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Rezensionen zu
Caspers Weltformel

Victoria Grader

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€ 18,00 [D] inkl. MwSt. | € 18,50 [A] | CHF 25,50* (* empf. VK-Preis)

nette Unterhaltung

Von: julia

20.06.2021

Ich lese ja gerne Bücher über Menschen, die ihr Glück suchen und hoffentlich auch finden oder zumindest auf ihrem Weg dorthin etwas anderes für sich mitnehmen. Die Autorin schreibt auch gut und man kann es schnell lesen. Allerdings habe ich mich trotzdem nicht wirklich in dem Buch wohlgefühlt. Die Personen waren auch nicht so mein Fall. Als nette Lektüre jedoch gut.

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Die Hauptperson Casper entscheidet sich spontan,aus dem Moment heraus,seinem täglichen Leben zu entfliehen.Er landet in Budapest,wo er neue Kontakte findet.Diese beflügeln ihn,seine Sichtweise auf sein bisheriges Leben zu reflektieren.Macht seine Weltformel,die er in jahrelanger,akribischer Analyse entwickelt hat, sinn? Dieses Buch bietet eine leichte Lektüre mit Tiefgang.Auch der Leser wird in die eigene Reflektion eingestimmt.Keine Lektüre für Menschen,die Spannung und Aktion suchen

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Caspers hat sein Leben als Physiker und Doktorand der Suche nach seiner Weltformel gewidmet. Er führt dabei ein zurückgezogenes Leben als Einzelgänger. Erst als er durch Zufall neue Wege einschlägt und neue Menschen mit komplett anderen Hintergründen und anderen Lebensentwürfen trifft, findet er seine ganz persönliche Formel für ein glückliches Leben. Der Autorin ist es gelungen keinen kitschigen Liebesroman zu schreiben, sondern einen sehr ungewöhnlichen Roman über die Liebe und den tiefergreifenden Sinn des Lebens und der Suche nach dem persönlichen Glück. Während der Anfang des Romans sehr gut und spannend zu lesen ist, zieht sich die Mitte des Buches leider ein wenig dahin. Auch den Schluss hätte ich mir anders gewünscht. Wie geht das Leben der beiden Protagonisten weiter? Hat Casper auf seinem unkonventionellen Weg wirklich sein persönliches Glück gefunden?

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Der Anfang ist vielversprechend

Von: Donja

26.05.2021

Zu Beginn des Buches war ich echt begeistert. Der Schreibstil ist sehr schön zu lesen. Ich habe wirklich geglaubt, es könnte ein wundervolles Buch werden. Leider wurde die Geschichte nach der Mitte des Buches etwas langatmig. Nach Zweidrittel des Buches fand ich die Geschichte absurd. Das Ende war okay. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin schnell zum Ende kommen wollte obwohl man aus dieser Geschichte etwas wunderbares hätte machen können, wie der Anfang ja bewiesen hat. Schade.

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Das Leben ist unberechenbar.

Von: Hana Widdige

23.05.2021

Der Roman „Caspers Weltformel“ von Victoria Grader ist ein Buch für diejenigen, die sich immer schon fragten, was passiert, wenn der Zufall in das Leben tritt und man vom alltäglichen Plan abweicht. Für Casper bedeutet das, in einen anderen Zug zu steigen und an einem anderen Ziel anzukommen. In Caspers Versuch, die Welt mittels einer Formel zu verstehen, fällt der Zufall ein. Es verschlägt ihn nach Budapest. Zufällig lernt er dort Ilona kennen. Durch einen weiteren Zufall wird ihre gemeinsame Bleibe zerstört und sie machen sich zusammen auf den Weg nach Istanbul. Ein nächster Zufall trennt die beiden auf ihrer Reise und Casper fährt zurück nach Deutschland. Casper erkennt dadurch, dass man das Leben nicht mit Formeln berechnen kann, Ilona, dass man das Leben nicht mit einem Instagram-Account eines Multimediastars verwechseln darf, sondern einfach leben muss. Die beiden Protagonisten Casper und Ilona entstammen grundverschiedenen Lebenswelten und besitzen unterschiedliche Wissensdimensionen. Die Charaktere der Figuren erklären sich im Miteinander. Im Kontrast werden sie als Menschen voller Überzeugungen und Enttäuschungen greifbar. Das unterstreichen die alternierenden Kapitelüberschriften und ein Erzähler, der die Innensicht der Figuren spiegelt, zu Beginn des Romans jedoch distanziert wirkt. Auf seiner Reise begegnet Casper weiteren Menschen, ausnahmslos Männern. Die Einblicke in deren Leben verlaufen im Nichts. Einzige Ausnahme ist hier der sympathische alte János, der Caspers Leben durch sein eigenes widerspiegelt und sich als echter Freund erweist. Casper und Ilona zeigen sich als Suchende und wirken in ihrer Weltanschauung naiv. Casper wird als (be)rechnender Physiker nicht richtig greifbar, obwohl zunehmend deutlich wird, dass er sein Handeln immer stärker an Ilona ausrichtet, so, wie er es wohl vorher an seiner Weltformel orientiert haben muss. Das zeigt kurz vor Ende des Romans ein Blick in sein Leben vor der Fahrt nach Budapest. Zum Schluss bricht Casper erneut nach Istanbul auf. Seine zufällige Begegnung dort bietet einen hoffnungsvollen Ausblick.

