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Liebestöter

Ein Rosenheim-Krimi

(8)
Paperback
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Sie ist eine Frau und sie ist erfolgreich. Zuviel für Rosenheims Männerwelt?

Vitus Pangratz, Kommissar AD, und seine Tochter Johanna "Jo" Coleman ermitteln in ihrem zweiten Fall: In der beschaulichen Rosenheimer Altstadt wird eine Coaching-Agentur für selbstbewusste und erfolgreiche Frauen eröffnet. Das gefällt nicht jedem. Als jedoch ein Mordanschlag auf die "Weiberheldin"-Inhaberin Marina Pfister verübt wird, stellt sich heraus, dass diese unter der Ladentheke auch noch ganz andere aufmunternde Dinge an die Frau brachte. Ein Grund, sie mundtot zu machen?


ORIGINALAUSGABE
Originaltitel: Herzipopperl
Paperback , Klappenbroschur, 512 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-442-71712-5
Erschienen am  14. September 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Rosenheim, Deutschland

Die Rosenheim-Krimis

Rezensionen

Ein Regionalkrimi mit viel Frauenpower

Von: Hilal Türe / Hilou

26.04.2021

Zum Inhalt: Marina Pfister ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, die mit ihrer Coaching-Agentur "Weiberheldin" in der Rosenheimer Altstadt für viel Gerede und Aufsehen sorgt. Denn hier bietet sie Frauen nicht nur Beratung in Sachen Selbstbewusstsein und Emanzipation an, Gerüchten zufolge kommen auch andere weibliche Bedürfnisse nicht zu kurz. Denn bei Marina gibt es einen "Allround-Service" für die Frauen aus Rosenheim. Dann wird jedoch ein Mordanschlag auf sie verübt und Privatdetektiv Vitus Pangratz und seine Tochter Jo Coleman nehmen die Ermittlungen auf. Schnell wird klar, dass das Opfer mehr als einen Feind hatte, denn für die gesamte Rosenheimer Männerwelt war Marina ein Störfaktor. Während sie im Koma liegt, decken Vitus und Jo einige Geheimnisse auf. Doch der Täter ist noch auf freiem Fuß und plant sein Werk, zu Ende zu bringen und die Marina ein für allemal loszuwerden... Meine Leseerfahrung: Als Krimifan mache ich eigentlich keinen Unterschied bei der Wahl meiner Lektüre, was das Setting oder die Charaktere betrifft. Aber ich muss zugeben, ich hätte in einer Buchhandlung bestimmt nicht zu einem Regionalkrimi gegriffen, der sich in Bayern abspielt. Denn mir fehlt da eindeutig der Bezug. Als mir dieses Rezensionsexemplar zugeschickt wurde, war ich sehr gespannt darauf, aus meiner Komfortzone zu kommen und mal was Anderes zu lesen. "Liebestöter" bietet nicht nur viele unterschiedliche Charaktere, sondern auch einen umfassenden Einblick in die bayrische Welt. So wird natürlich in Dialogen auch oft der Dialekt genutzt, wobei für Laien allerdings sofort ins Hochdeutsche übersetzt wird, was jedoch den Lesefluss absolut nicht stört. Vielmehr war es für mich an einigen Textstellen eine Erleichterung, wenn direkt im Anschluss die Aufklärung folgte. Auch sonst liest sich die gesamte Story flüssig, der Erzählstil ist sehr angenehm und die einzelnen Kapitel sind recht kurz gehalten. Ich fand es gut, dass die Thematik noch viel weiter geht als "nur" Mord und Totschlag. Vielmehr werden die Diskrepanzen zwischen der Mentalität bayrischer Männer und das Streben nach Selbstverwirklichung bayrischer Frauen aufgezeigt. Während die stadtbekannten männlichen Persönlichkeiten Rosenheims in Führungspositionen glänzen und auch kräftig in der Politik mitmischen, dürfen ihre Gattinnen ein eingeschränktes Leben zwischen Küche und Haushalt führen und sich für ihre Familie aufopfern. Dann kommt endlich eine erfolgreiche Frau mit Geschäftssinn daher und öffnet den Hausfrauen Rosenheims die Augen. Durch Marina erfahren Sie erst, was Freiheit und Selbstverwirklichung wirklich bedeuten. Einige nehmen die neu gewonnene Emanzipation sogar so ernst, dass sie endlich mal aktiv werden, um eine Veränderung in ihrem Leben zu erwirken. So sehr mir diese aufrüttelnde Seite des Buches gefallen hat, so war ich doch etwas unbefriedigt, was die Ermittlungsarbeit anbelangt. Die zog sich leider etwas zu sehr in die Länge und wurde stellenweise etwas langatmig. Am Ende kommt es allerdings zu einem spannenden Showdown und als Leser kann man tatsächlich bis zuletzt miträtseln, wer Marina auf dem Gewissen hat. Die Aufklärung der Täteridentität bleibt durchgehend unvorhersehbar, was diesen Krimi lesenswert macht. Fazit: "Liebestöter" von Alma Bayer ist ein unterhaltsamer Krimi mit ausgesprochen interessanten Charakteren und viel bayrischem Flair. Überdies werden wichtige Themen wie Feminismus und Konservatismus gegenüber gestellt. Nicht nur für bayrische Lokalpatrioten ein Denkanstoß!

