgebirge, er könnte überall dort spielen, wo die Zeit sich mit der Natur verklebt hat und untrennbar geworden ist - ein gewaltiges und großartiges Buch! 5 von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Als dieses Buch in meiner persönlichen Bücherblase aufgetaucht ist, habe ich schon geahnt und natürlich auch gehofft, dass dieses Buch etwas für mich sein wird. Dieser Familienroman bzw. Generationsroman in den Alpen hat mich nicht enttäuscht und er zählt zu meinen Jahreshighlights 2021 definitiv dazu. Meine vollständige Meinung zum Buch "Bergland" von Jarka Kubsova könnt ihr Euch unter folgendem Link anschauen: https://youtu.be/Ud_JPKgcH8A

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"Bergland" - ein Roman von Jarka Kubsova im Südtirol der vierziger Jahre in der Innerleit angesiedelt, erzählt von einer jungen Frau, allein auf einem Hof, dem höchsten im Südtiroler Tiefenthal - von Rosa, der Tochter des verstorbenen Josef Breitenberger, die die Natur begreift und formt. Der Fortschritt ist nichts für sie - sie möchte ihr kleines Paradies so erhalten, wie es ist. Dann lesen wir in der Zukunft weiter, zwei Generationen nach Rosa sind es ihr Enkel Hannes und dessen Frau Franziska, die Feriengäste beherbergen, um den Hof zu erhalten. Dann passiert etwas Schreckliches, können sie ihre Zukunft weiter sichern, müssen sie gehen und können sie bleiben, aber wollen sie das überhaupt ??? und kann evtl. Rosas Vermächtnis helfen ... ??? Leseprobe: ======== Der Herbst kam früh in diesem Jahr. Es war, als ob der Sturm ihn ins Tal geblasen hätte. Die Luft kühlte herunter und wurde nicht mehr warm. Der Himmel blieb grau wie eine anhaltende Dämmerung, und als die Totengräber die Erde über Mathias Unterholzner zuschaufelten, tauchten plötzlich schwarze Wolkenköpfe auf und blieben stehen, als wären sie geladen, bevor sie schließlich weiterzogen. ... Wundervoll geschrieben hat mich dieser Berg- und Heimatroman zu 100 Prozent überzeugt. Er erzählt vom Postkartenidyll, welches doch keines ist, vom harten Leben in den Bergen, vom Überleben von den Generationen, wie sie sich durchschlugen und -schlagen. Die Autorin hat mehr als ein halbes Jahr auf einem Bergbauernhof gelebt, um dieses Buch so authentisch schreiben zu können, das spürt man auch ... Das Leben in der Südtiroler Region wird lebendig - damals in den Mittvierzigern und zwei Generationen danach. Einfühlsam geschrieben, lebendig, fesselnd und spannend werden die Gedanken, Gefühle und das Tun der Bergbauern sehr hautnah beschrieben, emotional und auch in die Tiefe gehend mit einer eingängigen Handlung, in der man sich sofort wohlfühlt und in die man sich eindenken kann. Sehr gutes Buch !!!

