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Rezensionen zu
Im Winter Schnee, nachts Sterne. Geschichte einer Heimkehr

Fabio Geda, Enaiatollah Akbari

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Sehr berührend und eindrucksvoll

Von: Alpenlandkunst

03.02.2022

Eni setzt hier mit seiner Erzählung fort, welche sich im ersten Teil: „Im Meer schwimmen Krokodile“ mit seiner Flucht aus Afghanistan nach Italien befasste. Er beschreibt sein Leben in Italien, wie er ankommt in der Gesellschaft, natürlich auch Glück hat, aber mit starken Willen arbeitet und sich integriert. Sein altes, hartes Leben vergisst er dabei nicht, sein Herz hängt immer noch an seiner Heimat. Von seiner Familie weiß er acht Jahre lang nichts, welche im vom Krieg gebeutelten Land zurückblieb. Auf eigene Initiative beschließt er, Kontakt mit seiner Mutter aufzunehmen – was natürlich sehr schwer ist. Aber auch hier war ihm das Glück hold, und ein pakistanischer Freund macht sich sogar auf den gefährlichen Weg, um seine Familie zu finden. Und so erzählt das Autorenduo in leichter, ruhiger Weise all das, was Eni über seine Familie (Mutter, Schwester, Bruder) erfährt, wie es ihnen geht, über lokale Fluchten, Krieg, Armut. Doch dem ist nicht genug, Eni will mehr, er will seine nahen Verwandten wieder sehen. Als anerkannter Flüchtling darf er allerdings nicht nach Afghanistan zurück. Eine Schreckensmeldung von seinem alten zu Hause erreicht ihn, und eine neue Odyssee beginnt. Wie sie ausgeht: selber lesen. Geda schreibt mit Akbari zusammen diesen Roman, der sehr tiefe Einblicke in das Schicksal von Vertriebenen gewährt. Die Sprache ist einfühlsam, sanft, trotz all der Problematik, aber auch manchmal verständlicherweise für den Ich-Erzähler sehr aufbrausend. Was mir auch gut gefallen hat ist der kleine Exkurs in die afghanische Geschichte. Man bekommt Einblick in das ferne Land, welches wir so gut wie nur mit Krieg und Elend verbinden..

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Schwerer, schöner Weg

Von: Helga Graf aus Herzogenrath

27.12.2021

In diesem Buch begleite ich Enaiatollah Akbari auf einem Stück seiner Lebensreise. Dies ist die zweite Publikation des Autorenduos. „Im Meer schwimmen Krokodile“ – welches ich (noch) nicht gelesen habe – handelte von der Flucht des Kindes. „Im Winter Schnee, nachts Sterne“ begleitet den jungen Mann auf der Suche nach seiner Familie und dem Wunsch nach Heimkehr. Dabei werde ich als Leserin an die Hand genommen, in den Lebenslauf mit einbezogen, indem mir ein kurzer Blick auf den bisherigen Weg Akbaris ermöglicht wird und ich problemlos den Fortgang der Ereignisse nachvollziehen kann. Es erfolgt auch ein kurzer Abriss der wendungsvollen Historie Afghanistans, was meinen Horizont erweitert und mich die Probleme in diesem Land mehr nachvollziehen lässt, als es in den täglichen Nachrichten vermittelt wird. Das Leben eines Flüchtlings ist schwere Kost, was die Bereitschaft voraussetzt, sich dieser zu stellen, hinzusehen und emotional mitzuerleben. Den Autoren gelingt es ungeachtet aller Realität auf angenehme Weise, die Last des Gelesenen zu erleichtern, indem auch wunderschöne Bilder gezeichnet werden, Raum zum Wegträumen bleibt und ein feiner, augenzwinkender Humor ein Lächeln schenkt. Ich habe Enaiatollah auf seinem wechselvollen Weg sehr gerne begleitet, habe mit ihm geweint, gelacht und von Herzen gefreut. Die Geschichte Akbaris ist für mich ein wertvolles Zeitzeugnis, welches eine ungefähre Ahnung vermittelt, was es bedeutet, in diesen Tagen Flüchtling zu sein, ein Status, welcher den gesamten Lebensweg überschatten wird. Die Schönheit der Sprache, welche einfache Worte wählt, lädt m. E. dazu ein, dass jede*r dieses Buch im wahrsten Wortsinn erleben könnte. Das verlockende, schön gestaltete Cover bildet für mich treffend die Handlung des Geschriebenen ab, lädt es doch schon zum Träumen ein, obwohl ein langer Weg sich erahnen lässt. „Im Winter Schnee, nachts Sterne“ ist ein Buch, welches evtl. sogar dazu geeignet wäre, als Schullektüre junge Menschen an ein aktuelles Thema heranzuführen.