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Darf's a bisserl mehr sein?

Von: der.buchhaendler

22.04.2021

Darf's a bisserl mehr sein? Diese Frage spukte mir während des Lesens von "Liebestöter" von Alma Bayer immer wieder durch den Kopf. Warum? Ich habe das Gefühl, dass die Autorin mit dem zweiten Band der Rosenheim-Krimis noch einmal nachgelegt hat. Den ersten Band "Wildfutter" hatte ich einen Monat zuvor gelesen und konnte daher beide Texte gut miteinander vergleichen. Schon damals war ich der Meinung, dass Alma ihr Handwerk beherrscht. Schließlich ist sie Journalistin und das spiegelt sich auch in ihrer Art zu schreiben wieder. Eine perfekt ausgearbeitete Storyline und tolle Perspektivenwechsel bringen mich bei ihren Büchern in einen Lesedrive, so dass ich die Geschichte nicht mehr aus der Hand legen mag. Ihr neues Buch ist nun nicht nur a bisserl mehr mit bayerischen Begriffen (die auch immer sympathisch erklärt werden, ohne den Lesefluss zu stören) gespickt, sondern auch a bisserl scharfzüngiger, a bisserl erotischer - aber auch a bisserl brutaler. Wir begegnen den wohl bekannten Figuren Jo(hanna) Coleman und ihrem Vater Vitus Pangratz, die diesmal zusammen versuchen herauszufinden, wer versucht hat Jos beste Freundin Marina Pfister umzubringen. Das Opfer selbst ist dabei keine Hilfe, da es seit dem Angriff im Koma liegt. Tatverdächtige gibt es viele, mindestens jedoch jeden verheirateten Mann in Rosenheim, dessen Frau sich aus den gesellschaftlichen Konventionen befreien wollte und sich in Marinas Coaching-Agentur "Lobby der Frauen" zu einer "Weiberheldin" coachen lies. So wurde so manche Ehekrise ans Tageslicht gezogen. Wir begleiten aber nicht nur Jo und Vitus bei den Ermittlungen, sondern bekommen auch immer wieder Eindrücke vom Täter selbst. Die Autorin streut subtil Hinweise und so hat der aufmerksame Leser tatsächlich auch die Möglichkeit den Fall zu lösen - noch bevor sich Jo an einen Tisch setzt und noch einmal alle Fakten zusammenschreibt. Kann man "Liebestöter" auch lesen, ohne mit "Wildfutter" begonnen zu haben? Meiner Meinung nach ja. Verpasst man etwas, wenn man nicht alle Bände von Almas Rosenheim-Krimis liest? Definitiv!

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Vita

Hinter dem Pseudonym Alma Bayer verbirgt sich eine Autorin aus Oberbayern. Nachdem sie 15 Jahren lang als Journalistin in der Welt unterwegs war, zog sie zurück in ihre Heimat und wechselte von den Fakten zur Fantasie. Die bayrische Seele lässt sich ohnehin nur mit Vorstellungskraft, wildem Witz und viel Herz wahrhaftig beschreiben.

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