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---- Südtirol ist mein heimlicher Sehnsuchtsflecken. Ich liebe die Natur, die Berge, die Menschen und wenn ich könnte, wäre ich oft dort oben, um abzuschalten und zu genießen. Deshalb musste ich diesen Roman unbedingt lesen und wurde nicht enttäuscht. ---- Die "Innerleit-Rosa" bewirtschaftet in den Vierzigerjahren auf 1670 m Höhe allein einen Bergbauernhof. Ihre Familie wird durch den Krieg zerstört und aus ihrer Ehe bleibt nur ihr Sohn. Hart und einsam ist der Kampf mit der Natur, den Rosa auf sich nimmt. Traditionen sind ihr wichtig und der viel gerühmte Fortschritt, den ihr Sohn Sepp so gern durchsetzen möchte, ist ihr ein Dorn im Auge. Jahre später hat der Tourismus auf dem Hof Einzug gehalten und Rosas Enkel Hannes und dessen Frau müssen sich anderen, aber genauso harten Herausforderungen stellen. Jarka Kubsova, bekannt durch Sachbücher und Reportagen hat ihren ersten Roman veröffentlicht. Deutlich spürbar ist, wie intensiv sie sich auf dieses Bergabenteuer vorbereitet hat. Man fühlt sich sofort mitten im Geschehen und sieht die Natur und die darin hart arbeitende Rosa vor sich. Besonders die Naturbeschreibungen die ans Herz gehen und nachspürbar sind, haben mir besonders gefallen. "Mit zunehmender Kälte stellten die kleinen Pflanzen das Wachstum ein, zitterten in dem heulenden Wind, der jetzt wieder über die Kämme strich und vor dem sich aes Schwache beugen musste. In Rosa stieg die Furcht vor dem nahenden Winter auf, weil im Winter das Hofherz langsamer schlug." Drei Generationen werden im Wechselspiel der Perspektiven dargestellt. Rosa ist ein sehr starker Charakter, der sich trotz aller Widrigkeiten durch Krieg, Tod und Unerfahrenheit nicht davon abhalten lässt, den Bergbauernhof durchzubringen. Zwei Generationen später kämpft Franziska auf dem "Innerleit-Hof" darum, den Standard als Ferien-Bauernhof aufrecht zu halten. Wie hart es ist, die pure Landlust für Feriengäste vorzuspielen, wird hier schonungslos und offen wiedergegeben. Die vermeintliche Idylle entpuppt sich als fast unmöglich umzusetzende Vorgabe des Bauernverbands. Frauen stehen in diesem Roman im Vordergrund. Mal als hart arbeitende Bäuerin, mal als Familien- und Vermietungs-Managerin, die auf die eine oder andere Weise an ihre Grenzen gelangen. Man spürt, wie zerrissen die Frauen sind und wie viel ihnen abverlangt wird. Besonders die aktuelle Zeitschiene, die den Ferienbauernhof betrachtet, stimmt sehr nachdenklich. Der Einblick hinter die Kulissen der vermeintlichen Landidylle zeigt, welche hohen Kriterien an einen touristisch genutzten Bauernhof gestellt werden. Die Verbindung zur Großmutter mit ihrer naturbelassenen Acker- und Gemüsebewirtschaftung zeigt einen neuen Weg auf, der Hoffnung auf ein neues Zeitalter gibt. Sanfter Tourismus, der teilnimmt und nicht zerstört. Für mich ein Lesehighlight.

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Ich bin durch die Schwärmerei von Meike von den Bookfriends auf dieses Buch aufmerksam geworden. Sie meinte, sie habe sich ganz in den Bergen gefühlt, obwohl sie gerade am Meer war. Und da musste ich als alte Bergwanderin doch gleich mal gucken, ob mir dieses Setting nicht auch gefallen würde... - was soll ich sagen - es hat gefallen! Dieses Buch ist definitiv eines meiner Jahreshighlights, nicht nur vom Setting her! Der Klappentext lies mich ja befürchten, das Ganze könnte eine etwas depressive Angelegenheit werden, von wegen hartes Leben von Bergbauern, wirtschaftliche Nöte und so... Und ja, es wird schon klar, dass das Leben am Steilhang definitiv nicht nur Friede, Freude, Kühe streicheln ist. Aber es gibt auch immer wieder tolle Passage mit poetischen Naturbeschreibungen fern jeder Stereotype. Alle Figuren waren sehr nahbar und ich konnte mich ziemlich gut in sie hineinversetzen, auch wenn ich keine Mutter und erst recht keine Bergbäuerin bin. Vor allem in der Geschichte rund um Franziska und Hannes gibt es auch immer wieder lustige Passagen, z.B. wenn berichtet wird, wie der Tourismusverband "Goldenes Huhn" die Unterkünfte checkt. Die Geschichte wird in drei Erzählsträngen erzählt, einmal aus Sicht von Rosa, dann aus der Sicht von ihrem Sohn Sepp und aus der Sicht der Enkelgeneration Franziska und Hannes. Die beiden aktuelleren Stränge nähern sich etwa ab Mitte des Buches an, Sepp kommt also auch im aus Franziskas Sicht erzählten Strang vor, denn er lebt ja noch auf dem Hof. Ein wirklich schönes Buch - und ja, es gibt ein Happy End . Auch da gefällt mir, dass es zwar einen positiven Ausblick gibt, aber eben nicht alles gleich Friede-Freude-Hühnerfüttern. Jarka Kubsova kann wirklich schreiben und ich werde definitiv im Auge behalten, wenn sie wieder ein neues Buch veröffentlicht. Ich vergebe also 5 von 5 Sternen und freue mich, dass ich eine neue Lieblingsautorin entdeckt habe!

