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Luis Sellano

Portugiesische Tränen

Roman
Ein Lissabon-Krimi

Paperback
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Für den ehemaligen deutschen Ermittler Henrik Falkner sind die malerischen Gassen der Lissaboner Altstadt zur neuen Heimat geworden. Von seinem Onkel Martin hat er ein uriges Antiquariat geerbt – und zahlreiche Artefakte, die Teil von bislang ungeklärten Verbrechen sind. Eines Tages findet er im Laden eine kitschige Fahne, auf der ein seltener japanischer Fisch abgebildet ist, ein Koi. Henrik ahnt, dass er einem neuen Rätsel auf der Spur ist. Einem tödlichen Rätsel, denn die Spur führt zu skrupellosen Sammlern des wertvollen Fisches, die vor nichts zurückschrecken. Schon bald steht Henrik zusammen mit der Polizistin Helena vor der ersten Leiche. Es wird nicht die letzte sein …


ORIGINALAUSGABE
Paperback , Klappenbroschur, 352 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-41946-9
Erschienen am  10. April 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Lissabon, Portugal

Rezensionen

Der angebetete Fisch

Von: Christiane D.

25.04.2021

Ein Whiskey, ein Lieferschein und eine Fahne, drei Dinge, die auf den ersten Blick nichts gemein haben, und doch führen sie Henrik Falkner auf die Spur eines weiteren ungeklärten Falls, den sein verstorbener Onkel ihm gemeinsam mit dem Antiquariat vererbt hat. Die Hinweise führen Falkner zur japanischen Botschaft und mitten hinein in einen Kampf um einen seltenen Koi. Die Beteiligten würden töten für den wertvollen Fisch. Aber wer von ihnen geht tatsächlich bis zum äußersten? Obwohl der dritte Band einer Reihe, so kann er doch vollständig für sich alleine stehen und ist auch ohne Vorkenntnisse verständlich. Im Verlauf wird über vergangene Ereignisse, die zumindest einen geringen Einfluss auf die aktuellen Geschehnisse haben, ausreichend informiert. Selbst wenn man erst nach der Lektüre später erschienener Bände auf diesen Fall zurückgreift, merkt man sofort, dass nichts relevantes vorweggenommen wurde, das Rätsel absolut ungelöst vor einem liegt. Nicht immer sind die Gedankengänge Falkners für den Leser sofort nachvollziehbar, dennoch folgt man ihm bereitwillig in jede noch so brenzlige Situation. Vermutlich könnte er selbst nicht beantworten, ob er sich der bevorstehenden Gefahren nicht bewusst oder einfach nur lebensmüde ist. Allerdings muss man trotz allem unumwunden zugeben, dass durch seinen Leichtsinn immer mehr Gegenspieler ihre Maske fallen lassen, wodurch die Handlung merklich angetrieben wird. Zunächst noch ein bisschen verhalten, schließlich müssen die gefundenen Artefakte erst einmal einen Sinn ergeben, wird der Spannungsaufbau stetig vorangetrieben. Konzentration ist ebenso geboten, um nicht die Orientierung zu verlieren oder gar in eine geschickt platzierte Falle zu tappen. Einmal gefangen im Kosmos rund um den angebeteten Fisch, scheint ein geordneter, gewaltfreier Rückzug unmöglich. Die Frage ist nun, wie stark die Blessuren sein werden, die man davonträgt. Luis Sellano gelingt es regelmäßig aus eher unscheinbaren, fast schon trivial anmutenden Hinweisen eine komplexe Geschichte zu formen, deren Ausmaß womöglich selbst für den Autor im Vorfeld nicht unbedingt zu erfassen ist. Über unbedachte Aktionen der Hauptfigur lässt sich mitunter streiten, aber gerade die Unberechenbarkeit des Charakters zieht den Leser in den Bann. Ab und an wird das Tempo ein bisschen zu sehr heruntergefahren, hier wünscht man sich ein wenig mehr Kontinuität. Ansonsten ist man schlichtweg gespannt welche Geheimnisse das Antiquariat noch preisgeben wird.

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SPANNEND. FACETTENREICH. PORTUGIESISCH.

