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Rezensionen zu
Der Winter des Propheten

Håkan Östlundh

Die Elias-Krantz-Trilogie (1)

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Am Anfang hatte mich dieses Buch tatsächlich sehr verwirrt. Ich musste erstmal googeln, dass der Handlungsort die Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina ist. Man merkt: Der Beste in Erdkunde war ich nie... Handlungsort ist aber auch gleichzeitig Schweden. Ansonsten fand ich die vielen lokalen Namen spannend, aber irgendwie auch verwirrend. Die Namen ließen sich viel schwerer zu einer Person zuordnen, doch das wird wahrscheinlich mein persönliches Empfinden sein. Ansonsten hat mich das Buch aber wirklich gepackt. Ein Bombenanschlag ist auch in Thrillern nicht gerade alltäglich und manchmal erinnerte es sogar an James Bond in Buchausführung. Trotzdem blieb die Geschichte authentisch und spannend. Man ist sofort in der Situation und will unbedingt wissen, wie es weitergehen wird. Dieses Buch ist so, wie ein guter Thriller sein soll. Es ist irgendwie eine authentische Mischung aus Tom Clancy und Andreas Franz und trotzdem wird hier etwas völlig Neues erschaffen, was Lust auf mehr macht. Und mehr gibt es zum Glück: Dieses Buch ist der erste Teil von einer Trilogie. Es gibt also genug Stoff für weitere spannende Lesestunden. Schlussendlich kann ich sagen, dass hier wirklich alles passt. Eine spannende Story wurde mit einer vielversprechenden Lokation verbunden. Dieser Thriller hat wirklich viel Neues zu bieten, greift dabei aber auch gleichzeitig auf altbewährtes zurück. Und ich habe noch einen Autorenvergleich: Wer zurzeit die Bücher von Lukas Fassnacht feiert, wird auch hier keinen Fehler machen! Auch hier gibt es eine Menge Intrigen, Politik und tagesaktuelle Themen.

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Die schwedische Diplomatin Ylva Grey verbringt mit ihrem Geliebten Anders Krantz eine Nacht in einem Hotel in Sarajevo. Als dort am nächsten Morgen eine Bombe explodiert, entkommt Ylva dem Attentat nur knapp. Anders wird dabei allerdings getötet. Am Boden zerstört will sie unbedingt herausfinden, wer für dieses Verbrechen verantwortlich ist. Hilfe bekommt Ylva aus einer Ecke, aus der sie es zunächst nicht erwartet: Anders Sohn Elias will ebenfalls mehr über die Umstände wissen, die zum Tod seines Vaters geführt haben. Dabei hat er genug eigene Sorgen, doch die stellt er für den Moment zurück. Als sie bemerken, dass von Anders Arbeitsplatz wichtige Unterlagen verschwunden sind, beginnen die beiden zu ahnen, dass mehr hinter dem Attentat steht. Doch was soll hier vertuscht werden und wer sind die Hintermänner? Elias und Ylva begeben sich auf eine heikle und gefährliche Mission. Kritik: Wieder buhlt ein Name um die Aufmerksamkeit der deutschen Leser, der bisher nicht zur ersten Riege der nordischen Schriftsteller gehörte: Håkan Östlundh. Seines Zeichens erfolgreicher schwedischer Drehbuch- und Krimiautor. Im Piper-Verlag sind vor einigen Jahren Titel seiner Fredrik-Broman-Reihe erschienen. Mit „Der Winter des Propheten“ wendet er sich jetzt vom klassischen Krimi ab und dem Thriller zu und legt den Auftaktband einer Trilogie vor. Ein Auftakt, der richtig viel verspricht. Mit dem Bombenattentat hat der Roman gleich zu Beginn einen ersten Spannungshöhepunkt. Natürlich ist es nicht ganz einfach, nach so einem Beginn das Level zu halten, zumal sich Håkan Östlundh anschließend Zeit nimmt, um seine Figuren, allen voran Elias Krantz und Ylva Grey ausführlich vorzustellen. Allerdings macht der Autor das sehr geschickt. Er verliert sich nicht in ellenlangen psychischen Beschreibungen, sondern bettet die jeweils individuelle Lebensgeschichte seiner Protagonisten hervorragend in die Handlung ein. Dabei kommt ihm sicher auch seine Erfahrung als Drehbuchautor zu Gute. Insbesondere Elias kann von Seite zu Seite beim Leser punkten, zumal man seine Trauer sehr gut nachvollziehen kann. Diese Charaktere bindet er in einen Plot ein, der einiges zu bieten hat. „Der Winter des Propheten“ spielt mit den Gefühlen der Leser und der Figuren. Viele Hintergründe scheinen unklar, Spuren laufen ins Leere und mehr und mehr schält sich heraus, dass hier eine internationale Verschwörung am Werk ist. Das alles verleiht der Handlung jede Menge Komplexität, die dem Plot aber guttut. Die Story gipfelt in ein packendes Ende, das den Leser berührt und noch nachhallt, auch wenn man das Buch schon beendet hat. Mein Fazit: Håkan Östlundh legt mit „Der Winter des Propheten“ einen überaus lesenswerten Auftakt seiner Thriller-Trilogie vor. Obwohl die düstere Stimmung und die Jahreszeit in der die Geschichte spielt, eher in die zweite Jahreshälfte passt, kann man den Roman als Urlaubslektüre einplanen. Eine sich steigernde Handlung mit vielen überraschenden Wendungen und zwei glänzend herausgearbeitete Charaktere sorgen dafür, dass man diesen Thriller gerne liest und ihn, einmal begonnen, nur schwer aus der Hand legen kann.

