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Rezensionen zu
Die Entscheidung

Charlotte Link

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Anstatt mit seinen Kindern ein ruhiges Weihnachtsfest in Südfrankreich zu verbringen, reist der aus Hamburg stammende Simon alleine in die Provence. Dort trifft er während eines Strandspazierganges auf eine verwahrloste Frau, die ihn um Hilfe bittet. Simon, der sich viel zu oft von seinen Mitmenschen ausnutzen lässt, geht auf das verzweifelte Flehen der jungen Französin ein und nimmt sie, ohne über die Folgen seines Tuns nachzudenken, in das Ferienhaus seines Vaters mit. Und schon bald wird er mit den Machenschaften einer Verbrecherbande konfrontiert, die über Leichen geht. "Die Entscheidung" ist ein sehr komplexer und vielschichtiger Kriminalroman, der seinen Hörer einiges abverlangt. Denn bereits von Beginn an wird er mit mehreren Handlungssträngen und einer Vielzahl an Figuren konfrontiert, deren Zusammenhänge er erst einmal erkennen muss. Deshalb ist es wichtig, von der ersten Minute an genau zuzuhören, um die Ereignisse, die in verschiedenen Ländern angesiedelt sind, auch wirklich zu durchschauen. Doch nicht nur der an manchen Stellen viel zu überladene Plot sorgt dafür, dass die Spannung nur auf einem mittleren Level bleibt. Auch die oftmals zu ausufernden Details haben einen nicht zu unterschätzenden Anteil daran. Dafür aber überzeugen die Figuren mit einer von Charlotte Link gewohnt dargestellten Glaubwürdigkeit, sodass der Hörer, wenn er sie erst einmal kennengelernt hat, schnell Anteil an ihrem Schicksal nimmt. Wie an dem von Natalie, die zwar zu keiner Zeit wirklich sympathisch ist, aber trotzdem ein gewisses Mitgefühl erzeugt oder an dem von Simon, der durch seine unterwürfige Art eine schlechte Position in dem verhängnisvollen Geschehen einnimmt und somit nur ein Verlierer sein kann. Gelesen wird "Die Entscheidung" von Friedericke Kempter, die es mit ihrer ruhigen und wunderbar nuancierten Stimme versteht, den verschiedenen Charakteren einen eigenen Ausdruck zu verleihen. So spricht sie die auf der Flucht befindlichen Natalie mit einem nervösen und gleichzeitig fordernden Unterton, während der gutmütige Simon stets unsicher und mutlos klingt. Aber auch alle anderen Figuren grenzt sie gut voneinander ab und versteht es jederzeit, ihre Gedanken und Emotionen nachvollziehbar darzustellen. Fazit: Ein raffiniert gestrickter Kriminalroman, der durch seinen zu komplex angelegten Plot Spannung einbüßt und deshalb nur Hörern zu empfehlen ist, die vielschichtige Verwicklungen mögen.

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Kurzer Inhalt: In dem aktuellen Kriminalroman von Charlotte Link gibt es wie gewohnt von ihr unterschiedliche Erzählstränge. Einerseits lernen wir Simon kennen, der eigentlich mit seinen zwei Kindern Weihnachten in Südfrankreich verbringen möchte,allerdings sagt ihm seine Ex-Frau kurzfristig ab. Er hat zwar eine neue Freundin aber die war aufgrund der Kinder nicht mit eingeplant und auch so läuft die Beziehung nicht gerade rosig, eine Trennung ist in Sicht. Frustriert über seine Lebenssitution schlendert er am Strand entlang und wird Zeuge einer Auseinanderesetzung zwischen einer Frau und zwei Männern, ohne zu ahnen,dass sein Leben sich dadurch verändern wird, ergreift er Zivilcourage und greift ein... Der andere Erzählstrang beschreibt die auswegslose Situation einer Familie in Bulgarien. Die Eltern Kiril und Ivana, sowie fünf Kinder, die nicht mehr wissen wie sie die nächsten Tage über die Runden kommen können und sie eines Tages einen großen Fehler begehen und ohne es zu merken, ihre älteste Tochter in die Hölle schicken... Meine Meinung: Ich hatte schon länger kein Buch mehr von der Autorin gelesen,die zu meinen Liebsten Autorinnen gehört,daher war ich sehr neugierg. Ich kam sehr gut in die Geschichte und das Buch hat sich super gelesen, es war durchweg ein Spannungbogen da. Die Themen, die in dem Buch behandelt werden sind allerdings nicht neu,dennoch wichtig genug,um diese immer wieder zu thematisieren. Es geht um Menschenhandel, Korruption und v.m. Die Protagonisten waren mir allerdings etwas zu entfernt, ich konnte keine großen Sympathien oder Besonderheiten aufbauen. Es gab auch einige Wendungen in der Handlung,die ich gut fand. Ich bedanke mich ganz herzlich bei Charlotte Link und dem Blanvaleverlag für das Buch. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und vergebe 4 Sterne !!! Autorin: Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch Die Betrogene und zuletzt Die Entscheidung eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 26 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main. (Quelle: www.randomhouse.de)

