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Rezensionen zu
Kugelblitz

Cixin Liu

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Unter Science-Fiction-Fans ist Cixin Liu ein anerkannter Autor. Liu ist der Verfasser der Trisolaris-Triologie (ebenfalls bei Heyne erschienen) und gilt in Europa als der Vertreter der chinesischen Science-Fiction-Literatur schlechthin. Große Meriten demnach, denen Liu mit „Kugelblitz“ sprachlich nicht gerecht wird. Am Ende des Romans angekommen, fühlt sich LeserIn so ähnlich wie nach der Heimsuchung durch einen Kugelblitz: Irgendwie war es gefährlich aber begreifen lässt es sich nicht vollkommen. Dabei bietet das Thema „Kugelblitz“ dem Science-Fiction-Autor ein weites, weil nahezu unbeschriebenes, Feld. Nach einem bekannten Online-Lexikon handelt es sich bei einem Kugelblitz um eine Leuchterscheinung in Form eines Balles, meist in der Nähe eines Gewitters. Kugelblitze sind wissenschaftlich nicht bestätigt und nur in Teilen physikalisch erklärbar. Das ist der Ansatzpunkt unseres Helden Chen. Chen begegnet einem Kugelblitz im Alter von 14 Jahren (leider in einem Prolog). Die Leuchterscheinung tötet seine Eltern. Damit endet der Prolog und Chen wird bis zum Kapitel 1 erwachsen und beginnt ein Physik-Studium. Das Thema Kugelblitz lässt ihm keine Ruhe und diese Erscheinungen werden zu seinem Forschungsgebiet. Mit ihrer tödlichen Wirkung sind Kugelblitze auch eine mögliche Waffe. Chen, nunmehr ein anerkannter Wissenschaftler auf dem Gebiet, forscht in einem Labor des chinesischen Verteidigungsministeriums. Hier trifft er Lin Yun, die mindestens genauso wie Chen von Kugelblitzen besessen ist. Die Handlung spielt in naher Zukunft. Erzählt wird der Roman in der Ich-Perspektive. Dennoch begegnet uns der Protagonist mit Abstand. Abstand erzeugt auch der sprachliche Stil, der harmonische Übergänge vermissen lässt. Wer die Trisolaris-Triologie gelesen hat, wird den kraftvollen, bildhaften Stil des Autors vermissen. Der Roman kann mit Thema und Idee überzeugen. Der Kugelblitz als Basis für eine Science-Fiction-Erzählung ist nicht neu, hier aber authentisch und zeitgemäß umgesetzt. So bleibt der Rezensent zwiespältig zurück. Nicht aber der Science-Fiction-Fan: Wenn nur Handlung und Sujet stimmen, mag die Güte der sprachlichen Kunst zu Recht zurückstehen. Cixin Liu: Kugelblitz. Heyne, Mai 2020. 544 Seiten, Taschenbuch, 14,99 Euro.

