Das Flüstern der Bäume

Roman

Hardcover
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Eine Familie, vier Generationen, schicksalhaft verbunden mit den Wäldern Kanadas

Jacinda Greenwood weiß nichts über ihre väterliche Familie, deren Namen sie trägt. Sie arbeitet als Naturführerin auf Greenwood Island, doch die Namensgleichheit, so glaubt sie, ist reiner Zufall. Bis eines Tages ihr Ex-Verlobter vor ihr steht. Im Gepäck hat er das Tagebuch ihrer Großmutter. Jahresring für Jahresring enthüllt sich für Jacinda endlich ihre Familiengeschichte. Seit Generationen verbindet alle Greenwoods eines: der Wald. Er bietet Auskommen, ist Zuflucht und Grund für Verbrechen und Wunder, Unfälle und Entscheidungen, Opfer und Fehler. Die Folgen all dessen bestimmen nicht nur Jacindas Schicksal, sondern auch die Zukunft unserer Wälder …

Michael Christies grandiose Familiensaga ist großes Kino: farbenprächtig, mitreißend, bewegend!



Der Penguin Verlag dankt dem Canada Council for the Arts für die Förderung der Übersetzung. We acknowledge the support of the Canada Council for the Arts. Nous remercions le Conseil des arts du Canada de son soutien.

Das Buch wird klimaneutral produziert.

»Michael Christie verwebt seine umfassende Vier-Generationen-Saga mit Kritik an der Umweltzerstörung. Hochaktueller Stoff!«

BARBARA (10. Dezember 2020)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Stephan Kleiner
Originaltitel: Greenwood
Originalverlag: McClelland + Stewart
Hardcover mit Schutzumschlag, 560 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 20 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-328-60079-4
Erschienen am  05. Oktober 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Ein etwas anderes Familienepos

Von: anne_vonbuchzubuch

28.02.2021

Zugegeben, "Das Flüstern der Bäume" lag etwas länger bei mir, bevor ich mich richtig auf die Geschichte einlassen konnte. Der Kandier Michael Christie erzählt im Buch die Familiengeschichte der Greenwoods, beginnend bei Jacinda "Jake" Greenwood, die im Jahr 2038 als Naturführerin auf Greenwood Island arbeitet. Sie meint, die Namensgleichheit sei Zufall, doch das Tagebuch ihrer Großmutter belehrt sie eines Besseren. Analog zu den Jahresringen eines Baumes legt der Autor hier Schicht für Schicht die Geschichte der Familie offen - von Jacinda zurück zu ihrem Vater Liam, dann weiter zu dessen Mutter Willow. Schließlich führt das Buch die Leser*innen zurück in die Jahre 1934 und 1908, in dem letztlich alles begann. Etwa ab der Mitte des Buches werden die Handlungsstränge dann chronologisch wieder aufgenommen, bis sie schließlich wieder bei Jacinda ankommen. Diese Art und Weise, einen Familienroman aufzubauen, hat mir recht gut gefallen. Allerdings hat es für mich eine Weile gebraucht, eh mich die Handlung mitreißen konnte. Spannend wurde es für mich eigentlich erst ab der zweiten Hälfte des Buches, als alle Handlungsstränge sich nacheinander fügen und ein großes Ganzes ergeben. Der Schreibstil ist sehr besonders, teils sogar poetisch, doch er lässt sich gut lesen. Nicht alle Figuren waren mir sympathisch, aber auch das ist bei einer Familiensaga durchaus realistisch. Die tieferliegende Botschaft kommt an - und dass, obwohl sie nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern eingebettet in die Geschichte daherkommt. Alles in allem ein schöner, doch eher ruhiger Roman, dessen Wirkung sich in der besonderen Erzählweise und der Sprache entfaltet. Man muss sich darauf einlassen und darin versinken können. Nebenbei gelesen funktioniert er nicht. Wer sich mit dem Einstieg schwer tut, dem sei gesagt: Es lohnt sich, dranzubleiben!

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Ein atemberaubender Generationsroman