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Vornweg: dieses Buch ist der Nachfolgeband von „Im Meer schwimmen Krokodile“. Man kann es zwar auch ohne Vorkenntnisse hervorragend lesen und verstehen, aber es ist natürlich viel bewegender, wenn man bereits den ersten Teil gelesen hat. „Drei Dinge darfst du nie im Leben tun, Enaiat, aus keinem Grund, niemals: Erstens, Drogen nehmen. Zweitens, zu den Waffen greifen. Versprich mir, dass deine Hand nicht einmal einen Holzlöffel halten wird, wenn er dazu dient, einen Menschen zu verletzen. Drittens, stehlen. Was dein ist, ist dein, was nicht dein ist, nicht. Und merke dir, dass es sich immer zu leben lohnt, wenn man einen Wunsch vor Augen hat.“ Mit diesem Versprächen hat seine Mutter Enaiatollah, damals 9-Jahre alt, von Afghanistan ins Pakistan geschmuggelt und dort ohne Schutz, ohne Geld allein gelassen. Wo er als 9-jähriger Arbeit finden konnte, arbeitete er hart, sparte seine ohnehin wenige Groschen für Schlepper. Großenteils zu Fuß, teilweise versteckt in LKWs durchquerte er Iran und Türkei und landet irgendwann in Griechenland. Mit fünfzehn kam er nach Italien und als er die Stimme seiner Mutter zum ersten mal hören konnte, sind schon sieben Jahre verstrichen, ohne Lebenszeichen von beiden Seiten. Als Enaiat den Schriftsteller Fabio Geda zufällig kennenlernte, nahm sein Leben eine Wendung. Mittlerweile ist er ein junger Mann, lebt in Italien, beherrscht die Sprache, arbeitet gern, studiert Politik, hat eine eigene Wohnung. Doch je mehr er in Sicherheit auf eigenen Beinen lebt, desto mehr macht er sich Sorgen um seine Familie in Afghanistan. Als ein Unglück passierte, reist Enaiatollah trotz der Gefahr nach Afghanistan und obwohl er inzwischen mehr Italiener als Afghane ist, findet er sein Glück in seiner Heimat... Mit einer sehr leichte, ruhige und bildhafte Sprache erzählt Enaiat aus seinem Leben und lässt seine Leser mit vielen persönlichen Momente als Flüchtling teilnehmen. Wir erfahren auch, wie es seine Familie in Afghanistan geht und wie die Umstände dort sind. Einfühlsam, bewegend und sanft berichtet Enaiat, mithilfe der italienische Bestseller-Autor Fabio Geda über Heimat, Identität, Krieg, Armut, Integration und über die Beweggründe für Flucht. Die beiden Bücher sind aktuell den je und ich kann die nur allen ans Herz legen.

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Rückkehr

Von: nik

21.11.2021

Es handelt sich hier um die Fortsetzung des Romans "Im Meer schwimmen Krokodile". Nachdem der damals fünfzehnjährige Afghane Enaiatollah Akbari nach jahrelanger Flucht Europa erreichte und schließlich in Italien eine neue Heimat fand, treibt ihn nun sein Heimweh und die Sehnsucht nach seiner Familie, zurück nach Hause. Fabio Geda schildert mit der Hilfe Enaiatollah Akbari, dessen Leben als Migrant in Europa. Wie es sich anfühlt, nach 17 Jahren wieder in Pakistan, in Hazara Town, anzukommen und sich dort auch als Fremder zu fühlen. Ein interessantes Buch!