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Wer Suter mag wird auch Grader mögen

Von: Skeaghshee

22.05.2021

Wer Suter mag wird auch Grader mögen – das trifft eigentlich auch den Inhalt ganz gut: weltfremder, aber wohlhabender Mann mit Schwierigkeiten in sozialer Interaktion trifft auf chaotische, moralisch fragwürdige Frau mit Geldproblemen. Mir waren beide Protagonisten nicht sonderlich sympathisch. Der Schreibstil ist gut und passt auch zu der melancholischen Stimmung. Die Perspektive wechselt zwischen Caspar und Ilona hin und her. Wirklich toll fand ich übrigens eine Nebenfigur – János, ein wunderbar warmherziger Ungar, der sich Caspars bei seiner Ankunft in Budapest annimmt.

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Fazit: Ich gebe zu, dass ich anfangs die Befürchtung hatte, bei „Caspers Weltformel“ könnte es sich um einen wirklich kitschigen Roman handeln. Das ist glücklicherweise nicht der Fall, dafür hakt es dann aber an anderen Stellen. Welche das sind, und ob das Buch trotzdem empfehlenswert ist, darum soll es im Folgenden gehen: Physik-Doktorand Casper hadert mich sich und dem Leben, fühlt sich gefangen in einem einengenden Büro, in dem er tagaus, tagein denselben ebenso einengenden Job ausführt. Sein Leben schreitet bar jeder Aufregung gleichförmig voran. Allerdings ist Casper auch so ein bisschen selbst dran schuld, denn im Laufe jahrelanger Rechenarbeiten hat er eine Formel entwickelt, mit der er Reaktionen seines Gegenübers berechnen kann. In der Folge bereitet das Leben dem jungen Mann daher kaum noch Überaschungen oder Abwechslungen und in der ewigen Routine des redensartlichen Hamsterrads fragt sich der junge Mann irgendwann: „Soll das jetzt alles gewesen sein?“ In einer Art Übersprungshandlung besteigt Casper den nächstbesten Zug nach Irgendwohin, und Irgendwohin ist in diesem Fall Budapest. In der ungarischen Hauptstadt lässt sich der junge Mann ein wenig treiben, begegnet erst dem Fernfahrer Jànos, dann läuft ihm Ilona über den Weg. Und bis hierhin hat mir der Roman ausnehmend gut gefallen. Nicht nur, weil ich mit vollständig auf anekdotischer Evidenz basierender Kompetenz behaupten kann, dass sich die Frage nach dem „Soll das jetzt alles gewesen sein?“ die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens mal gestellt haben oder noch stellen werden. Und bis hierhin hat Victoria Grader mit Casper auch einen recht zugänglichen Protagonisten geschaffen. Das ändert sich dann allerdings spätestens, als Casper in Budapest auf Ilona trifft. Und zwar nicht, weil ich mit dieser neuen Figur wenig anfangen kann. Ich gebe zu, dass ich mit Ilona kein Bier trinken gehen wollen würde, da mir ihre Oberflächlichkeit, ihre Unfähigkeit, Dinge wirklich auf die Reihe zu kriegen, ihr schon seit langer Zeit massiv defekter moralischer Kompass und ihre augenscheinliche Selbstversicherung, für diverse Jobs des einfachen Volks schlicht zu gut zu sein, suspekt sind, aber als Figur finde ich Ilona tatsächlich ganz spannend. Umso mehr, als mit ihr ein spannender Gegenpol zu Casper geschaffen ist, der Anlass für zahlreiche Konflikte liefern könnte. Mein Problem liegt eher daran, dass Casper ab diesem Moment sein wahres Gesicht zeigt. Und eben dieses gefällt mir so gar nicht. Denn der junge Doktorand ist ein Mensch, der schon sehr auf sich, seine Ernährung und seinen ökologischen Fußabdruck achtet, was im Übrigen überhaupt nicht verwerflich ist, sondern im Gegenteil eher wünschenswert. Allerdings geht er damit missionieren und trägt seine Weltsicht demonstrativ monstranzartig vor sich her. Und wenn jemand mit seiner Meinung missionieren geht und versucht, andere zu etwas zu bekehren, gleich ob es sich dabei um Ernährung, Religion oder die Fanszene des FC Bayern München handelt, dann habe ich damit so meine Probleme. Möglicherweise mag das daran liegen, dass ich grundsätzlich ein Problem damit habe, wenn jemand unaufgefordert anfängt, mir mein Leben zu erklären. Und Casper tut das dauernd … Er ist einer dieser Menschen, über die man in unfreundlicheren Zeiten gesagt hat: „Woran erkennt man einen Vegetarier? Er erzählt es dir!