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>> Man musste sich nur einen Moment lang auf der Welt umschauen, um zu wissen, dass es diese Hölle gab.... << Im Weihnachtsurlaub in Frankreich will Simon mit seinen beiden Kindern, welche bei der Ex Frau wohnen, die Feiertage verbringen. Doch der Nachwuchs entscheidet sich spontan um und Simon scheint Weihnachten allein feiern zu müssen. Am verlassenen Strand trifft er auf die verwahrloste und verängstigte junge Französin Nathalie und ab dem Moment trifft er eine von vielen – für ihn verheerenden – Entscheidungen. Seine Freundin in Hamburg will sich von ihm trennen, er wird in einen scheinbaren Mord verwickelt und Nathalies Vergangenheit und blinde Liebe zu ihrem Freund Jerôme - der verschwunden ist und sich verstecken muss – zieht Simon immer weiter in gefährliche Machenschaften, die quer durch Europa reichen und einen Skandal aufdecken. Wer ist Jerôme? Nathalie: „Jerôme. Und mein Leben wendete sich zum Guten.“ Éliane: „.... und Liebe ist ein großes Wort. Toleranz und Gleichgültigkeit können manchmal in einer engen Nachbarschaft zueinander leben und die Grenze ist unter Umständen sehr schwer zu erkennen.“ Berney: „Es war etwas Kaltes und Berechnendes in seinem Wesen, und das empfand ich als umso unangenehmer, als es ihm wegen seiner Scheißfreundlichkeit nie nachzuweisen war.“ Fazit: Obwohl es ein recht üppiger Roman von 575 Seiten Umfang ist, habe ich ihn an einem Wochenende durchgelesen. Ich hatte schon lange keinen Roman mehr von Charlotte Link gelesen und fragte mich schon nach den ersten paar Seiten nach dem Warum? Die Geschichte beginnt Anfang Dezember in drei Erzählsträngen, welche gegen Weihnachten ineinander verweben. Die Geschichte von Nathalie erzählt sie aus der Ich-Perspektive und wechselt dann mit Simon in die Gegenwart und in die dritte Erzählform. Die Autorin taucht gut in die Geschichte ein und nimmt mich als Leser mit in den tristen und kalten Dezember in Frankreich. Ab Seite 33 war ich schnell im Geschehen und die Erzählstränge liefen gut und flüssig ineinander über. Obwohl man natürlich zügig eine Ahnung bekommt, wie der Plot aufgebaut zu sein scheint. Dies nimmt dem Ganzen ein wenig die Spannung. Doch für mich haben das Story und Charaktere gut aufgefangen. Wertung: 3,5/5 Sterne Gelesen: Mai 2017

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Dieser neue Roman aus der Feder von Charlotte Link ist wieder ein echter Pageturner. Schon ab der ersten Seite ist man mitten im Geschehen und verfolgt die aktuelle Story aus der Sicht verschiedener Protagonisten. Voll Spannung liest man fast bis zur Mitte des Buches, bevor das eigentliche Thema des Buches das erste Mal genannt wird. Aber die Geschichte ist so interessant gestrickt, dass man eigentlich nach den ersten drei Sätzen weiß, worum es geht: um den grausamen Mädchenhandel zwischen Ost- und Westeuropa.  Mit aktuellen Bezügen auf die jüngere Geschichte und die Terroranschläge des islamischen Staates hier in Europa macht uns die Autorin noch einmal ganz klar, dass die Geschichte in unserer Zeit und in unserem Land passiert. Spannend verstrickt Charlotte Link die Schicksale verschiedener Personen und lässt zu keiner Zeit Langeweile aufkommen. Besonders gut gefällt mir eigentlich der Buchtitel. Die Entscheidung. Jeder der Protagonisten hat eine Entscheidung zu fällen, die sein weiteres Leben bestimmen wird. Ja mehr noch, ist es vielleicht sogar ein Appell an den Leser, nicht tatenlos dem grausamen treiben dieser Welt zu zu schauen, sondern in seinem Umfeld Aufmerksamkeit und zu Zivilcourage gegenüber anderen zu zeigen. Mein Tipp: das Buch unbedingt lesen, weil es absolut brisant und aktuell ist und zudem eine spannende Geschichte bietet.