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Ich tauche sonst eher selten in das Genre Sciene-Fiction ab, aber ich habe Cixin Liu (wieder einmal) schon im Studium kennengelernt und war sehr begeistert, dieses Buch beim Bloggerportal als Rezensionsexemplar zu sehen. Außerdem finde ich die Theorien zu Kugelblitzen faszinierend und unheimlich zugleich, seitdem ich als Kind das erste Mal davon gehört habe. Ich habe die Trisolaris-Reihe, die Cixin Liu bekannt gemacht hat, noch nicht komplett gelesen. Aber ich bin froh, dass ich jetzt mit „Kugelblitz“ angefangen habe. Das Buch wurde bereits vor 20 (!) Jahren veröffentlicht. Die Ideen dazu hatte der Autor bereits seit den 80ern und diese deutsche Ausgabe ist tatsächlich die deutsche Erstausgabe. Ich finde die Ideen hinter der Trisolaris-Reihe echt interessant (und beängstigend) und auch bei diesem Roman läuft einem bei einigen Szenarien eine kalte Gänsehaut den Rücken hinab. Das Cover zu diesem Werk und allen anderen, die im Heyne Verlag erschienen sind, gefallen mir richtig gut und passen perfekt zu Sciene-Fiction-Romanen. Die Inhaltsangabe ist tatsächlich mal eine, die nicht zu viel von der Handlung verrät. Diese ist unheimlich komplex und teilweise sehr wissenschaftlich, weshalb man auch mal Google befragen muss, um weiterhin durchzusteigen. Der technische Aspekt steht an einigen Stellen ganz schön im Vordergrund – aber dafür ist es halt Science-Fiktion. Viele moralische und gar philosophische Themen werden aufgegriffen und sind in die Überlegungen rund um die Kugelblitze und ihre Verwendung eingeflossen. Gibt es Kugelblitze wirklich oder waren alle Sichtungen nur Halluzinationen? Was sind sie überhaupt? Woraus bestehen sie? Wie erzeugt man sie und kann man das überhaupt? Wie kann man sie nutzen? Dazu hat sich Cixin Liu seine ganz eigene Antwort gebildet. Leider entsteht an einigen Stellen ein irgendwie witziger Effekt, da das Buch eben schon sehr alt ist. Zu dem Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde es in der nahen Zukunft angesiedelt. Und in der befinden wir uns jetzt schon und natürlich ist alles ganz anders und die Wissenschaft auf Gebieten fortgeschritten, die man sich damals noch nicht denken konnte. Auf anderen Gebieten treten wir dagegen immer noch auf der Stelle. Ein bisschen wie mit „Zurück in die Zukunft“, wo die Zukunft auch schon zur Vergangenheit geworden ist. Die Trisolaris-Reihe ist das Sprungbrett des Autors in die westliche Welt gewesen, aber jetzt wird das hier zum Nachteil. Viele Rezensionen zu „Kugelblitz“ fallen negativer aus, da die Leserschaft schon die Trisolaris-Reihe gelesen hat, die chronologisch nach diesem Einzelband erschienen ist und nicht mehr damit zu vergleichen ist. Ich freue mich jetzt aber umso mehr darauf, sie mal komplett zu lesen. Was den Schreibstil angeht, kann ich die Übersetzung in diesem Sinne nicht beurteilen, aber es liest sich weitgehend flüssig. Über die ein oder andere Formulierung bin ich zwar gestolpert, aber meist hat alles gepasst. Einige Passagen bzw. Stimmungen haben mich gar an Haruki Murakami denken lassen, welche sehr schön und poetisch zu lesen waren. Am faszinierendsten (und das war sicher auch vom Autor so gewollt) ist aber nicht der Protagonist Chen oder das später auftauchende Genie Ding Yi, sondern die wissenschaftliche Femme Fatale Lin Yun. Eine junge, ehrgeizige Forscherin, die Chen von Anfang an bezaubert und sich voll und ganz der Kriegswaffenforschung verschrieben hat. Aber sie ist ein zweischneidiges Schwert und ebenso undurchschaubar wie gefährlich. Ich war erleichtert, dass sie nicht auf ein Dasein als sexy nerdy girl reduziert wurde, sondern womöglich der Charakter mit dem meisten Tiefgang des Buches geworden ist. Außerdem gefällt mir ihr strebendes, selbstbewusstes Wesen sehr. Obwohl einem der wissenschaftliche Aspekt ordentlich um die Ohren gehauen wird, war es sehr spannend, in diese Welt einzutauchen. An einigen Stellen, besonders am Anfang und in der Mitte, zog sich das Buch ein bisschen in die Länge. Außerdem wirkt Lin Yun stellenweise wie eine Art Übermensch, ein kalter, perfekter Roboter. Aber man muss bedenken, dass wir alles durch Chens Augen sehen und sie für ihn ein dermaßen faszinierendes Wesen ist, dass er sie fast schon vergöttert. Das Ende lässt aber genügend Platz, damit sie sich ihre Menschlichkeit zu 100 Prozent wieder eingestehen kann, und hat auch mich wieder versöhnlich gestimmt. Daher gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen und nenne das einen guten Einstieg ins Genre Science-Fiction und in das Gesamtwerk von Cixin Liu!

