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Rezensionen zu
Der Wassertänzer

Ta-Nehisi Coates

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€ 24,00 [D] inkl. MwSt. | € 24,70 [A] | CHF 33,90* (* empf. VK-Preis)

Hiram Walker wächst als Sohn einer Sklavin und eines Plantagenbesitzers auf. Als er noch ein Kind ist, wird seine Mutter verkauft und er arbeitet fortan auf den Plantagen des Vaters. Doch Hiram ist wissbegierig und hat vor allem ein außergewöhnliches Gedächtnis, das schon bald die Aufmerksamkeit des Vaters erregt. So steigt Hiram auf und wird zum Diener des eigenen Bruders Maynard. Als die Brüder während einer Kutschfahrt verunglücken, stirbt Maynard und Hiram entdeckt in sich eine Fähigkeit, die so außergewöhnlich ist, dass sogar der Underground auf ihn aufmerksam wird. Die Geschichte begleitet Hiram fortan auf seinem Weg in die Nordstaaten. Er muss Gefangenschaften und Qualen über sich ergehen lassen, doch die Sehnsucht nach Freiheit und Gerechtigkeit gibt ihm den Willen, weiterzugehen. Ta-Nehisi Coates’ Roman erzählt auf eindrückliche Weise vom Grauen, den Verbrechen und von der Unwürdigkeit der Sklaverei. Er erzählt von Eltern, die von Kindern getrennt werden, von Familien, die auseinandergerissen werden, von Gefangenen, die gedemütigt werden, von Trauma, Verlust und schließlich auch von Unterdrückten, die sich gegen die Unmenschlichkeit der Gesetze aus dem Untergrund heraus aufzulehnen beginnen. Das Bild, das dabei von der Zeit der Sklaverei entsteht, ist detailliert und vielschichtig. Es ist an die Realität angelehnt und in einer historischen Zeit verankert, in der die großen Sklavenplantagen Virginias bereits dem Untergang geweiht waren. Doch historische Wirklichkeit und Fantastisches bedingen sich in der Geschichte, denn Coates baut Elemente des magischen Realismus in sie ein und stattet seinen Protagonisten mit übernatürlichen Kräften aus. Damit überträgt er die Idee des weißen amerikanischen Superhelden auf einen Sklaven und das ist sicherlich eine der bemerkenswertesten Errungenschaften dieses Romans. Der Wassertänzer ist eine wichtige und notwendige Neuerzählung der amerikanischen Geschichte, die endlich diejenigen als Helden darstellt, die es wirklich verdient haben.

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Da ich die Bücher von James Baldwin sehr gerne lese, war ich auch auf diesen Autor sehr gespannt. Ta-Nehisi Coates widmet sich in seinem Roman "Der Wassertänzer" ähnichen Themen, die sich mit Rassismus und Kolonialismus auseinandersetzen. Schauplatz sind die Südstaaten, Virginia, genauer genommen auf den riesen Tabakplantagen, die von weißen Sklavehaltern geführt werden und wo wir den Haussklaven Hiram Walker kennenlernen, der besondere Fähigkeiten besitzt wie zb. ein fotografisches Gedächtnis und die Gabe der Teleportation und er sucht seine Mutter. Dann schließt er sich der Widerstandbewegung an... Das Buch ist nicht einfach zu lesen, ich habe lange gebraucht um das Buch zu beende, irgendwie kam ich mit dem Schreibstil nicht ganz zurecht, es war einfach nicht flüssig, trotzdem möchte man weiterlesen. Ich denke, es ist ein Buch, für das man Zeit und Raum einplanen muss. Das Cover ist sehr schön und berührend, so wie die Geschichte, die einen sehr beschäftigt, es ist ein historischer Rückblick in die Zeit der Sklaverei und Ausbeutung von Schwarzen Menschen. Der Autor hat diese schlimme Zeit verbunden mit ein Wenig Fantasie/Spiritualität, um den Hauptprotagonisten zu stärken und auch wenn es kein Buch für zwischendurch ist, kann man es gut lesen, wenn man sich auf die Thematik einlässt. Vielen Dank für das Buch!

