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Stephen King

Der Anschlag

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Wenn die Vergangenheit grausam zuschlägt – Stephen King schreibt die amerikanische Geschichte neu

Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte – wären die Folgen es wert? Jake Epping kann in die Vergangenheit zurückkehren und will den Anschlag verhindern. Aber je näher er seinem Ziel kommt, umso vehementer wehrt sich die Vergangenheit gegen jede Änderung. Stephen Kings neuer großer Roman ist eine Tour de Force, die ihresgleichen sucht – voller spannender Action, tiefer Einsichten und großer Gefühle.

"King ist der King!"

Brigitte, Angela Wittmann (08. February 2012)

Übersetzt von Wulf Bergner
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-06440-2
Erschienen am  23. January 2012
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Ein bisschen wie dieser Film wo jemand aus der Zukunft in der Wikingerzeit landet.

Von: Jo

24.09.2021

King, ein supercooler Typ dessen Einfluss auf die Literatur riesig ist. Anderen gehen im Alter die Ideen aus, und er haut dieses Superwerk raus! Es geht um Zeitreisen. Über dieses Thema wollte er bereits vor vierzig Jahren was rausbringen, jetzt ist es endlich soweit. King behandelt eine Vergangenheit die er selber erlebt hat und das verleiht der ganzen Geschichte so unheimlich viel Würze. Das dämliche "Zeitreisen sind unlogisch. Was, wenn du zurückreist und deinen Opa tötest" Argument hebelt er dabei mit einem Satz aus. Jetzt spoilere ich die ersten 50 Seiten. Jake Epping will die Vergangenheit ändern. Er kann durch ein Zeitportal in die Vergangenheit, allerdings immer nur das gleiche Datum. Er will zuerst Schicksalsschläge von "kleinen" Leuten abwenden und sich dann an das große Ereignis heranwagen: die Ermordung Kennedys verhindern. Dafür muss er allerdings einige Jahre in den Fünfzigern und Sechzigern verbringen, denn wie gesagt, er kann das Datum nicht selber wählen. Das Buch hat 1044 Seiten und es wird fast nie langweilig, nie hatte ich das Gefühl das es lang ist. Keine Ahnung wie Stephen das macht. Vielleicht, indem er die Figuren leben lässt. Man ist hautnah dabei wie sie ihren Kram machen, aber auch wie sie nur etwas essen. Man erlebt mit Jake Epping den Alltag in den 50ern. Es ist fantastisch.