Von: betweenbooklines

31.01.2021

Eine Familie ist wie ein Wald. Ein Verbund einzelner Lebewesen, die sich gegenseitig vor Wind und Dürre schützen – so wie es die Bäume auf Greenwood Island seit Jahrhunderten tun. Und auch wenn die Naturführerring Jacinda ihren Vater und die Großmutter nie zu Gesicht bekommen hat, auch wenn sie nicht weiß, wer ihre Urgroßmutter war – sind sie alle Greenwoods. Sie sind alle Teil ihres Familienwaldes. Und niemand wüsste besser als eine Baumkundlerin, dass es auf die Wälder ankommt. Ich bin immer noch total sprachlos. Die Geschichte hat mich einfach nur beeindruckt! 💕 Der Schreibstil ist anders als ich gewohnt bin, aber unglaublich genial und das Cover dazu noch wunderschön. Das Buch beginnt im Jahr 2038 mit Jacinda Greenwood und erzählt die Geschichte ihrer Familie. Dabei geht es immer weiter in die Vergangenheit und lüftet somit Schicht für Schicht ihre Geheimnisse. Wir erfahren in jeder neuen Zeit etwas mehr über die Vorfahren von Jacinda. Und jede einzelne ihrer Geschichten ist so unglaublich gut gestaltet, dass man sie trotz ihrer Fehler sympathisch findet. Die Beschreibungen der Umgebung sind generell sehr einfach gehalten, mit Ausnahme der Bäume und Wälder die in dieser Geschichte einen unglaublich wichtigen Platz einnehmen. Ich konnte beim Lesen die Präsenz der Bäume beinahe spüren. 🌳 Denn es geht neben der Familie Greenwood auch um das Absterben der Bäume und die in Zukunft resultierenden Folgen. Dabei wird einem nochmal so richtig bewusst, dass wir die Natur nicht für selbstverständlich nehmen dürfen. 🌍 Der Einstieg in die Geschichte ist mir zu Beginn etwas schwergefallen. Ich konnte alles noch überhaupt nicht einordnen, was den Lesefluss am Anfang erschwert hat. Das hat sich glücklicherweise schnell gelegt, sodass ich das Buch letztendlich verschlungen habe.

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Vita

Michael Christie, in Thunder Bay, Ontario, geboren, studierte Psychologie und arbeitete in der Obdachlosenhilfe, bevor er 2011 sein Debüt »The Beggar’s Garden« veröffentlichte. Sein zweiter Roman »Das Flüstern der Bäume« wurde mehrfach nominiert, u.a. für den bedeutendsten kanadischen Literaturpreis, den Scotiabank Giller Prize. Michael Christie lebt mit seiner Familie in einem selbst gezimmerten Holzhaus auf der Insel Galiano vor Vancouver.

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Stephan Kleiner

Stephan Kleiner, geboren 1975, lebt als literarischer Übersetzer in München. Er übertrug u. a. Geoff Dyer, Michel Houellebecq, Gabriel Tallent und Hanya Yanagihara ins Deutsche.

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Pressestimmen

»Man kann ›Das Flüstern der Bäume‹ als Familiensaga voller unerwarteter Wendungen verschlingen – oder als Öko-Parabel lesen, die fortdenkt, wohin Brände und Kahlschlag führen. Aufwühlend!«

stern (29. Oktober 2020)

»Ein echter Spannungsroman über die Ausbeutung von Mensch und Natur.«

Brigitte (18. November 2020)

»Im Kopf spielt sich ein filmreifes Drama ab, in dem die Zerstörung der Natur einhergeht mit der Zerstörung der sozialen Bindungen.«

Augsburger Allgemeine Zeitung (02. Dezember 2020)

»Beeindruckende Familiensaga.«

freundin (27. Oktober 2020)

»Michael Christies generationenübergreifendes Epos sprengt alle Genregrenzen. Eine Liebes- und Abenteuergeschichte mit Krimi- und Wildwest-Wendungen, aber vor allem eine große Öko-Parabel unserer Zeit.«

Emotion (30. September 2020)

»Der Roman hat alles, was ein Bestseller braucht: ein aktuelles Thema, eine packende Geschichte, einen gut lesbaren Stil.«

dpa (06. Oktober 2020)

»›Das Flüstern der Bäume‹ erzählt in literarisch eleganten Schleifen die verwickelte Geschichte der Familie Greenwood.«

Die Tagespost (08. Oktober 2020)

»In Michael Christies mitreißendem Roman enthüllt ein Tagebuch die bewegende Geschichte einer Familie, die seit vier Generationen schicksalhaft mit den Wäldern Kanadas verbunden ist.«

Lisa (07. Oktober 2020)

»Michael Christie ist ein grandioser Erzähler. der in klarer, kompetenter Sprache durch sein weit verzweigtes Werk führt.«

»Michael Christie ist ein virtuoser Autor.«

Karen Russell

»Ein literarischer Page-Turner, der nostalgisch wie modern ist, persönlich und politisch, den Einzelnen und zugleich die Zeitläufte im Blick hat. Vielschichtig, atmosphärisch, grandios.«

Toronto Star

»Wie auch immer das Jahr 2038 sein wird, wir werden dann noch immer ›Das Flüstern der Bäume‹ lesen, weil der Roman so voller Energie ist; die Charaktere sind unvergesslich – wie auch die starke Liebe zu den Bäumen, die Michael Christie plastisch zeigt.«

The Tyee

»Michael Christies Roman ist voller einzigartiger Beschreibungen, egal ob er die Zerstörung der Natur oder das von der Großen Depression heimgesuchte Toronto schildert.«

The New York Times (02. März 2020)

»Eine atmosphärisch dichte Öko-Parabel, die zum Nachdenken anregt; mit Passagen, die an John Steinbeck erinnern.«

The Guardian (20. März 2020)

»Einer der 10 besten Öko-Romane.«

The Guardian (02. März 2020)