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Benjamin Ferencz

Sag immer Deine Wahrheit

Was mich 100 Jahre Leben gelehrt haben

Hardcover
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Benjamin Ferencz blickt auf 100 Jahre eines bemerkenswerten Lebens zurück. Unermüdlich hat er sich für eine gerechte und friedliche Welt eingesetzt. Dieses Ziel, das er als Chefankläger bei den Nürnberger Prozessen bis zur Gründung des Internationalen Strafgerichtshofs mit nicht nachlassendem Engagement verfolgte, lässt ihn bis heute nicht ruhen. Der Sohn armer Migranten in den USA wurde als US-Soldat im zweiten Weltkrieg und Ermittler im besiegten Nazideutschland Zeuge des Unsagbaren, das Menschen einander anzutun in der Lage sind. Dennoch verlor er nie den Glauben an die Befähigung des Menschen zum Guten. Sein Optimismus und sein Scharfsinn, seine Dankbarkeit und Demut beim Blick auf ein erfülltes Leben, seine tiefe Überzeugung, im Kampf für eine menschenwürdige Welt das Richtige zu tun, seine Energie und sein Humor: Ben Ferencz hat viel weiterzugeben in dieser zutiefst persönlich erzählten Autobiographie.

»Ferencz hat das dunkelste Kapitel deutscher und europäischer Geschichte hautnah erlebt und entscheidend dazu beigetragen, dass es wieder heller wurde am historischen Horizont.«

dpa (09. November 2020)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Elisabeth Schmalen
Originaltitel: Parting Words. 9 Lessons for a Remarkable Life
Originalverlag: Sphere
Hardcover mit Schutzumschlag, 160 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
9 s/w Abbildungen im Text
ISBN: 978-3-453-21808-6
Erschienen am  09. November 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Für mich das Buch des Jahres!

Von: Jacqueline S.

22.12.2020

Dieses eher dünne Buch ist voller Liebe, voller Esprit - Humor und voller Geschichten und Anekdoten aus dem Leben von Herrn Benjamin Ferencz - von der ersten Seite bis zur letzten eine Freude und Ehre, es zu lesen. Auch wie die Journalistin Nadia Khomami dieses exzellente Vorwort verfasst hat, das neugierig auf die Geschichte von Herrn Ferencz macht und sie hat ebenso die nachfolgenden Kapitel aus den Interviews mit Herrn F. zu einem grossen Ganzen verfasst. Herr Ferencz verfügt über ein grosses Herz einen klugen Kopf und ein unstillbares Feuer seine Ziele und Aufgaben weiter zu verfolgen, bis er sie loslassen kann - in dem Wissen, dass es andere nun auch können. Er steht für mich in diesem aufregenden Jahr für einen Mutmacher - für einen väterlichen Freund, der selbst mir durch das Buch vermittelt, dass es trotz aller Widrigkeiten grad durch die Pandemie und im Leben weiterzumachen lohnt, damit es gut werden kann. Und was ganz besonders ist, weil Herr F. wirklich sehr eigen ist hat er auch einen Wortwitz, der Situationen überraschend drehen kann - so dass ich mehrmals herzhaft lachen musste und ich denke, dass es einfach gut tut. Ich empfehle dieses Buch, weil es trotz der äusserst schweren Dinge, die Herr Ferencz erlebt hat, er stets daran geglaubt hat, was er getan hat und wofür er gekämpft hat und dass er sich ständig weiterentwickelt hat. Er hat einen inneren Kompass der Menschlichkeit, der Gerechtigkeit und der Aufarbeitung zu dienen und dies den nachkommenden Generationen beizubringen, damit das, was er erlebt hat, sich nicht nochmals wiederholen möge. Und durch den Segen seiner eigenen Familie hat er all das verwirklichen können und dennoch macht er Mut an seine eigenen Ziele zu glauben, so dass es berührt und innerlich sehr bewegend wirkt. Danke Herr Ferencz, dass ich an ihrem Leben teilhaben durfte.

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Von ihm muss man gehört haben!

Von: edafromearth

22.12.2020

Ich kann es nicht fassen, dass ich von Benjamin Ferencz erst mit 32 Jahren erfahre. Warum ist sein Name nicht genauso bekannt wie der vom Dalai Lama oder von Mutter Teresa?! Die Journalistin Nadia Khomami hat in mehreren Interviews Herrn Ferencz zu seinem Leben befragt und auf Grundlage dessen diese Autobiographie verfasst. In dieser sinniert Herr Ferencz in 9 Kapiteln über verschiedene Themen (Träume, Bildung, Liebe, …). Seine Kindheit und die Zeit während der Kriege und danach kommen zur Sprache. Auch wenn seine Erlebnisse nicht ausschweifend, sondern nur kurz aufgerissen werden, kommt sein Wesen sehr gut durch: gerissen, mutig, ambitioniert, optimistisch und unglaublich humorvoll! Er ist ein Mensch, von dem man sich nur inspirieren lassen kann. Er hat dafür gesorgt, dass die Drahtzieher des Genozids während des Zweiten Weltkriegs zur Rechenschaft gezogen wurden. Trotz der Gräuel, die er bezeugen musste, ist er ungebrochen und versucht heute, mit seinen 100 Jahren, immer noch Gutes in der Welt zu bewirken. Er mag ja „innerlich weinen“, aber „nach außen lacht er umso besser“ und mit dieser Einstellung bringt er auch seine LeserInnen zum Schmunzeln. Das dünne Buch lässt sich schnell und einfach lesen. Interessierte brauchen keine Bedenken haben, dass es düster sein oder einen runterziehen könnte – keinesfalls! Ich bin nur etwas enttäuscht, weil das Buch wie eine Kostprobe wirkt. Ich durfte Herrn Ferencz quasi die Hand schütteln, kurz Hallo sagen und das war’s. Dabei hätte ich ihm liebend gern stundenlang, tagelang zugehört. Ich bin mir sicher, Herr Ferencz könnte Bände füllen. Aber das will ich ihm mit seinen 100 Jahren nicht zumuten. Dafür ist er ja auch viel zu beschäftigt =)

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Vita

Benjamin Ferencz

Benjamin Ferencz wurde 1920 in Transsilvanien geboren und emigrierte mit seiner Familie in die USA. Er schloss sein Jura-Studium in Harvard ab und landete 1944 als Soldat mit den alliierten Truppen in der Normandie. In der Folge ermittelte er hinter den Frontlinien und in den befreiten Konzentrationslagern wegen Kriegsverbrechen. Ferencz war einer der Chefankläger bei den Nürnberger Prozessen 1946, leitete Bemühungen um die Rückgabe gestohlenen Eigentums an Holocaust-Überlebende und nahm an den Reparationsverhandlungen zwischen der BRD und dem Staat Israel teil. An der Etablierung des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag war er maßgeblich beteiligt. Er hat vier Kinder mit seiner kürzlich verstorbenen Ehefrau Gertrude, die beiden waren über 80 Jahre ein Paar. Im März 2020 wurde Benjamin Ferencz 100 Jahre alt.

Zum Autor

Pressestimmen

»Die Lebenserinnerungen des ehemaligen Chefanklägers in neun kurzweiligen Kapiteln«

ZEIT Geschichte (17. November 2020)

»Wer das lange, von vielen Zufällen geprägte Leben des unbeirrbaren Humanisten […] nicht kennt […], wird dieses kleine Buch mögen.«

SRF Kultur kompakt (09. November 2020)