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Rezensionen zu
Die Gerechte

Peter Swanson

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€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Inhalt Eine Flughafenbar in London. Es ist Abend, und Ted Severson wartet auf seinen Rückflug nach Boston, als eine attraktive Frau sich neben ihn setzt. Kurz darauf vertraut er der geheimnisvollen Fremden an, dass seine Frau ihn betrogen hat. Mit ihrer Reaktion jedoch hat er nicht gerechnet: Sie bietet ihm Hilfe an – beim Mord an seiner Ehefrau. Ein Trick? Ein morbider Scherz? Oder ein finsteres Rachespiel, das nur ein böses Ende nehmen kann? (Quelle: Randomhouse ) Meine Meinung Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Ted kann es nicht glauben – diese unbekannte Frau will ihm helfen und er fühlt sich zu ihr hingezogen. Sie planen, planen und planen und dann kommt alles anders… Ted ist der Gehörnte in der Geschichte – er wird hintergangen und sieht erst zu spät, was Sache ist. Obwohl man ihn nur sehr oberflächlich kennt, macht er einen ehrlichen und authentischen Eindruck. Lily lernt Ted – scheinbar – durch einen Zufall kennen und die beiden verstehen sich sofort. Auch weil sie ihm bei seinem Plan unterstützen will – warum lässt sie offen. Aber mit ihrer Erfahrung scheint sie die beste Partnerin für diese Straftat zu sein… Lily hat eine schwarze und tiefe Seele – bei ihr tun sich Abgründe auf. Das erwartet man bei ihr nicht, aber man nimmt an ihrer Entwicklung teil und man fragt sich, warum niemanden etwas aufgefallen ist. Obwohl sie so ist, wie sie ist, war sie mir doch irgendwie sympathisch. Miranda hat einen perfiden Plan und heckt diesen aus. Sorgsam stellt sie alle Weichen und arbeitet sich langsam zu ihrem Ziel vor… Es gab im Buch eine Entwicklung bei ihrem Charakter, die ich nicht erwartet hatte, aber die dem ganzen einen neuen Sinn gibt. Sie macht einen vollkommen unsympathischen und falschen Eindruck. Brad ist Bauunternehmer und betreut das neue Haus von Ted und seiner Frau, die eine Affäre mit ihm hat. Von der niemand etwas weiß. Er glaubt die Worte, die Miranda ihm sagt und zweifelt nicht eines an… Ich würde fast sagen, das er der Pechvogel im gesamten Buch ist – von allen wird er benutzt und hat dank seiner Alkoholaffinität keine Ahnung davon. Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird aus der Sicht von Ted, Lily, Miranda und einem Polizisten, was einen guten Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt. Peter Swanson kann mich doch überzeugen, so wie ich es erwartet habe. In vielen negativen Bewertungen über „Alles, was du fürchtest“ wurde gesagt, dass „Die Gerechte“ viel besser ist und dem kann ich nur zustimmen. Große Spannung sollte man im Bezug auf die Morde nicht erwarten, da man aktiv mitverfolgt, wer was macht und welche Pläne die Person schmiedet. Was mich beeindruckt hat, waren die ganzen Gedankengänge, die es ermöglichen nicht aufzufallen und keine Rückschlüsse führen zu können. Und das Ende setzt dem ganzen die Krone auf – im positiven Sinn. Das hatte ich nicht erwartet. Insgesamt hätte ich mir aber gewünscht, wenn die Geschichte etwas spannender und damit auch möglicherweise mehr ein Thriller gewesen wäre. So würde ich es wieder als Krimi einordnen. Alles in allem gibt es aber eine Lese- und Kaufempfehlung von mir.