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Die Mutter Säuferin, der Vater weg. So sieht die Kindheit der kleinen Nathalie aus, die mit ihrem Leben nicht mehr weiter weiß. Mit 16 schließlich lernt sie Jérôme kennen, der ihr ganzes Leben verändert, unter ihm isst sie endlich wieder mehr, nachdem sie jahrelang an Magersucht litt und nahezu nichts zu sich nahm. Er ist ihr ein und alles, sie himmelt ihn an, breitet den roten Teppich aus, wo er geht. Bis er sie eines Tages warnt, nicht mehr zurück nach Hause zu gehen, sie solle Paris verlassen, so schnell wie möglich. Irgendwann gabelt sie Simon auf, der eigentlich nur Ferien im Haus seines Vaters machen wollte – aber aus den Ferien wird der pure Albtraum … Wie ist es, ohne Vater und quasi ohne Mutter aufzuwachsen? Wie ist es, sich in der Schule ständig zu verstellen, weil man sich für seine Mutter, die ganzen Tag nur besoffen herumliegt, schämt? Wie ist es, wenn man nach und nach immer weniger Freunde hat, weil man niemanden mehr mit Heim nehmen kann? Charlotte Link erzählt es uns – und noch viel mehr. Eigentlich dreht sich in "Die Entscheidung" alles um Nathalie, aber Simon ist mindestens genauso wichtig für die Geschichte. Ihn erleben wir aus der dritten Person, und aus seiner Sicht erleben wir Nathalie. Aber dann gibt es noch Nathalie aus der ersten Person, in dem Strang rekonstruiert sie ihre Lebensgeschichte wie in einem Tagebuch. Nathalie ist der interessanteste Charakter in der Geschichte, weil er so gut gezeichnet ist, dass man als Leser mit ihm mitlebt, sich in ihn hineinversetzt – und der einem irgendwann auch so auf die Nerven gehen kann, dass man irgendwann nur mehr resigniert den Kopf schüttelt. Nathalie ist alles, nur sicher kein einfacher Charakter. Bei Simon ist es ähnlich, nur ist er nicht ganz so facettenreich. Er ist ein herzensguter Mensch, der es jedem Recht machen will und dabei ganz auf sich selbst vergisst. Dadurch gerät er mit Nathalie in einen Strudel voller Angst und Verzweiflung. Und dann gibt es noch die Geschichte rund um eine bulgarische Familie, die nicht mehr ein und aus weiß. Der Vater Kiril findet keine Arbeit und sitzt mit seiner Frau Ivana und fünf Kindern daheim, wo sie kurz vor dem Rausschmiss stehen, weil sie die Miete nicht bezahlen können. Plötzlich kommt eine Frau und bietet ihnen Geld für ihre Tochter, die eine große Karriere als Modell machen kann – ich denke, wir alle wissen, wo das hinführt. "Die Entscheidung" spielt kurz nach dem Terroranschlag 2015 in Frankreich, der Terroranschlag spielt zwar keine wesentliche Rolle, wird aber immer wieder erwähnt. Man erkennt von Anfang an, wo Charlotte Link mit der Geschichte hin will und ist auch sofort gepackt und bereit, sich mitreißen zu lassen, es herrscht von Anfang an eine unfassbare Spannung. Normalerweise lässt sich Link mit dem Aufbau der Geschichte etwas Zeit, nicht jedoch hier. Dabei thematisiert sie ein wichtiges und brisantes Thema, dem vonseiten der Medien, aber vielleicht auch von uns selbst, viel zu wenig Beachtung geschenkt wird, weil es einerseits ein gesellschaftlich nicht anerkanntes ist und andererseits „uns“ eh nicht betrifft. Negativ ist leider der Bulgarien-Strang, der von Anfang an vorhersehbar und ziemlich farblos ist, sowohl von den Figuren, die irgendwie alle gleich und weder Ecken noch Kanten haben, als auch von der Handlung her. Die Geschichte in Bulgarien ist top, aber wie sie gespielt wird ist eher flop. Auch mit dem Twist vor dem Showdown tut sich Link meiner Meinung keinen Gefallen – der macht die ohnehin komplexe Geschichte nur noch unnötig komplexer. Fazit: "Die Entscheidung" ist ein rundum spannendes und packendes Buch, das all meine Erwartungen übertroffen hat, mit einer brisanten Thematik aufwartet und zum Teil verdammt gut gezeichnete Charaktere bereithält.

