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Jan M. Piskorski

Die Verjagten

Flucht und Vertreibung im Europa des 20. Jahrhunderts

(1)
Paperback
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Das 20. Jahrhundert wird auch als Zeitalter der Vertreibungen bezeichnet. Schon bevor der Erste Weltkrieg ausbrach, wälzten sich über den Kontinent Ströme von Menschen, die vor ethnischen Verfolgungen flohen. Und noch im letzten Viertel des Jahrhunderts gab es Zwangsmigrationen, ausgelöst vor allem durch den Zusammenbruch des kommunistischen Systems. Jan M. Piskorski legt mit seinem preisgekrönten und auf breiter Quellen- und Literaturbasis geschriebenen Buch eine Geschichte dieser Vertreibungen vor. Ein leidenschaftliches, mahnendes, mitunter auch provokantes Buch, das man nicht unberührt aus der Hand legt.

»Jan Piskorski, hat sich daran gemacht, weiße Flecken in der Historie der unendlichen europäischen Vertreibungen, Völkerverschiebungen oder Massenfluchten zu tilgen.«

Neues Deutschland, 23.05.2015

Aus dem Polnischen von Peter Oliver Loew
Originaltitel: WYGNANCY Migracje przymusowe i uchodzcy w dwudziestowiecznej Europie WYGNANCY. Migracje przymusowe i uchodzcy w dwudziestowiecznej Europie
Originalverlag: PIW
Paperback , Klappenbroschur, 432 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
mit Abbildungen
ISBN: 978-3-570-55273-5
Erschienen am  02. March 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Die Verjagten des 20. Jahrhunderts in Europa

Von: Hans Caastorb

03.04.2016

Dieses Buch ist aufwühlend, erschütternd und informativ. Der Autor Jan M. Piskorski, einer der profiliertesten polnischen Historiker, erzählt die Geschichte des letzen Jahrhunderts aus der Sicht der verjagten Menschen. 80 Millionen Flüchtlinge sollen im 20. Jahrhundert in Europa unterwegs gewesen sein. Wir lesen Briefe von Vertriebenen, Geschichten von Flüchtlingsschicksalen oder Ausschnitte aus Gedichten, Romanen und Erzählungen. Eindrucksvoll erlebt der Leser, was es heißt, Flüchtling zu sein, aus seinem Haus vertrieben zu werden, den Schlüssel seiner Wohnung abgeben zu müssen und in eine ungewisse Zukunft hineingestossen zu werden. Die Europäer vergessen, dass die Erfahrung erzwungener Flucht in großem Umfang etwas ursprünglich Europäisches ist. Es begann mit den Balkankriegen am Anfang des letzten Jahrhunderts, mündete in zwei Weltkriegen und endete wieder am Balkan. Noch vor wenigen Jahrzehnten tobten im Kosovo ethnische Säuberungen, die Millionen Flüchtlinge verursachten. Betrachten wir die derzeitige Flüchtlingswelle in Europa, fragt man sich, ob Europa etwas aus seiner Vergangenheit gelernt hat. Jeder, der sich mit der aktuellen Syrien-Flüchtlingskrise beschäftigt, sollte dieses Buch gelesen haben. Die vielen Verweise auf Erzählungen und Romane regen zum weiteren Lesen an. Piskorski zitiert häufig Werke von Erich Maria Remarque, Isabel Allende oder Alexander Solschenizyn, aber auch viele andere unbekanntere Quellen finden Erwähnung.

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Vita

Jan M. Piskorski

Jan M. Piskorski, geboren 1956, ist einer der profiliertesten polnischen Historiker. Er ist Professor für Vergleichende Geschichte Europas an der Universität Stettin. Gastprofessuren führten ihn u.a. nach Mainz, Halle (Saale) und Osnabrück. Als Essayist schreibt er für zahlreiche polnische und ausländische Zeitungen und Zeitschriften. Mit seiner Streitschrift »Vertreibung und deutsch-polnische Geschichte« (2007) trug er eine wesentliche Stimme zur Debatte um das Zentrum gegen Vertreibung in Berlin bei.

Zum Autor