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Rezensionen zu
Darüber reden wir später

Cornelia Achenbach

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€ 20,00 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)

Der Roman ist ein langsame Geschichte, die mit dem Unfall von Gerd beginnt und mit den Folgen davon – die ich nicht verrate – aufhört. Weil Margret auf einmal ungewohnt alleine zu Hause ist, beginnt sie, im stillen Haus ihr Leben zu hinterfragen. Dabei reflektiert sie recht nüchtern und pragmatisch. Auf der anderen Seite aber auch melancholisch. Ich hatte damit gerechnet, dass das Buch zu großen Teilen aus den Texten der Tagebücher ihrer Mutter bestehen und in zwei Ebenen spielen würde, dem ist aber nicht so. Es gibt nur kurze Auszüge am Anfang davon. Dennoch wirken diese Auszüge nach, weil sie Fragen aufwerfen, die Margret im Verlauf der Geschichte für sich zu klären versucht. Die Tagebücher regen Magret dazu an, die Geschichten ihrer eigenen ihrer Familienmitglieder zu schreiben. Es gibt dabei viele Gedankenfetzen. Am Ende fehlte mir, obwohl so viel passiert, etwas Dynamik. Eine Leseempfehlung für alle, die gerne ernste, ruhige Familiengeschichten mögen.

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Der Klappentext verspricht genau das, was ich zur Zeit suche. Realistische Erzählungen über Liebe und Leben, ohne das Ende vorhersagen zu können und nicht die klassische Storyline normaler Liebesromane verfolgt. Dazu muss man natürlich sagen, dass dies kein Liebesroman ist. Es geht, wie ihr dem Klappentext schon entnehmen konntet, um Margret, deren Mann ins Koma gefallen ist und die nun ihr eigenes Leben hinterfragt. Hat sie die richtigen Entscheidungen getroffen, als sie noch jünger war? Lebt sie das Leben, dass sie leben wollte? Der Erzählstil der Autorin ist sehr nüchtern, wodurch es eine Weile gebraucht hat, bis Margret für mich zu einer greifbaren Person wurde. Durch die wenig emotional gehaltene Erzählung jedoch blieb sie mir immer ein Stückchen fremd. Doch gerade auch diese Wahl des Stils hat dafür gesorgt, dass sich die Geschichte realistisch anfühlte, sie wirkte wenig dramatisch in der Nacherzählung der Ereignisse, jedoch trotzdem immer greifbar und nachvollziehbar. Die Grundidee ist definitiv eine sehr gute, vor allem die Themen Krieg, Kriegstrauma, Depressionen, Lebenskrisen. Alles Dinge, die tagtäglich eine Rolle spielen, viele Menschen prägen und viele Menschen verändern. Ich denke jedoch, man hätte mehr auf die Vergangenheit der Mutter eingehen können, ein bisschen tiefer in Margrets Persönlichkeit eintauchen können, wenn man sich etwas mehr Zeit gelassen hätte. Ich hätte mehr Seiten definitiv gerne gelesen. Dennoch hat es die Autorin geschafft, eine melancholische und nachdenkliche Stimmung zu erzeugen, die mich direkt in Empfang genommen hat, sobald ich das Buch aufgeschlagen habe. Dies macht es natürlich aber auch schwer, das Buch zu lesen, wenn man selbst gerade nicht besonders gut drauf ist. Dennoch bekommt das Buch von mir eine Leseempfehlung für all jene, die sich an den "Kritikpunkten" meiner Rezension nicht stören, jedoch finde ich, dass man dem Buch auch so eine Chance geben sollte, auch wenn leider nicht das volle Potential der Geschichte ausgeschöpft wurde.

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ʳᵉᶻᵉⁿˢⁱᵒⁿˢᵉˣᵉᵐᵖˡᵃʳ l ᵘⁿᵇᵉᶻᵃʰˡᵗᵉ ʷᵉʳᵇᵘⁿᵍ Lesestoff - Nachdem mich "Nachtwanderung" von @connyach so begeistert hat, wollte ich unbedingt auch ihren Debütroman "Darüber reden wir später" lesen. Dieser ist im @goldmann_verlag erschienen. ⠀⠀ Melancholisch und berührend kommt er daher und zog mich von der ersten Seite in den Bann. Wieder konnte mich Cornelia Achenbachs Schreibstil sehr begeistern. Mit viel Tiefgang zeichnet Achenbach ein beeindruckendes Portrait der Gefühls- und Gedankenwelt einer Frau, die auf ihr bisheriges Leben zurückblickt und sich fragt, wie ihr Leben anders hätte verlaufen können. Was wäre gewesen wenn? Eine Frage, die uns doch alle irgendwie beschäftigt. Aber mal ehrlich, leben wir nicht manchmal ein bisschen zu viel in der Vergangenheit und in der Zukunft und vergessen dabei das eigentliche Leben in der Gegenwart? "Das Telefon klingelt. Die Gegenwart ruft an. Und zwischen Vergangenheit und Zukunft ist es immer sie, die stiefmütterlich behandelt wird." „Jeder Tag hat nur einen Tag, aber wenn man es genau nimmt, zwei Nächte. (…) Ein schwarzer Rahmen, der nur einmal kurz etwas Licht ausspuckt und bald darauf wieder kassiert.“