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Charlotte Links neues Werk ist sicher nicht ihr bestes, aber ein solider Thriller, der mich wunderbar über viele Stunden unterhalten hat. Die Handlung, bei der es um eine Reihe schlechter Entscheidungen geht, spielt diesmal in Frankreich und Bulgarien, verwoben durch einige junge Frauen in ungünstigen Situationen. Als deutscher Protagonist ist Simon in Frankreich und nimmt sich der vollkommen verzweifelten Nathalie an, die auf der Suche nach ihrem Freund ist. Doch der ist wie vom Erdboden verschwunden. Parallel entscheidet sich in Bulgarien ein Elternpaar dazu, ihre hübsche Teenietochter mit einer vermeintlichen Modelagentin in den Westen gehen zu lassen. Eine der eingangs erwähnten schlechten Entscheidungen. Es entsteht ein Wettlauf gegen die Zeit, für alle Beteiligten. Ich habe das Buch gerne gelesen, allerdings fehlte mir an einigen Stellen die Spannung. Manchmal schien alles ein wenig vor sich hin zu plätschern. Großartig fand ich, dass die Charaktere, wie immer bei Charlotte Link, stringent durchdacht sind und auch Entwicklungen durchmachen. Das Ende hätte ich gerne noch ausführlicher gehabt, denn das wird, als hätte es dann schnell gehen müssen, runter erzählt. Schön fand ich die Bezüge zu den aktuellen Terrorereignissen in Frankreich, die Hinweise auf die Flüchtlingsproblematik in ganz Europa und die Tatsache, dass das beschwerliche Leben in Bulgarien ebenso dargestellt wird. Alles in allem ein guter Plot, für Fans der Autorin sicher lesenswert.

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Wer die Bücher von Charlotte Link mag, der wird auch dieses Buch nicht aus der Hand legen können. Da ich ein großer Fan der deutschen Autorin bin, landete auch dieses Buch wieder sofort auf meinen Wunschzettel. Ich bin der Meinung, dass Charlotte Link eine der besten deutschen Kriminalbuchautorinnen ist. Ihr unverwechselbarer Schreibstil hebt sich von dem der anderen Autoren ab und so schafft sie es, den Leser immer wieder zu überraschen. Nicht nur ihre Kriminalromane, sondern auch ihre Familiengeschichten gehören einfach in jedes Bücherregal. Ein bisschen verwundert war ich allerdings schon, denn anders als in den vorherigen Romanen ist nicht England, sondern Frankreich der Schauplatz des Verbrechens. Zudem greift Link in ihrem neuen Roman ein ganz aktuelles Thema auf und befasst sich mit dem Menschenhandel von Ost- nach Westeuropa. Das komplexe Thema der Zwangsprostitution von Jugendlichen aus dem Osten wird dabei eigentlich nur kurz angerissen. Vielmehr geht es um die Handlanger und die ganze Organisation dahinter.Besonders gut hat mir der aktuelle Bezug gefallen, den Link immer wieder in ihrem Roman einfließen lässt, denn so kommt sie auch immer wieder auf die Terroranschläge in Frankreich zu sprechen. Wie immer in Links Romanen wird der Leser in der Irre geführt, in dem die Autorin mehrere Erzählperspektiven und Handlungsstränge in den Roman einbaut. Von Frankreich nach Bulgarien, der Leser bekommt nur häppchenweise Informationen und tappt quasi bis zum Ende im Dunkeln. Die vielen Handlungsstränge und die sich häufig wechselnde Perspektive gefallen mir an den Romanen von Charlotte Link immer am besten. Und aus diesem Grund erweist sich auch dieser Roman wieder mal als absoluter Schmöker. Die unheimliche Atmosphäre, die schon im Prolog beginnt, zieht sich durch den ganzen Roman. Charlotte Link lässt die Handlungsstränge am Ende wieder gekonnt ineinanderfließen und entscheidet sich für ein offenes Ende. Schade fand ich, dass sich am Ende alles ziemlich schnell aufgelöst. Ich hatte leider das Gefühl, dass eine Geschichte, die sehr ausführlich aufgebaut worden ist, am Ende sehr schnell aufgelöst wurde. Ansonsten kann ich allerdings nichts Negatives festhalten und bin der Meinung, dass Charlotte Link wieder einen guten Spannungsroman um ein sehr aktuelles Thema konstruiert hat.