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Vor Jahren hat der Student Elias seine Mutter verloren und muss nun noch die schlechte Nachricht verdauen, dass sein Vater nach einem Anschlag ums Leben gekommen ist. Auch die zweite Frau von Anders ist durcheinander. Eine Kollegin vom Vater Ylva Grey war bei dem Anschlag in der Nähe, sie musste Anders identifizieren. Ylva trifft sich mit Elias und Marie Louise, um ihnen ein paar Persönliche Dinge zu bringen. Jedoch haben Ylva und Elias den Eindruck, dass mit der ganzen Sache etwas nicht stimmt. Erst versucht jeder für sich herauszufinden wie es zu dem Anschlag gekommen ist. Später versuchen Sie es gemeinsam herauszufinden wie es zu dem Anschlag gekommen ist. Es handelt sich um den ersten Thriller einer dreiteiligen Reihe um Elias Krantz. Und in der Jugend wurde er auch als „Prophet“ genannt aber diesen Spitznamen mochte er nicht.Er kämpft nicht nur um die Trauer um seinen Vater, sondern er hat auch andere Probleme, die er niemand anvertrauen kann. Der Verlust vom Vater ist größer, und auch die Situation ist überhaupt unheimlich und die Unterlagen sind vom Arbeitsplatz verschwunden. Auch diese von daheim sind verschwunden. Was gibt es da, was man verschweigen möchte und wer hat Interesse an der Geheimhaltung? Der Autor ist mir nicht unbekannt und ich kannte den Schreibstil, der flüssig und angenehm zu Lesen ist. Hier wurde auch an der Spannung nicht gespart, und zwar von den ersten Seiten bis zur letzten Seite. Ich habe die Spannung aufgenommen und bis zum Ende hat mir das Buch richtig gut gefallen. Auch die Charaktere sind gut ausgewählt, jede hat das besondere an sich und wurde passend in die Geschichte eingebaut. Es gab in einigen Situationen bestimmte Merkmale und so konnte ich spüren wie der Schmerz sein muss, wenn man den Vater verliert und nicht versteht, warum das passiert. Ich gebe dem Buch eine Kaufempfehlung und gebe 5 Sterne.

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Nach einer Nacht mit ihrem Geliebten explodiert entkommt die schwedische Diplomatin Ylva nur knapp einer explodierenden Bombe in einem Hotel in Sarajevo, während Anders Krantz dabei getötet wird. Ylva lässt die Sache keine Ruhe, sie will unbedingt herausfinden, wer hinter dem Attentat steckt und wem es gegolten hat. Unerwartete Hilfe bekommt sie von Anders‘ Sohn Elias, der nicht nur den Tod seines Vaters zu verkraften hat, sondern selbst schwer erkrankt ist… Hakan Östlundh hat sich besonders in Schweden bereits einen Namen als erfolgreicher Autor von Kriminalromanen gemacht, mit „Der Winter des Propheten“ hat er allerdings eine neue Buchreihe gestartet, die eher in Richtung Thriller geht. Und so werden in diesem ersten Teil auch die Charaktere ausführlich vorgestellt, mir gefällt allerdings, dass dies innerhalb der Handlung geschieht und so schnell ein hohes Tempo und eine aufregende Szenerie geschaffen wird. Die Bombenexplosion ist ein einschneidender und erschütternder Ausgangspunkt und setzt die Spannung gleich hoch an. Doch der Autor schafft es, diese dann auch fast durchgängig zu halten. Er verknüpft verschiedene Themen mit den Hintergründen der Explosion, beleuchtet die dunkle Seite von internationalen Beziehungen und schafft dabei eine düstere Szenerie, die von der kalten, winterlichen Atmosphäre des Buchs sehr gekonnt unterstützt wird. Lange Zeit ist nicht klar, wer hinter der Tat steckt, was dann nach einigen gelungenen Wendungen gekonnt aufgeklärt wird – und das mit einem überraschenden Effekt, der noch lange nachhallt. Toll ist, wie er die beiden so unterschiedlichen Hauptfiguren gekonnt einbaut und sie mit Leben füllt, ihnen eine individuelle Lebensgeschichte verleiht und so sehr nahbar wirken lässt, ohne dass es Spannung und Tempo merklich mindern würde. Er lässt den beiden Raum zur Entwicklung, beschreibt gekonnt zwischenmenschliche Beziehungen und passt diese gekonnt an die Themen des Romans an. Dabei wird es stellenweise recht emotional, wodurch besonders Elias aber auch sehr zugänglich wirkt und die Sympathien des Lesers für sich gewinnen kann. „Der Winter des Propheten“ überzeugt mit einer dichten, winterlichen Stimmung und einem abwechslungsreichen Plot mit vielen Wendungen, die die Handlung kontinuierlich spannend und aufregend gestalten. Die komplexen Hintergründe mit internationalen Bezügen verleihen der Handlung zusätzlichen Reiz. Besonders gefällt mir jedoch, dass die persönlichen Handlungsstränge des ungewöhnlichen Ermittlerduos so stimmig eingebunden sind und dem Roman noch einmal eine andere Ebene verleihen. Sehr lesenswert!

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