Hirschhornharakiri

Fellingers dritter Fall

Hörbuch CD (gekürzt)
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Deutschlands schärfster Lebensmittelinspektor unter Mordverdacht

Das Fest zum 100-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr nimmt legendäre Ausmaße an – und fatale für den Fellinger. Er hat einen kompletten Filmriss, als ihn der Lechner in seiner Eigenschaft als Ordnungshüter am nächsten Tag aus dem Bett klingelt. Nicht etwa, um den Fellinger zum Frühschoppen abzuholen, sondern um ihn in Gewahrsam zu nehmen: Verdacht auf ein Tötungsdelikt. In der Polizeiinspektion konfrontiert Lechner seinen Spezi mit der Anschuldigung, dem Rosenberger Horst, seines Zeichens Jäger, in der vergangenen Nacht in einem Waldstück ein Hirschgeweih in den Ranzen gerammt zu haben. Ergebnis: Die Beweislast ist erdrückend. Fellinger steht vor seinem schwierigsten Fall – denn er selbst scheint der Täter zu sein!


Originalverlag: Heyne
Hörbuch CD (gekürzt), 6 CDs, Laufzeit: ca. 7h
ISBN: 978-3-8371-4940-1
Erschienen am  13. Januar 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Bayerischer Wald, Deutschland

Rezensionen

Fellinger hat zwei Kater …!

Von: Claudia S. / Kreis HD

18.02.2021

100 Jahre freiwillige Feuerwehr, das wird gefeiert und da wird so mancher „Brand“ gelöscht (oder auch gelegt – der kommt ja am Tag nach dem Saufgelage). Auch unser Fellinger bechert tapfer mit. Doch dann wird er unsanft vom Lechner aus seinem Schlaf gerissen und Fellinger hat Mühe, zu verstehen, dass ausgerechnet er den Rosenberger ermordet haben soll. Und dann auch noch mit einem Hirschgeweih! Blöd nur, dass er einen totalen Blackout hat und ihm einfach nicht einfallen will, was am Tag und Abend zuvor geschehen ist. Also muss jetzt genau recherchiert werden, trotz Brummschädel und kaputtem Knie …! Diesmal hat es unseren Fellinger arg erwischt! So sehr, dass er kaum wieder in die Spur findet! Ist aber auch verständlich, weiß er doch selbst, dass er keiner Fliege was zuleide tun kann und dann soll er einen so grausigen Mord begangen haben. Das haut selbst stabilere Leute aus den Schuhen. Doch wie sich das alles dann auch noch verzwickt verwickelt hat, macht einen Brummschädel auch nicht gerade besser. Dennoch sind seine Schlussfolgerungen erfrischend, teils urkomisch, aber immer logisch und naheliegend. Nur braucht er mit seinem Brummschädel diesmal ein bisschen länger als sonst. So nebenbei hab ich dann noch festgestellt, dass der Fellinger und ich am gleichen Tag Geburtstag haben, allerdings nicht im selben Jahr. Die ganze Truppe wächst mir von Fall zu Fall mehr ans Herz und ich gehe sogar so weit zu sagen, dass ich den Fellinger mehr mag, als den Eberhofer und den Kluftinger zusammen! Natürlich freut es mich ganz besonders, dass der Fellinger den grantelnden Kater, der ihm im letzten Fall quasi das Leben gerettet hat, bei sich aufgenommen hat. Dieser Fall ist intelligent aufgebaut, hat viel Lokalkolorit und bayerischen Humor, ist aber dennoch nicht platt oder flach. Ganz viele kleine Anspielungen sind darin versteckt, die auch dem Leser ein bisschen zu denken (und an sich selbst arbeiten) geben. Vielleicht ist „Sozialkritik“ ein bisschen zu viel gesagt, aber Oliver Kern legt seinen Finger schon gekonnt auf die eine oder andere Schwachstelle. Er spielt mit Klischees, aber auf eine wundervolle und passende Art und Weise. Das gefällt mir sehr gut! Ja, ich freu mich bereits auf weitere Fälle unseres Lebensmittelkontrolleurs der besonderen Art. Ich muss doch auch wissen, ob sich in Sachen Liebe endlich ein Knoten bei ihm löst, nach der genialen Überraschung ganz am Ende! Lustig, spannend, menschlich und rundum gelungen – fünf blitzeblanke Sterne für Oliver Kern und Fellingers dritten Fall und ein ganz dickes Lob an Michael Schwarzmaier, der wie geschaffen ist als Sprecher für dieses Hörbuch!

