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Astrid Lindgren. Ihr Leben

Paperback
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Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertochter und viele weitere – vor fünfundsiebzig Jahren begann die außerordentliche Karriere Astrid Lindgrens, deren Bücher die Kinderliteratur revolutionierten. Schon zu Lebzeiten ließen sie die Autorin, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und die Rechte von Kindern engagierte, zu einer Legende werden, bevor sie 2002 vierundneunzigjährig verstarb.

Jens Andersen blickt in dieser ersten umfassenden Biografie nach Astrid Lindgrens Tod hinter die Fassade des weltweiten Erfolgs und erzählt das Leben der allseits geliebten Bestsellerautorin neu. Eine einfühlsam-respektvolle Biographie, die uns den Menschen Astrid Lindgren zeigt, die bekannteste Geschichtenerzählerin der Welt, eine bedeutende politische Autorin und Kämpferin für Menschenrechte.

Die Verfilmung ihrer Jugendjahre kam unlängst unter großer Aufmerksamkeit in die deutschen Kinos.

»Lindgren fasziniert immer noch, als Ikone der Gleichberechtigung und des Feminismus, zu einer Zeit, als es diese Wörter noch gar nicht gab.«

SR 2, 16.10.2015

Aus dem Dänischen von Ulrich Sonnenberg
Originaltitel: Denne dag, et liv. En Astrid Lindgren-biografi
Originalverlag: Gyldendal
Paperback , Klappenbroschur, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
mit Abb.
ISBN: 978-3-570-55352-7
Erschienen am  13. März 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Eine sehr authentische Biografie über Astrid Lindgren

Von: buecher-fanwolf

13.12.2020

Ein Dankeschön geht an das bloggerportal und den Pantheon-Verlag für dieses wundervolle Rezensionsexemplar. Rezension: Eine neue Biografie der kämpferischen Astrid Lindgren „Vollkommen glücklich bin ich wohl nur, wenn ich schreibe“, bekannte Astrid Lindgren 1958 ihrer deutschen Freundin Louise Hartung: „Damit meine ich nicht eine bestimmte Schaffensperiode, sondern genau die Augenblicke, in denen ich tatsächlich schreibe.“ Andersen zeichnet das Bild eines rebellischen Mädchens, geboren 1907, das in der Kleinstadt Vimmerby in der schwedischen Provinz Småland aufwächst – später wird das Bild dieser Gegend um die Welt gehen, liebevoll beschrieben von Lindgren in den „Bullerbü“- und „Michel“-Büchern und anderen mehr. Einen Aufsatz der Dreizehnjährigen legt ihr Lehrer dem Besitzer und Chefredakteur der lokalen Tageszeitung vor, der den Text druckt, später dessen Verfasserin als Volontärin einstellt und noch später eine Liebesbeziehung mit der dreißig Jahre Jüngeren beginnt. Astrid Ericsson wird schwanger, bringt das Kind in Dänemark zur Welt und verlässt dessen Vater, der sie gern geheiratet hätte. Ihr Sohn Lasse aber verbringt die ersten Jahre getrennt von der Mutter in Kopenhagen, und in einer gespenstischen Szene beschreibt der Biograph, wie Lasse, als er schon wieder bei seiner Mutter lebt, diese auffordert, dänisch mit ihm zu sprechen und so zu tun, als sei sie seine Pflegemutter. Andersen betont, wie traumatisch Astrid Lindgren die Trennung von ihrem Sohn erlebt hat, und kaum zufällig wimmelt es im Werk dieser Autorin von vaterlosen Kindern. Explizit geht Andersen diesen Verbindungslinien aber nicht nach, so wie er sich insgesamt gern auf die Darstellung der Biographie zurückzieht, ohne sich in der Interpretation des Werks zu verlieren. Offensichtliches wird geschildert, aber nicht weiter ausgedeutet, etwa Lindgrens Bild vom Nationalsozialismus und vom Kommunismus als zwei urzeitliche Reptilien, die sich bekämpfen, in ihren Kriegstagebüchern – dreißig Jahre später kehrt das verwandelt in „Die Brüder Löwenherz“ wieder, und vor dem Hintergrund der frühen Ausformung gewinnt der späte Märchenroman auf einmal eine politische Dimension. Ein Beispiel für viele. Wer jedenfalls Lindgrens Werk weiter ausleuchten wollte, fände zahlreiche Ansätze dazu in Andersens materialreicher Biographie, Wegzeichen, denen der sonst so fleißige Autor offenbar nicht sehr viel weiter nachgehen wollte. Eine künftige Astrid-Lindgren-Forschung jedenfalls müsste exakt hier ansetzen: mit der Frage, welchen Anteil die erlebte Zeitgeschichte an der Gestaltung von Bullerbü, von Lönneberga, von Saltkrokan oder auch dem zum „Land der Dämmerung“ umgeformten Stockholm einnimmt. Fazit: Die Biografie ist ein Must Have für Alle, die die Helden aus Lindgrens Bücher lieben und mehr über die bekannteste Kinderbuch-Schriftstellerin der Welt erfahren wollen.