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>>...Mir fiel auf, dass niemand Ketten trug. Wozu auch? Wer aber die gesenkten Köpfe um mich herum gesehen hätte, der hätte gewusst, dass dies gebrochene Menschen waren. Und ich war einer davon, so tief in der Grube der Verzweiflung versunken, dass all meine Ziele auf ein einziges Ziel geschrumpft waren, das Ziel dies hier zu überleben. Ich war kaum mehr als ein Tier. Und jetzt begann die Jagt.<< „Der Wassertänzer“ von Ta-Nehisi Coates erzählt die Geschichte von Hiram Walker, dem jungen Sklaven mit einer ganz besonderen Begabung, der seiner Gefangenschaft entkommt und sich auf die Suche nach seinen verlorenen Erinnerungen macht. Ta-Nehisi Coates erzählt hier eine wirklich ergreifende Geschichte über den Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung und gleichzeitig von einer großen Liebe. Nachdem ich ein bisschen Schwierigkeiten hatte in das Buch zu finden, war ich nach dem ersten Drittel umso gefesselter, denn der Autor schaffte hier für mich eine besondere, ergreifende, tiefgreifende und eindringliche Geschichte, die literarisch einfach ganz wunderbar wie ich finde umgesetzt wurde. Neben auch heute noch aktueller Thematik, kann man sich wie ich finde dennoch literarisch dem Mainstream entziehen. Für mich ist dieses Buch ein echter Buchschatz, den ich von Herzen weiterempfehlen möchte!

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Es gibt diese Art Bücher, für die man Zeit zum Lesen benötigt. „Der Wassertänzer“ von Ta-Nehisi Coates ist ein solches, aber wenn man sich diese Zeit nimmt, bekommt man ein großartiges Lesegeschenk. Der Roman handelt von Hiram Walker, in der Sklaverei geboren, seine Mutter wurde verkauft, sein Vater ist der Plantagenbesitzer höchstpersönlich. Hiram ist klug und besitzt ein fotografisches Gedächtnis. Seine Intelligenz fällt auf und so erhält er sogar Schulunterricht. Eines Tages wird er ins Herrenhaus bestellt um als Diener seines Halbbruders Maynard zu arbeiten. Im Labyrinth, den Sklavenquartieren, lebt er mit Ziehmutter Thena und verliebt sich in Sophia. Aus Liebe zu ihr plant er zu fliehen, gibt es doch einige Legenden über gewisse Routen. Ich muss sagen, dass ich bei den ersten Seiten ein wenig Probleme hatte in die Geschichte reinzukommen, aber das verflog in Windeseile. Es ist die Sprache, der Dialekt und Slang, der mich irritierte, aber durch die hervorragende Arbeit des Übersetzers Bernhard Robben, sehr herausgearbeitet wurde. Ein stimmiger, emotionaler Roman über die brutalen Zeiten der Sklaverei, über den Underground und dessen Kampf für die Freiheit. Coates würzt seine schonungslose Geschichte mit einem Hauch Spiritualität. Diese könnte auf einige Leser befremdlich wirken, aber wenn man sich darauf einlässt, dann ist es eine bewegende und mitreissende Reise in eine der schlimmsten Epochen der Menschheitsgeschichte. Mehr als einmal kamen mir die Tränen.

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Meine Meinung: Der afroamerikanische Schriftsteller Ta-Nehisi Coates präsentiert mit „Der Wassertänzer“ einen Roman, der sich auf eine ganz eigene/besondere Weise mit dem Thema der Sklaverei bzw. der damit im höchsten Maße verbundenen Ausbeutung auseinandersetzt und mit dessen schonungslos ehrlicher Darstellung auch den heute noch anhaltenden/aktuellen Rassismus ins Gedächtnis ruft. Coates bedient sich sprachlich an einem geläufigen afrikanisch-amerikanischen Dialekt/Slang, dessen melodischer Klang durch den Übersetzer Bernhard Robben authentisch umgesetzt wurde und in den ich nach leichten Startschwierigkeiten gut hineingefunden habe. Beeindruckt und gleichermaßen berührt, hat mich neben den brutalen Beschreibungen des Sklavenalltags und einer hervorragenden vielschichtigen Skizzierung des damaligen Gesellschaftsbildes ganz besonders die gedankliche Auseinandersetzung Hirams mit seiner Rolle als Leibeigener bzw. dem in ihm wachsenden Bruch seiner Ketten und der damit startenden Reise, die der Autor durch eine begleitende spirituelle Ebene bzw. Fähigkeit begleiten lässt. Diese hat sich für mich im Geschehen anfangs noch befremdlich angefühlt, wurde jedoch im Verlauf zu einem sehr stimmigen festen Bestandteil seines Weges und hat mich emotional stark fesseln können. Fazit: Sprachlich herausfordernd mit berührendem Inhalt, dessen spirituelle Ebene die Leserschaft spalten könnte. Mir hat diese sehr gefallen!