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Der Sticker auf dem Cover, der einen unheimlich cleveren und wendungsreichen Thriller in Aussicht stellt, verspricht definitiv nicht zuviel, denn das Buch überrascht mit immer wieder neuen Intrigen, sodass keine Langeweile aufkommt. Am Anfang lernt man als Leser Ted und Lilly kennen. Ted, ein Mann, der durch Aktienhandel reich geworden ist, hat seine Frau Miranda dabei beobachtet, wie sie mit dem Bauunternehmer Brad fremdgegangen ist und äußert gegenüber Lilly leichtfertig, dass er sie dafür am liebsten umbringen würde. Lilly wiederum geht sofort auf diese Äußerung ein und möchte Ted dabei helfen, Miranda zu töten. Doch werden die Beiden ihr Bargeplänkel wirklich in die Tat umsetzen? Nach und nach liest man immer wieder aus anderen Perspektiven, was mir sehr gut gefallen hat, da man so die Geschehnisse immer wieder aus einem anderen Blickwinkel betrachten kann. Für mich waren die Charaktere zwar interessant - allem voran natürlich Lilly, die der rote Faden in dem Buch ist - aber leider durchweg alle nicht nachvollziehbar in ihren überzogenen Handlungen. Keiner war sympathisch, alle waren irgendwie kaltherzig und berechnend. Ich glaube, dass das der Grund dafür ist, weshalb mich das Buch, trotz der Spannung, nicht zu 100 Prozent begeistern konnte. Trotzdem muss man natürlich sagen, dass wahrscheinlich nur so das Buch funktioniert. Lilly z.B. hat ganz eigene Vorstellungen von Gerechtigkeit und davon, wer den Tod verdient und Schuldgefühle sind ihr fremd. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm lesbar, sodass man schnell durch die Seiten kommt und das Ende des Buchs hat mir auch ziemlich gut gefallen, da es einerseits recht offen ist, andererseits aber noch einen Knaller bereit hält.

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Klappentext: Eine Flughafenbar in London. Es ist Abend, und Ted Severson wartet auf seinen Rückflug nach Boston, als eine attraktive Frau sich neben ihn setzt. Kurz darauf vertraut er der geheimnisvollen Fremden an, dass seine Frau ihn betrogen hat. Mit ihrer Reaktion jedoch hat er nicht gerechnet: Sie bietet ihm Hilfe an – beim Mord an seiner Ehefrau. Ein Trick? Ein morbider Scherz? Oder ein finsteres Rachespiel, das nur ein böses Ende nehmen kann? Meine Meinung: Manchmal kommt es anders als man denkt. Müsste ich das Buch in einem Satz beschreiben, wäre es genau dieser. "Die Gerechte" war seit langer Zeit mal wieder ein Thriller, der mir wirklich gut gefallen hat und mich tatsächlich überraschen konnte. Sobald ich das Buch zur Hand genommen & die ersten Kapitel gelesen habe, hat sich ein regelrechter Sog entwickelt, sodass ich das Buch kaum weglegen konnte. Besonders an den Kapitelenden war es so spannend, dass ich unbedingt weiterlesen musste. Peter Swanson legt einen tollen, unkomplizierten Schreibstil an den Tag, der sich sehr flüssig & schnell lesen lässt. Was mir richtig gut gefallen hat war, dass die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird. Dieser regelmäßige Perspektiv- & somit auch Kapitelwechsel war sehr interessant und sorgte für Abwechslung. Das Beste an dem Buch war für mich allerdings die Wendung zur Mitte hin, die mich als Leser kurzzeitig sprachlos gemacht hat. Mit diesem Wendepunkt habe ich überhaupt nicht gerechnet und hat das komplette Buch für mich in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Die Charaktere waren für mich allesamt keine Sympathieträger, dennoch fand ich die Beziehungen untereinander sehr durchdacht und habe mitgefiebert. Wer Lust auf einen spannenden, abwechslungsreichen Thriller für zwischendurch hat, der kann sich "Die Gerechte" getrost anschauen. Das Buch ist meiner Meinung nach auch eine super Filmvorlage!

