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Marie von Ebner-Eschenbach

Unsühnbar

Roman

(3)
eBook epub
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Zu jung, um die beste Partie Wiens abzulehnen; zu leidenschaftlich, um dem Seitensprung mit dem heimlichen Schwarm zu widerstehen; zu aufrichtig, um der Scheinmoral nicht offen die Stirn zu bieten: Maria von Wolfsberg ist gleichermaßen sympathische Heldin wie tragisches Opfer von «Unsühnbar». Im Bemühen, sich von Schuld zu befreien, entgleitet ihr das Leben und läuft auf eine Katastrophe zu …

Ein schillerndes Figurenensemble, sprühende Dialoge und Seitenhiebe auf die Bigotterie des im Niedergang befindlichen österreichischen Adels machen diesen Ehebruchsroman - erschienen fünf Jahre vor «Effi Briest» - zu einer Leseentdeckung. Eindrucksvoll unterstreicht er den Rang Ebner-Eschenbachs als herausragende Autorin des deutschsprachigen Realismus.

«Eine große Stilistin. Sie wieder zu lesen – und gerade dieser neu aufgelegte Roman eignet sich hierfür vortrefflich – ist schlicht ein Vergnügen.»

DIE WELT KOMPAKT (11. March 2016)

Originaltitel: Unsühnbar
Originalverlag: .
Mit Nachwort von Sigrid Löffler
eBook epub (epub), ca. 352 Seiten (Printausgabe)
ISBN: 978-3-641-19219-8
Erschienen am  08. March 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Die Stunde der Erniedrigung

Von: YukBook

20.07.2016

Wie bigott und frauenfeindlich die Wiener Adelsgesellschaft Ende des 19. Jahrhunderts war, macht Marie von Ebner-Eschenbach in ihrem Roman „Unsühnbar“ deutlich. Opfer der biederen Konventionen wird die Protagonistin Maria von Wolfsberg, die den kunstliebenden Felix Tessin liebt. Die Gräfin fügt sich jedoch dem Wunsch ihres strengen Vaters und heiratet den biederen Graf Dornach. Als es zum Seitensprung kommt und Marie schwanger wird, schiebt sie ihrem Ehemann das Kind unter. Mit der Zeit lernt sie jedoch, Hermann zu lieben und die zahlreichen Vergnügungen der feinen Gesellschaft zu schätzen. Früher wollte sie um jeden Preis gefallen; nun wollen alle der Gräfin gefallen. „Ein ganzes Dasein der Rechtschaffenheit muss eine Stunde der Verirrung aufwiegen können“, versucht sie sich einzureden, doch ihre Gewissensbisse und Seelenqualen nehmen mit der Zeit zu. Die Stunde der Erniedrigung bleibt für sie unsühnbar. Da helfen auch ihre Zerstreuungsversuche in Form von opulenten Bällen, der Treibjagd oder Wintersport nicht. Auch ihr Streben nach Vervollkommnung durch Bücher und die Kirche misslingt. Maria, die so viel Wert auf Wahrheit legt, kann nur schwer ertragen, dass ihr eigenes Leben auf einer Lüge aufbaut, und stürzt immer weiter in den Abgrund von Schuld und Sühne. Auch wenn der pathetische Ton nicht ganz in unsere Zeit passt, werden Marias Leidenschaften und Seelenqualen so nuanciert beschrieben, dass man mit ihr fühlt. Der Roman, der erstmals 1890 erschien, illustriert sehr deutlich die Scheinmoral und die patriarchalische, durch ökonomisches Kalkül geprägte Gesellschaft der damaligen Zeit.

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Unsühnbar - aber: Tempora mutantur....