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Eine Entscheidung mit fatalen Folgen... Der vierzigjährige Simon möchte zusammen mit seinen Kindern die Weihnachtsfeiertage in Südfrankreich verbringen. Doch alles kommt anders. Die Kinder sagen kurzfristig ab und seine Freundin gibt ihm den Laufpass. Enttäuscht vom Leben macht Simon einen Strandspaziergang und trifft dort auf Nathalie - die junge Frau ist verwahrlost, völlig verängstigt, ohne Unterkunft und Papiere. Da trifft Simon spontan eine Entscheidung, zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnend, in welche lebensgefährliche Geschichte er mit hineingezogen wird: Aus Mitgefühl bietet er Nathalie seine Hilfe an und nimmt sie mit in sein Haus. Nach und nach erfährt er schließlich ihre Geschichte - die zu unglaublich ist um wahr zu sein. Doch schließlich geht er zusammen mit ihr einer Sache auf den Grund, unwissend, welche Folgen das haben wird. Dann überschlagen sich die Ereignisse... Das die anfangs rätselhafte Geschichte bis nach Bulgarien führt und erschreckende Ausmaße annimmt, ahnt niemand der Beteiligten... "Die Sache gefiel ihm nicht. Er hatte das deutliche Empfinden, auf einer Schwelle zu stehen, von der aus er am besten keinen weiteren Schritt tun sollte. Es war, als bekäme er eine Warnung, unhörbar und unkonkret, und dennoch so intensiv, dass er fröstelte. Da er sich diesen Vorgang nicht erklären könnte, beschloss er, ihn zu ignorieren." -Seite 62, eBook Der aktuelle Roman von Charlotte Link beginnt gleich mit einem unheimlichen Prolog: Ein junges Mädchen, scheinbar in Todesangst, flüchtet aus einem Haus. Danach nimmt die rätselhafte Geschichte ihren Lauf: Durch verschiedene Blickwinkel geschildert -die im ersten Augenblick viele Fragen aufwerfen- wird jedoch nach und nach klar, worum es geht. Man beginnt zu ahnen wie manche Schicksale zusammen passen könnten. Im ersten Moment vielleicht etwas verwirrend, doch nach einigen Kapiteln hat man einen guten Überblick. Die Hauptgeschichte spielt in Frankreich, wo der nichtsahnende Simon aus Mitleid eine Entscheidung trifft, die sein ganzes Leben verändert. Als ihm das klar wird, ist es zu spät, um noch auszusteigen. Auch in Bulgarien wurde aus einer großen Not heraus eine falsche Entscheidung getroffen... Charlotte Link gelingt es sehr gut, die unheimliche Atmosphäre, die während des ganzen Romans herrscht, komplett aufrecht zu erhalten: Dunkles Winterwetter in der zurzeit verlassenen Provence, dazu die detailreich geschilderten Ängste und Empfindungen der Hauptcharaktere. "Der einzige Moment, an dem ich diese ganze Geschichte hätte vermeiden können, war der allererste. Als ich den Strand entlang durch den Regen lief und mich idiotischerweise in eine Situation eingemischt habe, die mich nichts anging. Es war die falsche Entscheidung, im Bruchteil von Sekunden getroffen...." (Simon) -Seite 190, eBook Mein Fazit: Ein spannender Kriminalroman mit einem ernsten und brisanten Thema. Nach und nach fügen sich die einzelnen Puzzleteile an seinen Platz und geben ein schockierendes Ergebnis preis. Atmosphärisch sehr dicht und eher düster gehalten, wird es packend. Es kommen Details ans Licht mit denen man so nicht gerechnet hat - genau diese ungeahnten Entwicklungen machen dieses Buch zu einem spannendem Krimi. Einzig der etwas unübersichtliche Anfang ist ein kleiner Kritikpunkt. Ansonsten sehr gut geschrieben und aufgebaut. Ich vergebe 4,5 Sterne hierfür.

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