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Was bleibt am Ende

Von: mimitatis_buecherkiste

05.03.2022

Gert, der Mann von Margret, bricht zusammen, fällt ins Koma und muss im Krankenhaus bleiben. Margret zieht währenddessen ein Resümee über ihr Leben, denkt nach über Gert, die beiden Kinder, den älteren Bruder und die noch ältere Schwester. Was bleibt vom Leben, hat sie alles richtig gemacht? Hätte sie nicht vielleicht doch? Wäre es nicht besser gewesen, wenn? Allein und desillusioniert sucht Margret nach Antworten, während sie darauf wartet, ob Gerts Zustand sich bessert und dieser aufwacht. Ein leises und zurückhaltendes Buch war das, eine Geschichte, die mich traurig stimmt. Die Fragen und Zweifel von Margret waren auf jeder Seite spürbar, ihre Verzweiflung manchmal mit den Händen greifbar. Die Eltern geschädigt vom Krieg, die Geschwister viel älter, die älteste Schwester unnahbar und fremd. Früh lernte Margret ihren Mann kennen, ob es Liebe war, das fragt sie sich jetzt. Es passiert nicht viel im Buch und doch passiert so viel. Der Schreibstil ist sehr interessant, manche Sätze wie Gedanken; angefangen und nicht beendet, in der Luft hängend und dennoch so klar. Über allem hängt eine Traurigkeit, ein dunkler Vorhang, ganz still. Ein tolles Debüt, das mir große Lust auf weitere Bücher der Autorin macht. Von mir gibt es fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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Magret hat sich nie viele Gedanken über ihr Leben gemacht. Das ändert sich, als ihr Mann einen Unfall hat und auf der Intensivstation im Koma liegt. Durch die Einsamkeit im Haus, fängt sie an ihr Leben und ihre Gefühle zu hinterfragen, bereut so manche getroffene Entscheidung. Das Tagebuch ihrer verstorbenen Mutter lässt sie überdies erkennen, dass sie keinerlei Einblicke in die Leben ihrer Familienmitglieder hat. - Ich hab ehrlich gesagt sehr lange gebraucht, um in das Buch rein zu kommen, war sogar kurz davor es abzubrechen. Das lag keinesfalls an der Geschichte an sich, eher hat mich der Schreibstil zu Beginn überfordert. Viele kurze, teils unvollendete Sätze, lassen den Leser sich fühlen, als wäre man direkt in der Gedankenwelt der Protagonistin. Dies gepaart mit der Erzählerperspektive, ist anfangs schwer zu erfassen, passt aber in der Retrospektive gesehen sehr gut zu dem Buch. - Die Geschichte von Magret berührt zutiefst und lässt den Leser mit vielen Fragen zurück. Sie regt zum Nachdenken an und bewirkt, dass man die eigenen Familienstrukturen hinterfragt. Was genau wissen wir über die Vergangenheit unserer Mitmenschen? Welche Dinge, Geschehnisse, Entscheidungen stehen zwischen uns? Warum nehmen wir Manches einfach als gegeben hin, ohne zu hinterfragen? - Ein Buch das mir im Gedächtnis bleiben wird und eine Empfehlung für jeden, der sich auf diese Fragen einlassen möchte.

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Eine berührende Geschichte über das Leben

Von: yes.sie-liebt-buecher

07.02.2022

Margret begibt sich auf eine Reise. Eine gedankliche, in der sie sich mit sich und ihrer Familie auseinandersetzt. Denn als ihr Mann einen Unfall erleidet und sie erst einmal nichts fühlt, fragt sie sich, warum. Sie sinnt nach alten Zeiten - besinnt sich auf das, was sie hatte und hat. Sie taucht ein in die Geschichte ihrer Mutter, erzählt durch hinterlassene Tagebücher. Sie vertieft sich in Gedanken über ihre Kinder, ihren Mann, ihre Geschwister. „ „Was sind wir nur für eine Familie, in der niemand mit dem anderen redet?“ fragt er und heult, bis es Margret nicht mehr erträgt, sie sich zu ihm setzt, die Hand ausstreckt, sie dann doch zurückzieht und sagt: „Vermutlich eine ganz gewöhnliche.““ Warum halten wir in Familien und vielleicht gerade unter Geschwistern so viele Dinge voreinander verborgen. Dinge, die uns beschäftigen, die uns belasten. Meine eigene Schwester sagte dazu einmal: „Vielleicht wollen wir uns gegenseitig schonen.“ Aber das müssen wir nicht. Es dauerte eine Weile, bis Margret mir vertraut wurde. Doch dann erkannte ich ihre Geschichte, fühlte mit ihr. Das jahrelang Verborgene kehrte sich nach außen. Die Protagonist:innen sind ehrlich, authentisch, emotional. Die Geschichte wirkte auf mich wie eine reale Erzählung - Das passiert tagtäglich in so vielen Familien. Zum Teil machte es mich traurig, ich empfand es als deprimierend. Soll das eine Warnung sein? Nein! Es ist ein Appell. Leb dein Leben. Leb es mit den Lieben, die du hast und lebe es jetzt. Und halte nicht zurück mit deinen Gedanken, deinen Erlebnissen, die du versuchst, alleine zu verarbeiten. Sie sind da. Sie sind immer da und sie bleiben. Sie halten das aus. „Jeder Tag hat nur einen Tag, aber wenn man es genau nimmt, zwei Nächte. (…) Ein schwarzer Rahmen, der nur einmal kurz etwas Licht ausspuckt und bald darauf wieder kassiert.“ „Ich verstehe meine Liebe nicht. Aber das muss ich auch nicht. Sie ist das Gegenteil von Verstehen. Nur auf sie aufpassen sollte ich. Mehr Zeit mit ihr verbringen. Das sollte ich.“ Ich habe viel mitnehmen können und musste meine Gedanken nach der Lektüre ruhen lassen. Ich kann das Buch wirklich empfehlen - ein wundervolles Debut der Autorin. Ich werde im Auge behalten, was da als nächstes kommt.