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Peter Swanson - Die Gerechte gelesen von Christiane Marx, Oliver Brod, Britta Steffenhagen und Uve Teschner Das (Hör)Buch Es geht um Ted Severson, der in der Londoner Flughafenbar einer Frau begegnet, die im ein äußerst morbides Angebot macht. Ted, der vor ein paar Tagen seine Frau dabei beobachtet hat, wie sie ihn Betrog, ist mehr als geschockt, als die fremde Frau ihm den Vorschlag macht, im dabei zu helfen, seine Frau zu ermorden. Wer ist diese Frau und warum, will sie seine Frau tot sehen oder ist das nur ein perfider hinterlistiger Trick?! Meine Meinung (zum Hörbuch → gekürzt) Schlichtes einfaches Cover, dem ich dennoch meine Aufmerksamkeit geschenkt habe und ich habe es definitiv nicht betreut, den trotz dessen, dass das Buch gekürzt ist, was ich wiederum zu spät gemerkt habe hat mir das Buch gefallen, weil es abwechslungsreich und absolut nicht zu durchschauen war. Ich habe nie auch nur daran gedacht, das es so ausgehen könnte und ich will am liebsten eine Fortsetzung auch wenn die nicht so Happy wäre, weil mich das offene Ende stört. Der Schreibstiel von Peter Swanson, hat mir sehr gut gefallen und ich war dank der wundervollen Arbeit, aller vier Sprecher die ganze zeit im Buch und konnte nur schwer aufhören zu hören, da es so spannend war. Ich kannte bisher nur die beiden ersten aber war voll und ganz mit den Stimmen und der Verteilung zufrieden. Das einzige, was mich gestört hat war das Gefühl das etwas fehlt und man nicht weiß was und das hat mich leider die ganze Zeit über verfolgt und tut es auch jetzt noch. Also gebe ich dem Hörbuch insgesamt 4* und kann es damit gutem Gewissens allen empfehlen die sich nicht daran stören wenn Hörbücher gekürzt sind.