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Interessantes Gedankenspiel

Von: Frank

02.09.2016

Zeitreisen sind faszinierend. Was könnten wir nicht alles machen, wenn wir die Möglichkeit hätten, in der Zeit zurückzureisen? Diese Idee greift Stephen King in seinem Buch auf und fokussiert sich auf die Frage, was passiert wäre, wenn der Anschlag auf John F. Kennedy im Jahre 1963 vereitelt worden wäre. Dieses Ereignis verbinden viele US-Amerikaner mit einem Trauma. Sie sind davon überzeugt, dass ihr Land durch die Ermordung des Präsidenten in eine tiefe Krise gestürzt wurde. Genau darauf baut King auf, wenn er den Lehrer Jake Epping auf seinen todkranken Freund und Restaurantbesitzer Al Templeton treffen lässt, der ihn in ein Geheimnis einweiht. Jake hat sich nämlich immer schon gefragt, wie das Restaurant überleben konnte. Bis Al ihm ein Portal in seinem Restaurant zeigt, mit dem man ins Jahr 1958 reisen kann. Kehrt man über das Portal in das Jahr 2011 zurück, so sind dort lediglich zwei Minuten vergangen. Al hat diese Reisen genutzt, um sich mit Nachschub für sein Lokal zu versorgen Das Zeitparadoxon umschifft King, in dem er jede neue Zeitreise die Ereignisse der alten Zeitreise auslöschen lässt. Nur der Zeitreisende kann sich noch an alles erinnern. Al ist besessen davon, das Attentat auf Kennedy vereiteln zu wollen, schafft es aber aufgrund seiner Krankheit nicht, die fünf Jahre bis zum Jahr 1968 zu überbrücken. Er überzeugt Jake davon, dass er es an seiner Stelle versuchen soll. Nach einigen Zeitreise-Testläufen und die Betrachtung der jeweiligen Folgen seines Handelns, beschließt er, einen Versuch zu wagen. Wenn der Leser an dieser Stelle angelangt ist, wird er schon längst bemerkt haben, dass das eigentliche Attentat in den Hintergrund gerückt ist. Ebenso wie die Mythen, die sich um Oswald im Laufe der Zeit gebildet haben. Im Buch steht die us-amerikanische Gesellschaft der 60er im Vordergrund, die gerne glorifiziert wird. King zeigt aber recht deutlich, welche Risse diese Gesellschaft schon damals hatte und welche Probleme der Neuzeit in der Vergangenheit zu suchen sind. Wer King kennt, wird wissen, dass es viele Nebenhandlungen gibt, die zudem Bezug auf vorhandene Schauplätze aus anderen Büchern haben. So wie mancher Filmregisseur immer wieder in seinen eigenen Filmen auftaucht, versucht King die Handlungen seiner Bücher ineinandergreifen zu lassen. Die Handlungsstränge in "Der Anschlag" sind dabei nicht derart komplex, als dass man den Überblick verliert. Ebenso typisch für einen King sind die Längen, die seine Bücher aufweisen. Kann das Buch den Leser in dem ersten Drittel fesseln, verliert es danach merklich an Fahrt. Die Nebenhandlungen rücken zunehmend in den Vordergrund und man möchte dem Buch zurufen: "Komm auf den Punkt!" Erst gegen Ende nimmt die Geschichte wieder an Fahrt auf und kann den Leser wieder fesseln. Es sollte klar sein, dass es sich bei diesem Buch um einen Thriller handelt. Ich kann entäuschte Rezensienten nicht verstehen, die ein Horrobuch erwartet haben. Sehr wohl kann ich aber enttäuschte Leser verstehen, die sich durch die Längen des Buchs gekämpft haben und am Ende vielleicht auch deswegen enttäuscht sind, weil so manches Zeitparadoxon dann doch nicht aufgeklärt wird. Natürlich kennt der King-Leser die typischen Längen seiner Bücher, aber in diesem Buch verliert die Geschichte einfach zu viel an Fahrt. Dem Lesefluss hätte es sehr gut getan, wenn der Mittelteil deutlich gestrafft worden wäre. Ich kann das Buch nur bedingt empfehlen.

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Vita

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.

Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag.

www.stephenking.com

Zur Autor*innenseite

Pressestimmen

"Der Horror-King überrascht mit einer Zeitreise, um den Mord an Präsident Kennedy zu verhindern. Dickes Buch, starkes Buch!"

Kurier (20. January 2012)

"Ein tollkühnes Szenario, ein gewaltiger Roman!"

Kölnische Rundschau (24. January 2012)

"Ein enorm lesenswertes und kurzweiliges Werk. Kings originelle Prämisse und umfassende Recherchen münden in eine leichtfüßig verfasste, stimmige, spannenden und erstaunlich glaubwürdige Zeitreise."

Magazin BÜCHER (27. January 2012)

„Ein ganz wichtiges Buch! Stephen Kings Alterswerk. Dieses Buch muss man lesen! Großes Kino für den Kopf – einfach genial!“

Peter Hetzel im SAT.1-Frühstücksfernsehen (07. February 2012)

"King war wahrscheinlich nie besser: Spannend, nachdenklich, überraschend. Und er beschert ein absolut formvollendetes Happy End. Ganz großes Kino!"

Express über "Der Anschlag" (19. February 2012)

"Mit 'Der Anschlag' empfiehlt sich King als Gesellschaftschronist einer untergegangenen Zeit."

Zitty Berlin (21. March 2012)

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