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Hiram, geboren in der Zeit der Sklaverei. Sein Vater ist ein reicher und weißer Plantagenbesitzer. Als Kind musste er miterleben, wie seine Mutter verkauft wurde und für immer verschwand. Hiram, äußerst intelligent, besitzt ein fotografisches Gedächtnis und eine Gabe, die ihm eines Tages vorm Ertrinken rettet. Dankt seiner Klugheit, nimmt sein Vater ihm irgendwann ins Herrenhaus, natürlich nicht als „Sohn“ zum Zusammenleben, sondern als Sklave um sein Halbbruder um zu Dienen. Und dort, unten im Kellerräume von dem Herrenhaus, wo die Sklaven leben, lernt Hiram Sophia kennen und lieben. Und wegen seiner heimlichen Liebe wagt er eine Flucht. So beginnt für ihm eine schwierige, vor allem eine schmerzhafte Reise, bis er im Underground, einem Netzwerk die Sklaven zur Flucht verhilft, landet. Doch was heißt die Freiheit, wo geliebte Menschen immer noch im Ketten leben? Ich muss zugeben, ich hatte am Anfang meine Schwierigkeiten, da ich dementsprechend eine Woche lang nur 2 Kapitel gelesen und immer wieder das Buch beiseite gelegen hab. Es liegt nicht an die Geschichte oder an die Charaktere, sondern an den Schreibstil, oder „meine Meinung“ nach an die Übersetzung. Die Dialoge bestehen aus abgehackten Sätzen und ab und da meldet sich der Autor zu Wort, wo mir der Einstieg total erschwert hat. Doch je weiter man liest, desto mehr gewöhnt man sich und ab bestimmte Seitenanteil kann man sogar nicht mehr aufhören zu lesen. Hirams Flucht, was er erlebt hat, was er aushalten musste, geht unter der Haut, verursacht Tränen im Auge. Ta-Nehisi Coates nimmt die Leser in die Zeit von Sklaverei und erzählt er die damaliger, grausamer Geschehen ungeschönt und schonungslos mit einem hauch Prise Fantasie weiter. Es ist kein Buch, die man übers Wochenende durchsuchten, wegpacken und einfach so vergessen kann. Die sprachgewaltige Erzählstil und liebevolle Charaktere brauchen Zeit und Ruhe zum Lesen und verstehen. Trotzt meiner Schwierigkeiten, ist es eine gut gelungene, historisch sehr wichtige und spirituelle Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat.

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Inhalt Hiram Walker, von den meisten nur Hi genannt, lebt als Sklave auf einer Tabakfarm in West Virginia. Als (nicht anerkannter) Sohn des Farmbesitzers genießt er einen gewissen Status, doch wie alle anderen Sklaven auch leidet er unter der Erniedrigung, der Unterdrückung und die Ausbeutung durch seinen Herren. Als er sich in Sophia, eine Sklavin, verliebt, die ihrem Besitzer als Lustobjekt dient, stellt er Kontakte zum Widerstand her und plant die gemeinsame Flucht. Doch die beiden werden verraten und Hiram gerät in Gefangenschaft. Meine Meinung Zugegeben, der Einstieg in dieses Buch fiel mir schwer. Das lag aber nicht an dem Thema, oder der Geschichte an sich, sondern vor allem am Schreibstil der Dialoge. Die Sprechweise der Sklaven besteht aus kurzen, abgehackten Sätze, was vermutlich historisch authentisch ist, mich aber anfangs enorm in meinem Lesefluss störte. Doch mit der Zeit gewöhnte ich mich daran und als die Geschichte dann an dem Punkt von Hirams und Sophias Flucht angelangt war, nahm sie richtig an Fahrt auf und ich konnte und wollte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich habe wirklich mit Hiram mitgefiebert und hoffte die ganze Zeit auf ein gutes Ende. Geschickt hat Ta-Nehisi Coates minimale Fantasyelemente in die Geschichte eingewoben, jedoch so fein und subtil, dass ich Der Wassertänzer nicht als Fantasyroman einordnen würde. Und grade das finde ich bei Der Wassertänzer unheimlich faszinierend und gelungen. Ta-Nehisi Coates hat sich mit seinem Debütroman einem der finstersten Kapitel der Menschheitsgeschichte gewidmet und zeigt die Grausamkeit der damaligen Zeit ungeschönt und doch irgendwie nüchtern und vor allem ohne allzu stark mit der Moralkeule auszuholen. Ich habe zwar noch nicht viele Bücher gelesen, die sich dem Thema der Sklaverei in Amerika widmet, und doch wird mir dieses Buch immer als etwas Besonderes und Außergewöhnliches in Erinnerung bleiben. Ich bin gespannt, ob Ta-Nehisi Coates uns mit weiteren Romanen beschenken wird. Fazit Schreibstil: 3 Sterne Charaktere: 4 Sterne Handlung: 5 Sterne Spannungsaufbau: 4 Sterne Gesamtwertung: 4 Sterne