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Anders als erwartet

Von: Melanierumo

16.11.2021

Nachdem mir der erste Band sehr gut gefallen hat, war ich von diesem Buch etwas enttäuscht. Laut Inhaltsangabe habe ich erwartet, über Integration zu lesen. Wie gelingt ein neues Leben in einer anderen Kultur. Das war aber nicht Thema dieses Buches. Vielmehr ging es um die Schwierigkeiten, die die Bürokratie einem in den Weg legt. Es war interessant, aber ich hätte lieber etwas anderes gelesen.

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Eine Erfolgsgeschichte

Von: Marc Leymann

10.11.2021

Es handelt sich bei dem Buch um eine einfühlsam geschriebene und interessante Erfolgsgeschichte eines Afghanen in Italien. Nach einer langen Flucht und Odyssee, baut sich der Protagonist im Alter von 15 Jahren nach und nach eine neue und erfolgreiche Existenz in Italien auf, hat aber eine große Sehnsucht nach seiner Familie und den Wurzeln und sein Besuch in der alten Heimat lässt in Ihm nicht nur Erinnerungen aufleben, sondern auch die große Liebe finden.

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Nach seiner Flucht aus Afghanistan hat Enaiatollah sich in Italien durch viel Fleiß und Willensstärke eine Existenz aufbauen können: Er hat die Sprache gelernt und nach bestandenem Abitur Politik-wissenschaften studiert. Außerdem arbeitet er in verschiedenen Jobs, um seine Familie in Afghanistan unterstützen zu können. Die europäische Kultur wird ihm nach und nach vertraut; er schließt sogar Freundschaften. Nachdem er etliche Jahre keinen Kontakt zu seiner Familie gehabt hat, fragt er sich immer öfter, ob seine Mutter, sein Bruder und seine Schwester die lange Zeit des Krieges unbeschadet überstanden haben, ja, ob sie überhaupt noch leben. Wohnen sie noch zusammen? Sind sie vielleicht geflohen und wenn ja: wohin? Da die Fragen immer drängender werden, beauftragt er den Vater eines afghanischen Freundes, der in Pakistan lebt, Nachforschungen anzustellen. Und tatsächlich: Trotz vieler Widerstände macht dieser Enaiatollahs Mutter schließlich doch noch ausfindig, und Mutter und Sohn können nach 8 Jahren zum ersten Mal wieder miteinander telefonieren. Es vergeht jedoch noch etliche Zeit, bis er sich auf die Reise zu ihr begibt und nach und nach erfährt, wie es der Familie in der Zwischenzeit ergangen war. Sein Leben nimmt durch den Aufenthalt in seiner alten Heimat eine entscheidende Wende. Resümee: Dieses Buch ist die Fortsetzung von „Im Meer schwimmen Krokodile“; es ist wieder zusammen mit dem italienischen Schriftsteller Fabio Geda entstanden. Mittlerweile sind 16 Jahre vergangen – Enaiatollah ist jetzt 32 Jahre alt und erzählt, was er, seine Mutter und Geschwister in der Zwischenzeit erlebt haben. Er hat nichts von seiner Willensstärke eingebüßt und trotz zahlreicher v.a. bürokratischer Hindernisse nie aufgegeben. Italien ist sein Zuhause geworden. In diesem Land hat er sich eine Existenz aufgebaut, Freundschaften geschlossen und hier plant er eine Zukunft für sich, seine Frau und die erhofften Kinder. Dennoch hat er seine Mutter und die Geschwister ebenso wenig vergessen, wie seine alte Heimat: den Hazarajat, eine Bergregion westlich von Kabul, wo es „im Winter Schnee“ und „nachts Sterne“ gibt (Titel). Es existieren quasi zwei Herzen in Enaiatollahs Brust, denn er ist hin- und hergerissen zwischen dem Land, in dem er geboren wurde, die ersten 10 Jahre seines Lebens bracht hat und wo seine Familie noch lebt und seiner neuen Heimat Italien. Vieles, was die politische Situation in Afghanistan angeht, wird nur kurz angerissen, angedeutet oder „durch die Blume“ gesagt. Persönliches, ihn und seine Familie betreffend, schildert er jedoch recht ausführlich. Dabei ist der Erzählstil wie auch schon im ersten Buch durch seine Natürlichkeit sehr berührend. Fazit: ein ebenso mitreißendes wie berührendes Buch

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