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Berührend

Von: Martine H

29.01.2022

« Was sind wir nur für eine Familie, in der niemand mit dem anderen redet? » fragt er und heult, bis es Margret nicht mehr erträgt, sie sich zu ihm setzt, die Hand ausstreckt, sie dann doch zurückzieht und sagt: „Vermutlich eine ganz gewöhnliche.“ Margret’s Kinder sind aus dem Haus, dabei ihr eigenes Leben aufzubauen. Sie ist nun alleine mit Gert, ihrem Mann, hat einen Job in einem Spielwarengeschäft und ihr Leben verläuft unspektakulär. Als Gert durch einen Unfall im Garten ins Koma fällt, fühlt sie nichts und fängt an darüber zu sinnieren. Und begibt sich auf eine Reise in ihre Familiengeschichte, in der so vieles nie erzählt wurde. Die Erzählstrategie eher auktorial ausgerichtet gibt dem Leser die Zeit, das Gelesene auf sich wirken zu lassen und genügend Raum zwischen sich und der Figur von Margret aufzubauen. Wenn auch anfänglich etwas zu distanziert und alltäglich, stellt sich jedoch schnell heraus, dass die Geschichte von Margret einen besonderen Tiefgang hat. Langsam ergibt sich ein Zustand, als ob das was jahrelang wie eingefroren in der Familiengeschichte eingelagert war, nun nach aussen kommt und langsam auftaut. Die Protagonisten sind sehr gut gewählt. Realitätsnah lassen sie den Leser Einblick nehmen in ihre Welt und wirken authentisch, emotional, empathisch. Dadurch wird eine Verbindung aufgebaut und man fühlt sich, wie neben ihnen stehend. Die Geschichte birgt viel Wahrheit und schlussendlich merkt der Leser, dass später vielleicht zu spät sein kann. Die Autorin hat mit ihrem ersten Werk die Messlatte sehr hoch angelegt. Man kann nur gespannt sein, was noch folgt.

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Ganz anders

Von: get lucky

10.04.2020

Ein Buch: Ganz anders! „Darüber reden wir später“ - Cornelia Achenbach Ein Erstlingswerk! (Werbung-Buchrezension) Ein kleines Leben im Einfamilienhaus mit Garten, die zwei Kinder längst ausgezogen. Den Lebenstraum, Bücher zu schreiben, hat Margret aufgegeben. Als ihr Mann ins Krankenhaus muss, bleibt sie allein zurück – ein Zustand, der ihr fast gefällt. Sie beginnt, sich Fragen zu stellen. Ist Gert der Richtige? Hätte sie sich damals auf Andreas einlassen sollen? Zur Ablenkung gibt Margrets Bruder ihr die Tagebücher der verstorbenen Mutter zu lesen. Auf einmal ist sie mit einer Liebe konfrontiert, die Krieg und Flucht überstand – und ein Ereignis, über das nie jemand sprach. Bis Ingrid, die ältere Schwester, die jahrelange Distanz durchbricht und endlich zu reden beginnt. Vom Titelbild geleitet, ging ich davon aus, dass es sich um einen geschichtlichen Roman handelt, eine Genre, die ich immer schätze. So, jetzt war ich im Heute gelandet bei Margret. Es ist wirklich ein anderes Buch, es leise, tiefgründig, und die Sprache sehr besonders und malerisch! Viele Details werden ausführlich beschrieben. Margret tun sich viele Fragen auf, ihre Wünsche, ihr Lebenstraum, Sehnsüchte nach bisher Ungelebtem,... Ich bin nicht Typ Margret, ich hadere zur Zeit nicht so viel, versuche allem etwas Positives abzugewinnen, trotzdem hat es sich gelohnt dieses Buch zu lesen! Lieben Dank an @randomhouse !

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