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Igor De Amicis

Das siebte Grab

Thriller

(2)
Taschenbuch
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Sieben leere Gräber. Sieben Namen. Ein Wettlauf gegen die Zeit.

Sieben leere Gräber auf einem Friedhof in Neapel, daneben sieben Grabsteine mit den Namen bekannter Handlanger des organisierten Verbrechens – die alle noch am Leben sind. Als der erste von ihnen ermordet aufgefunden wird, ahnt Michele Vigilante, dass jemand auf Rache sinnt, denn auch sein Name steht auf einem der Gräber. Gerade nach zwanzig Jahren aus dem Gefängnis entlassen, wird er zum Jäger des Mörders, und zum Gejagten seiner eigenen Vergangenheit. Auch die Ermittler Lopresti und Correnti erkennen, dass sie es bei dem Killer mit einem Profi zu tun haben, als sich ein Grab nach dem anderen füllt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Italienischen von Ingrid Ickler
Originaltitel: La settima Lapide
Originalverlag: DeA Planeta Libri, Mailand 2018
Taschenbuch, Broschur, 416 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-10496-4
Erschienen am  13. September 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

ECHT GUT

Von: Lovereading_jana

07.10.2021

Auf „Das siebte Grab“ war ich sehr gespannt, da das Buch von Igor De Amicis ja mehrmals verschoben wurde und ich es endlich in der Hand haben wollte. Deshalb lag der Thriller auch gar nicht lange auf meinem SUB und wurde schnell angefangen und ebenso schnell beendet. Der Einstieg war super, es geht schnell und rasant los. Anfangs hatte ich ein paar Probleme mit den italienischen Namen und Begriffen, dies legte sich jedoch mit der Zeit. Allerdings weiß ich nicht, ob dem Verlag beim Klappentext ein Fehler unterlaufen ist, oder ich etwas nicht verstanden habe. Der eine Inspektor heißt auf dem Klappentext nämlich Correnti, wird im Buch aber nur Coressi genannt. Neben ihm gibt es noch einen anderen Ermittler, der das komplette Gegenteil von ihm ist, genannt Inspektor Lopresti. Beide sind teilweise korrupt, haben ebenfalls Verbindungen ins Milieu und freunden sich nur langsam an, da sie vom Charakter sehr gegensätzlich sind. Das fand ich allerdings gut, da es noch mehr Dynamik in die Story brachte. Der eigentliche Protagonist, neben den Inspektoren, ist Michele, ein Mafioso, der im Gefängnis sitzt und vorzeitig entlassen wird. Zunächst denkt man, er ist ein typischer Gangster, über den man kein gutes Wort verlieren kann. Doch nach und nach macht er eine erstaunliche Entwicklung durch, da er seine Taten bereut und sich ändert. Da dies langsam passiert, wirkt es auch authentisch und nicht zu gewollt. Vor allem die Rückblicke fand ich spannend, die immens wichtig sind, um die komplette Geschichte zu verstehen und Michele als Person zu verstehen. Der Schreibstil von Igor De Amicis ist flüssig zu lesen und hat einen guten Spannungsbogen. Bis zum Schluss wusste ich nicht, wo das Ganze hinführt und bin positiv überrascht. Vor allem die italienische Mafia hat der Autor in all seiner Perspektivlosigkeit und Brutalität authentisch dargestellt. Es geht um Drogen und Prostitution und wirkt im Gesamtbild sehr düster und trist, was einen beim Lesen immer wieder auffällt. Gefühlt ist dort keiner glücklich und wirkt eher hoffnungslos, was ich jedoch sehr mochte. Für mich ist „Das siebte Grab“ ein gelungenes Werk und ich kann es nur jedem Thrillerfan ans Herz legen. Den Autor werde ich mit Sicherheit weiterverfolgen. Fazit Ich gebe 5/5 Sternen

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Nachdenklicher Mafia-Thriller

Von: Tina

07.10.2021

Die Geschichte konzentriert sich fast ausschließlich auf Michele Vigilante, den ich zuerst einmal im Gefängnis kennenlerne. Durch seine Haltung, die sich stark auf den Ehrenkodex der Mafia konzentriert, hat er sich sowohl auf der Straße, als auch anschließend im Gefängnis Respekt verschafft. Er hat fast zwanzig Jahre eingesessen und wird nun, auch für ihn selbst etwas überraschend, beinahe von jetzt auf gleich vorzeitig entlassen. Gräber Auf Michele Vigilante wartet eigentlich niemand direkt, aber schnell erfährt er, dass auf seinen Namen eines der sieben Gräber reserviert ist. Alles in dieser Geschichte dreht sich um Michele “Tiradritto” Vigilante, denn er kannt bzw. kennt jedes Opfer, hat mit jedem von ihnen Geschäfte gemacht, sie am Ende dann doch oft ausgetricks und der Autor sät ganz geschickt Zweifel bei mir, ob Vigilante nicht vielleicht selber hinter dieser Gräber-Aktion steckt. Opfer Natürlich füllen sich auch so nach und nach die weiten Gräber und jedes Opfer starb auf eine andere Weise. Da wird geschlachtet, erhängt, erschossen und als Leser erfahre ich dabei jede Menge makabere, unappetitliche Details - also im Grunde ja genau, was ich will. Dadurch das der modus operandi bei jeder Tat anders ist, frage ich mich immer mal wieder, ob hier nicht doch mehr als ein Täter am Werk ist. Eine Art “Rächergemeinschaft” oder eine Art moderner Batman der Neapel vom kriminellen Abschaum befreien will. Antiheld Trotz, oder eher wegen, seiner kriminellen Vergangenheit avanciert Michele beinahe zu einer Art Antiheld der versucht alte Fehler gutzumachen und ich muss mir doch immer wieder in Erinnerung rufen das er nicht unbedingt die Unschuld vom Lande ist. Zahlreiche Rückblenden, die immer weiter die Geschichte seiner Vergangenheit beleuchten, zeigen nach und nach auf, was Michele mit den Toten auf den Gräbern verbindet. Inspektor Carmine Lopreste versucht unterdessen den oder die Täter zu stoppen, denn Mord bleibt nun mal Mord. Realität Als eine Art Insider beschreibt Igor De Amicis gut verständlich und auch gut nachvollziehbar die Realität des Gefängnisses, das Leben der Kriminellen dort - aber auch ihr Leben in den strikten Hierarchien krimineller Organisationen. Das ist manchmal ein bisschen trocken, aber in Kombination mit der sehr dichten und fesselnden Handlung, all den Drehungen und Wendungen konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Wenn ich es dann doch mal tat - es gibt ja auch noch das reale Leben - beschäftigten mich die Charaktere und Ereignisse mich dann aber trotzdem. Mein Fazit: Das siebte Grab von Igor De Amicis ist ein spannender, aber auch sehr nachdenklicher Thriller über mafiöse Strukturen und deren Auswirkungen. Igor De Amicis schreibt bereits an seinem nächsten Thriller und ich freu mich darauf.

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Vita

Igor De Amicis

Igor De Amicis, 1976 in Rom geboren, ist Kommissar der Strafvollzugspolizei in einem italienischen Gefängnis und kennt mafiöse Strukturen, Drogenhandel und Straßenkriminalität aus erster Hand. Gerade dadurch schafft er es, noch in den dunkelsten Charakteren etwas Menschliches zu entdecken. Momentan schreibt er an seinem zweiten Thriller.

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