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Rezension zu
Die Gerechte

Ein empfehlenswerter Thriller!

Von: steffi.liest
08.02.2019

Der Sticker auf dem Cover, der einen unheimlich cleveren und wendungsreichen Thriller in Aussicht stellt, verspricht definitiv nicht zuviel, denn das Buch überrascht mit immer wieder neuen Intrigen, sodass keine Langeweile aufkommt. Am Anfang lernt man als Leser Ted und Lilly kennen. Ted, ein Mann, der durch Aktienhandel reich geworden ist, hat seine Frau Miranda dabei beobachtet, wie sie mit dem Bauunternehmer Brad fremdgegangen ist und äußert gegenüber Lilly leichtfertig, dass er sie dafür am liebsten umbringen würde. Lilly wiederum geht sofort auf diese Äußerung ein und möchte Ted dabei helfen, Miranda zu töten. Doch werden die Beiden ihr Bargeplänkel wirklich in die Tat umsetzen? Nach und nach liest man immer wieder aus anderen Perspektiven, was mir sehr gut gefallen hat, da man so die Geschehnisse immer wieder aus einem anderen Blickwinkel betrachten kann. Für mich waren die Charaktere zwar interessant - allem voran natürlich Lilly, die der rote Faden in dem Buch ist - aber leider durchweg alle nicht nachvollziehbar in ihren überzogenen Handlungen. Keiner war sympathisch, alle waren irgendwie kaltherzig und berechnend. Ich glaube, dass das der Grund dafür ist, weshalb mich das Buch, trotz der Spannung, nicht zu 100 Prozent begeistern konnte. Trotzdem muss man natürlich sagen, dass wahrscheinlich nur so das Buch funktioniert. Lilly z.B. hat ganz eigene Vorstellungen von Gerechtigkeit und davon, wer den Tod verdient und Schuldgefühle sind ihr fremd. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm lesbar, sodass man schnell durch die Seiten kommt und das Ende des Buchs hat mir auch ziemlich gut gefallen, da es einerseits recht offen ist, andererseits aber noch einen Knaller bereit hält.