Ali

Ein Leben

(1)
Hardcover
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Das schillernde Leben der Boxlegende ganz neu erzählt

Muhammad Ali – drei Mal unumstrittener Boxweltmeister – ist eine der schillerndsten Figuren des 20. Jahrhunderts, seine Geschichte verknüpft mit den großen politischen und kulturellen Konflikten seiner Zeit. Für viele ist er ein Symbol für den Kampf für Freiheit und gegen Unterdrückung. Dem Menschen hinter dieser Heldensaga sind wir jedoch nie nahe gekommen.

Der Bestsellerautor und Sportlerbiograph Jonathan Eig erzählt dieses außergewöhnliche Leben auf der Basis bisher unbekannter Quellen noch einmal neu. Der »echte Ali« war Pazifist und Boxer, Muslim und treuloser Ehemann, ein Schwarzer, der zum Symbol für den Kampf gegen Rassismus aufstieg, aber seinesgleichen demütigte – ein Leben voller Brüche und Widersprüche.

Mit Bildteil

»Federleicht und akribisch recherchiert: Liest man dieses Buch, wird man Ali vielleicht nicht mehr so sehr bewundern. Aber man wird ihn lieben.«

Stern (12. Juli 2018)

Aus dem Englischen von Werner Roller
Originaltitel: Ali: A Life
Hardcover mit Schutzumschlag, 704 Seiten, 15,0 x 22,7 cm
35 Fotos s/w
ISBN: 978-3-421-04689-5
Erschienen am  29. Mai 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Gelungenes Buch über Ali

Von: Bodhi

13.01.2021

MEIN Fazit: Es ist wieder Ali-time. Natürlich hatte ich ein Bild von Ali, dem begnadeten Boxer und Rebell. Neugierig begann ich Jonathan Eigs Ali-Biografie zu lesen. Und ich begann Ali mit anderen Augen zu sehen. Wer Ali verstehen will, muss die Zeit seiner Kindheit und Jugend verstehen. Eig beschreibt sehr gut den Rassismus der 60er Jahre. Die Schwarzen wurden aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. Es gab keinen schwarzen Senator oder Richter. Von 435 Mitgliedern des Repräsentantenhauses waren 5 Schwarze. Wer die weiße Herrenrasse nicht anerkannte, hatte mit Unterdrückung und Gewalt zu rechnen. Als Ali durch seinen Olympiasieg 1960 bekannt wurde, begann er mutig Stellung zu beziehen. Er freundete sich mit Malcolm X und Elijah Muhammed an und trat der Nation of Islam bei. Er wurde ein Vertreter der Rasentrennung und glaubte nicht an Martin Luther Kings Traum der Versöhnung der Rassen. Später lehnte er die Einberufung in den Krieg gegen Vietnam ab. Sein Feind sei nicht der Vietcong, sondern seine wahren Feinde leben in den USA. Eig beschreibt sehr detailliert die boxerische hohe Zeit Alis mit 16 überzeugenden Siegen hintereinander. Nach der ihm auferlegten Zwangspause wegen seiner Kriegsdienstverweigerung wurde seine Klasse immer häufiger auf die Probe gestellt. Er kassierte mehr Treffer. Ließ sich oft treffen, um sich abzuhärten. Die Folge waren Hirnschäden durch zu viele Treffer, zu viele Kämpfe. Eig schildert aber auch Alis schillernde Persönlichkeit. Er liebte die Aufmerksamkeit und das Bad in der Menge, war aber auch ein Mann der Widersprüche, predigte Liebe und betrog seine Frauen. Er wollte die Rassentrennung und machte Geschäfte mit den Weißen, war gegen Gewalt und gleichzeitig Boxer. Der Islam forderte Bedürfnislosigkeit und er liebte den Luxus. Ali war naiv. Er ließ sich ständig übers Ohr hauen. Hat oft falschen Freunden vertraut. Unterhielt einen riesigen Tross von Menschen, kaufte ständig Häuser und Autos und war fast immer Pleite. Er war oft zu großzügig und seinen Freunden gegenüber immer zugetan. Als Mann und Vater hat er oft versagt. Aber er war auch ein großer Menschenfreund. Er liebte seine Religion und war ihr größter Sünder. Eig hat nicht nur ein Buch über einen großen Boxer geschrieben. Er hat auch ein zeitgeschichtliches Buch geschrieben. Ali ist immer noch einer meiner Helden.

