Der Libanese

Kriminalroman

(1)
Paperback NEU
16,00 [D] inkl. MwSt.
16,50 [A] | CHF 22,90 * (* empf. VK-Preis)

In der Buchhandlung oder hier bestellen

Frank Bosman führt mit seinem Team vom LKA einen ziemlich hoffnungslosen Kampf gegen Arslan Aziz, den Kopf einer libanesischen Großfamilie, die das Drogengeschäft in Berlin weitgehend kontrolliert. Als die albanische Mafia aggressiv auf den Markt drängt und Arslans Bruder Tarik einen Konkurrenten ermordet, sieht Bosman die Chance, den ganzen Clan zur Strecke zu bringen. Doch die Festnahme endet blutig, und Bosman kommt schwer unter die Räder. Nicht nur hat er die internen Ermittlungen wegen der tödlichen Schießerei am Bein, sondern er muss sich einer blutjungen Augenzeugin erwehren, die ihn jederzeit in den Knast bringen kann. Als wäre das noch nicht genug, stellt sich heraus, dass sein Schwager Harry, ein windiger Filmproduzent, in den Fall verwickelt ist. Er schuldet Aziz eine Menge Geld, das er nicht zurückzahlen kann ...

Der Libanese ist der Auftakt einer Krimiserie um Ermittler Frank Bosman.

»Eines der vielversprechendsten Krimidebuts seit Jahren.«

Marcus Müntefering, spiegel online (04. März 2021)

Paperback , Klappenbroschur, 480 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-27283-5
Erschienen am  01. März 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Buchtipps für deine Ferien
pin
Nimm dieses Buch mit in den Urlaub!
Dieses Buch spielt in: Berlin, Deutschland

Rezensionen

Ein Reihenauftakt nach Maß

Von: Elke Heid-Paulus

28.02.2021

Clan-Kriminalität ist ein Thema, das in der deutschen Spannungsliteratur deutlich unterrepräsentiert ist, obwohl diese Form der organisierten Kriminalität mittlerweile auch im deutschen Alltag angekommen ist. Zentren dieser hierarchisch organisierten und ethnisch abgeschotteten Parallelgesellschaften sind aktuell Berlin und Bremen, die Wurzeln der Clanfamilien sind überwiegend im Nahen Osten zu finden. Clemens Muraths „Libanese“ ist Arslan Aziz, ein erfolgreicher Geschäftsmann, der sich auch auf dem gesellschaftlichen Parkett sicher bewegt und die richtigen Verbindungen hat. Mit seinem Bruder Tarik und zahlreichen Helfern kontrolliert er nicht nur die Berliner Drogenszene, sondern mehrt auch mit Schutzgelderpressung und Prostitution das Vermögen der Familie. Gewaschen wird das Geld in seiner Immobiliengesellschaft, deren neuestes Projekt der Bau einer großen Shopping Mall ist. Er ist der Denker und Stratege, der Kopf des Clans. Sein Bruder hingegen ist ein impulsiver Gewalttäter, dessen unüberlegtes Verhalten immer wieder Probleme schafft und der auch vor der Ermordung eines Konkurrenten in aller Öffentlichkeit nicht zurückschreckt. Auf Seiten des Berliner LKA steht „Shooter“ Frank Bosman, der seine Truppe eher unkonventionell führt, seit er mit seinem Kollegen Schuster im Kosovo als Polizeiausbilder für die EULEX tätig war und seither einen etwas anderen Blick auf seine Arbeit hat. Er tut, was getan werden muss, hat keine Skrupel, im Kiez kommt man mit Samthandschuhen nicht weit. Sein moralischer Kompass scheint außer Betrieb. Informanten werden bezahlt, mit Cash oder Drogen, die im Einsatz beschlagnahmt wurden. Aber er weiß auch, wer in seinem Revier auf Hilfe angewiesen ist, steckt schonmal einer alleinerziehenden Mutter Geld für die Klassenfahrt ihres Sohnes zu und unterstützt eine private Tafel mit großzügigen Geldspenden. Sein Vorgesetzter? Nicht ahnungslos, aber hält die Füße still, könnte ja hinderlich für seine Ambitionen sein. Und letztendlich zählt nur der Erfolg, nicht der Weg dorthin. Und der gibt dem Shooter recht. Clemens Murath ist Drehbuchschreiber, weiß also, wie man eine spannende Geschichte plottet. Seine Milieuschilderungen sind großartig, aber auch das Personal hat einiges zu bieten. Der Filme machende Schwager, der mit 200.000 Euro bei Tarik in der Kreide steht, der korrupte Banker, der Arslans Konten frisiert, die junge Augenzeugin, die ihre devoten Neigungen entdeckt und noch einige mehr. Daraus ergeben sich zahlreiche Nebenhandlungen, die jede für sich einen Blick wert und für das hohe Tempo verantwortlich sind. Ein rauer Thriller, der nicht mit Gewaltdarstellungen geizt, die Sprache oft rotzig und deshalb dem Milieu angemessen, die Dialoge geprägt von schwarzem Humor. Hat etwas von Pulp Fiction, und könnte locker verfilmt werden. Ein Reihenauftakt nach Maß, der mich ungeduldig auf die Fortsetzung warten lässt.

Lesen Sie weiter
Alle anzeigen

Vita

Clemens Murath lebt in Berlin und hat über dreißig verfilmte und mehrfach ausgezeichnete Drehbücher geschrieben (Deutscher Drehbuchpreis für »Im Schatten des Jaguar«, Grimme-Preis Nominierung für »Es ist nicht vorbei«). »Der Libanese« ist sein erster Roman, eine Fortsetzung bereits in Arbeit.

Zur Autor*innenseite

Pressestimmen

»Der Libanese zeigt, wie man mit authentischer Sprache und einem guten Schuss Pulp auch deutschsprachige Gangster-Action zur Höchstform bringt. Dank Clemens Murath ist Berlin jetzt Hardboiled-Hauptstadt.«

Kuturnews, Platz eins der Krimis des Monats März (04. März 2021)

»Murath (...) hat, was den meisten deutschen Krimiautoren fehlt: einen bösen schwarzen Humor.«

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (28. Februar 2021)

»Cooler Sound, Hammerbuch!«

Bernhard Aichner (25. November 2019)

»Knallhart, schonungslos - und irre spannend! Der beste Krimi, den ich seit Langem gelesen habe.«

Andreas Eschbach (11. Februar 2020)

»Schnörkellos, manchmal hart. Ungewöhnlich. Ich konnte nicht aufhören zu lesen.«

Arno Strobel (24. Februar 2020)

»Ein guter Krimi lebt von Figuren aus Fleisch und Blut. In ›Der Libanese‹ gibt es reichlich davon.«

Holger Karsten Schmidt (11. Februar 2020)