“, einer der Menschen, die im Restaurant an dir vorbeigehen, während du gerade deinen Schnitzelteller bekommst, um sich dann zu dir runterzubeugen und Sätze von sich zu geben, die mit „Du weißt aber schon, dass …“ beginnen. Er belässt es aber nicht bei Ernährung, sondern geißelt auch Arbeitsbedinungen in verschiedenen Gegenden der Welt, die Überfischung der Ozeane und vieles andere. Das kann man auch alles tun, sogar berechtigterweise. Allerdings tut Casper das mit bemerkenswerter Arroganz und Art Alleinvertretungs- und Unfehlbarkeitsanspruch, der sonst nur diversen Religionen gleich welcher Ausprägung innewohnt und der unfassbar nervt. So unterlässt er es beispielsweise auch nicht, seine Mutter davon zu unterrichten, dass ihre Rosenträucher im Garten reine Zierpflanzen seien, mit denen die Bienen und andere Insekten ja so gar nichts anfangen könnten. Und wenn mir am Frühstückstisch, nachdem ich eröffnet habe, keinen Hunger zu haben und nur einen Kaffee trinken will, jemand entgegnet: „Das kann ich nicht akzeptieren!“, so wie Casper das gegenüber Ilona tut, dann würde ich ihm, je nach Tagesform, wohl im Rahmen eines länger angelegten Monologs darlegen, dass die Frage, inwieweit mein Gegenüber hinsichtlich meine Nahrungsaufnahme betreffender Fragen zur Akzeptanz bereit ist, für mich keinerlei Relevanz besitzt oder aber einfach nur perplex fragen: „Bitte was kannst du?“ All die ökologischen Fragen, die die Autorin in ihrem Buch präsentiert, haben ja durchaus ihre Berechtigung, es wäre nur schön gewesen, man hätte sie in irgendeiner Weise subtil präsentiert, wenigstens aber nicht mit der moralinsauren Dampfhammermethode, für die man sich entschieden hat. Wenn wir uns wegbewegen von der Figurenebene und uns der inhaltlichen zuwenden, dann stellen wir fest, dass es auch hier Anlass zur Kritik gibt. Denn mir hat sich bis zum Ende nicht erschlossen, was „Caspers Weltformel“ denn nun sein soll. Soll es ein Roman sein, der sich vorwiegend mit ökologischen Fragestellungen und Problemen beschäftigt, dann ist, wie beschrieben, die Art der Präsentation ein Problem, weswegen daraus hier eher ein moralinsaurer Weltverbesserungsroman würde. Vielleicht soll es aber auch eine Art Coming-of-Age-Geschichte sein, denn zumindest Caspers Wunsch nach Sicherheit, Stabilität und Vorhersagbarkeit im Leben wird ebenso mit seiner Vorgeschichte begründet, wie es hinsichtlich Ilonas Wesen und Verhaltensweisen ebenfalls passiert!? Dafür geht der Roman hier aber eben nicht genug in die Tiefe. Man hätte auch einen Roman daraus machen können, in dem zwei Menschen vollkommen gegensätzlicher Ausprägung über philosophische Fragen, das Leben, das Universum und den ganzen Rest diskutieren, wie das weiland Julie Delpy und Ethan Hawke in einem Zug taten. Und in Ansätzen passiert das auch. Aber eben auch hier kommt der Roman nicht über Ansätze hinaus und vermeidet jegliche Tiefe. Stattdessen wird die Leserschaft permanent mit dem moralischen Zeigefinger ins Auge gepikt, während sich der Roman irgendwo verrennt. Auf nur knapp 320 Seiten hätte man sich meines Erachtens stärker für irgendeine Richtung dahingehend entscheiden müssen, was das Buch sein und was es sagen soll. Und das ist in Summe alles tatsächlich irgendwie ärgerlich, denn in stilistischer Hinsicht merkt man dem Buch beispielsweise an, dass Victoria Grader wirklich gut schreiben kann. Ihre Dialoge wissen zu gefallen – sofern Casper nicht gerade wieder „Das kann ich nicht akzeptieren!“ sagt – und auch der Aufbau ist gelungen. Abwechselnd werden die Kapitel mal aus Ilonas mal aus Caspers Sicht erzählt, was für gewöhnlich eine bemerkenswert hohe Gefahr für Redundanz birgt. Der Autorin gelingt es aber ausgesprochen gut, eben dieser Gefahr auszuweichen, und insgesamt kann „Caspers Weltformel“ daher in erzählerischer Hinsicht sehr gut punkten. Das täuscht jedoch nicht über die vorher angesprochenen Schwierigkeiten hinweg, die ich mit dem Buch hatte. Letztlich bleibt ein überraschend leichter, dafür aber nicht seichter Roman, dem man einiges verzeihen können muss, den man aber zumindest dann guten Gewissens lesen kann, wenn man selbst gerade im Hamsterrad sitzend vom Fernweh geplagt wird.

