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Rezensionen zu
Vaters Wort und Mutters Liebe

Nina Wähä

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€ 22,00 [D] inkl. MwSt. | € 22,70 [A] | CHF 30,90* (* empf. VK-Preis)

543 geballte Seiten Familie! Das könnte einem zu viel erscheinen. Mögen doch die meisten nur limitiert die eigene Bagage ständig mit ihren Unzulänglichkeiten in nächster Nähe haben. Aber genau das wird hier seziert. Familie kann man sich nun mal nicht aussuchen. Es ist Weihnachten 1981. Siri und Pentti haben in der Summe 12 lebende Kinder. Einige sind schon Flüge geworden, leben in größeren Städten und kommen aber zu Feiertagen wieder nach Hause ins finnisches Dorf Tornedal, wie auch zu diesem Fest. Da der Vater, Pentti, mürrisch und jähzornig daherkommt und die Stimmung verdirbt, aber die Mutter Siri eine herzensgute liebeverströmende Sanftmut in Person ist, kommt es zu Reibung und das Unglück ist vorprogrammiert. Die Kinder ertragen es nicht wie der Vater die Mutter unentwegt schlecht behandelt. Bei 12 Geschwistern denkt ihr sicherlich, wie soll man die alle auseinanderhalten! Gott sei dank, gab es zu Beginn ein Personenregister auf das man immer mal wieder zurückgreifen kann. Ohne diese Übersicht wäre es in der Tat schwieriger. Und, wer das physische Buch kauft, hat den Vorteil auch ein Lesezeichen mit allen Personen stets am rechten Fleck zu haben. A propos Personen, sie werden in Teilen recht isoliert betrachtetet und dann doch wieder in die Geschichte eingebunden. Nach dem Lesen habe ich erfahren, dass die Autorin Nina Wähä, die im Übrigen auch Schauspielerin ist, als Grundlage bereits geschriebene Kurzgeschichten hatte und diese zu einem Gesamtwerk zusammenfügen wollte. Beim Lesen gab es an der ein oder anderen Stelle Verwunderung, da es etwas entkoppelt wirkte, nun ist mir klar warum. Das soll der Autorin aber nicht zu lasten gelegt werden, denn dies ist ein außerordentlich gelungenes Debüt! Ihr Schreibstil hat mich mitgezogen und nach Skandinavien verschleppt zu dieser verunglückten Situation. Nicht nur lesbar, sondern niveauvoll unterhalten auf ihre eigene Art und Weise! Denn es gibt auch eine auktoriale Erzählerin, die uns als Leser ab und an aufs Gleis setzt und Hinweise einstreut. Spannend ist das Ganze allemal, fast wie eine krimihafte Familiengeschichte und ein Ausleuchten der so unterschiedlichen Geschwister. Einige sind einsam, es gibt bilaterale Allianzen, auch Kaputte die problembeladen sind, Sonderlinge, werdende Eltern. Ein bunter Strauß an Geschwistern, was es nicht einfacher macht. Vaters Wort und Mutters Liebe ist ein lesenswerter skandinavischer Roman, nachdem das Bedürfnis hat sich der eigenen Familie zu widmen. PS: Erschienen im Heyne Hardcore Verlag, aber lasst euch davon nicht irritieren. Habe schon das ein und andere aus dem Verlag gelesen und es ist eher hardcore unkonventionell oder hardcore kreativ -halt anders!

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Eine außergewöhnliche Geschichte, die sehr gut erzählt ist. Die wichtigen Personen sind vorab erklärend aufgeführt, was bei der Fülle der Personen und ungewöhnlichen Namen hilfreich ist. Zudem wird jeder Person ein eigenes Kapitel gewidmet, in dem der Leser über diese Person und ihren Charakter erfährt. Das Buch liest sich einfach und flüssig, erfordert aber einige Konzentration beim Lesen, weil ständig zwischen den Zeiten gewechselt wird. Auch hatte ich bei den finnischen Namen etwas Probleme. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, zumal immer wieder englische Phrasen eingefügt werden, die ich für überflüssig halte. Ein interessantes Thema und ein interessantes Buch, das ich nur empfehlen kann.

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Ein toller Familienroman

Von: Liane

20.02.2021

Dieser Roman hat mich in den Bann gezogen. ein toller Familienroman einer vierzehnköpfigen Familie aus Finnland. Mutter Siri die alles für ihre Kinder tut, Pentti der Vater der herrschsüchtig ist und um den man einen großen Bogen macht um ihn nicht zu verärgern. einige Kinder sind schon flügge und im Land verstreut wohnhaft, doch sie kehren immer wieder zurück, weil die Geschwister und Mutter doch eng zusammen verbunden sind. gelungen ist die Beschreibung der nordischen Landschaft, man möchte beim lesen einfach live vor Ort sein. auch an Weihnachten 1981 kehren alle wieder nach Hause zurück, doch um den launischen Vater ist ihnen doch nicht ganz wohl, und so nimmt das Unheil seinen Lauf.