Von: flattersatz

31.03.2016

In Marie von Ebner-Eschenbachs Roman "Unsühnbar" ist das leise Anbrechen einer neuen gesellschaftlichen Epoche zu spüren. Die Protagonistin des Romans, Maria Gräfin Dornach, geb. Wolfsberg, wird zwischen diesen beiden Polen des Althergebrachten und der neuen Ansichten aufgerieben. Vom Vater standesgemäß, aber gegen ihre Gefühle verheiratet, versucht sie die Liebe zu diesem anderen Mann zu unterdrücken. Es gelingt ihr eine zeitlang recht gut, zumal ihr Mann sie abgöttisch liebt und sie ebenfalls peu a peu auch Gefühle für ihn entwickelt. Doch dann wird sie eines Tages von dem damals geliebten Mann überrumpelt und alte Gefühle lassen sie jede Kontrolle verlieren. An den Konsequenzen dieses "Fehltritts" wird sie schließlich zugrunde gehen, zur Doppelmoral, die andere Figuren des Romans leben und die Ebner-Eschenbach entlarvt, ist sie nicht fähig. Der Roman, über hundert Jahre alt, spiegelt in weiten Bereichen den literarischen Stil seiner Zeit, dies ist etwas, worauf man sich als Leser einlassen muss. Er ist, insbesondere nach dieser verhängnisvollen Begegnung Marias mit dem Geliebten und sich steigernd noch nach der Geburt des Kindes in der Schilderung ihrer Seelenqualen melodramatisch und pathetisch. Frischer und weniger auftragend jedoch wird der Stil, wenn Ebner-Eschenbachs Personen den Wechsel der gesellschaftlichen Konventionen verkörpern. Trotzdem dieses "alten" Schreibstils liest sich das Buch gut und ist, wenngleich es sicher kein "Must read" ist, ein interessanter Rückblick in eine Zeit, die noch gar nicht so lange vorbei ist. (ausführliche Buchvorstellung unter: http://wp.me/paXPe-8I8)

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Vita

Marie von Ebner-Eschenbach

Marie von Ebner-Eschenbach, geboren 1830 auf Schloss Zdislavic in Mähren, entstammte einem tschechischen Adelsgeschlecht. Sie lebte abwechselnd in Mähren und in Wien; 1848 heiratete sie ihren Vetter Moritz Freiherr von Ebner-Eschenbach. Sie verkehrte mit Hebbel, Grillparzer und Ferdinand von Saar. 1875 veröffentlichte sie ihre ersten Erzählungen. Sie gilt als bedeutendste deutsche Erzählerin des 19. Jahrhunderts mit scharfer Beobachtungsgabe und großem Einfühlungsvermögen. Marie von Ebner-Eschenbach starb 1916 in Wien.

Zur Autorin

Pressestimmen

«Wunderbar zu lesen, von schönem, subtilen Humor, die Figuren sind authentisch und stark, und die Protagonistin wird dem Leser unfehlbar ans Herz wachsen.»

SWR 2, Die Buchkritik, Martin Krumbholz (22. July 2016)

«Eine herausragende Vertreterin des bürgerlichen Realismus und mindestens auf Augenhöhe mit Theodor Fontane oder Gottfried Keller zu sehen. … Eine sensationelle Erzählerin.»

Der Tagesspiegel, Tobias Schwartz (11. April 2016)

«Eine moderne Autorin, die mit Witz und Liberalität des Denkens besticht.»

«Dabei war sie als freigeistige Adelskritikerin, als gnadenlos spöttische, elegant pointierte Dekonstrukteurin bürgerlicher Lebenslügen eine Schriftstellerin, die in einer Reihe neben Ibsen und Zola steht.»

DIE WELT, Tilman Krause (12. March 2016)

«Ohne Zweifel: Ohne die Prosa der Marie von Ebner- Eschenbach wäre die Literatur um vieles ärmer.»

Der Standard (A), Andreas Puff-Trojan (12. March 2016)

«Der Roman lohnt die Lektüre aus vielerlei Gründen.»

Lesart. Unabhängiges Journal für Literatur, Heft 1/2016

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