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Granatapfelmassaker

Von: Eva Fl.

18.05.2020

Die Feuerwehr feiert ihr 100-jähriges Bestehen – mit legendären Ausmaßen. Auch für den Fellinger, seines Zeichens Hygienekontrolleur. Denn er wird am nächsten Tag vom Ordnungshüter Lechner festgenommen. Blöd nur, dass Fellinger einen Filmriss hat und sich absolut nicht erinnern kann, denn ihm wird vorgeworfen, dass er dem Rosenberger ein Hirschgeweih in den Ranzen gerammt haben soll. Die Beweise sind erdrückend und sprechen nicht gerade dafür, dass er es nicht gewesen ist. So ermittelt Fellinger in seinem schwierigsten Fall selbst – als vermeintlicher Täter. Hörbücher finde ich immer wieder unterhaltsam und Zeit-verkürzend, insofern hab ich mich auf die Geschichte echt gefreut, wenngleich sie doch irgendwie kurios klingt. Ich muss sagen, dass ich mir am Anfang etwas schwergetan habe, weil ich lange überlegt habe, woher ich den Fellinger kannte. Bereits im Sommer 2018 habe ich „Eiskalter Hund“ gehört – und somit den Fellinger kennengelernt. Ist man nun aber „Neuling“ in dieser Geschichte, muss man sich erstmal einfinden, was ein bisschen dauert. Die Geschichte rund um den seltsamen Mord am Rosenberger ist schon echt kurios, aber vielleicht auch möglich in einem Land, in dem gerne mal Hirschgeweihe beim ein oder anderen Jäger an der Wand hängen. Insofern fand ich das eine amüsante, aber doch glaubhafte Überlegung. Gelesen wird dieser Hörkrimi, der gesamt an die sieben Stunden Laufzeit hat (und das schon in einer gekürzten Lesung!), von Michael Schwarzmaier. Es passt hervorragend, wie er dies liest, entsprechend betont, einfach gekonnt für mich. Sein bayrischer Stimmklang passt richtig gut für mich, dadurch wird die Geschichte auch sehr lebhaft. Die verschiedenen Kapitel sind immer wieder mit sehr amüsanten Überschriften versehen, was mir auch gut gefallen hat. Überhaupt kommt Spannung auf, es sind aber auch viele Personen, die dann mitwirken bzw. viele Handlungsstränge, die zusammenkommen. Da wird es schon mal ein bißel schwer den Überblick zu behalten. Was mir nicht ganz so gut gefallen hat bzw. im Hörbuch vielleicht nicht so direkt rüberkommt, dass man es unterscheiden kann: die Zeitsprünge, die der Fellinger macht. Da geht er mal kurzfristig in Gedanken zurück, was aber nicht immer so ganz klar ist, dass er das gerade mal wieder macht. (Im Buch ist das ggf. durch eine kursive Schrift abhebbar.) Alles in allem war die Geschichte wirklich sehr spannend, turbulent aber auch enorm kurios. So fesselnd wie sie war, so lustig waren auch die verschiedensten Szenen, der Humor kommt definitiv nicht zu kurz. Der Sprecher ist für mich hier wieder super gewählt, lediglich hinsichtlich der vielen Handlungsstränge/Personen bzw. der Zeitsprünge habe ich mir etwas schwergetan. Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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Vita

Oliver Kern, 1968 in Esslingen am Neckar geboren, wuchs in der beschaulichen Idylle des Bayerischen Waldes auf. Heute lebt er mit seiner Familie in der Region Stuttgart, ist seiner alten Heimat aber nach wie vor sehr verbunden.

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Michael Schwarzmaier ist Fernsehschauspieler und Synchronsprecher. Nach dem Studium der Germanistik spielte er Theater in Göttingen, Hannover, Berlin und München. Bekannt ist er unter anderem durch seine Rolle als Achim Herbolz in der Telenovela „Lotta in Love" sowie durch etliche Synchronsprecherrollen, wie z.B. in „Law & Order" oder „Die fabelhafte Welt der Amélie". Seit Jahren leiht er unter anderem den Krimis von Andreas Föhr seine Stimme und begeistert damit seine unzähligen Fans.

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