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Strangers on a plane

Von: lex

12.06.2017

Alfred Hitchcock hätte sich bei diesem Krimi vermutlich die Hände gerieben und sich schneller die Rechte daran gesichert, als manch anderem das Wort „Drehbuch“ über die Lippen gekommen wäre … wenn er ein ähnliches Buch nicht rein zufällig bereits verfilmt hätte. Denn „Die Gerechte“ von Peter Swanson ist gewissermaßen eine lockere Variante von „Strangers on a train“ von Patricia Highsmith (1950) und hat mir - nach einer kleinen Leseflaute - sehr unterhaltsame Stunden beschert. Kammerspielartig, erzählt aus wechselnden Perspektiven und auf diversen Zeitebenen stehen vier Personen im Mittelpunkt dieser Geschichte: zwei schöne Frauen, ein betrogener Ehemann und der Liebhaber. Als Ted am Flughafen von der verführerischen Lily angesprochen wird, fühlt er sich sofort zu ihr hingezogen und schüttet der mysteriösen Fremden sein Herz über seine untreue Ehefrau Miranda aus. Lily reizt Ted zu unerhörten Gedankenspielen. Hätte Miranda nicht den Tod verdient? Wie würde man es anstellen? Und was, wenn es nicht bei der bloßen Vorstellung bliebe? Als Lily Ted dann auch noch ihre Unterstützung bei der Beseitigung von Miranda anbietet, wird aus der Theorie blutiger Ernst. Viele würden „Die Gerechte“ vermutlich als sterbenslangweilig bezeichnen. Und wem Bücher im Stile von „Girl on the Train“ oder „Gone Girl“ nicht gefallen, der darf sich die Geschichte wohl getrost schenken. Ich selbst liebe Plots, die von Beginn an einen trägen aber stetigen Sog entwickeln und genau das ist hier der Fall. Ted und Lily lernen sich kennen und schnell bekommt die Story eine unheimliche, fesselnde Note, da Ted offenherzig über den Fehltritt seiner Frau spricht und Lily, die schöne Fremde, ein verdächtiges Interesse zeigt. Dazwischen gibt es Rückblicke in Lilys Vergangenheit, die so ungewöhnlich sind, dass ich die ersten Stunden non-stop durchgehört habe. Und wen es jetzt bei dem Wort Zeitsprung gruselt - ich empfinde den Wechsel diverser Zeitebenen selbst häufig als störend in Büchern, hier aber absolut nicht, denn Lilys Erlebnisse vor ihrem Zusammentreffen mit Ted sind enorm aufregend und in gewisser Weise fast spannender als die Gegenwart, zumal sie ab einem bestimmten Punkt den Bogen zur Haupthandlung schlagen. Dem Autor gelingt ein wirklich interessanter Kniff: Man entwickelt Sympathien für eine Mörderin und - zumindest ich - war mir bis zum Ende hin nicht sicher, ob ich mir wünschte, sie möge ungeschoren davonkommen oder nicht. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hatte sicher auch Sprecherin Christiane Marx, deren Stimme ich als sehr sehr angenehm empfunden habe und die Lily in meinen Augen schon fast mit mehr Persönlichkeit ausstattet, als der Autor ihr zugedacht hat. Aber auch alle anderen beteiligten Sprecher machen einen tollen Job und es hat wirklich Spaß gemacht, ihnen durch die Geschichte zu folgen. Nach einer starken, packenden ersten Hälfte, steuert die Handlung zur Mitte hin auf einen originellen Höhepunkt zu, den ich zwar habe kommen sehen, der aber trotzdem nochmal Schwung in die Story bringt und in dessen Folge sich mehrfach die Kräfteverhältnisse verkehren. Die Täterin wird zur Gejagten und umgekehrt, was die Spannungsspirale - das muss ich leider sagen - allerdings nicht so weit in die Höhe treibt, wie es angesichts des ausgeklügelten Plots machbar gewesen wäre. Peter Swanson steht sich hier bis zu einem gewissen Grade selbst im Wege, denn es entwickeln sich Längen durch Ausschweifungen und unnötige Wiederholungen, so dass ich bisweilen den starken Drang verspürte, viele penibelst beschriebene Nichtigkeiten, wie etwa die Zubereitung von Milchcafé, mit einem dicken Rotstift aus dem Text zu streichen, ebenso wie etliche der immer wieder aus anderer Perspektive erzählten Ereignisse. Das alleine wäre gar nicht einmal so schlimm gewesen. Wirklich schade fand ich hingegen eine gewisse Stagnation in puncto Raffinesse. Mit der Zeit erschienen mir die Protagonisten zunehmend eindimensional und ich konnte ihr Verhalten immer weniger verstehen. Der Autor legt sein Augenmerk auf die schachspielartigen Züge der Figuren, weniger auf ihre Motivationen, was bedauerlicherweise zur Folge hat, dass die Charaktere gewissen Klischees entsprechen (die Femme fatale, der verbissene Detective, der manipulierbare Einfaltspinsel). Man sollte also bloß nicht anfangen kritisch zu hinterfragen, warum fast alle literarischen Gestalten hier Mord offenbar für die einzige Lösung ihrer Probleme halten - denn dann schmilzt die Faszination zwangsläufig etwas dahin. Kann man sich damit arrangieren, dass logische Verhaltensmuster nicht Sinn und Zweck des Buches sind, bekommt man hier jedoch klassisch gute Krimikost serviert. Fazit: „Die Gerechte“ von Peter Swanson ist zwar ein sehr ruhiges, aber auch spannendes, teilweise überraschendes und akustisch durchweg überzeugendes Hörbuch. Stellenweise zu detailreich und vor allem in der zweiten Hälfte zu stereotyp durchgestylt, aber mit dem erstaunlichen Effekt, mit einer Mörderin mitfiebern zu können. Freunden leiser Spannung kann ich das (Hör-)Buch trotz kleiner Schwächen empfehlen, denn gelangweilt habe ich mich hier wirklich nicht.