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Leider muss ich sagen, dass mir der Einstieg in die Handlung nicht sehr leicht gefallen ist. Das lag zum einen am Schreibstil und zum anderen daran, dass man schnell mit Hirams Gabe konfrontiert wird, die ich nicht auf Anhieb verstanden habe. Was den Schreibstil angeht, musste ich mich sehr auf ihn konzentrieren. Ohne Frage, Ta-Nehisi Coates hat einen guten Schreibstil und er weiß, wie man schreibt, aber dennoch musste ich manche Sätze zwei oder dreimal lesen, bis ich sie registriert habe. Dies kann allerdings auch an der Übersetzung liegen. Es ist aber keine schlechte Übersetzung und der Übersetzer hat einen guten Job geleistet. In der Nachbemerkung erläutert der Übersetzer Berhard Robben allerdings die Probleme, die es gab. Im deutschen Gibt es nämlich keine Marker die Anzeigen, dass gerade eine schwarze Person spricht. Im Gegensatz zum Deutschen gibt es dies im Englischen. Diese Marker wären sicherlich hilfreich gewesen, auch in Bezug auf meinen Lesefluss, aber auch in Bezug auf die verschiedenen Charaktere mit denen Hiram in seinem Leben in Kontakt kommt. Manchmal war ich mir nämlich nicht sicher, ob es sich um eine weiße Person oder eine schwarze Person handelt. Bezüglich Hirams Gabe kann ich sagen, dass sie mich mächtig verwirrt hat, was allerdings nicht das größte Problem war, denn Hiram selber hat seine Gabe nicht verstanden. Im Laufe der Handlung erfährt Hiram mehr über seine Gabe und je mehr er erfährt, desto weniger verwirrend wird es für den Leser. Mir hat es im Endeffekt gefallen, dass man als Leser gleichzeitig mit Hiram lernt und rückblickend finde ich es auch gar nicht mehr schlimm, dass dieser Punkt meinen Lesefluss ein wenig verlangsamt hat. Das Buch strahlt wohl mit seinen Charakteren und mit seiner Handlung. Man merkt an jeder Stelle, mit wie viel Vorsicht der Autor seine Charaktere und die Handlung kreiert hat. Man merkt an jeder Stelle, wie viel der Autor über die Sklaverei in den USA recherchiert haben muss. Und dadurch, dass Ta-Nehisi Coates selber schwarz ist, kann man kaum mehr Authentizität geliefert bekommen. Es muss einem allerdings klar sein, dass das Thema nichts für schwache Nerven ist. Der Autor hält sich nicht zurück und hat keine Angst dem Leser die Realität der Sklaverei vor Augen zu halten. Dies passiert mal mehr im Detail und mal weniger. Auch das Ende der Handlung empfand ich als sehr authentisch. Darauf möchte ich allerdings nicht zu sehr eingehen, weil ich niemanden spoilern möchte. Aber was ich sagen kann ist, dass man kein vollkommenes Happy End erwarten sollte, denn die Kämpfe von BIPoC sind bis heute nicht vorbei. Fazit Der Wassertänzer ist ein beeindruckender Roman, der vor Authentizität nur so strotzt und ich kann den Roman jedem empfehlen. Trotz des etwas holprigen Einstieg und der Konzentration, die das Buch gefordert hat, lohnt es sich. Das Buch wird mir sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

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