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Zusammenhalt einer Familienbande

Von: Yvette

19.02.2021

"Das Leben ist ein merkwürdiges Phänomen. Es findet überall und zur gleichen Zeit statt. Es füllt sich mit Inhalt und jeder Mensch macht Erfahrungen, ob er nun will oder nicht." Im Gemeinschaftsgefühl liegt eine große Kraft. Eine große Familie hält zusammen- auch in der schlimmsten Krise. Dieses Buch ist eine Familiensage, die sicher vielen aus dem herzen spricht. Toll finde ich, das eine Art Lesezeichen mit den einzelnen Mitgliedern dieser Familie , dem Buch beiliegt. Anfangs ein wenig zäh zu lesen, zum Ende hin sehr sehr spannend. Dennoch hat diese Geschichte mich mitgerissen, gerade weil es auch um Konflikte innerhalb der Familie bzw. den Geschwistern geht und jeder für sich eine Entscheidung trifft oder eben dieses spezielle Gemeinschaftsgefühl zugegen ist. Alles in allem ist dieser Roman lesenswert. Vorallem ist es kein Kitsch. Viel Spaß beim lesen.

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Familienroman

Von: AnnaLeselust

08.01.2021

Dieser mitreißende Familienroman hat es in sich! Eine kleine Herausforderung war sowohl die vierzehnköpfige Familie als auch die 22 Schlüsselfiguren, welche in diesem Roman vorkommen. Hilfreich empfand ich deshalb, dass am Anfang des Buches alle Personen aufgelistet worden sind. EDer Roman ist ein vielschichtiges und brillant erzähltes Familienepos, es hat mich gepackt und verzaubert und zeigt deutlich, wie auf Loyalität der Verrat und auf Liebe die Enttäuschung folgen kann. Mich hat dieses Buch stark beeindruckt, deshalb gibt es die volle Punktzahl und eine absolute Kaufempfehlung.

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Dieses Buch ist sicherlich nichts für zwischendurch, denn die 14 Charaktere und einige Nebencharaktere, muss man einmal auseinander halten können. Aber und das ist ein großes "aber" hat es Nina Wähä geschafft, jedem Charakter etwas nachhaltiges zu verpassen, sodass man sie stets auseinander halten kann. Auch ein kleiner - nennen wir es einmal "Stammbaum" - ist gleich am Anfang vorhanden. Die Geschichte ist ziemlich verworren und sog. Cliffhänger gibt es zwischen den einzelnen Kapiteln oft, denn die Erzählperspektive wechselt zwischen den Protagonisten, sodass man während des Lesens viele Fragezeichen im Kopf hat, die am Ende allerdings alle Sinn ergeben.

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An Weihnachten kommen Familien zusammen, egal, wie schwer sie sich sonst miteinander tun. Das ist in Finnland und bei Familie Toimi nicht anders – Annie und ihre vielen Geschwister erreichen pünktlich zum Fest den Hof ihrer Eltern, ein etwas bedrückender Ort, aber das Zuhause der jüngsten Kinder, ihrer fürsorglichen Mutter Siri und des desinteressierten bis herzlosen Vaters Pentti. Und sie alle bringen ihre ganz individuellen Geschichten mit, die die allwissende Ich-Erzählerin dramaturgisch geschickt in den Roman einflechtet. Schnell zeigt sich: Das heilige Fest ist hier Nebensache, die nicht immer konfliktlose, aber (teils ungewollt) feste Bindung zwischen den zwölf Geschwistern das eigentliche Thema. Und die zweite Chance auf etwas Glück, zu der sie ihrer Mutter verhelfen wollen. So spielen die Brüder und Schwestern Schicksal – mit ungeahnten Folgen. Denn manche*r von ihnen hat eine ganz eigene Agenda. . #vaterswortundmuttersliebe von #ninawähä ist eine sprachlich wie inhaltlich ganz ungewöhnliche, ja, mitunter haarsträubende Familiengeschichte, die einen nicht nur sofort mitten hinein an Siris Küchentisch dirigiert – sondern auch mit der eigenen, im Vergleich doch gar nicht so üblen Mischpoke versöhnt.

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Schöne Lektüre mit Schwächen

Von: esthermaarie

04.10.2020

Am Anfang war ich absolut begeistert von "Vaters Wort und Mutters Liebe". Eines der seltenen Bücher, wo ich von Anfang an über die Seiten hinwegflog und schnell war ein Drittel gelesen. Doch irgendwann kamen die Schwächen in Nina Wähäs Schreibstil immer mehr raus und fingen an, mich zu stören. Die unnötigen englischen Phrasen, eingeworfen ohne richtigen Kontext mitten in den Gedankenfluss des Erzählers, stören mich sehr. Die Sätze waren kurz, sprachlich wenig anspruchsvoll und wohl deshalb ließt man darüber schnell hinweg. Ein lockerer Schreibstil, der sicher vielen Leuten gut gefällt, mir aber zu flapsig erschien. Inhaltlich fand ich die Idee spannend die Handlung durch die Entwicklung der 12 noch lebenden Kindern und die der Mutter und des Vaters Jugend zu erzählen. Doch die Ausführung blieb leider hinter der Erwartung. Viele der Geschichten blieben zu oberflächlich, ein paar Kinder und ihre Charakterzüge wurden gut herausgearbeitet, aber der Großteil wurde stereotypisch abgehandelt. Wo es des Weiteren an der Ausführung haperte, war die Wut des Vaters und seine Strenge. Es wurde darauf angespielt, dass er ach so grausam und perfide war, doch nur wenige Beispiele wurden genannt und die Autorin konnte einem kein Gefühl von der Härte des Vaters geben. Bis zum Schluss hatte ich kein richtiges Bild von ihm und dadurch fiel mir auch der Schluss schwer. Zusammengefasst: Gute Idee und allgemein interessante Handlung, aber der Autorin fehlt es noch an Schreiberfahrung (oder Talent?) um ihre Charaktere so zu beschreiben, dass sie zum Leben erweckt werden. Dadurch fehlte dem eigentlichem Trubel im Buch eben genau das - Leben.

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