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Sascha Arango

Die Wahrheit und andere Lügen

Roman

Taschenbuch
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Henry Hayden ist ein erfolgreicher Schriftsteller. Er ist elegant, großzügig und charmant. Und er ist gefährlich. Denn Henry ist ein skrupelloser Hochstapler, der in Wahrheit keine einzige Zeile seiner Romane selbst geschrieben hat. Während er seinen Ruhm genießt, sorgt seine Frau dafür, dass er auch weiterhin andauert. Denn sie schreibt die Bücher, für die Henry berühmt geworden ist. Als Henrys Geliebte schwanger wird und verlangt, dass er seine Frau verlässt, steht mit einem Mal seine Existenz auf dem Spiel. Wäre es da nicht einfacher, die Geliebte aus dem Weg zu räumen? Doch dann passiert Henry ein nicht wieder gutzumachender Fehler...

  • »Ein fulminantes Krimidebüt.«

  • Der sensationelle Erfolgsroman des Grimme-Preisträgers

  • Die Geschichte eines grandiosen Hochstaplers, dem ein kleiner Fehler zum Verhängnis wird.

  • Ein psychologischer Spannungsroman der Extraklasse – mehrfach preisgekrönt

  • »Es mag Autoren geben, die bessere Debüts abgeliefert haben - ich kann mich nur an keinen erinnern.«

»Ein fulminantes Krimidebüt.«

Tobias Gohlis, KrimiZEIT-Bestenliste

Originaltitel: Die Wahrheit und andere Lügen
Originalverlag: C. Bertelsmann, München 2014
Taschenbuch, Broschur, 304 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10249-6
Erschienen am  11. December 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Der Schriftsteller

Von: Christiane D.

25.04.2021

Seit sein hochgelobtes Debüt erschienen ist, kann Henry kaum mehr einen Schritt vor die Tür machen, ohne dass er erkannt wird. Dennoch kennt ihn eigentlich niemand, weder Fans noch Verleger oder Kritiker – nicht einmal seine Ehefrau. Bisher konnte Henry Details aus seiner Vergangenheit immer gekonnt unter Verschluss halten. Doch was wird man finden, wenn man sich nicht so einfach abspeisen lässt? Durch Klappentext, Kurzbeschreibung und direkt mit Einstieg wird deutlich, dass dem Charakter Henry mit Vorsicht gegenüberzutreten ist, Sympathien behält man wohlweislich für sich. Obwohl trotz aller Andeutungen die Unschuldsvermutung im Raum stehen sollte – schließlich kann es sich ja auch immer um ein perfides Spiel handeln, das ihn zu Fall bringen soll – spürt man sofort eine gewisse Abneigung. Innerhalb der Erzählung wird garantiert nichts beschönigt, und doch ist man schon bald unsicher was Wahrheit und was Lüge ist. Wo ist die Grenze zwischen beidem, an welchem Punkt vermischt sich das tatsächlich Erlebte mit dem Erdachten? Regelmäßig erwischt man sich bei dem Gedanken es möge endlich eine in sich stimmige Variante dargelegt werden, um Ungereimtheiten auszuradieren und fadenscheinige Annahmen zu eliminieren. Trotz dessen, dass man als Leser kontinuierlich mit einbezogen wird, ist man doch nichts weiter als ein Zaungast oder gar ein Spielball des Autors – wie so viele andere auch. Sprachlich muss man sich zunächst ein wenig einfinden, die Handlung folgt einer recht nüchternen Erzählweise, es fällt kein Wort mehr als unbedingt notwendig. Dennoch, vielleicht auch gerade deswegen, wird der Leser mit jeder weiteren Seite tiefer hineingezogen in diese Geschichte, die so wenig greifbar scheint, obwohl doch alles vor den Augen des Lesers geschieht. Schon lange ist nicht mehr der Ausgang des Geschehens entscheidend. Zahlreiche Elemente pflastern den Weg der Existenz eines jeden einzelnen, Abzweigungen entstehen, werden genommen oder ignoriert, aber immer bleibt alles in Bewegung. So ist auch dieser Roman aufgebaut, der in letzter Konsequenz vermutlich nach einmaligem Lesen gar nicht in Gänze zu durchdringen ist.

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Inhaltlich und sprachlich ein Hochgenuss!