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Tiefenthal in Südtirol ist ein Hochgebirgstal, in dem das Leben schon immer hart war. In den vierziger Jahren übernimmt Rosa den Hof, nachdem ihr Vater gestorben ist und ihre Brüder im Krieg verschollen. Durch ihr Geschick schafft sie es sich dort oben selbst zu versorgen und auch ihren Sohn alleine groß zu ziehen. Zwei Generationen weiter ist das Leben nicht einfacher geworden. Neben dem Hof haben Franziska und ihre Familie auch auf Ferienwohnungen gesetzt. Doch hier ist man eigentlich nicht mehr selbstbestimmt, der Dachverband hat strikte Vorgaben und die Touristen sind anspruchsvoll. Jarka Kubsova erzählt vom Leben in einem Hochtal in Südtirol von den Vierzigern bis heute. Damals wie heute ist es nicht einfach genug zum Leben zu haben. Gerade in der gegenwärtigen Geschichte habe ich viel wiedererkannt und ich habe mich die ganze Zeit gefragt wo Tiefenthal denn nun eigentlich liegt. Ich selbst fahre ja nun schon seit meiner Kindheit nach Südtirol in den Urlaub und mir ist die Gegend um Meran zur zweiten Heimat geworden. Daher hatte ich dauernd das Gefühl die Gegend zu kennen und siehe da, die Autorin hat wohl mehrere Monate im Ultental gelebt, dass ich auch kenne, da der Schwager meiner besten Freundin von dort kommt. Mir haben die Beschreibungen der Natur und der Lebensumstände sehr gut gefallen und auch nachdenklich gemacht. Was ich schön fand, war, dass die Familie am Ende gemeinsam zurück auf Rosas Art zu leben zurückschwenkt und damit wieder mit der Natur, anstatt gegen sie zu leben. Der Umstieg auf Bio und naturnahe Landwirtschaft klingt in diesem Buch definitiv nicht nach neumodischer Idee, sondern nach einer Rückkehr zu dem was die Generation von Rosa schon wusste. Gerade in heutigen Zeiten ist das ja durchaus ein Thema. Ich kann das Buch nur empfehlen, für mich war es wie ein kleiner Urlaub in Südtirol.

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Mein Leseeindruck: Ich muss gestehen: ich liebe dieses Land Südtirol und habe es als Reisende kennengelernt. In den siebziger Jahren empfand ich es als schneesicheres Winter-Wonder-Land - und in heutiger Zeit habe ich die autonome Provinz Alto Adige im Sommer lieben gelernt. Allein aus diesen Gründen hat mir der manchmal etwas abwertende Schreibstil der Autorin über den Tourismus und seine unschönen Auswüchse der letzten Jahrzehnte oft nicht zugesagt. Trotzdem muss ich der Autorin bei vielen Aussagen ihrer Protagonisten*innen beipflichten, denn ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie sich rücksichtslose Gäste gegenüber der Natur und den Gastgebern dieses Landes verhalten. Nun zur fiktiven Geschichte des Buches. Jarka Kubsova lässt zwei weibliche Protagonisten, Rosa aus der Vergangenheit und Franziska, eine junge Frau unserer Zeit, in prägnanten und eindrucksvollen Sätzen und Meinungsschilderungen zu Wort kommen. Franziska, als gut mit einem Biologie Studium ausgebildete taffe junge Frau, verzichtet auf ihre berufliche Karriere und widmet sich ganz der Familie und dem Leben auf dem Innerleithof. Sie versucht es allen recht zu machen, den Ansprüchen von Ehemann und Kindern gerecht zu werden, alte Traditionen zu bewahren, sowie die Zeitströmungen des modernen Tourismus zu berücksichtigen. Sie scheitert leider kläglich mit einem persönlich erschreckendem Burnout. Dieses zur Rolle der Frauen in alter wie in neuer Zeit. Sie tragen oft in unserer Gesellschaft zu viele Lasten, sollen immer stark und perfekt funktionieren. Dieses Frauenschicksal hat auch Rosa, die Bäuerin aus den Vierziger Jahren des letzten Jahrhundert getroffen. Und doch zeigt dieses Buch im folgenden letztem Abschnitt wichtige Wege - und Auswege auf, um einem sanften Tourismus den Weg zu ebnen, eine umsichtige neue Landwirtschaftspolitik, der die gastgebenden Menschen dieser Region nicht ausbrennen lässt sowie den Tourismus in umweltschonende Bahnen lenkt. Alte Traditionen können wieder neu entdeckt werden. Diese Lektüre gibt dem Leser viel hoffnungsvollen Raum für eigene Überlegungen, um einen Ausweg aus dem Konflikt zwischen Mensch, Natur und Profitgier zu finden. Meine Bewertung: Ein absolut lesenswertes Buch, dem ich ganz viele Leser wünsche. Gerade und vielleicht auch im anstehenden Sommerurlaub in den Bergen. Herzlichen Dank an die Autorin und den Wunderraum Verlag für dieses gebundene Rezensionsexemplar!

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