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Meine Erwartungen: Eine Frau mit einem gestörten Gerechtigkeitssinn. Ganz viel Spannung, Wendungen und im besten Falle auch noch verschiedene Sichtweisen der unterschiedlichen Charaktere. Meine ausprobierten Rezepte: Dieser Thriller, für mich zum Teil fast schon ein Psychothriller, war mal wirklich von einer ganz besonderen Klasse. Von Anfang an haben wir die unterschiedlichen Sichtweisen. Immer von "Der Gerechten" Lily und ebenfalls von einigen anderen Charakteren, die eine große und im Verlauf immer größere Rolle spielen. Der Schreibstil von Swanson war wirklich angenehm. Manchmal ein wenig zu viele Landschaftsdetails für meinen Geschmack, aber alles in allem präzise und sehr informativ. Er hat in diesem Buch die Kunst beherrscht mehrere Spannungsbögen und Wendungen reinzubringen, die man nicht erwartet hätte. Bei manchen Handlungssträngen saß ich wirklich da und habe gedacht: Wirklich jetzt? Lily, die Protagonistin, die "Gerechte", ist eine taffe Frau, die schon viel durchgemacht hat in ihrem Leben. Durch Rückblicke wird gezeigt, wie sie ihr früheres Leben gemeistert hat und wie oft und an wem sie Gerechtigkeit hat walten lassen. Von Ted, dem betrogene Ehemann, erfahren wir auch einiges und lernen somit auch seine betrügerische Ehefrau Miranda kennen. Man taucht in die zerrüttete Welt sehr reicher Menschen ein, die mit ihrem Leben trotz des Geldes nicht glücklich sind. Leider war das Ende zwar ebenfalls mit einer Wendung verbunden, jedoch waren die letzten Seiten nicht allzu spannend und das recht offene Ende war einerseits gut, aber für mich nicht befriedigend genug. Mein Fazit: Eine ziemlich krasse Geschichte, die im Reallife von Anfang an vielleicht nicht so einfach gewesen wäre und nicht so glimpflich ausgegangen wäre. Aber die ganzen Verstrickungen, die unterschiedlichen Charaktere, der Schreibstil und einfach das Komplettpaket war einfach super und hat mir sehr viel Spaß gemacht zu lesen und mitzufiebern. Das Buch hatte ich innerhalb einer Woche durch, was für mich recht schnell ist. Also eine wirkliche Empfehlung, wer Lust auf einen (Psycho)Thriller hat. Einen kleinen Abzug gibt es wegen des Finales, das ich mir etwas anderes gewünscht hätte.

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„Die Gerechte“ ist derzeit auf dem achten Platz der Spiegel Bestsellerliste unter der Kategorie „Paperback“ und lässt mit diesem Ranking bereits auf gute Unterhaltung hoffen. Das Cover ist auffallend und schlicht zugleich mit den roten Haaren als Augenmerk, die natürlich auch auf den Inhalt anspielen. Der Klappentext ist meiner Meinung nach ausnahmsweise Mal absolut perfekt. Er verrät nur die Ausgangssituation und stellt provokante Fragen, die neugierig machen. Dieser Thriller ist von vorne bis hinten wirklich sehr clever und stimmig. Anfangs bieten die etwas langatmigeren Beschreibungen einen langsamen Einstieg, der sich aber spätestens zu Beginn des zweiten Teils des Romans verflüchtigt. Wir tauchen zusammen mit Ted in die Geschichte ein und erfahren alles über die Geschichte mit seiner Frau und gleichzeitig lernen wir auch Lily kennen, die Frau, die Ted Hilfe anbietet. Im Lauf der Geschichte gibt es viele unerwartete Wendungen, die das Blatt noch einmal völlig neu mischen. Generell wird die Thematik des Mordes hier einmal von hinten aufgerollt, denn es geht nicht darum, einen Mord aufzuklären, sondern ihn auszuüben. Und Swanson ist es sehr gut gelungen dabei die Spannung aufrecht zu erhalten, obwohl bis ins kleinste Detail geplant wird. Gerade auch, dass es im gesamten Roman nur durch Dialoge moralische Wertungen zu den Handlungen und Gedanken der Charaktere näher gebracht werden, beweist der Roman eine große Stärke. An manchen Stellen gab es ein paar unnötige Informationen, die man ruhig hätte weglassen können, da für den Plot irrelevant, aber ein bisschen Atmosphäre und Plastizität geschaffen haben. Vor allem das Ende hat mir sehr gut gefallen, da es noch einmal bitterböse ist und meine Spekulationen zu Beginn unterstützt hat. Die Hauptfigur der Geschichte ist eindeutig Lily, die im Roman allerdings eine untypische Rolle für eine Protagonistin übernimmt. Das macht sie aber nicht weniger sympathisch. Obwohl sie ein eher ruhiger und distanzierter Charakter ist, lernt man sie schnell zu mögen und schließt sie bis zur letzten Seite ins Herz. Neben Lily gibt es noch eine zweite Erzählperspektive, die sich im Laufe der drei Romanabschnitte abwechselt. Die anderen Charaktere waren alle wie Lily sehr authentisch und vor allem realistisch. Bis auf Kimball, der leider viel zu wenig Platz im Roman hatte, um seinen Charakter entfalten zu können, konnten mich alle Figuren überzeugen, gerade weil sie offensichtliche Macken und Schwächen hatten. Aber auch die Betrachtung der Perspektivträger hat viel beigetragen. Der Schreibstil war im Großen und Ganzen mühelos zu lesen. Die Ich-Perspektive war hier keineswegs störend, obwohl zwischen verschiedenen Perspektivträgern hin und her gesprungen wird. Man findet sich aber immer sehr schnell wieder in die neue Perspektive ein. Auch die Rückblenden waren gut gemacht, auch wenn die Perspektivwechsel an sich manchmal ein bisschen die Spannung verdorben haben, weil in einem spannenden Moment auf die andere, eher langweilige Perspektive umgesprungen wird. Dieser Thriller kann wirklich vom Hocker reißen, auch wenn das kleine i-Tüpfelchen gefehlt hat. Gerade die Wendungen konnten mich absolut überzeugen, da sie kaum vorherzusehen waren. Swanson spielt auf gelungene Art mit seinen Lesern. Gleichzeitig wird Sympathie für die mörderische Protagonistin aufgebaut, die bis in ihre Jugend durchleuchtet wird. Das Thema hat mich von Anfang an fasziniert, aber die Umsetzung des Stoffs war viel besser als erwartet und deckt damit einen neuen, verheißungsvollen Autor auf. Fazit: „Die Gerechte“ schafft es mit seiner Vielschichtigkeit und tiefgründigen Charakteren zu überzeugen und bietet mit jeder Seite mehr Spannung, die sich bis zum Ende hin aufbaut. Vor allem aber bietet Swanson hier eine wirklich clevere Umsetzung des Themas. Gesamt: 4/5 Inhalt: 4/5 Charaktere: 5/5 Lesespaß: 5/5 Schreibstil: 4/5