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Der chinesische Science-Fiction Autor Cixin Liu hat mit „Die drei Sonnen“ einen weltweiten Erfolg erzielt. Nicht überraschend, dass nun auch seine früheren Werke veröffentlicht werden, beispielsweise „Kugelblitz“, der 545 Seiten dicke Science Fiction Roman aus dem Heyne Verlag. Der vierzehnjährige Chen erlebt, wie seine Eltern durch einen Kugelblitz getötet werden. Daraus entwickelt er eine Obsession, denn fortan steht die Erforschung dieses rätselhaften Phänomens für ihn im Mittelpunkt seines Lebens. Eine Forschung, die ihn an die Grenzen der bekannten Physik führen wird. Cixin Liu entwickelt daraus ein in sich stimmiges phantastisches Leseerlebnis, das als durchaus gelungen bezeichnet werden kann. Geschickt vermischt er dafür Realität und Fiktion und rutscht dabei häufig in den Bereich der sogenannten Hard Science Fiction, die sich um wissenschaftliche Genauigkeit und Logik auszeichnet. Das ist zwar nicht jedermanns Sache, daher könnte ein Probelesen vorab gegebenenfalls nicht schaden. Lässt man sich aber darauf ein, wird ein durchgehendes Science Fiction Erlebnis geboten, dass an manchen Stellen aber auch durchaus Längen aufweist. Und auch das es bis heute einen gewissen technischen Fortschritt gab, sollte beim Lesen im Hinterkopf behalten werden, schließlich wurde das Buch bereits 2001 geschrieben. Dann aber steht dem Vergnügen eigentlich nichts mehr im Wege.

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Cixin Liu wurde über die Trisolaris-Trilogie zu einem Weltstar im Bereich Science-Fiction. Da kommt es Fans, Verlagen und Autor entgegen, dass er über die Jahre zuvor bereits fleißig war und auf ein umfangreicher Katalog an noch nicht übersetzten Büchern und Geschichten blicken kann. Aus diesem kam nun "Kugelblitz" zur Veröffentlichung in Deutschland. Die Geschichte beginnt im 14. Lebensjahr des Protagonisten Chen. Durch einen Kugelblitz werden seine Eltern vor seinen eigen getötet. Diese traurige Ereignis prägt von diesem Zeitpunkt an sein Leben. Über Umwege und den Willen zur Erforschung des Phänomens verschlägt es ihn gar ins Zentrum der militärischen Erforschung der Kugelblitze. Neben den wissenschaftlichen Hintergründen bietet "Kugelblitz" einige gewagte aber spannungsbringende Thesen zu deren Herkunft und Wirkung. Und für einige zwischenmenschliche Verstrickungen bleibt auch noch Zeit. Cixin Lius Trisolaris-Trilogie habe ich bislang erst zu 2/3 geschafft. Irgendwie reichte die Spannung für mich nicht, direkt den letzten Teil in die Hand zu nehmen. Statt dessen Griff ich erst einmal zu "Kugelblitz". Trotz des Umfangs von knapp 550 Seiten handelt es sich um ein kompaktes Werk, welches ich innerhalb weniger Tage mit Genuss "verschlang". Die Erforschung eines Naturphänomens auf der Erde packte mich irgendwie mehr als die Weiten des Weltalls der Trilogie.