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Stell dir vor, du stehst am Bahnhof. Verträumt schaust du auf ein Plakat, nur um festzustellen, dass dein Zug ohne dich losgefahren ist. Was nun? Nun Casper sieht das als Fingerzeig, um aus seinem aktuellen Leben auszubrechen und sich treiben zu lassen. Jahrelang hat er an seiner Weltformel gebastelt, die alles enthalten soll, um die Welt zu einem besseren Ort und einem selbst zu einem besseren Leben zu verhelfen. Der Zufall will es, dass er in Budapest landet und János und Ilona kennenlernt. Zwei Menschen, die ein so vollkommen anderes Leben leben als Casper. Casper, der strukturierte Physik-Doktorand trifft auf János, den LKW-Fahrer, und Ilona, die mehr oder weniger in den Tag hinlebt. Im Wechsel erzählt das Buch die Geschichte einmal aus der Sicht von Casper, wie er sich mehr und mehr aus den Klauen der Struktur und Kontrolle befreit und zum anderen aus der Sicht von Ilona, die eigentlich nur ihren Prinzen sucht, um ein gemachtes Nest und Geld zu haben. Doch was passiert, wenn zwei so verschiedene Charaktere aufeinander treffen? Nun, die ersten Auseinandersetzungen lassen nicht lange auf sich warten, denn Caspers Weltverbesserungsdrang sitzt so tief in ihm, dass er nicht ohne ihn sein kann, so sehr auch will. Ob und wie die beiden sich annähern? Das wird auf knapp 320 Seiten erzählt. Sprachlich passt sich das Buch dem Inhalt an. Moderne Sprache und entsprechend des jeweiligen Hintergrundes haben die Figuren ihren eigenen Wortschatz. Der eine Charakter, bisher erfolgreich, trägt die Nase ein wenig hoch, der andere lässt sich trotzdem davon nicht beeindrucken, was zu den gewünschten Reibereien zwischen den Charakteren führt. Lange Zeit waren beide Charaktere so, dass man sie als Stereotypen für ihren Standpunkt sehen konnte, doch an dem Punkt, wo es zu einer Entscheidung kommt, hat sich das Buch nicht so entwickelt, wie ich es mir vorgestellt hätte. Doch was will das Buch sein? Gesellschaftskritik? Liebesgeschichte? Selbstfindungsbuch? Das Buch bietet hier mehrere Möglichkeiten und jedem Leser steht es offen, sich eine Seite davon auszusuchen. Für mich hat das Buch nicht so geendet, wie ich es mir gedacht habe, da zu viele Gedanken für mich offen bleiben. Daher 3,5 von 5 Zügen

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