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Meine Meinung „Die Gerechte“ von Peter Swanson war ein düsterer, facettenreicher Thriller, der mich von der ersten Seite an gepackt und mitgerissen hat. Das Cover wurde schlicht gehalten, dennoch ist es anziehend, und es strahlt einen gewissen Grusel aus. Außerdem haben die Haare natürlich etwas mit der Hauptperson zu tun, Lily. Die Idee des Buches ist mal etwas Neues: Keine Cops, die irgendeinem 0815-Mord hinterherrennen, oder eine Special-Einheit des FBI, die einen skrupellosen Serienkiller zur Strecke bringen will. Das Buch polarisiert mit seiner ruhigen Art, den Leser zu fesseln. Die Frage, ob Ted Miranda tötet oder nicht, bleibt die ganze Zeit im Kopf, und man möchte unbedingt wissen, wie das Buch ausgeht. Der Schreibstil des Autors ist sehr gut, es gibt kaum verschachtelte 100-Zeilen-Sätze, und auch keine abgehackten 2-Wörter-Sätze. Die Kapitel waren etwas sehr lang, was die Lesedauer etwas einschränkte, und es waren auch sehr viele Erklärungen und wenige Dialoge enthalten. Trotz alledem war das Buch eine herausragende Leistung im Bereich der Thriller, da der Autor mit psychologischen und moralischen Tricks spielt, die in unseren Köpfen eine verwobene Atmosphäre erstellen. Die Charaktere waren sehr gut geformt: Ted war mir von Anfang an sympathisch, und auch Lily mochte ich sofort. Die Hintergrundgeschichte ihres „Hobbys“ war ein Genuss für den Leser, und auch Miranda’s Art, mit Ted umzugehen, war verwirrend und exzellent zugleich. Einen einzigen Kritikpunkt habe ich noch, welcher dem Buch möglicherweise die fünf Sterne gegeben hätte: Es waren Szenen und Erklärungen dabei, die ich für nicht wichtig empfand und die ich rausgestrichen hätte. Das Buch wäre etwas dünner geworden, und es hätte sich auch an manchen Stellen nicht so in die Länge gezogen. Fazit Alles in Allem war das Buch aber eine spannende Lektüre, die ich sehr gerne weiterempfehlen möchte! Ein ruhiger, aber packender Thriller, der durch seine psychologischen Tricks polarisiert und mit seinen guten Charakteren punktet. Toll!

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