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Eine tolle Bereicherung für meine Astrid Lindgren Themenwoche

Von: Frau Pastell

22.08.2020

Dieses Werk ist mit knapp 450 Seiten eine sehr umfangreiche Biographie Astrid Lindgrens. Hier findet man alles über die berühmte Kinderbuchautorin, was das Herz begehrt. Von der Geburt, ihren Eltern, über die schwierige Jugend und ihr erstes Kind bis hin zu ihrem Welterfolg und ihr politisches Engagement in späteren Jahren. Besonders gut haben mir die vielen Zitate von Astrid Lindgren in ihren Briefen und Gesprächen gefallen, das macht das Buch besonders authentisch und nah an der Autorin. Man erfährt so viel, was man nicht wusste, allerdings ist das Werk nicht für den schnellen Verzehr geeignet. Es braucht Zeit, sich in die Welt Astrid Lindgrens einzulesen und alle Infos aufzunehmen. Für einen schnellen Überblick empfehle ich eher die beiden anderen Werke. Schön wäre auch eine Übersichtstafel über ihre Lebensabschnitte gewesen.

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Vita

Jens Andersen

Jens Andersen, geboren 1955, hat sein Studium der Nordistik an der Universität von Kopenhagen mit einer Promotion abgeschlossen, arbeitete viele Jahre als Literaturkritiker für große dänische Zeitungen und lebt nun als Schriftsteller in Kopenhagen. Seit 1990 veröffentlicht er Biografien skandinavischer Persönlichkeiten, u.a. 2012 über Königin Margrethe II.; 2005 erschien auf Deutsch sein viel beachtetes Buch »Hans Christian Andersen«, für das er mehrfach ausgezeichnet wurde. Jens Andersen erhielt u.a. den Georg-Brandes-Preis, den Søren-Gyldendal-Preis und den Preis des dänischen Schriftstellerverbands. »Astrid Lindgren. Ihr Leben« wurde in Dänemark 2015 zum »Sachbuch des Jahres« gekürt und erhielt den renommierten Politikens Litteraturpris; das Buch wurde in Dänemark und Schweden zum Bestseller.

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Ulrich Sonnenberg

Ulrich Sonnenberg, geboren 1955 in Hannover, arbeitet als freier Übersetzer und Herausgeber in Frankfurt/Main. 2013 erhielt er den Übersetzerpreis des Staatlichen Dänischen Kunstrats. Er übersetzte u.a. Bücher von Hans Christian Andersen, Carsten Jensen, Karl Ove Knausgaard und Jens Andersens Astrid Lindgren-Biografie.

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Pressestimmen

»Andersen schafft es, das Leben der engagierten Autorin aus einem eigenen Blickwinkel zu erzählen.«

SZ Extra, 05.11.2015