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Håkan Nesser

Der Verein der Linkshänder

Roman
Kommissar Van Veeteren und Inspektor Barbarotti auf der Spur eines Mörders, der alle zum Narren hält.

Taschenbuch
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Kommissar Van Veeteren und Inspektor Barbarotti auf der Spur eines Mörders, der alle zum Narren hält...

Kommissar Van Veeteren – mittlerweile im Ruhestand, aber so legendär wie eh und je – bekommt Besuch von einem früheren Kollegen, der ihm von Neuigkeiten in einem alten Fall berichtet. Damals waren in einer Pension in Oosterby vier Menschen ums Leben gekommen, die nur eines gemeinsam hatten: eine Mitgliedschaft im "Verein der Linkshänder". Da das fünfte Mitglied des Vereins aber spurlos verschwunden blieb, wurde der Mann schnell als Täter identifiziert und der Fall zu den Akten gelegt. Nun ist überraschend nach Jahren seine Leiche aufgetaucht, und bald danach wird eine weitere Männerleiche gefunden – mit den Ermittlungen heute betraut: ein gewisser Inspektor Barbarotti ...


Aus dem Schwedischen von Paul Berf
Originaltitel: Der Verein der Linkshänder
Originalverlag: btb HC
Taschenbuch, Klappenbroschur, 608 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-77036-6
Erschienen am  11. January 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Oosterby, Schweden

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Rezensionen

Eine Kriminalgeschichte mit einem etwas anderen Touch

Von: Herta G.

11.12.2022

Kommissar van Veeteren bereitet sich auf seinen 75. Geburtstag vor, den er nur mit seiner Frau verbringen möchte. Feierlichkeiten lehnt er ab und betont es auch immer wieder seiner Frau und ehemaligen Arbeitskollegen gegenüber. Doch da kommt sein ehemaliger Arbeitskollege zu Besuch und erklärt ihm, dass ein alter Fall vor 20 Jahren wieder aufgerollt wird. Damals sind 4 Personen in einer Pension ermordet worden, die alle dem Verein der Linkshänder angehörten. Es gab einen Verdächtige für die Tat, der ebenfalls an dem Treffen teilnehmen sollte, aber als vermisst bzw. geflüchtet galt. Nun ist aber die Leiche des Verdächtigen gefunden worden und somit wird der Fall wieder aufgenommen und sein ehemalige Arbeitskollege Münster bittet ihn um seine Mithilfe bei der Aufklärung. Van Veeteren und seine Frau beginnen nun auf eigen Faust zu ermitteln aber in Zusammenarbeit mit seinen ehemaligen Kollegen. Durch die verschiedenen Perspektiven der einzelnen Zeiten bekommt der Leser immer ein bisschen mehr Informationen als die Ermittler. Hakan Nesser lässt das Thema der Umschulung von Linkshändern in die Geschichte einfließen, das in den 60-er bis 80-er Jahren in Kindergärten und Grundschulen üblich war. Es ist nicht das zentrale Thema, aber es begleitet den Leser durch das Buch. So kam mir der Gedanke, dass er vielleicht selbst umgeschult wurde während seiner Volksschulzeit und hat seine eigenen Erfahrungen in dem Roman einfließen lassen oder er hat sehr gut über dieses Thema recherchiert denn es wirkt authentisch Es ist mein erstes Buch von Haken Nesser und ich wurde nicht enttäuscht. Sein Schreibstil und Aufbau des Buches hat mir gut gefallen. Die Verbindung zwischen den Rückblicken von der Vergangenheit in die Gegenwart ist ihm gut gelungen. Die Handlung ist spannend aufgebaut und der Autor hat auch für Überraschungen gesorgt. Während des Lesens fand ich nicht heraus wer der Täter ist und bin am Schluss überrascht gewesen, wer es dann war. Die Motivation des Täters wurde aber dann doch logisch und nachvollziehbar für mich. Was mir auch gut gefallen hat sind die Fragen über das Alter und des älter werden über die sich Van Veeteren Gedanken macht und auch mit anderen darüber philosophiert. Nehme an, dass dies auch ein Thema des Autors ist?! Somit kann ich das Buch nur weiterempfehlen, da es spannend und gut recherchiert ist. Auch fand ich gut, das Van Veeteren ein ruhiger und nachdenklicher Kommissar ist und nicht ein gestresster und voll aktiver. Diese entspannte und ruhige angehensweise vom Van Veeteren verleiht auch dem Buch eine eigen Art von Gelassenheit.

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Der Verein der Linkshänder

Von: Myriade

28.05.2021

Es ist ja nicht der einzige Nesser-Krimi, den ich jemals gelesen habe, aber tatsächlich ist mir noch nie aufgefallen, dass Nesser ein fiktives Land kreiert hat, wo sein Kommissar van Veeteren lebt und in dem auch Teile dieses Romans spielen. Maardam hielt ich für irgendeine Stadt in Schweden, die mir eben anderswo noch nie untergekommen ist. Tatsächlich gibt es Maardam ebenso wenig wie Kymlinge. Ein klassischer Nesser-Krimi. In bewährter Strukturierung auf verschiedenen Zeitebenen erzählt: die 1960er Jahre, die Jugendzeit fast aller Beteiligten, in der ein Verbrechen begangen wird, 1991 wenn die Beteiligten an diesem Verbrechen zusammenkommen und bei diesem Treffen fast alle ermordet werden, 2012 als ein neuer Aspekt dieses alten Falls wieder auftaucht und die Geschichte neu aufgerollt wird. Van Veeteren, schon lange in Pension, feiert seinen 75sten Geburtstag und befasst sich mit der Lösung dieses Falls, bei dessen Bearbeitung im Jahr 1991 er sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Der Fall weitet sich aus nach Schweden und Nessers beide Kommissare, van Veeteren und Barbarotti begegnen sich in diesem Roman auf recht unspektakuläre Weise. Es wird aus der Perspektive vieler Menschen eine komplexe Geschichte erzählt. Diese vielen Perspektivenwechsel und kurzen Texte erzeugen Spannung und machen den Roman leicht lesbar, erlauben aber nur kurze, oberflächliche Blicke auf die verschiedenen Personen. Vielleicht ist die Geschichte auch etwas überladen mit einer Häufung von komplizierten Schicksalen (weggelegtes Kind, abtrünnige Nonne, Beziehung von Zwillingsschwestern, Autismus …), die auf 600 Seiten alle nur angerissen werden können. Bei der Zusammenführung aller Stränge dieser Handlung fehlt mir das eine oder andere Detail. Es versöhnt mich aber, dass Van Veeteren, der nun einmal ein philosophisch interessierter Protagonist ist, über Leon Rappaport und seine Theorien zum Thema Wahrnehmungen und Wahrheit berichtet ( Seite 217). Ein Hinweis, dem ich nachgehen werde. Es handelt sich um einen Krimi und für einen solchen hat er mir gefallen, es tat mir aber leid um die Möglichkeiten, die in dieser Geschichte noch stecken würden.

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Vita

Håkan Nesser, geboren 1950, ist einer der beliebtesten Schriftsteller Schwedens. Für seine Kriminalromane erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in über zwanzig Sprachen übersetzt und mehrmals erfolgreich verfilmt worden. Håkan Nesser lebt in Stockholm und auf Gotland.

Zum Autor

Paul Berf

Paul Berf, geboren 1963 in Frechen bei Köln, lebt nach seinem Skandinavistikstudium als freier Übersetzer in Köln. Er übertrug u. a. Henning Mankell, Kjell Westö, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.

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