Von: Annette Traks

09.04.2015

Henry Hayden hat es als Schriftsteller zu beachtlichem Ruhm gebracht und kann ein überaus angenehmes Leben in Wohlstand führen. Sein neuester Roman ist auch schon so gut wie fertig, es fehlt nur noch der Schluss. Einzige Schönheitsfehler: Er hat nicht eine Zeile der Werke, die unter seinem Namen veröffentlicht worden sind, selbst verfasst. Autorin ist in beiderseitigem Einvernehmen stets seine Ehefrau Martha gewesen – genau wie beim aktuellen Manuskript. Außerdem ist Betty, Henry's Lektorin und Geliebte, schwanger – und will das Kind unbedingt bekommen. Henry zieht in Erwägung, seiner Frau Affäre und Schwangerschaft zu beichten, bevor sie selbst dahinterkommt. Doch andererseits ist sie die Garantin seines Erfolgs, daher beschließt er angesichts der möglichen Konsequenzen, Betty lieber aus dem Weg zu räumen. Eine Gelegenheit ergibt sich schneller als gedacht, doch Henry unterläuft ein fataler Fehler, der eine Reihe folgenschwerer Verstrickungen nach sich zieht. So manches Mal gerät er in Bedrängnis und erkennt sehr schnell, „dass man ihm glauben würde, solange er log. Nur mit der Wahrheit musste er sparsam und weise umgehen.“ (E-Reader, Pos. 1317). Denn „Herrgott im Himmel, dachte Henry, wenn ich die Wahrheit sage, glaubt mir keiner.“ (Pos. 1673) Sein Schicksal bleibt bis zum Schluss spannend, fordert ein paar zum Teil drastische „Korrekturen“ und letztlich einen Neubeginn. Resümee: Nicht nur inhaltlich ist dies ein außergewöhnlicher Roman, sondern auch sprachlich ein Hochgenuss: Der Autor kann mit Sprache exzellent umgehen, setzt sie subtil und pointiert ein. Dadurch entstehen Wendungen, die den Leser schmunzeln lassen; oft aber bleibt einem das Lachen buchstäblich im Halse stecken. Ähnlich ambivalent erging es mir mit der Hauptperson Henry Hayden: Einerseits ist er natürlich ein Hochstapler und Blender - man müsste ihn eigentlich unsympatisch finden, auch auf Grund der Einblicke in seine Vergangenheit. Andererseits aber zeigt er oft (allzu) menschliche Züge und viel Herz. Er ist ein Lebenskünstler, der aus schwierigen Situationen nicht nur das Beste zu machen versucht, sondern möglichst noch einen Nutzen für sich herausholt. Ähnlich wie ein kleines Kind kann er seine Handlungen immer wieder vor sich und anderen rechtfertigen und den Kopf aus der Schlinge ziehen. Je ambitionierter andere Personen dagegen auf der Suche nach der Wahrheit sind, um so größer wurde meine Antipathie ihnen gegenüber. Der Ausgang ist lange nicht absehbar, denn immer wieder gibt es Wendungen und neue konfliktträchtige Verkettungen, meist als Fügung des Schicksals, unbewusst ausgelöst durch Personen aus Henry's nahem Umfeld. Dabei wird das Geschehen in erster Linie aus seiner Perspektive erzählt, aber wir erfahren auch andere Sichtweisen – z.B. die von Betty und der Verlagssekretärin oder die des Fischhändlers Obradin. Jede Person lebt in und mit ihrer eigenen Realität. Sowieso dreht sich thematisch alles um die Gratwanderung aus Lüge und Wahrheit – und vor allem Henry scheint manchmal selbst nicht so recht zu wissen, auf welcher Ebene er sich gerade befindet; zu stark verschwimmen gelegentlich die Grenzen. Fazit: Ein Roman, der meines Erachtens völlig zu Recht für den Friedrich- Glauser-Preis des Syndikats – der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur – in der Sparte „Kriminalroman-Debüt nominiert worden ist. Die Bekanntgabe erfolgt am Donnerstag, dem 30. April.

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Vita

Sascha Arango, geboren 1959 in Berlin, ist einer der renommiertesten deutschen Drehbuchautoren. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. zweimal mit dem Grimme-Preis. Die "Tatorte" aus seiner Feder gehören zu den Fernsehereignissen des Jahres. Er lebt in der Nähe von Potsdam.

Zur Autor*innenseite

Pressestimmen

»Eine intime und komplexe, dabei stringent erzählte (Dreiecks-)Geschichte über Liebe, Geld und Verrat, ›echte‹ Protagonisten, glaubhafte Plots und hoch spannend dazu.«

Main-Post (11. August 2018)

»Ein fulminantes Krimidebüt.«

Tobias Gohlis, KrimiZEIT-Bestenliste

»Ein Roman mit turbulenter Handlung, mitreißend und unterhaltsam zugleich - perfekt wie die Verbrechen des Henry Hayden.«

Buchkultur

»Es mag Autoren geben, die bessere Debüts abgeliefert haben - ich kann mich nur an keinen erinnern.«

Lars Schafft, krimi-couch.de