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Ich habe vor einiger Zeit die Trilogie um „Die Drei Sonnen“ von Cixin Liu gelesen. Und als sich jetzt die Gelegenheit ergeben hat, „Kugelblitz„ zu lesen, habe ich natürlich nicht Nein gesagt 🙂 Wie schon in den Drei Sonnen gelingt es Liu auch in Kugelblitz eine Geschichte zu erschaffen, die einen echten, wissenschaftlich faszinierenden Kern hat, nämlich eben das Phänomen der Kugelblitze. Nur mit einem Phänomen gibt sich Liu aber natürlich nicht zufrieden und beginnt eine meisterhafte Geschichte zu spinnen, die der Frage nachgeht, was ein Kugelblitz sein könnte und was ihn ausmacht. Davon leitet er dann die Frage ab, was wäre, wenn Blitze militärisch nutzbar gemacht werden können und ehe man sich versieht, ist man in einer Geschichte, die Teils Science, viel Fiction, einiges an Beziehungsdrama und sehr viel Dystopie ist. Der besondere Reiz des Buches ist es dabei, dass es Cixin Liu gelingt, wie Jules Verne Dinge die Möglich sind mit solchen zu vermischen, die möglich sein könnten oder unmöglich sind. Dabei spielt er mit dem was ist und dem was sein könnte. Das ganze, wie schon in der Trilogie, sehr packend erzählt und stringent aufgebaut. Und so hat man am Ende das Gefühl, dass letztlich fast alles gut geworden ist – und die Frage im Kopf, warum eigentlich immer alles irgendwie zu militärischem Einsatz und zu Krieg führen muss. Und den Eindruck, dass es eigentlich keine Rolle spielt, wenn am Ende durch einen sehr interessanten Spin die Frage aufkommt: Gibt es Gott und ist Gott ein Alien? Um zu verstehen, wie Cixin Liu es schafft, von einer fantastischen Geschichte zu einer philosophischen Betrachtung zu finden, muss man das Buch wohl selbst lesen. Nur soviel ist klar: Manchmal ist da mehr, als es scheint. Und manchmal hilft es, einfach nur genau hinzusehen. Wer Sci-Fi mag, wird dieses Buch lieben. Wer Wissenschafts-Fiktion mag, wird dieses Buch lieben. Wer sich fragt, ob es da draußen mehr gibt, als wir glauben, wir dieses Buch lieben. Ich bin fasziniert. Und bin sicher, in ein paar Jahren wir der Name Liu so bekannt sein wie Stephen King, Charles Darwin und Donald Trump.

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Das Science-Fiction Highlight des letzten Jahres war für mich definitiv der Roman „Die drei Sonnen“, sowie die beiden folgenden Teile der Trisolaris-Trilogie von Cixin Liu. Mit dieser komplexen Geschichte brachte der Autor mein Verständnis von Sci-Fi auf einen völlig anderen Level. Mit „Kugelblitz“ erschien nun ein weiterer, schon fast 20 Jahre alter Roman des Schriftstellers, auf Deutsch. Als ein Kugelblitz die Eltern des jungen Chen vor dessen Augen tötet, beschließt er sein Leben der Erforschung dieses Phänomens zu widmen. Fortan studiert Chen alle möglichen Zweige der Physik, um dem Geheimnis dieser rätselhaften Kraft auf den Grund zu kommen. Als anerkannter Wissenschaftler forscht er zusammen mit Lin Yun, einer Waffensystementwicklerin, nach dem Ursprung der Kugelblitze. Der Durchbruch gelingt, und Chen muss sich entscheiden wem seine Loyalität gilt, und wie er dazu steht, daß seine Entdeckung auch als Waffe genutzt werden kann. Auch in diesem Werk erstaunt und begeistert der Autor mit phantastisch-wissenschaftlichen Ideen, die ich auch als Physik-Laie gut nachvollziehen kann. Chens Geschichte und sein Leben für die Wissenschaft, sind mitreißend und spannend. Weitere Themen des Buches sind jedoch Krieg, Kriegstaktiken, Waffen und Waffensysteme. An einer Stelle heißt es, daß sich alle Kräfte der Welt in Waffen verwandeln lassen, und dies ist die, wie ich finde, traurige und realistische Hauptaussage des Romans, die wert ist, unter einem moralischen Aspekt näher betrachtet zu werden. „Kugelblitz“ lässt sich nicht mit der Welt von Trisolaris vergleichen. Es ist kein Meisterwerk, trotzdem ein spannender und kurzweiliger Roman, der zeigt, was für ein kreativer Autor und Geschichtenerzähler Cixin Liu ist.