Von: BuchWinter

27.08.2018

Im dritten Teil der Lissabon-Krimis geht es erneut um den ehemaligen Ermittler Henrik Falk, der durch Zufall in den nächsten mysteriösen Fall hineinschlittert. Vorab muss ich sagen, dass ich die ersten beiden Bände der Reihe nicht gelesen habe, sie mir aber im Anschluss an dieses Buch gleich bestellt habe. Ich finde nicht, dass es ein Nachteil ist, wenn man die Vorgänger nicht gelesen hat. Der Leser bekommt immer einen kleinen Rückblick, wenn „alte Bekannte“ auftauchen. Was mir von Anfang an auch super gefallen hat, ist die Karte von Lissabon, welche vorne und hinten im Buch abgedruckt ist. Die Schauplätze des Falles sind markiert, sodass der Leser nachschauen kann, falls er den Faden verliert. Finde ich persönlich wirklich sehr gelungen und eine tolle Idee. In der Geschichte geht es – wie oben schon genannt – um den ehemaligen Ermittler Henrik Falk. Dieser erbt ein Antiquariat in Lissabon und hat sich zurückgezogen. Als beim Entrümpeln eines Zimmers auf einmal eine mysteriöse Nummer auftaucht, fällt er in alte Muster zurück und wittert eine heiße Story, der sein verstorbener Onkel auf der Spur war. Obwohl er keinerlei Anhaltspunkte hat, um was es sich überhaupt handelt, begibt er sich auf die Suche. Doch er ahnt nicht, welche Geister der Vergangenheit er heraufbeschwört. Als Henrik die Besitzerin der Telefonnummer ermittelt und sich mit ihr trifft, setzt dies eine Reihe von Mordfällen in Kraft, in die er – ob er will oder nicht – von nun an verwickelt ist. Ihn beschleicht das Gefühl, dass der Tod seines Onkels vielleicht gar kein natürlicher Tod war und sogar mit diesen Fällen zusammenhängen könnte. Wusste er etwa zu viel und wurde deshalb getötet? Mit dabei ist eine alte Bekannte, die Kommissarin Elena, in die er verliebt zu sein scheint. Sie ermittelt in den Mordfällen und ihre nicht definierte Beziehung kühlt im Laufe der Ermittlungen merklich ab. Henrik will ihr nicht die ganze Wahrheit sagen, was die Spannungen nur verstärkt. Ich persönlich habe Henrik gleich ins Herz geschlossen und er ist mir bis zum Ende sympathisch geblieben. Als sich die Lage zuspitzt und Henrik selbst in Gefahr gerät, erkennt er zu spät die Zusammenhänge der Geschichte. Kann er sich und Andere noch retten? FAZIT. Für mich ein gelungener Krimi! Das Buch baut sehr schnell Spannung auf, wodurch es für mich schwierig war, es wegzulegen. Immer neue Verwirrungen sorgen für Undurchsichtigkeit des Falles. Nebenbei wird der Leser durch Lissabon geführt und ich wäre am liebsten ins nächste Flugzeug gestiegen und hätte mir das Land selber angeschaut. Durch die genaue Beschreibung fühlt sich der Leser mit dem Fall verbunden und es fühlt sich an, als würde man mit Henrik zusammen durch die Straßen Lissabons hetzen und versuchen, den Fall zu lösen. Der Fall selber entwickelt sich anders, als man anfangs annimmt und das Ende ist bis kurz vorher nicht absehbar. Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. An dieser Stelle auch nochmal danke an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für das tolle Rezensionsexemplar! Bewertung: 4 von 5 Lesezeichen.

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Vita

Luis Sellano ist das Pseudonym eines deutschen Autors. Auch wenn Stockfisch bislang nicht als seine Leibspeise gilt, liebt Luis Sellano Pastéis de Nata und den Vinho Verde umso mehr. Schon sein erster Besuch in Lissabon entfachte seine große Liebe für die Stadt am Tejo. Luis Sellano lebt mit seiner Familie in Süddeutschland. Regelmäßig zieht es ihn auf die geliebte Iberische Halbinsel, um Land und Leute zu genießen und sich kulinarisch verwöhnen zu lassen.

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