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Vita

Jonathan Eig, geboren 1964, ist Journalist und Bestsellerautor. Er schreibt als Reporter für Sonderthemen für das Wall Street Journal, zuvor war er unter anderem für die New York Times und Esquire tätig, als Autor verfasste er Bücher über die Baseballstars Jackie Robinson und Lou Gehrig – für die New York Times eines der besten Sportbücher überhaupt – sowie über Al Capone und die Erfindung der Antibabypille. Für seine Biographie von Muhammad Ali pflegte er intensiven Kontakt zu Khalilah Camacho-Ali, Muhammads zweiter Ehefrau, und zu seinem langjährigen Personal Manager Gene Kilroy. Jonathan Eig lebt mit seiner Familie in Chicago. Momentan schreibt Jonathan Eig an einer Biographie von Martin Luther King.

Zur Autor*innenseite

Pressestimmen

»Eigs Werk über Ali ist ein Volltreffer!«

Bild am Sonntag (03. Juni 2018)

»Eig ist ein wundervoller amerikanischer Erzähler. Mit leichter Hand schiebt er Zeitebenen ineinander, schlägt Brücken, die Alis Lebensweg mit gesellschaftlichen Entwicklungen verbinden, schildert jeden Kampf als Drama und arbeitet sich bis in die dunkelsten Ecken von Alis Wesen vor.«

Der Tagesspiegel (04. August 2018)

»Eigs Buch ist sehr vielschichtig, voller Einzelheiten und gerade deshalb spannend. Denn er schaut auch kritisch auf Ali und beschreibt genau, was um ihn herum passiert. Dieses Buch ist auch eine Geschichte der USA seit den fünfziger Jahren.«

WDR4 »Bücher« (19. Juni 2018)

»Viele Autoren haben sich schon an der Biografie Alis versucht. Eigs Werk sticht heraus. Eine großartig vielschichtige Biografie über die Boxlegende.«

Oberösterreichische Nachrichten (02. Juni 2018)

»Eigs Biografie zeigt die Facetten eines Gesamtkunstwerks. Vielschichtig und kontrovers, voller Einzelheiten und mit präziser, schöner Schreibweise beobachtet der Autor den Weg des Boxchampions, dessen spannendes Leben auch verbunden ist mit den großen politischen und kulturellen Konflikten seiner Zeit.«

F.F. dabei (08. Dezember 2018)

»Ali-Bücher gibt es zu Dutzenden. Doch Eigs lebendige Darstellung, einerseits sympathisch zugeneigt, andererseits Kritik nicht verhehlend, ist großartig. Und eigentlich auf der Stelle ein Standardwerk.«

Buchkultur (26. Juni 2018)

»Große Klasse!«

Dresdner Morgenpost (10. Juni 2018)

»Eigs Biografie ist ein kolossales Werk geworden, eines das fesselt und nachdenklich macht. Es ist auch ein Psychogramm einer Gesellschaft – und damit unbedingt lesenswert.«

Badische Zeitung (21. Juli 2018)

»Minutiös zeichnet Eig Alis Leben nach, erzählt seine Kämpfe, ob es nun sportliche oder politische sind. Dass dieser Mann sein Land geprägt hat, daran besteht kein Zweifel.«

St. Galler Tagblatt (30. Juni 2018)

»Eine vielschichtige Liebes- und Lebenserklärung Alis. Eig holt Ali vom Denkmal runter und gibt ihm seine menschlichen Züge zurück. Ein Muss für jeden Boxfreund.«

weltexpress.info (22. Juli 2018)

»Eine großartige Biografie über den nach bescheidender Selbsteinschätzung größten Boxer aller Zeiten. Penibel recherchiert, bewundernd und kritisch gleichermaßen.«

nachrichten.at (23. Juni 2018)

»Eig hat Alis komplettes Leben unter die Lupe genommen, viele Einzelheiten zusammengetragen und spannend aufgearbeitet.«

literaturmarkt.info (27. August 2018)