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Wissenschaftlich, aber nicht Trisolaris ;)

Von: Patricia Krüger

18.07.2020

Zugegeben, ich bin bei diesem Werk vom Oberchinesen etwas zwiegespalten. Ging es anfangs noch sehr interessant los mit einer vielversprechenden Entwicklung der Handlung, fand ich mich nach ca. 150 Seiten in einer zähen Erzählung über Physik und Waffenentwicklung wieder. Und der lässt sich nur bedingt folgen. Es ist wie in der Trisolaris-Erzählung: jeder, absolut jeder Charakter hat etwas mit Wissenschaft am Hut. Selbst die Piloten verstehen, was dort bequatscht wird. Es wird immer abstrakter, physikalischer, aber auch faszinierender. Wenn man nämlich einen Aspekt verstanden hat, erscheint der Rest nur cooler. Unglücklich beschrieben fand ich den ganz plötzlich eingeschobenen Krieg. Er war einfach da. Von heute auf Morgen. Vollkommen logisch erklärt. Und das ist auch das Hauptmanko des Buches, nämlich Logik. Alle Zusammenhänge sind in sich logisch, die Reaktionen der Charaktere, ihre Aktionen und Reaktionen, alles logisch. Aber mir fehlten die überzeugenden Gefühlsregungen und Gespräche. Es war einfach zu viel des Logischen. Zum Schluss hat der Herr Autor dann meiner Meinung nach wirklich alles gegeben, was den Ausgang des ganzen Kriegs-Waffen-Physik-Breis betrifft. Auch wenn wieder einmal logische Erklärungen in Gespräche reingehämmert wurden. Quasi eine Erzählung in einer Erzählung. In einem hochemotionalen Moment. Stellt euch einen dramatischen Dialog in einem Musical vor und dann singen beide über ihre Vergangenheit. So läuft das bei Cixin Liu häufig ab. Es nimmt der zweifelsfrei unrealistischen Welt den letzten Funken Quasi-Realismus. Es war gewaltig, keinesfalls an den Haaren herbeigezogen, aber der distanzierte, überkorrekt förmliche Umgang der Charaktere ist nach wie vor sehr befremdlich und nimmt der Geschichte etwas die Spannung.

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Die lange Reise von Chen

Von: Malaxy

16.07.2020

"Zwei Straßen gingen ab in einem gelben Wald, und leider konnte ich nicht beide gehen. Ich nahm die weniger begangene, und das hat allen Unterschied gemacht." S.503 Zum Inhalt: Kugelblitz erzählt das Leben eines Jungen und dessen Heranwachsen, der seine Eltern durch einen Kugelblitz verloren hat. Seit diesem Moment fesselt ihn diese mystische Kraft und er will sein Leben damit verbringen, diese zu erforschen. Eigene Meinung: Auf 539 Seiten begleitet man in diesem Buch den Protagonisten Chen auf seinem Leben. Es beginnt durch den Schicksalsschlag, der die Story bestimmt - seine Eltern werden durch einen Kugelblitz getötet. Insgesamt geht die Erzählung nicht so sehr auf die Emotionen von Chen ein, was aber dann im Laufe des Buches immer passender wird, da Chen ein Wissenschaftler, Physiker und "Nerd" ist. Der Schreibstil ist sehr erzählerisch aufgebaut. Es beginnt mit viel Story um Chen und sein Leben, bevor es in Media res geht. Bis dahin hat man für Chen Sympathien aufgebaut und kann sich gut in dessen Leben hineinversetzen, da man dieses von Beginn an begleitet hat - gleichzeitig ist das Buch besonders im ersten Teil kein Pageturner. Im Zweiten und Dritten Teil des Buches nimmt dann die Story an Fahrt auf und es wird auch spannend geschrieben. Was mir in dem Buch sehr gut gefallen hat ist, dass der Protagonist Chen nicht der typische Held ist, den man in vielen anderen Büchern kennt und alles, was er sich in den Kopf setzt durch puren Willen schafft. Er gibt manchmal auf, kämpft dennoch an anderen Fronten um Fortschritte zu machen und ist auf die Hilfe von seinen Freunden angewiesen, um voranzukommen. Zusätzlich habe ich in diesem Buch einiges über Physik und Meteorologie gelernt. Dieses Wissen wurde ganz nebenbei unglaublich spannend eingebaut. Das hat mich sehr begeistert. Fazit: Eine sehr schöne Geschichte mit spannendem Bogen. Wer dran bleibt wird belohnt.

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